Diesdorf, Salzwedel und der Arendsee

Als ich letztes Jahr mit einem Freund in Hankensbüttel war (hier!), entstand die Idee, beim nächsten gemeinsamen Ausflug über die ehemalige deutsche Zonengrenze bis nach Salzwedel zu fahren.

Jetzt ist ja die Südheide bei Hankensbüttel schon eine recht verlassene Gegend, wo sich durch etliche Straßendörfer fahren lässt, ohne dabei überhaupt einen einzigen Menschen auf der Straße zu begegnen; der Altmarkkreis steigert diese Erfahrung jedoch noch.

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Abschied vom Nil

Ein letzter Blick auf Luxor

Straßenszene in Luxor
Im Winter Palace hat nicht nur Agathe Christie „Tot auf dem Nil geschrieben, sondern sich auch Howard Carter von seinen Ausgrabungen des Grabes von Tutanchamun erholt.

Von Luxor nach Hurghada

Abreiseerfahrung am Flughafen Hurghada

Ich wurde pünktlich vom Schiff abgeholt. Der Reisebus mäanderte dann noch zu einem anderen Hotel, wo weitere Gäste abgeholt wurden, um uns dann durch die vielen Straßensperren nach Hurghada zu kämpfen.

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Regeneration

Auf dem Nil

Am Morgen des 01.01.2019 befand sich unser Nilkreuzfahrtschiff bereits wieder in Edfu. Nach dem Frühstück stiegen die Passagiere aus, die in Assuan zugestiegen waren und die jetzt die Tempelanlage besichtigen wollten, die unsere Reisegruppe schon auf der Hinfahrt besucht hatte (hier!). Da es sich hierbei in der Mehrzahl um leider doch recht laute Gäste handelte, genoss ich in der Folge die Zeit auf dem Sonnendeck mit kurzweiligen Spielen und Unterhaltungen. Andere Reiseteilnehmer machten sich auf, die kleine Stadt Edfu auf eigene Faust zu entdecken, mich zog allerdings absolut nichts in die staubigen Gassen.

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Sakrale Topographie und ein Ausflug nach Abu Simbel

(31.12.2018) Für den Ausflug mussten wir um 4 Uhr in der Nacht aufstehen. Die Busse mit all den Touristen wurden auf einem Parkplatz bei Assuan gesammelt, bevor es dann durch die Wüste nach Abu Simbel ging.

Ein wenig ließ sich noch im Bus schlafen, sodass wir halbwegs ausgeruht um 8.00 Uhr dort ankamen.

Abu Simbel befindet sich am Westufer des Nassasees. Auch diese imposante Tempelanlage wurde in einer aufwendigen Rettungsaktion vor dem Bau des Assuan -Staudammes in den 60er Jahren versetzt, genauso wie dies ja auch schon in Philae und in Kalabscha der Fall gewesen war.

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Daemonic Transmission

(30.12) Über Nacht haben wir in Assuan angelegt und haben dabei das legendäre Old Cataract Hotel, in dem einst Agathe Christie residiert hat, passiert. Agathe Christie schrieb „Tod auf dem Nil“. In Vorbereitung auf die Reise habe ich selbstverständlich das Buch ein weiteres Mal gelesen und ich nehme an, dass die meisten anderen Gäste der Nilkreuzfahrt dies auch getan haben, ich damit also nicht besonders originell bin. 🙂

Der Philae-Tempel

Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus entstand der ganz aus Sandstein erbaute Haupttempel, der dem nubischen Gott Mandulis (der sich in seiner Falkengestalt mit Horus vergleichen lässt) und der Göttin Isis von Philae gewidmet ist. Isis soll hier das Herz vom zerstückelten Osiris gefunden haben. Allerdings, dies muss man wissen, ist der jetzige Standort des Tempels nicht identisch mit dem einstigen. Der Philae-Tempel wurde nämlich von seinem einstigen Standort auf der Insel Philae, die im Zuge des Baues des Assuan Staudammes überschwemmt wurde, in den Jahren von 1977 bis 1980 auf das höhere Gelände der 600 Meter entfernten Insel Agilkia versetzt.

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Edfu-Tempel und Kom Ombo

Horusgrüße im Edfu-Tempel

(29.12) Das „Anubis Oracle“ beinhaltet eine Karte, die „Sobek and Horus“ betitelt ist. Sobek ist der Krokodilsgott, der mir in Kom Omba u.a. in Gestalt von Krokodilsmumien begegnen wird. Horus ist der Sohn von Isis und Osiris und in einer älteren Variante der Gott Unterägyptens.

Nicki Scully and Linda Star Wolf: The Anubis Oracle, Vermont 2008

Doch bevor ich euch über ägyptische Mythologie erzähle, fahren wir erst einmal mit einer Kutsche, vor der ein recht bemitleidenswerten Pferdchen gespannt ist, vom Schiffsanleger der Nilschiffe, zur Tempelanlage von Edfu.

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Das Tal der Könige, Hatschepsut und Ramses III.

Wenn es eine Seite gibt, in der sich das ägyptische Volk von anderen unterscheidet, so ist es die Fürsorge, die es seinen Toten zuwendet.

Erman, Adolf: Die Religion der Ägypter, Berlin 2001, S. 207)

(28. 12) Nachdem ich also die Memnon Kolosse passiert hatte, begab sich unsere Reisegruppe nach Theben West und zwar in das Tal der Könige.

Das Tal der Könige

Zu Beginn unserer Tour war der Besucherandrang noch maßvoll, später ….
… sah es dann so aus!

Im Eintrittsgeld war die Besichtigung von drei Gräbern inkludiert. Um sie vor den Besuchermassen (und ihren Ausdünstungen) zu schonen, sind nie gleichzeitig alle Gräber, die zu besuchen sind, geöffnet. Auch die Reiseleiter dürfen nur außerhalb der Gräber Erklärungen abgeben, nicht innerhalb.

Über Letzteres war ich froh, geht es mir beim Besuch solcher Orte schließlich eher um die innere Durchdringung und eine erste Annäherung an den Ortsgeist, weniger um die Beschallung mit Zahlen und Fakten, die ich mir im Nachgang lieber still und leise mit Lektüre aneigne.

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„Lucifer Rising“ von Kenneth Anger als Einstieg für eine „magische“ Nilkreuzfahrt!

Kennt ihr den Kurzfilm von Kenneth Anger „Lucifer Rising“? Bei Minute 27.09 (also fast zum Ende des Films hin) sind die Memnon Kolosse zu sehen, davor u.a. auch die Externsteine, über die u.a. ja hier auch schon geschrieben habe.

Die Memnon Kolosse habe ich im Zuge meiner Nilkreuzfahrt am ersten Tag nach meiner Ankunft besucht. Sie bewachen das Tal der Könige, zu dem ich noch bloggen werde.

Der Film ist ein wunderbarer Beginn für eine „magische“ Ägyptenreise, nur sollte man beim Schauen erst einmal davon Abstand nehmen, all die Schnitte und Assoziationsketten verstehen zu wollen, die Kenneth Anger hier eingefügt hat. Ganz entspannt, kann man den Film einfach auf sich wirken lassen und die hypnotische Wirkung, die sich dabei entfaltet, genießen.

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Annäherung an YouTube

Zu dem Thema „Mythologisches Wandern“ habe ich ja schon des öfteren geschrieben, z. B. hier und hier und hier. Auch im Kessel, Ausgabe 3 habe ich einen einführenden Artikel zum Thema veröffentlicht: hier.

Jetzt habe ich mich erstmalig darin versucht, einen älteren Blogbeitrag über das „Mythologische Wandern“ zum Youtube-Vlog umzuarbeiten und ich muss sagen, dass das gar nicht so einfach ist und zumindest für mich eine Herausforderung darstellt.

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