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MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Auf zur Westerplatte!

Written By: Marina Sosseh - Jul• 15•18

(Mittwoch, 4. Juli) Der Fahrkartenkauf in Marienburg gestaltet sich unproblematisch. Die Verkäuferin spricht Englisch und der Bahnhof ist mit Anzeigetafeln ausgestattet. 

Der Regionalzug braucht eine halbe Stunde bis zum Danziger Hauptbahnhof. Von dort nehme ich mir ein Taxi bis zum Hotel.

Novotel Gdansk

Dieses kommt, im Vergleich zur einfachen Pension in Marienburg,  recht luxuriös daher. Auszusetzen ist vor allem, dass es nur einen kleinen Fahrstuhl gibt, auf dem man, wenn man Pech hat, lange warten muss. Dies gestaltet den Transport des Gepäcks zum Zimmer schwierig, insbesondere wenn Reisegruppen anreisen. Das Bett ist recht bequem, das Internet gut und das Fernsehen zeigt als deutschsprechenden Sender nur RTL.

Das Hotel weist einen hübschen Innenhof auf, auf dem man, schönes Wetter vorausgesetzt, entspannt sitzen kann.  (mehr …)

Die größte gotische Backsteinburg der Welt

Written By: Marina Sosseh - Jul• 13•18

Auf Wiedersehen, Kolberg!

(Dienstag, 3. Juli) Angesichts der mir bevorstehenden Bahnfahrt habe ich schlechte Laune. Nachdem ich am Bahnhof mich dann ungefähr drei Mal habe versichern lassen, dass ich am richtigen Bahnsteig (Peron) und am richtigen Gleis (Tor) stehe und auch der dort haltende Zug der richtige sei, sitze ich dann wirklich relativ gemütlich im korrekten Zug. Ein deutschsprechender Herr möchte mir kurz vor der Abfahrt ein christliches Buch verkaufen, ist mir aber auch dabei behilflich mein wirklich schweres Gepäckstück auf die erhöhte Ablage zu verfrachten. Ich fühle mich ihm gegenüber zwar nun verpflichtet, kaufe das Buch aber dennoch nicht. (mehr …)

Befestigungswälle in Kolberg

Written By: Marina Sosseh - Jul• 11•18

Probleme beim Fahrkartenkauf

(Montag, 2. Juli) Nach dem reichlichen Frühstücksbuffet im Hotel New Skanpol in Kolberg gehe ich erst einmal zum Bahnhof, um mir ein Ticket für meine morgige Fahrt nach Malbork zu besorgen.

Leider sind nur zwei Fahrkartenschalter besetzt, wovon einer nach 20 Minuten Wartezeit schließt. Beim anderen Schalter geht es auch nicht voran, sodass ich insgesamt eine Stunde warten muss, bevor ich meine Fahrkarte erwerben kann. Im Intercity in Polen ist eine Reservierung Pflicht und im Gegensatz zu den Regionalzügen kann man hier kein Ticket in der Bahn kaufen. (mehr …)

Von Swinemünde nach Kolberg

Written By: Marina Sosseh - Jul• 04•18

Unwegsamkeiten auf der Fahrt nach Kolberg

Heute (1. Juli) geht es von Swinemünde weiter nach Kolberg gehen, was am Donnerstag kein Problem wäre und auch touristische Ausblicke geboten hätte. Da bietet nämlich die Adler Reederei vom Swinemünder Hafen eine Ausflugsfahrt bis nach Kolberg an. Nun ist aber Sonntag und die ca. vierstündige Strecke startet wahlweise um 9.02 oder um 13.21, dazwischen fährt NICHTS. (mehr …)

Ein Strandspaziergang von Swinemünde nach Heringsdorf

Written By: Marina Sosseh - Jul• 04•18

(Samstag, 30. Juni) Nach einem guten Frühstück fahre ich entspannt mit der Bäderbahn nach Heringsdorf. Von dort habe ich eine Strandwanderung zurück nach Swinemünde geplant, will mir jedoch noch zuvor die Bäderarchitektur anschauen.

Zurück in Deutschland: Heringsdorf

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Sommerfrische in Swinemünde

Written By: Marina Sosseh - Jul• 02•18

Meine Anreise

Heute (29. Juni) machte ich mich gen Swinemünde auf. Über Berlin ging es mit dem Bummelzug durch die Uckermark nach Züssow. (mehr …)

Die Hamburger Hafenrundfahrt und das Dungeon!

Written By: Marina Sosseh - Jun• 23•18

Die große Hamburger Hafenrundfahrt

Diese kostet für privatreisende Touristen bei “Kapitän Prüsse”  19 Euro, inkludiert aber Speicherstadt und Containerhafen und ist unbedingt empfehlenswert. Nur das Schiffchen war schon ein wenig in die Jahre gekommen  und hätte durchaus komfortabler sein dürfen.

Vom Wasser jedenfalls, tun sich eindrucksvolle Blicke auf  moderne Glaspaläste auf.

Das ist die Hamburger Elbphilarmonie, die im Jahre 2016 fertiggestellt wurde.

Mir selbst behagen, wie ich ja hier im Blog schon häufiger geschrieben habe, diese Gebäude wenig. (mehr …)

Die Göttin feiern: Eine Süntelwanderung

Written By: Marina Sosseh - Jun• 10•18

Vom Parkplatz Kreuzsteinquelle ging es am vorletzten Samstag  hinauf zum Hohenstein.

Der Blutbach

Wir starteten am Blutbach.

Der soll so heißen, weil bei einer Schlacht zwischen den heidnischen Sachsen und den schon christianisierten Franken im Jahr 782 das Wasser des Baches vom Blut der Gefallenen rot gefärbt sein soll.

Der Aufstieg

Leider war der Weg hernach furchtbar steil und stellte alle Mitwanderer vor großen körperlichen Herausforderungen.  Beim nächsten Mal würde ich hier nach einer gemütlicheren Alternative Ausschau halten, zumal man hier, bedingt durch den Gewitterregen, auch leicht auf dem glitschigen Laub ins Rutschen kam.

Auf dem Weg hinauf passieren wir einen vielleicht schamanisch  inspirierten Ova-Steinhaufen.

 

Endlich oben angekommen entschädigte der Hohenstein und  dort vor allem der Grüne Altar für die Mühen des Aufstiegs.

 

Der Grüne Altar

Letzterer ist ein Kraftort mit hoher energetischer Ausstrahlung. Ursprünglich war er ein Kultort für die Göttin Ostara. Ich stelle mir vor, wie am sogenannten Hirschsprung, der meiner Meinung nach, männlich ausgerichtet war, Wotan oder Thor geopfert wurde, während am Grünen Altar das weibliche Prinzip verehrt worden ist.

Im Wanderführer “Unser Sonntagsausflug” schreibt Ingeborg Müller dazu:

Das landschaftlich geradezu gewaltig wirkende Hohensteingebiet im westlichen Sünde gilt als das Hauptheiligtum der germanischen Sachsen und soll der Frühlingsgöttin Ostara geweiht gewesen sein. der turmartige Felsen des so genannten Grünen Alters sei – so heißt es- als so heilig erachtet worden, dass nur Priester ihn betreten durften, um ihre kultischen Handlungen zu zelebrieren. Das Volk habe aus angemessener Entfernung an dem Geschehen teilgenommen, und zwar vom südlich gelegenen Wendgeberg aus. Als Beweis für den Ostarakult wird eine vor 400 Jahren am Grünen Altar gefundene Tontafel mit eingeritzten Bildern und Runenschrift angesehen. Eine Nachbildung liegt in einem Marburger Museum. Angeblich sollen an der Kultstätte auch Tier- und möglicherweise sogar Menschenopfer erbracht worden sein. Der Sage nach seien die zierlichen Pfingstnelken an der Wand des Hohenstein von ihrem Blut rotgefärbt.  (Müller, Ingeborg: Unser Sonntagsausflug, blaue Ausgabe. Hameln 2008, S. 46)

Leider finden sich im Buch keinerlei Quellenangaben, jedoch gefällt mir das Bild, was die Autorin hier zeichnet. Ich glaube aber, dass das Ostaraheiligtum Priesterinnen vorbehalten war, während die Priester  am Hirschsprung ihren Göttern opferten.  Auch ein Initiationsweg, ähnlich wie er auch an den Externsteinen oder am Klusfelsen vermutet werden kann, ist hier denkbar.  Erfährt der Initiant oder die Initiantin beispielsweise die Geburt im Geiste einer Weltengöttin am Ostara-Altar, wird er hernach am Hirschsprung mit dem eigenen drohenden Tod konfrontiert, um danach, durch diese Erfahrung gestärkt,  in den Schoß der Göttin zurückzukehren, um sein diesseitiges Leben hinfort mit neuer Kraft zu leben.

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Die heilige Geometrie

Written By: Marina Sosseh - Jun• 03•18

 

Das rätselhafte Castel del Monte

Mit dem Thema würde ich ja letztens sehr augenscheinlich in Apulien konfrontiert, als ich das Castel del Monte besuchte, dieses eindrucksvolle Monument der Stauferzeit, das keine Funktion zu haben scheint, außer der, die vollkommene Symetrie der Zahl Acht verwirklicht zu haben.

Die Zahl Acht ist im Castel der Monte durch seinen Grundriss mit seinen achteckigen oktogonalen Türmen wiederholt manifestiert. Der Goldene Schnitt, der ebenfalls auf Pythagoras zurückgeht,  wurde ebenfalls  in seiner Konstruktion verwirklicht. (mehr …)

Warum wir es gestern nicht bis nach Wienhausen geschafft haben!

Written By: Marina Sosseh - Mai• 13•18

Ich besuchte  am Museums-Sonntag die Ausstellung „Schatzhüterin. 200 Jahre Klosterkammer Hannover“ im Landesmuseum Hannover. Letztens hatte ich davon gehört, als ich das Kloster Isenhagen (hier!) besucht hatte und die Dame, die mich durch das alte Gemäuer führte, darauf aufmerksam machte, dass einige der Repliken momentan nach Hannover ausgeliehen sind.

Vor dem Museum sind große Stellwände zu den einzelnen Klöstern, die von der Klosterkammer verwaltet werden,  aufgebaut, u.a. ist auch das Kloster Wienhausen zu sehen.

Das wollte ich gestern, im Zuge der allmonatlichen Wildfrauenhauswanderung besuchen, was aber leider nicht möglich gewesen war, da schon der Zug von Hannover nach Celle Verspätung hatte, sodass wir leider sämtliche Folgebusse, inkl. Rufbus, verpassten. Die nächste Möglichkeit der Anbindung  hätte es erst in weiteren zwei Stunden gegeben. Wir hätten dann die Führung im Kloster um 11 Uhr verpasst und hätten dort bis 14 Uhr warten müssen. Eine Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre auch nicht möglich gewesen, sodass ich eine Wanderung von Wienhausen nach Celle geplant hatte.  Wenn wir diese nun, aufgrund der Zugverspätung, erst  um ca. 16 Uhr angetreten hätten, wären wir am Celler Hauptbahnhof wahrscheinlich erst gegen 20 Uhr gewesen, was ich für zu spät hielt. Man sieht: Ein Ausflug in die norddeutsche Provinz, ohne Auto, kann abenteuerlich sein. Wir entschieden uns dagegen und machten stattdessen eine Rundwanderung bis nach Osterloh und zurück. Landschaftlich war dies, immer an der Aller entlang, eine schöne Wanderung, allein die Mücken und die schwüle Wetterlage machten den Weg sehr beschwerlich.

Insgesamt noch ziemlich erschöpft schaute ich mir am nächsten Morgen also die Ausstellung der Klosterkammer an, musste aber feststellen, dass die Kunstwerke nicht mit mir in Resonanz gingen, allein ein Teppich aus Wienhausen zum Tristan-Epos zog meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich.  Ansonsten sprachen mich die christlichen Devotionalien nicht sonderlich an, obwohl ich ja dazu neige, in der Christus-Verehrung durchaus eine Wiederauflebung des Baldur Mythos zu sehen.

Mich zog es hinaus –  zum Vater von Baldur-Christus: Wotan. Der steht, als Denkmal von Friedrich Wilhelm Engelhard,  hinter dem Museum und blickt dabei streng auf die Niedersächsische Staatskanzlei.

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