Jodhpur: die blaue Stadt

Über Jodhpur, dem "Tor zur Wüste Thar" thront das imposante Fort Mehrangarh. Im Innern der gewaltigen Festung entfaltet…

Gepostet von Marina Sosseh am Donnerstag, 4. Oktober 2018

Unser Hotel in Jodhpur: Indana Palace

Übernachtet haben wir für zwei Nächte im Indiana Palace. Das Hotel hat mir, trotz eines Stromausfalls, insgesamt sehr gut gefallen. Störend fand ich aber die vielen Tauben, die mich auch davon abgehalten haben, den Swimmingpool zu nutzten.

Das Essen war fantastisch (wie eigentlich in allen Hotels während der Reise) und am Abend gab es im Garten ein Unterhaltungsprogramm mit traditioneller Musik aus Rajasthan.

Mit einer kleinen Gruppe Mitreisender besuchten wir jedoch in einer im Lokal gelegenen Lokalität eine Bar, in der zu wirklich ohrenbetäubender Musik hübsche Tänzerinnen im Bollywood-Stil Animationen betrieben.  Einer der Herren, wohl der Geschäftsführer der Lokalität, steckte den Damen immer wieder Geldscheine zu,  wohl um die Gäste dazu aufzufordern, es ihnen gleichzutun. “Jodhpur: die blaue Stadt” weiterlesen

Hagal – Hagel – Rad des Schicksals

My engagement with the Runes is usually done with an artistic implementation. I open up the energy of the runes and play with it. It is a kind of dialogue. I never know what comes out in the end. Also I forgot the owner of the used quote, maybe it is my favorite Rune-researcher: Adolf Kummer. Werden Walten Sein Vergehe/N Zu Neuem Sein

Gerade fertiggestellt: Rad des Schicksals – Hagal. Mischtechniken, 40 x 29,5 cm. Das Bild hat mich über Wochen beschäftigt, meist nebenbei, während ich auf einem Download gewartet, mir Musikstücke angehört oder einen Vortrag gehört habe. Alles begann mit einer kleinen Bleistiftskizze. Danach experimentierte ich mit Aquarellfarben, um dann mit Filzstiften, Kugelschreiber und auch Acrylfarbe alles zu vervollständigen. Selbst Tipp-Ex kam zum Einsatz. “Hagal — Hagel — Rad des Schicksals” weiterlesen

Der Rattentempel

Wer meine Indien-Reise von Anfang an verfolgen möchte, möge hier beginnen.

Der Karni-Mata-Tempel in Deshnoke bei Bikaner

(03.10) Von Bikaner fuhren wir weiter bis nach Jodhpur, nicht ohne einen Zwischenstopp in Deshnoke eingelegt zu haben.

Rund 30 Kilometer von Bikaner entfernt befindet sich der Karni-Mata-Tempel, dessen Besonderheit es ist, dass er von unzähligen Ratten bewohnt wird.

Nicht nur die Kuh ist in Indien heilig; in diesem Tempel sollen auch die Ratten Glück bringen, ganz besonders dann, wenn sie weiß sind und über die Füße des Glücksuchenden laufen.

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“Kultur verbindet Welten” oder auch nicht!

Bevor es mit meinen Indien-Bericht weitergeht, berichte ich euch von der Regionalkonferenz  des Nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, die ich gestern in Peine besuchen durfte.

Es ging um Kulturförderung, Kulturvermittlung und Kulturentwicklung im ländlichen Bereich.  Die wurde von Jugendlichen durch brasilianische Percussionmusik 🙂  und  an Frida Kahlo angelehnte Bilder demonstriert. 🙂

Herr Thümler, der nds. Minister für Wissenschaft und Kultur, ließ sich wegen einer Erkältung entschuldigen. Herr Henning Heiß hielt einen Impulsvortrag, der mich hoffen ließ, dass es hier wirklich vorrangig um Kulturförderung im ländlichen Bereich gehen würde, nicht um das, was momentan ideologisch verbreitet wird. ““Kultur verbindet Welten” oder auch nicht!” weiterlesen

Das Land des Todes

(02.10) “Das Land des Todes” wurde das Wüstendreieck genannt, das bis in das Grenzgebiet zu Pakistan führt. Bikaner begrenzt es im Norden, Jaipur im Osten.

Ganz so öde und unwegsam wie der Name suggeriert, kam mir die Landschaft dann doch nicht vor. Dies soll u.a. daran liegen, dass die indische Regierung nach dem Monsumregen, laut Auskunft unseres Reiseleiters, immer wieder Akaziensamen auf die  Wüste Thar  streuen lässt, was diese, zumindest ein wenig, begrünt. “Das Land des Todes” weiterlesen

Auf nach Mandawa! Der Vlog

Jetzt habe ich mich mal als Vloggerin versucht, was eine ungewohnte Erfahrung für mich war. Ich habe so meine Schwierigkeiten vor der Kamera zu agieren, bin nämlich per se keine Selbstdarstellerin.

Während der Reisen lenkt mich schon  das Fotografieren vom unmittelbaren Erleben ab, weshalb auch das direkte Videofilmen  so seine Tücken für mich hat.

Aus all diesen Gründen  habe ich mich entschlossen, den Video-Blog  wie einen  altmodischen Diaabend anzulegen, mit dem Unterschied jedoch, dass man ungestraft die Vorführung verlassen kann,  also nicht gezwungen ist, sich die ganzen 20 Minuten anzuschauen.

Allerdings, so meine Idee,  kann so ein virtueller Diaabend sicherlich zur Entschleunigung in dieser schnelllebigen Zeit beitragen, weswegen mir eine diesbezügliche Renaissance  durchaus angeraten zu sein scheint.

Ich kommentiere also ausgewählte Bilder.  Dies habe ich weitgehend “ohne Schnitt” praktiziert, weshalb  es sicherlich “authentisch” ist,  jedoch auch das ein oder andere Füllwort bei der Aufnahme  begünstigte. Wahrscheinlich muss ich in Zukunft  auch noch Mut zu Pausen aufbringen.  Fehler habe ich mit Sprechblasen korrigiert.

Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber ein erster Schritt in eine Richtung, die mich interessiert und Übung macht sicherlich die Meisterin.

Mein  schriftlicher Reisebericht zum Aufenthalt in Mandawa findet sich hier.

www.pdf24.org    Sende Artikel als PDF   

Auf nach Mandawa!

(01.10) Durch die Vorstädte Dehlis mit ihren Hochhäusern fuhren wir mit dem Reisebus durch das ländliche Indien. Ich sitze vorne und habe deshalb beste Sicht auf das Verkehrsaufkommen und die mehr als riskanten Verkehrsmanöver unseres Fahrers. Nein, in Indien möchte ich  kein Auto fahren, schließlich scheint sich absolut niemand an irgendwelche Regeln zu halten, dafür wird dann aber im  Zweifelsfall ausgiebig gehupt.

Wir fahren in die Region Shekhavati. Diese bestand, seit dem Niedergang der Mogul-Kaiser  im 17. Jahrhundert, aus mehreren kleinen Fürstentürmen. Mandawa  gilt mit seinen vielen bemalten Havelis als hübschester Ort der Region. “Auf nach Mandawa!” weiterlesen

Erste Eindrücke von Dehli

(30.09) Das Frühstück im Double Tree by Hilton ließ uns, nach einer kurzen Nacht,  erste Bekanntschaft mit indischen Essensgewohnheiten schließen. Neben klassisch englischen Omelett und einen eher mageren Angebot an kontinentalen Wurst- und Käseaufschnitten bot es nämlich vegetarische warme Speisen, die mit dem indischen Grundnahrungsmittel,  den Naan-Brot, kombiniert werden.

Solchermaßen gestärkt fuhren wir durch das quirlige Dehli mit seinen erhöhten Verkehrsaufkommen.  Irgendwie müssen wir dabei auch am Roten Fort vorbeigekommen sein, doch erschließt sich mir das im Nachgang nicht mehr. Am letzten Tag unserer Rundreise besichtigten wir es, dazu aber später.

Die Eindrücke waren verwirrend für mich und – laut meines durchaus empfehlenswerten Rajasthan-Reiseführers von Rainer Waterkamp, der auch Dehli und Agra inkludiert, lässt sich sehr viel mehr in der indischen Hauptstadt entdecken als wir, im Zuge unserer schnellen Marco-Polo-Sonderreise, gesehen haben. “Erste Eindrücke von Dehli” weiterlesen

Faszinierendes Rajasthan

Jetzt liegt meine von Marco Polo Reisen organisierte Sonderreise Indien “Faszinierendes Rajasthan”  hinter mir und ich bin wieder zurück im (glücklicherweise) sonnigen Deutschland. Nachdem der fehlende Schlaf vom Rückflug in der Nacht nachgeholt wurde,  muss ich nun erst einmal die vielen, vielen Eindrücke, die während auf der Reise auf mich einprasselten, sortieren und rekapitulieren.

Ich schaue mir die fast 1000 Fotografien an, die ich während der Rundreise geknipst habe, und kann kaum noch den einen märchenhaften Maharadscha-Palast von den anderen unterscheiden.

Die Anreise

Am 29. September  ging es los. Ich flog von Hannover nach Frankfurt, wo ich umstieg. Die Transferzeit von einer Stunde und zwanzig Minuten war viel zu knapp bemessen, zumal der Zubringerbus, der mich vom City-Hopper-Flugzeug zum Terminal brachte,  gefühlt endlos lange über das Flughafengelände mäanderte, sodass ich dann nur noch eine Stunde Zeit hatte, um den Flieger nach Delhi zu erreichen.  Stress breitete sich aus und vom gemütlichen Schlendern durch den Frankfurter Flughafen war ich weit entfernt.   Die Sicherheitskontrollen taten ihr übriges, um meinen Adrenalinspiegel ansteigen zu lassen. Vollkommen durchgeschwitzt wurde ich dann, zehn Minuten vor Abflug, von  einer Stewardess mit den Worten: “Wollen Sie auch noch mitfliegen?”, begrüßt. “Faszinierendes Rajasthan” weiterlesen

Matronen in der Eifel und die Wiederkehr der Göttin!

Matronen in der Eifel

In der Eifel gibt es die Matronen. Es handelt sich meist um eine Dreiergruppe von Frauen , die auf einem Votivstein platziert ist. An Schriftquellen sind nur die Inschriften auf den Steinen erhalten, weitere Informationen zu der Matronen-Verehrung, die sich in der römischen Provinz Nieder-Germanien auf das Rheinland fokussiert hat, sind uns leider nicht erhalten.

Aufgrund der römischen, keltischen und germanischen Namen der Stifter handelte es sich bei der Matronenanbetung um eine gallo-römisch-germanischen Kult, der den Göttinnen opferte, um sich für die Überwindung einer schweren Krankheit oder einer Gefahr zu bedanken oder auch um Schutz für die Familie, Fruchtbarkeit oder beruflichen Erfolg zu erwirken.

Dass die Matronen eng mit der Vorstellung von Fruchtbarkeit verknüpft sind, zeigt sich auch dadurch, dass sie sitzend dargestellt werden und auf ihren Schoß Schalen mit Früchten platziert sind. Sie verweisen so auf den jahreszeitlichen Rhythmus und das Werden und Vergehen im Laufe des Jahres, genauso wie auch im menschlichen Leben.

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