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MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Die Teufelskuhle, das Mausoleum Graf Carl von Alten und die Döhrener Wolle: Eine hannoversche Winterwanderung

Written By: Marina Sosseh - Feb• 11•18

Gestern unternahmen eine Freundin und ich eine kleine Winterwanderung im Nahbereich.

Wir starteten am Freizeitheim Ricklingen und gingen von dort zum Ricklinger Holz. Von dort wanderten wir weiter in Richtung Hemmingen. Dabei hatte ich die Hoffnung, dass wir an der sogenannten Teufelskuhle vorbeikommen würden, hatte ich nämlich unlängst gebraucht ein Buch mit niedersächsischen Sagen erstanden, wo genau dieser geheimnisvolle Ort Erwähnung fand. Ein Einsiedler soll dort einmal gelebt haben, der nachdem er einen jungen Mann für den christlichen Glauben missioniert hatte, von dessen Bruder ermordet worden sein soll. Danach versank die Kirche mitsamt dem Mörder im Boden und die Erdspalte füllte sich mit Wasser.

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Warum es hier keinen offensichtlichen Mehrwert für dich gibt! Reflexionen über das Bloggen

Written By: Marina Sosseh - Jan• 26•18

Meine knappe Antwort lautet: … Weil ich gegen ökonomische Kategorien verwehre und ich eher das Konzept des inspirierenden Müßiggangs verfolge. Da wird dann Tagebuch geschrieben, um sich selbst weiterzuentwickeln.

Dazu passt ganz schön das folgende Zitat von Rudolf von Laban.

“Der Mensch bewegt sich, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Mit seiner Bewegung zielt er auf etwas hin, das für ihn von Bedeutung ist. Das Ziel seiner Bewegung ist leicht zu erkennen, wenn diese sich auf ein konkretes Objekt richtet; es können aber auch immaterielle Dinge sein, die eine Bewegung auslösen.” (Laban, Rudolf von: Die Kunst der Bewegung. Wilhelmshaven 2003, S. 9)

Blogs, nicht nur Reiseblogs, sind ja ebenfalls Bewegungen, die irgendwohin führen. Vor dem virtuellen Zeitalter haben wir beim Schreiben die Feder geschwungen und sie über ein Blatt Papier tanzen lassen. (mehr …)

Die aktuelle Inszenierung der Zauberflöte in Hannover

Written By: Marina Sosseh - Jan• 20•18

Zwei Wochen im Dauerstress liegen hinter mir. Die Zeugnisse stehen kurz bevor und als Lehrerin ist man so, neben seinen regulären Unterrichtsverpflichtungen, ständig dabei, irgendwelche Listen auszufüllen und auszuwerten.

Der einzige Lichtblick innerhalb dieses stressigen Einerleis war dann für mich der Besuch der Zauberflöte vergangenen Dienstag. Das Opernhaus Hannover hat dieses Stück neu inszeniert. Premiere war am 13.01.2018. Herausgekommen ist mal wieder das von mir ungeliebte Regietheater, allerdings nicht gar so unerträglich, wie ich es 2015 bei der unsäglichen Hannoverschen “Freischütz“-Inszenierung erleben durfte.

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Eine hochexplosive Wanderung

Written By: Marina Sosseh - Jan• 14•18

Das Wetter war trüb und nasskalt, als sich die Wildfrauenhaus-Wandergruppe zur monatlichen Wanderung aufmachte. Diesmal sollte es nach Walsrode gehen. Das Heidestädtchen ist von Hannover aus in ca. 45 Minuten erreichbar, was uns für eine Winterwanderung gelegen kam, die ja immer zeitlich durch die frühe Dunkelheit begrenzt ist.

Bei der Planung hatte ich, recht unkreativ, auf die Informationen der Touristinformation in Walsrode zurückgegriffen. Auf der dortigen Online-Seite findet sich eine Rundwanderung, deren gpx-Daten ich herunterlud, um sie dann auf die Komoot-App aufzuspielen.

Der Start in Walsrode gestaltete sich schwierig und als wir dann endlich auf der Strecke der Rundwanderung angekommen waren, begeisterte uns der Weg, der viel zu lange an Häusern und Verkehrsstraßen entlang führte, wenig. Immerhin stellten wir fest, dass die Eigentümer der Walsroder Einfamilienhäuser einen Hang für liebevoll-kitschige Dekorationen ihrer Häuser haben, was auf ein ruhig-entspanntes Leben hindeuten mag. (mehr …)

Alles erledigt und offen für das Neue! 

Written By: Marina Sosseh - Jan• 05•18

EH, Mischmaterialien, 29 x 39.5 cm, Rauhnächt 2017/18

Die Weihnachtstage habe ich im Kreis meiner Familie verbracht. Endlich war Zeit, um die Serie meiner Blogbeiträge über meine Rumänien-Rundreise fertigzustellen. Die Zeit der Dunkelheit gab auch genug Gelegenheiten, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. Bücher konnten gesichtet werden und ich stellte fest, dass, selbst wenn für ein halbes Jahr der Kontakt zur Außenwelt abreißen würde, ich genug zu lesen und zu bedenken hätte.

Die Neujahrskartenlegung bestätigte mir das, was ich ohnehin schon wusste, führte es mir aber noch einmal eindringlich vor Augen. Diesmal nutzte ich das an das Crowley-Tarot  angelehnte “Black Flame Tarot“.

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In Draculas Reich. Teil 10

Written By: Marina Sosseh - Jan• 02•18

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8 Teil 9

Am letzten Tag meiner Rumänien-Rundreise zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite.

Ceausescus einstiger “Palast des Volkes” und heutiger Sitz des Parlaments  zeigte sich mir also im Dauerregen. Architektonisch hat sich der einstige Diktatur von den visuellen Erlebnissen einer Nordkorea-Reise beeinflussen lassen. Er selbst hat die Fertigstellung eines flächenmäßig größten Gebäudes der Welt  nicht mehr erlebt.

So ähnlich muss auch der Plan der Nationalsozialisten für die Welthauptstadt “Germania” ausgesehen haben.  Die Achse führt genau auf den “Palast des Volkes” zu. Um hier Freiraum zu schaffen wurden die Häuser von rund 40.000 Bukarestern zerstört und durch Neubauten ersetzt.  Vom einstigen “Klein-Paris” des 19. Jahrhunderts ist kaum noch etwas zu sehen. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 9

Written By: Marina Sosseh - Dez• 31•17

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Am vorletzten Tag meiner Rumänien-Rundreise besuchte ich dann Draculas Schloss (Törzburg)  in Bran.

Die Burg kontrollierte, auf einem 60 m hohen Felsen der Südkarpaten trutzig stehend, einst das enge Tal mit  einem wichtigen Handelsweg, der Siebenbürgen und die Walachei verband.

Die Burg wurde von Dietrich, einen Ritter des Deutschherrenordens erbaut, und bestand im Ursprung nur aus einem Pfahlbau. Seine Besitzer hat die Burg dann des Öfteren gewechselt. Beispielsweise ging das Besitztum auch an dem walisischen Fürsten Mircea cel Batran, der den Vater des historischen Draculas, der mit wirklichen Namen Vlad Tepes hieß,   als Dank für die Unterstützung gegen die Osmanen in den Fürstenstand (Woiwoden) der Walachei erhob.

Insofern mag es sein, dass Dracula hier wirklich einst  weilte und dass es sich beim  “Nest von Dracula” nicht nur um einen Gag der Touristenindustrie handelt. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 8

Written By: Marina Sosseh - Dez• 29•17

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Nach dem Besuch von Kronstadt fuhren wir nach Honigberg (rum. Harman). Dies ist eine weitere Kirchenburg, wie ich sie ja auch schon in Biertan erlebt hatte.

Der hübsche Name leitet sich wahrscheinlich von einem nahen Berg ab. Dort soll es viele Bienenschwärme gegeben habe. Es kann aber auch sein, dass der Name sozusagen aus der alten Heimat der Siebenbürger Sachsen importiert worden ist. “Bei Bingen am Rhein gibt es ein Dorf Honigberg und bei Koblenz wird ein ‘Honigberger’ gekeltert.” (Baedeker: Rumänien. Ostfildern 2017, S. 195)

Der überdachte Eingang zur Kirchenburg, der hier von der Innenansicht nach außen fotografiert ist, ersetzt seit 1791 eine Zugbrücke.

Die Kirche ist von einer hohen Mauer umgeben.  An der Südseite finden sich Wohnhäuser, die heute museal genutzt werden und Alltagsgegenstände der Sachsen zeigen.  Im Kapellenturm lassen sich Wandmalereien des Jüngsten Gerichts bestaunen.  Die Erklärungen sind vorbildlich in drei Sprachen verfasst. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 7

Written By: Marina Sosseh - Dez• 28•17

Ich setze meinen Bericht meiner Rumänien-Rundreise fort.  Die vorhergehenden Teile findet ihr hier: Teil 1  Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6

Nach dem Frühstück im Hotel Piemonte in Predeal fuhren wir heute (6.10) in das nahegelegene Kronstadt (rum. Brasov).

Einst hatte der ungarische König Andreas II dem Deutschen Ritterorden das Burgenland zur Sicherung der Karpatengrenze überlassen. Die Siebenbürger Sachsen entwickelten den königlichen Burgflecken hin zu einer Freistadt, die seit 1251 den Namen Kronstadt trägt. Im 16. Jahrhundert war Kronstadt religiöses und kulturelles Zentrum des Butzenlandes (südlicher Teil von Siebenbürgen), wozu die den Siebenbürger Sachsen ausgesprochenen Privilegien wie Gerichtsbarkeit und freies Marktrecht  u.a. wesentlich  beigetragen haben.

Auf dem Bild ist der Marktplatz zu sehen mit dem Berg Tampa und seiner Seilbahn im Hintergrund.  Der Berg scheint aus dem Marktplatz herauszuwachsen, weswegen auch schon der ein oder andere Bär auf Nahrungssuche in Kronstadt gesichtet worden sein soll.

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Wochenrückblick im Zeichen der Wintersonnenwende

Written By: Marina Sosseh - Dez• 22•17

Julkind. Mixed Media, 29,7 x 42

Was für eine merkwürdige Woche. Am Montag fühlte ich mich noch fit, jedoch im Vorfeld schon gestresst von den vielen bevorstehenden Terminen. Am späten Nachmittag überfiel mich dann ein Krankheitsgefühl mit Schüttelfrost und ich lag nur noch auf dem Sofa. Immerhin schaute ich mir noch eine  Reportage über Venedig an, die aktuell noch in der Arte-Mediathek zu finden ist (hier).

Am Dienstag stand die Regionsversammlung an, in der ich mich, trotz fortgesetzten Unwohlseins, quälte, schließlich war ich, innerhalb unserer Fraktion, diesmal diejenige, die die Haushaltsrede (hier) halten sollte. Wir sind ja nur zwei gewählte Vertreter unserer rein kommunal aufgestellten Wählergemeinschaft und wechseln uns  mit dieser Aufgabe ab.

Nun ja …  man darf ja durchaus andere politische Meinungen vertreten als ich, jedoch sollte man, das ist meine feste Überzeugung, gerade im öffentlichen Rahmen einen gewissen Anstand bewahren, wozu eben auch gehört, sich die Reden der anderen Fraktionen in Ruhe anzuhören und nicht durch laute Zwischenrufe, störende Privatgespräche oder durch das demonstrative Verlassen des Saals zu torpedieren. Das macht mich  traurig, zeigt es doch, dass in unserer sogenannten Demokratie mittlerweile eine faire Debattenkultur nicht mehr vorhanden ist und dass gerade diejenigen, die sich hier als moralisch überlegen ausgeben,  dringenden Lernbedarf aufweisen.  In der anschließenden “Diskussion” der Haushaltsreden zeigte sich, dass der Inhalt unserer Rede scheinbar überhaupt nicht verstanden wurde, warf man der AFD und uns, von Seiten einer SPD-“Kollegin” nämlich, “unerträgliche deutschtümelnde Arroganz” vor und ein anderer SPDler las daraufhin  Schlicht-Prosa (wohl aus den sozialen Netzwerken entnommen) vor, in der das multikulturelle Erbe der Weihnachtsgeschichte betont wurde. So ist das eben: Es reicht schon aus, die Probleme der Jetzt-Zeit nur zu benennen, um als “rassistisch”  gebrandmarkt zu werden. Der mediale Beifall ist den so Handelnden dabei auch noch sicher, die im Rausch der scheinbaren moralischen Überlegenheit  nicht bemerken, dass sie sich längst zu Steigbügelhaltern des Totalitarismus haben degradieren lassen. (mehr …)

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