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Eine Herbstwanderung zur Wewelsburg

Written By: Marina Sosseh - Okt• 15•17

Das schöne Herbstwetter nutzte die Wildfrauenhaus-Wandergruppe für einen Ausflug nach Büren zur Wewelsburg.

Mit der S-Bahn fuhren wir  vom Hauptbahnhof Hannover nach Paderborn und dann weiter mit dem Bus S61 ich Niedernturdorf, Abzweigung Bahnhof Salzkotten. 

Sind das noch Sturmschäden vom Orkan Xavier?

Im Dorf gibt es schon einmal eine Kirche und einen Findling zu bestaunen. Über das Flüsschen Alme hinweg ging es durch eine liebliche Wald-Wiesen- und Hügellandschaft bis hin nach Büren.

Vor dem Ortseingang  in Büren kamen wir an einem ehemaligen Schießstand der SS vorbei. Ein Schild informiert über das historische Geschehen.

In Büren angekommen schauen wir uns das Gelände des temporären Konzentrationslagers an. Die ehemalige KZ-Küche ist zum Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr umfunktioniert. Ansonsten ist  auf dem ehemaligen Appellplatz noch eine Gedenktafel zu sehen.

Wir schlendern weiter an der Hauptstraße entlang und besuchen das ehemalige Dorfgemeinschaftshaus. „Ottens Hof“ wurde 1935 von der SS aufgekauft, um aus dem 1631 errichteten Fachwerkhof ein Fest- und Versammlungshaus zu machen, was Räumlichkeiten in der Wewelsburg ersetzen sollten, die von der Dorfbevölkerung genutzt wurden, jetzt aber, aufgrund des Umbaus zur Reichsführerschule, nicht mehr zur Verfügung standen.

Heute wird das Haus als Restaurant genutzt. Leider war es geschlossen, ansonsten hätten wir uns nicht nur interessiert den Innenbereich angeschaut, sondern hätten dort auch gerne gespeist.

An der Häuserfassade befinden sich keltisch und germanisch inspirierte Zeichen wie Schangenornamente, Sonnenräder, aber auch ein Drache

Gegenüber von Ottens Hof steht ein Haus, dessen Erker ebenfalls vom Architekten Walter Franzius gestaltete wurde. Es nennt sich Haus Saale.

Es gab den Plan, die Häuser des gesamten Ortes mit neu-heidnischer Symbolik zu versehen. Der damalige Pastor wehrte sich dagegen, weshalb das Haus, neben Armanen-Runen (inkl. Binderunen) und volkstümlich anmutenden Dekor, auch einen christlichen Spruch anzeigt.

Eine aufgestellte Tafel informiert über das Haus.

Die fünf expressionistisch anmutenden Frauenköpfe kann ich nicht zuordnen. Sie waren offensichtlich im Original auch nicht vorhanden, wie wir später der Dokumentation in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg entnehmen konnten.

Schaut selbst:

In der Gedenkstätte, in der wir schon öfters waren, erregte darüber hinaus ein Schriftstück über den Osterräderlauf in Lügde unsere Aufmerksamkeit, wird dieser Brauch momentan ja wieder intensiv vermarktet. Wir waren auch schon dort, was hier nachzulesen ist.

Runen gibt  es selbstverständlich auch im Museum zu sehen:

Unsere Wanderung fand ihren Abschuss im  Besuch der Gruft und dem Besuch des Obergruppenführersaals mit der Schwarzen Sonne, die überhaupt nicht schwarz ist. Darüber habe ich schon ausführlich hier berichtet.

Hinter dem beleuchteten Fenster befindet sich der Obergruppenführersaal.

 

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