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MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

In Draculas Reich. Teil 8

Written By: Marina Sosseh - Dez• 29•17

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Nach dem Besuch von Kronstadt fuhren wir nach Honigberg (rum. Harman). Dies ist eine weitere Kirchenburg, wie ich sie ja auch schon in Biertan erlebt hatte.

Der hübsche Name leitet sich wahrscheinlich von einem nahen Berg ab. Dort soll es viele Bienenschwärme gegeben habe. Es kann aber auch sein, dass der Name sozusagen aus der alten Heimat der Siebenbürger Sachsen importiert worden ist. “Bei Bingen am Rhein gibt es ein Dorf Honigberg und bei Koblenz wird ein ‘Honigberger’ gekeltert.” (Baedeker: Rumänien. Ostfildern 2017, S. 195)

Der überdachte Eingang zur Kirchenburg, der hier von der Innenansicht nach außen fotografiert ist, ersetzt seit 1791 eine Zugbrücke.

Die Kirche ist von einer hohen Mauer umgeben.  An der Südseite finden sich Wohnhäuser, die heute museal genutzt werden und Alltagsgegenstände der Sachsen zeigen.  Im Kapellenturm lassen sich Wandmalereien des Jüngsten Gerichts bestaunen.  Die Erklärungen sind vorbildlich in drei Sprachen verfasst.

Das ist der Blick auf die Kirche von einem der Wehrgänge aus:

Hier betrachtet ihr noch einmal die an die Mauer gebauten Zufluchtshäuser vom Wehrgang aus.

Sogar Pechnasen besitzt diese Kirche.

Das Modell zeigt die Kirchenburg in der Gesamtansicht mit dem 56 m hohen Westturm. Es ist der höchste Turm des Burzenlandes. Ich muss gestehen, dass ich davon Abstand genommen habe, ihn zu besteigen.

So sieht der Glockenturm in Wirklichkeit aus.  An das Kirchengebäude sind, wie kleine Schwalbennester, Vorratskammern  angebaut. Jede Familie hatte ihre eigene und wenn die Osmanen mal wieder plündernd durch die Lande zogen, hatten die Bewohner in der sicheren Kirchenburg nicht nur ihre Ernte, sondern auch die Aussaat für das  nächste Jahr vor Zerstörungen geschützt. Bis in das 18. Jahrhundert hielten die Überfälle an.

Hier seht ihr einen Kameraschwenk durch die hübsche Kirche: eine dreischiffige Basilika mit quadratischem Chor.

Die Bänke für die Frauen haben keine Lehnen, was den aufwändigen Frauentrachten der Siebenbürger Sachsen geschuldet war.

Nach der Besichtigung von Honigberg ging es zurück in unser Hotel nach Predeal.

Hier ist noch einmal der Kartenverlauf für meinen sechsten Reisetag:

 

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