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MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Malen nach Banksy

Written By: Marina Sosseh - Aug• 03•17

ArtNight lud mich und eine Begleitperson zu einer Veranstaltung meiner Wahl ein.

Auf deren Homepage heißt es:

ArtNight veranstaltet kreative Erlebnisse, die von einem lokalen Künstler angeleitet werden und als offenes Format in Bars und Restaurants stattfinden. Während die Gäste enthusiastisch z.B. die Pinsel schwingen, können sie zugleich neue Kontakte knüpfen.

So war ich also gespannt und konnte mich zwischen einer Reihe von Angeboten entscheiden. Ich schränkte jedoch meine Auswahl auf meine Heimatstadt Hannover ein und entschied mich schließlich für das „Malen nach Banksy“, auch und gerade deshalb, weil ich bisher weder großes Interesse an sogenannter Street-Art an den Tag gelegt, noch ich mich in der Vergangenheit sonderlich für Banksy interessiert hatte.

Es ging dann nach Isernhagen, was nicht wirklich Hannover ist, jedoch eine selbständige Gemeinde in der Region Hannover ist. Ich plante für die Anreise ausreichend Zeit ein, schließlich liegt Isernhagen genau meiner Wohnung diametral entgegengesetzt und so dachte ich mir, dass es vielleicht nett sei, einfach mal etwas Neues im eigenen unbekannten Nahbereich zu entdecken.

So waren mein Sohn, den ich als Begleitung mitgenommen hatte, und ich dann schon eine Stunde vor der eigentlichen ArtNight angekommen. Wir genossen gemeinsam die sommerliche Atmosphäre bei Currywurst und Berliner Weiße im Landhaus Isernhagen. Dieses liegt direkt am Hufeisensee und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wietzepark, der mir bis dato auch noch nicht bekannt gewesen war.

Man beachte den dekorativen Papierkorb im Vordergrund, der davon zeugt, dass hier auf Sauberkeit wert gelegt wird.

Der Hufeisensee ist zum Baden freigegeben.

Um 19 Uhr sollte es losgehen und pünktlich stand Schiwa, unsere Kursleiterin, vor dem Eingang des Gasthauses, um uns abzuholen. Das gastronomische Personal  des Seehauses hatte zuvor auch nach mehrmaliger Ansprache nichts von der geplanten ArtNIght gehört, was umso erstaunlicher war, als dass die Kursleiterin auf der Terrasse des Lokals schon umfangreiche Vorbereitungen für uns getroffen hatte:  Unter einem großen Sonnenschirm waren kleine Leinwände aufgestellt, Bleistift und eine ausreichende Anzahl von Pinseln verschiedenen Größen lagen bereit, Plastikbecher  waren gefüllt und Acrylfarben platziert.

Nach einer Begrüßung der TeilnehmerInnen gab es eine kurze Einführung von Schiwa anhand einer Probearbeit und einer großformatigen Kopie eines Werkes von Banksy, was uns in der Folgezeit als Vorlage dienen sollte.

Wir  sollten die beiden personellen Darstellungen der Vorlage  auf die Leinwand durchpausen, was sich, aufgrund der doch etwas trüben Lichtverhältnisse,  schwierig gestaltete.

Ich entschied mich dann auch für eine Mischung aus Kopie und freier Gestaltung.

Danach wurden die Figuren mit Acrylfarbe ausgemalt, wobei einige der TeilnehmerInnen hier zügig-grob, andere eher detailverliebt vorgingen.

 

Jede/r hatte hier die Möglichkeit,  hier sein eigenes Tempo zu finden und alle waren so schnell in das eigene künstlerisch-kreative Schaffen vertieft, ohne dass dabei die gegenseitige Unterhaltung zu kurz kam. Eine solche ArtNight ist nämlich auch ein probates Mittel, um neue Menschen kennenzulernen.

Pünktlich nachdem uns Schiwa die Dropping-Methode erklärt hatte, mit der Banksy seinen Regeneffekt erzeugt, fing dann auch im realen Leben ein leichter Sommerregen an. Gut, dass wir unter dem Sonnenschirm saßen!

Zum Schluss der zwei Stunden hielt jede/r TeilnehmerIn ein kleines Werk, frei nach Banksy, in den Händen und hatte eine unmittelbare Erfahrung zum Werk dieses Künstlers gewonnen.

Mein fertiges Werk zeigt übrigens ein fröhliches Kind und einen Zombie mit Regenschirm,  der anscheinend Böses im Schilde führt. So ergeben sich dann, trotz Vorlage, individuell-malerische Interpretationen, die durchaus wieder Anlass zum Gespräch geben können.

 

Street-Art werde ich vermutlich auch am folgenden Wochenende kennenlernen, in der das #rbhannover Treffen, ausgerechnet in meiner Heimatstadt stattfindet und ich dabei meinen unbeliebtesten  hannoverschen Stadtteil neu entdecken darf.  Ich bin gespannt darauf, ob ich danach diesen Teil von Hannover mit ganz anderen Augen sehen werde. Ihr dürft gespannt sein!

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