mamiwata

MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Von Lecce nach Otranto (2. Tag)

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 28•18

Papierkunst in Lecce

Nach dem Frühstück ging es  nach Lecce: eine wunderschöne Barockstadt, die streng genommen keine  ist, sondern aufgrund der spanischen Einflüsse einen eigenen Stil herausgebildet hat,  den man Leccer Barock nennt und der an grotesken Zuckerguss erinnert.

In Lecce  gibt es eine Handwerkskunst, genannt cartapesta, die darin besteht,  kunstvolle Figuren aus Pappmachee herzustellen.

Ursprünglich war diese Fertigkeit entwickelt worden, um das Problem von  viel zu schweren Heiligenfiguren bei Prozessionen zu lösen. Pappmachee dagegen ist leicht und erschien so das ideale Material für Heiligenbilder zu sein.

Auch dieses kirchliche Bild in der Santa Croce Kirche besteht aus Pappmachee.

Überall in der Altstadt kann man die Cartapesta-Figuren kaufen. Ganz billig sind sie nicht.

Hier ist dargestellt, wie sie hergestellt werden.

Auf der schnurgraden Schnellstraße geht es weiter nach Otranto.

Otranto

Dieses pittoresken Städtchen wird von einem gewaltigen Kastell beherrscht. Es wurde

„über den Mauern einer städtischen Burg nach der Befreiung aus türkischer Hand auf Anordnung Ferdinand I. von Aragon  (1485 – 98) über dem Grundriss eines unregelmäßigen Fünfecks mit drei zylindrische Türmen und zwei wuchtigen Eckbastionen neu errichtet und zur Zeit Karls V., dessen Wappen über dem Eingangstor hängt, nochmals ausgebaut (…). (Rotter, Ekkehart: Apulien, Hamburg 2012, S. 364)

Beeindruckt hat mich auch  das Fußbodenmosaik in der Kathedrale Santa Maria Assunta. Einige Figuren muten surreal-grotesk an.

In der rechten Apsis werden die Gebeine von über 500 Menschen aufbewahrt, die, nachdem die Türken die Stadt 1480 erobert hatten, von ihnen enthauptet worden waren.

Auch die Hallenkrypta  sollte man nicht versäumen sich anzuschauen. Sie zeigt 42 unterschiedliche Säulen.

Leider verblieb keine Zeit mehr für die vielen Souvenirgeschäfte. Dieses Musikinstrument verweist auf die giftige Spinne, deren Biss Frauen dazu bringen soll, die Tarantel wild und ungehemmt zu tanzen.

Related Post

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:
Follow

Get every new post on this blog delivered to your Inbox.

Join other followers:

Translate »