Afrodite

Jetzt ist es schon eine Woche her, dass ich meine Ausstellung “Mami Watas Traumkunst”  im Café Lohengrin eröffnet habe. Sie stand ganz im Zeichen von Mami Wata, was ja letztendlich nur ein anderer Name für Eurynome-Aphrodite ist. Wer Genaueres über die Hintergründe  wissen möchte , kann dazu in meinem Buch nachlesen.

Die afrikanische Mami Wata wurde von Dirk Grothe dann in “Afrodite” umgetauft und  gab  ihm  die kreative Inspiration für eine kleine Minigeschichte, die ich nachfolgend zitiere:

Afrodite

Sie hatte sich die schwarze Göttin auf dem Basar von Casablanca gekauft, weil diese ihre eigene Schönheit widerspiegelte in allen Formen und Zügen wie ein verkleinertes Spiegelbild. Seitdem war sie bestrebt, sich auf ewig die göttliche Schönheit zu erhalten, indem sie sich täglich mit der Göttin verglich.

Die schwarze Göttin hatte allerdings einen Heidenspaß daran, sich den Veränderungen ihrer Besitzerin im Laufe der Jahre haargenau, aber kaum wahrnehmbar anzupassen, wodurch diese in dem Glauben bestärkt wurde, sich stets im „status quo“ ihrer Schönheit zu befinden.

Raus kam die Sache, als die Besitzerin ihre Göttin stolz ihrer Freundin zeigte, diese jedoch verunsichert bemerkte: Aphrodite hatte ich mir aber ganz anders vorgestellt, nicht so dick!

Wie Dirk mir erzählt hat, schreibt er tagtäglich solche kleinen Geschichten, die er u.a. auch auf  www.typeer.de veröffentlicht.  Außerdem schreibt er selbst Theaterstücke und macht  im “ensemble kamusa”  (schau hier: www.kamusa.de ) Theater.

Ich selbst bin immer wieder erstaunt und auch erfreut darüber, wie viele Menschen in meiner Umgebung kreativ-künstlerisch tätig sind. Ich wünsche mir nämlich eine Gesellschaft, in der jedermann und jedefrau – jenseits von pervertierten Castingshows – kreativ  ist, und dies einfach so! Einfach zur gegenseitigen Freude.

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Mami Wata

72_aquatinta_mamiwata_20091Jetzt ist es bald soweit. Am 20.2. um 20 Uhr findet meine Ausstellungseröffnung mit Tanz und Performance im Café Lohengrin in Hannover statt.

Das ist meine offizielle Ankündigung:

Das Café Lohengrin in der Sedanstraße, das sich durch ein breit gefächertes Kulturprogramm auszeichnet, zeigt vom 20.02. – 20.03. Arbeiten von Marina Sosseh (Jahrgang 1966).

Die Künstlerin sieht sich in der Tradition der „Individuellen Mythologie“, einer Kunstrichtung, in der eigene mythologische Vorstellungen in eine symbolisierte Bild- und Zeichensprache umgesetzt werden.
Auch bedingt durch längere Aufenthalte in Gambia finden sich in ihren, meist in Acryl gehaltenen, obsessiv farbigen Bilder, nicht nur Reminiszenzen an afrikanische Götter und Göttinnen, sondern auch transkulturelle Vernetzungen, die auf eine individuelle Patchwork-Spiritualität hinweisen.
Da im Verständnis von Marina Sosseh Kunst nicht in verschiedene Teildisziplinen katalogisierbar ist, wird die Ausstellungseröffnung am 20.02. um 20 Uhr von einer Performance gerahmt, bei der die Künstlerin u.a. aus ihrem Buch „Mami Watas Tanz“ vorlesen wird. Man darf gespannt sein.

Marion hat sich schon zuvor von “Mami Wata” inspirieren lassen und einen kleinen Druck angefertigt, den ihr oben seht.  Mehr von ihr  gibt es unter  www.kunstart-hannover-leipzig.de zu sehen.

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Schamanisches Coaching

Immer wieder wird gefragt, was schamanisches Coaching überhaupt ist und was es beispielsweise von systemischen Ansätzen im Coachingprozess unterscheidet.

Die Beantwortung ist nicht so einfach.

Erst einmal ist es mir wichtig festzustellen, dass Schamanismus zwar Glauben an eine spirituelle Realitätsdimension voraussetzt, ansonsten aber religionsübergreifend ist, was meint, dass sich unter dem Oberbegriff “Schamanismus” Techniken verbergen, die es ermöglichen, Kontakt mit der nicht-sichtbaren Realität aufzunehmen. Bekannte Beispiele für solche Methoden sind beispielsweise die bewusstseinsinduzierte Trommelreise, die Seelenrückholung oder die Extraktion von Fremdenergien.

Traditionelle Schamanen gibt es in unserer säkularisierten Gesellschaft nicht; es gibt aber schamanisch Praktizierende, die für sich selbst und auch für andere schamanische Techniken anwenden können und dabei bestenfalls über das reine Imitieren des Geheimwissens vom indigenen Medizinmann “Rauchende Feder” hinausgehen (man verzeihe mir meine Ironie!), letztendlich also den Sinn und Zweck der schamanischen Methoden begriffen haben und diese damit auch kreativ für unsere Gesellschaft und die darin lebenden Menschen verwandeln können.

Darüber hinaus sollte da, wo schamanische Techniken für andere angewendet werden, auch psychologisches Wissen vorhanden sein, zumal ich selbst schamanische Techniken als Mutter der Psychologie erkannt habe, was sich beispielsweise an der Nähe der Archetypenlehre von C. G. Jung zu den schamanisch erfahrbaren Begegnungen mit Hilfsgeistern in der Anderswelt aufzeigen lässt.

Wozu aber braucht es diese schamanischen Techniken? Welche tiefgreifende Sehnsucht steckt dahinter, wenn im Alltagsleben weitgehend rational agierende Menschen sich auf diesen Weg einlassen?

Das ist eine interessante Frage, die sich sicherlich nicht nur mit der Suche nach dem Exotischen, dem Anderen erklären lässt, die ja in der europäischen Kultur eine lange Tradition hat und die momentan im “Avatar” Film auch ihre 3D-aufbereitete Bildlichkeit erhalten hat.

Schamanische Techniken wollen die Realität verändern

und die scheint im Umkehrschluss genauso individuell wie auch auf einem gesellschaftlichen Feld reformbedürftig zu sein. Wir sind Bestandteil, ob wir es denn wollen oder nicht, von, um hier ein Bild von Vadim Zeland (”Transsurfing”) zu benutzen, gesellschaftlichen Pendeln, die uns in Richtungen drängen, die wir nicht unbedingt wollen. Wenn unser Widerstand aber für unsere Umgebung spürbar ist, wird er sanktioniert, mit Mobbing, Schicksalsschlägen, … etc., um uns letztendlich wieder auf die Spur unserer Väter zu bringen (wobei ich absichtlich nicht von Müttern spreche, meine ich doch hier insbesondere die 99% männlich dominierten Hierarchiegebilde, die für unsere momentane Realität dominant sind).

Viele Menschen haben in letzter Zeit auch feststellen müssen, dass die populär-amerikanischen Wunscherfüllungsbücher mit ihrem gnadenlosen Hang zum positiven Denken auch keine Erlösung von den starken “Pendeln” bieten, sondern vielmehr in die Hölle der beständigen Selbstzweifel, “nicht richtig gewünscht zu haben” und doch “noch viel zu vielen negativen Gedanken nachgehangen zu haben”, führen.

Dort, wo dieses positivistische Affirmieren zu nichts geführt hat, ist der Weg frei für eigendynamische Visionssuchen und Heilungen, die zu einer Auseinandersetzung mit der spirituellen Welt führen und natürlich eine diesbezügliche Offenheit voraussetzen.

Sehr viel mehr als die üblichen Coachingprozesse bezieht schamanisches Coaching über das lineare, zielgerichtete Denken auch ein zyklisch-kreatives DASEIN mit ein.

Kunst, als “Fachsprache des Schamanischen” (wie es Axel Brück in seinem Buch “Die Anderswelt-Reise” ausgedrückt hat), kann unser rational-wissenschaftliches Denkgebilde auflösen (was sich insbesondere auch für Männer als heilsam erweisen kann) und uns den Weg zur Realitäts-Kreation aufweisen. Schamanisches Coaching ermöglicht auf diese Art und Weise, in der nichtalltäglichen Realität jene Einsichten zu generieren, die für die Bewältigung des Alltagslebens erforderlich erscheinen und die letztendlich auch einen “weisen” Umgang mit den gesellschaftlichen “Pendeln” ermöglichen, und diese sanft zu einem Richtungswechsel umzuleiten, ohne dabei in den Widerstand zu geraten und so die Nivellierungskräfte anzuziehen. Dass man/frau während dieses Prozesses ganz und gar in der Gegenwart sein sollte, ist eine Weisheit, die sich während dieses Weges offenbart und die ich hier – im Vorgriff – benenne, im Wissen darum, dass es zur Verwirklichung mehr benötigt als das rationale Wissen darum.

Letzteres ist übrigens auch der Grund dafür, warum es Dutzende von spirituellen Lebensratgeberbüchern gibt, die allesamt sicherlich sehr hilfreich sind. Fatalerweise überfliegen die meisten Leser/innen die Bücher aber nur, ohne beispielsweise die darin vorgeschlagenen Übungen und Aufgaben auch zu “tun”, sodass sie keine Resultate erzielen. Anstatt sich nun wirklich an die “freudvolle” Arbeit zu machen, kaufen sie neue Bücher, denen das gleiche Schicksal widerfährt.

Auch hier kann ein ”schamanisches Coaching” angeraten sein, das uns quasi an die Hand nimmt und durch den aufgezeigten Prozess führt. Individuelle Angebote dazu gibt es auf meiner Homepage: www.no-mads.de

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