Afrikanischer Tanz Das ist Spaß + Bewegung + Fitness. Let‘s move!

Bald beginnt mein neuer afrikanischer Tanzkurs. Wenn ihr Lust habt mitzumachen, könnt ihr euch ab sofort bei der VHS-Hannover anmelden.

Afrikanischer Tanz fördert die allgemeine Beweglichkeit und Kondition und lässt uns unsere Lebendigkeit spüren. Ein wichtiges Merkmal des afrikanischen Tanzes sind – genauso wie bei kinesiologischen Übungen – gegenläufige Bewegungen, deren Ausübung zu einer Synchronizität unserer Gehirnhälften führt. Wenn beide im gleichen Rhythmus schwingen, wird unsere Kreativität gefördert. Unser Leben wird insgesamt freudvoller, da wir unser gesamtes geistiges Potential ausleben.

Inspirieren lassen wir uns von traditionellen westafrikanischen Tanzbewegungen, die die Grundlage für Afro-Pop-Tanzstile, wie beispielsweise Mbalax, darstellen.

Zum Abschluss erfolgt eine Entspannungsphase. Bitte bringen Sie bequeme Kleidung, ein Tuch für die Hüften und eine Decke mit. Getanzt wird nach Möglichkeit barfuss. Tänzerische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.

Marina Sosseh ist Tanzpädagogin mit diversen Fortbildungen im afrikanischen und orientalischen Tanz.

96023R9 Marina Sosseh Montag, 20-21.15 Uhr, 12 x 75 Min. 6. September- 6. Dezember Work of Art, Lister Meile 33 (2. Hinterhaus) 78,60 € + 7 € Bearbeitungsentgelt.

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Die ÜSTRA in Hannover, ein ÄRGERNIS!

Über dieses Thema ist sicherlich schon viel in vergleichbaren Foren geschrieben worden, und glücklich derjenige, der nicht in Hannover wohnt und nicht auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist!

Jetzt bin ich ja letztendlich immer dafür, dass die Menschen so wenig Auto fahren sollen wie nur möglich, doch in Hannover kann ich wahrlich jedermann und jedefrau verstehen, die darauf nicht verzichten möchten.

Hannover zeichnet sich dadurch aus, dass ständig Fahrkartenkontrollen erfolgen, ausgeführt von Menschen, die meist so aussehen und auch so auftreten, als ob sie direkt einem Verbrecherfilm entsprungen sind. Und …: Sie wären dabei nicht die Darsteller der “Guten”.

Ich nehme an, dass diese Menschen von der Üstra “Kopfpauschalen” für jeden gefangenen “Schwarzfahrer” erhalten, anders ist es nicht zu erklären, dass – sobald nur unbeabsichtigt das falsche Ticket gekauft worden ist – , von ihnen und auch von der dahinterstehenden “Organisation” kein Pardon gewährt wird.

Konkreter Anlass für meine Wut, die sich nun hier Luft verschafft, ist, dass mein Sohn von diesen “Subjekten” mit einem “Ermäßigungsticket” erwischt wurde, was aber – laut Richtlinien der Organisation – nicht gültig war, da er mit 15 Jahren nicht mehr ermäßigungsberechtigt ist. Auch dies übrigens – diese kleine Bemerkung sei mir erlaubt – ist eine asoziale Bestimmung, die nicht am Wohl der Gemeinschaft orientiert, sondern nur aus turbokapitalistischen Gesichtspunkten nachvollziehbar ist. Schließlich ist mein Sohn Schüler und verfügt über keinerlei Einkommen.

Allerdings hätte ich auch diese “Geschichte” jetzt heruntergeschluckt und sie wäre nicht Anlass für einen langen Blogeintrag geworden, wenn sie nicht der Gipfel von ähnlich gelagerten Erfahrungen wäre, die ich (und nicht nur ich!) in den vergangenen Jahren mit dieser Organisation habe machen müssen.

Die schlimmste diesbezügliche Erfahrung hatte ich vor zwei Jahren: Da wurde ich von der Polizei vorgeladen, weil mein Sohn ohne gültigen Fahrausweis angetroffen worden war und sich nicht ausweisen konnte. Daraufhin wurde mein Sohn von der Polizei nach Hause gebracht (meinen Schreck muss man sich vorstellen!), wobei die Beamtin mich mit den Worten begrüßte: “Es ist nicht so schlimm, wie es aussieht!” Fakt war, dass mein Sohn sein gültiges Schulticket nur zu Hause vergessen hatte. Selbstverständlich hatte die hannoversche Nahverkehrs-Organisation unverhältnismäßig reagiert und gleich eine Anzeige gegen mein Kind aufgegeben, was wiederum dazu führte, dass wir einen sommerlichen Nachmittag bei der Polizei verbringen durften, wo ein Beamter eine Stunde mit einem Protokoll beschäftigt war, das letztendlich zur “Einstellung des Verfahrens” führte.

Auf diese Art und Weise lassen sich in Hannover die Ordnungshüter mit sinnlosen Aktivitäten beschäftigen, wobei ihre Arbeitszeit letztendlich von uns allen (den Steuerzahlern) beglichen wird und die sicherlich Besseres zu tun haben, als “Abzockemechanismen” des öffentlichen Nahverkehrs in Hannover, der obskurerweise zwar privatwirtschaftlich organisiert, ansonsten aber in “staatlicher Hand“ ist, zu bedienen.

Diese Aktivitäten der ”ÜSTRA” in Hannover führen dazu, dass die Kriminalitätsstatistik hier sehr hoch und die “Mobilitäts”-Lebensqualität in Hannover sehr gering ist.

Ich selbst bin der Meinung, dass Mobilität ein Grundrecht darstellt und dass wir die Städte weitgehend “autofrei” gestalten und den städtischen Nahverkehr durch Steuergelder finanzieren sollten, wodurch einer solchen “Kriminalisierung” der Bevölkerung nicht Vorschub geleistet werden würde.

Normalerweise würde ich jetzt gerne auf das Fahrrad ausweichen, wohne allerdings leider “zu weit” von meiner Arbeitsstelle entfernt. Schade – so bleibe ich erst einmal angewiesen auf diese obskure “Organisation” und muss “gute Miene zum bösen Spiel machen”.

Mehr Informationen über Alternativen, hier: attac

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Die “Alte Taufe”

Einmal im Monat gehen wir – das ist eine Gruppe von interessierten Hannoveraner/inne/n – gemeinsam  wandern. Dabei verknüpfen wir das Wandern mit spirituellen Themen und lernen darüber hinaus die  nähere Umgebung kennen.

Das letzte Mal waren wir  hier:

Alte Taufe. DetailAlte Taufe

Das ist die „Alte Taufe” und mein Sonntagsausflugs-Führer von Ingeborg Müller sagt dazu:

„Dabei ist dieser sagenumwobene Stein einen Besuch wert, auch wenn seine Geschichte recht blutrünstig ist. Offensichtlich ist dieser mächtige Steinquader mit seiner schüsselartigen Vertiefung von Menschenhand behauen. Angeblich sollen hier einst in dem von Cheruskern bewohnten Gebiet Blutopfer durch das Schlachten von weißen, als heilig angesehenen Pferden erbracht worden sein. Sie galten dem germanischen Kriegsgott Tiu, von dem auch der Name Deister abgeleitet werden kann. Später aber habe ein heidnischer Adliger auf jenem Stein, der damals inmitten eines Burghofes gestanden haben soll, die Erstgeborenen der von ihm besiegten Christen geopfert, ehe er sich dort voller Reue als Christ taufen ließ. Damit wurde die ‘Alte Taufe’ zum Taufstein.” (S.51 f.)

Nun, mich selbst interessieren die germanischen Wurzeln mehr als die christlichen Schauergeschichten, die später auf die alten Kraftplätze projiziert worden sind. Insofern nehme ich an, dass an diesem Stein früher Recht gesprochen worden ist, schließlich ist Tiu oder auch Tyr der Gott des Things, des Rates also.

Doch er ist noch viel mehr: Genauso wie Odin, der ihn später verdrängte, ist er der große Himmelsgott. Ihm ist eine eigene Rune zugeordnet. Es ist ein Pfeil, der nach oben zeigt und den die Krieger einst auf ihre Speere zeichneten.

Diese Rune steht für Gerechtigkeit und verweist durch ihre aufstrebende Form auf das Irminsul, womit ich dann – für alle, die es verstehen wollen – den Zusammenhang zu den Externsteinen hergestellt habe.

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Erholung im Neofeudalismus, 3. Teil: Greetsiel

Greetsiel-Impression

Eine Woche waren wir an der Nordsee, genauer gesagt in Greetsiel.

Das ist ein pittoresker Küstenort, der dadurch, dass er eben nicht mit langen Sandstränden aufwarten kann, ein Refugium für ruhesuchende Naturliebhaber/innen geworden ist. Besonders viel Spaß macht es, mit dem Fahrrad die Umgebung zu entdecken und dabei u.a. das Naturschutzgebiet Leyhörn zu erkunden, das immerhin zur Hälfte für Besucher/innen gesperrt ist und so einenSchutzraumfür Tiere und Pflanzen darstellt.

Allerdings wirkt das kleine Dorf leicht überfüllt, immer dann nämlich, wenn Scharen von Ausflügler/inne/n durch die Einkaufsstraße ziehen und sich in den Läden die immer gleichen Sortimente von maritim-touristischem Kitsch anschauen. Glücklicherweise ist aber um 18 Uhr das geschäftige Treiben vorbei. Die Läden schließen, die Ausflügler sind urplötzlich verschwunden und Ruhe kehrt ein. Das gefällt mir, habe ich doch in der Stadt genug Hektik und Unruhe.

Alles wirkt plötzlich so entspannend-ruhig-inspirierend, dass ich gleich in die Gemeinde Krummhörn umziehen und mich in ein kleines Fischerhäuschen zurückziehen möchte. Doch natürlich weiß ich, dass ich hier einer städtischen Illusion vom ”friedlichen Landleben” aufsitze. Angelus Eisinger, Städtebau- und Planungshistoriker, sagt im Montagsinterview der TAZ vom 6. Juli 2009, dass die Stadt eine Quelle der Innovation ist. Das Land dagegen “war immer, außer für die Wochenendler, ein Ort enorm starker Hierarchisierung, Kontrolle, Zentralisierung, Durchsetzung von obrigkeitlicher Macht mit einer Radikalität, der sich der Einzelne nicht entzieht.” Und weiter führt er aus:

Ich bin – wie alle richtigen Städter – auf dem Land groß geworden. Ich glaube aus eigener Anschauung zu wissen, dass es zutrifft, was in der Literatur so übers Land geschrieben wird. Ich kenne soziale Kontrolle, ich kenne Unfreiheit, ich kenne Macht von Obrigkeiten, seien sie politischer oder religiöser Natur, von alteingesessenen Familien. Das sind Dinge, die die letzten Spurenelemente von Romantik wegwischen, wirklich auf dem Land leben zu wollen. Dennoch kann ich mich nicht ganz vom kulturell ererbten Erwartungshorizont befreien, und suche diese Idyllen von Zeit zu Zeit auf.”

Und wirklich scheint in Greetsiel ein kleiner Krieg zu toben, und zwar zwischen den Investoren eines geplanten Ferienparks und einer Bürgerinitiative, die einen “Ballermann”- Tourismus befürchtet. Beides nachzulesen hier: www.ferienpark-greetland.de und hier: www.stopp-greetland.de

Ich selbst bin der Meinung, dass das “Greetland”- Projekt eindeutig “zu groß” dimensioniert für das kleine Greetsiel ist und die Gemeinde gut daran täte, verstärkt auf nachhaltig-ökologischen Tourismus zu setzen. Allerdings – und dazu muss ich keine Hellseherin sein – werden wohl die Interessen des Kapitals siegen, die mit scheinbaren Arbeitsplätzen locken, und so wird die “Idylle”, die ja – wie ich schon ausgeführt habe, sowieso nur die Illusion einer Idylle ist – wohl bald nur noch das Ambiente für diverse kommerzielle Angebote liefern (sofern dies nicht sowieso schon der Fall ist; um dies aber zu beurteilen, war mein dortiger Aufenthalt definitiv zu kurz).

Insofern muss ich nun mit Erschrecken feststellen, dass die Überschrift meines Beitrages “Erholung im Neofeudalismus” nicht wirklich stimmig ist, scheinen doch gerade in Greetsiel neofeudalistische Verteilungskämpfe stattzufinden. Allerdings – dies muss ich nun wirklich zugegeben – boten auch die bisherigen “Events” meiner Neofeudalismus-Serie nur begrenzt Erholung vom Neofeudalismus, schließlich verweisen die Refugien innerhalb einer entfesselten Moderne immer wieder zurück auf die eigentlichen Schwachstellen einer Gesellschaft.

Auf der Rückfahrt im Zug, dicht gefolgt von über Ostfriesland herziehenden Tornados (kein Witz, siehe Wetterbericht vom Montag!), vertiefte ich mich dann in die Lektüre der Zeitschrift “LandLust. Die schönsten Seiten des Landlebens” und schaute mir besonders die idyllischen Bilder an und las interessiert den Artikel, über das Ruhrpott-Ehepaar, das sich in Ostfriesland ”den Traum von einem ruhigeren Leben erfüllt”.

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