Mal wieder: Zum Weltfrauentag!

Dazu  hier nur eine Meldung des vergangenen Jahres (13.09.2010), veröffentlicht auf www.krankenkasseninfo.de

Verstoßen höhere PKV-Beiträge für Frauen gegen Gleichstellungsgrundsätze ?

Frauen bezahlen allgemein höhere Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Männer – berücksichtigt man jeweils Alter und Gesundheitszustand. Diese Tatsache ist allgemein bekannt und wurde bislang wenig in Frage gestellt.

Die Partei “Die Linke” hat nun offiziell beim Bundesfinanzministerium eine Anfrage zur Rechtmäßigkeit dieser gängigen Praxis gestellt und sich dabei  u.a. auf den Gleichstellungsgrundsatz im Grundgesetz im EU-Recht berufen.

Das Ministerium stellte sich dieser juristischen Problematik. In einer Stellungnahme heißt es, dass die privaten Versicherer nicht gegen geltendes Recht verstoßen, wenn sie von weiblichen Mitgliedern höhere Beiträge verlangen. Weil keine Verletzung des Grundgesetzes vorliegt, dürfen die Versicherer weiterhin auf diese Weise verfahren. Eine weitere Begründung lautet dahin, dass die Verfahrensweise auch deshalb zulässig ist, weil die Versicherungsgesellschaften auf der Grundlage statistischer Daten agierten. Weil die Zahlen eindeutig belegen würden, dass die medizinische Versorgung von Frauen kostenintensiver ist, seien höhere Beiträge auch nicht willkürlich oder grundlos. Somit könne man nicht von einem Verstoß gegen Gleichstellungsgrundsätze ausgehen.

Beitragsstatistiken belegen allerdings, dass sich PKV-Beiträge für Männer und Frauen langfristig immer mehr angleichen und der spezielle Aufschlag für weibliche Mitglieder sich zunehmend verringert.

Na … dann warten wir mal! Das sind wir ja gewohnt, machen wir ja schon seit mehr als 3000 Jahren!

Mit der gleichen Begründung könnte das Ministerium das Rentenalter für Frauen hochsetzen und das der Männer beim gegenwärtigen Stand belassen!!!

FUCKING Weltfrauentag! Wir brauchen endlich GenderGerechtigkeit. Und meine diesbezügliche Geduld  beläuft sich auf NULL!

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Erkältungen und so!

Im vorletzten Beitrag bin ich ja – zumindest im Eingangsabsatz – kurz auf die Prävention von Erkältungskrankheiten eingegangen. Dabei habe ich mich auf die angegebene Leonardo-Sendung bezogen, deren Inhalt  ich bezüglich des  o.g. Themas hier noch einmal kurz zusammenfassen möchte.

Das Feature bezieht sich auf eine Studie der KOKRAN-Gesellschaft (so habe ich es zumindest verstanden), wo es darum geht abzuklären, welche Hausmittel gegen Erkältungen wissenschaftlich belegten Nutzen aufweisen. Dabei wurden von den Wissenschaftlern – laut Radiosendung – Vitamin C-Tabletten keinerlei Wirkung zugeschrieben. Echinacea-Produkte können nicht vorbeugen, nur minimal die Krankheitsdauer abschwächen.

Auch Zinkpräparate sollen, wenn sie schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung genommen werden, die Krankheitsdauer verringern (ca. 1 Tag). Am Beispiel von Kindern wird verdeutlicht, dass diese, wenn sie denn regelmäßig  Zinkpräparate  nehmen, seltener Erkältungskrankheiten bekommen. Insofern wirkt Zink vorbeugend. Viele Fragen sollen bei der Studie offengeblieben sein, beispielsweise wurde nichts zur nötigen Quantität oder der Einnahmeform ausgesagt.

Problematisch ist, dass die Präparate ohne Wirksamkeitsnachweis verkauft werden können. Aus diesem Grund werden von den Herstellern normalerweise keine Forschungen angestellt. (Deshalb wissen wir – wie im Beitrag gesagt wurde – mehr über den Weltraum als über Erkältungsmittel!). Dies kann für die Hersteller durchaus nützlich sein, da so die VerbraucherInnen im „Tal der Unwissenden“ gelassen werden und diese sich dann allerhand einbilden können.

Zink hilft als Hausmittel also – laut Studie – am besten. Darüber hinaus lassen sich Erkältungssymptome, beispielsweise mit Hustensäften, erträglicher gestalten. Antibiotika können nur dann helfen, wenn es zeitgleich zur Erkältung eine bakterielle Infektion gibt. Erkältungen werden aber normalerweise durch Viren verursacht.

Ilona Selke (www.ilonaselke.com) hat mir dann auf Facebook zu diesem Thema gemailt, woraus sich anschließend eine Korrespondenz ergeben hat, die sicherlich interessante Aspekte enthält. Ich gebe sie hier gekürzt wieder, sodass sich jede/r selbst seine/ihre Meinung bilden  oder aber – was ja immer angeraten erscheint – sich weiter informieren kann. Mir zumindest erscheint es plausibel, dass die Pharmaindustrie ein berechtigtes Interesse  daran hat, natürliche Heilmittel schlecht zu reden. Da geht es ja um einen großen Wachstumsmarkt.

Ilona schrieb mir am 19. und 20.2 (zusammengefasste und gekürzte Version):

Ich erinnere  mich einmal genau die gleiche Studie gelesen zu haben, und konnte nur mit dem Kopf schütteln. Mit hohen Dosen Vitamin C kann man ankommende Erkältungen fast vollkommen abschwächen. Ca 1000 mgr alle 4 Stunden habe ich selbst ausprobiert. Bei zwei anfliegenden Erkältungen waren alle Symptome drastisch durch diese Dosis reduziert….. Studien hin oder her…. wenn man es selbst ausprobiert, merkt man es am besten. Viele Menschen trinken ja auch heiße Zitrone aus diesem Grund bei aufkommenden Erkältungen, oder auch vorbeugend.

ZINK ist auch immunstärkend UND wird in Deutschland als POTENZSTÄRKUNGSMITTEL verordnet. Wirkt nicht nur bei Männern, sondern auch Frauen!!!

An mir selbst ausprobiert, kann ich sagen, dass nach ca 3 – 4 Tagen, spätestens mit ca 35 mg pro Tablette, auch eine Frau recht HEISS wird!

Allerdings benötigt ZINK auch andere Stoffe zum Abbau, wie kleine Mengen Kupfer.

Zinklutschtabletten helfen bei Halsschmerzen wie auch vorbeugend als Immunstärkungsmittel sicherlich, und – wie schon gesagt – sind sie potenzfördernd (bei Männern und bei Frauen).  Mein Mann nimmt Ecanaciae bei aufkommenden Erkältungen  ein und es hilft sofort.

In den USA kann man allerdings Vitamin C in größeren Dosen kaufen, in Deutschland werden die Dosen so  klein gehalten, dass sie fast gar nicht helfen.

Im Moment läuft  die Bewilligung von ODEX Alimentarus (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Codex_Alimentarius )

Eine kritische Sichtweise kann man hier nachlesen:

http://www.naturalnews.com/024128_CODEX_food_health.html (sowieso eine gute Website zum Thema).

Die Regierungen vieler Länder sind dabei, diese Art “SICHERHEITSKONTROLLE” zu verbreiten. Es werden – als Unterstützung dazu – die Informationen verbreitet,  dass natürliche Heilmittel nicht funktionieren und dass wir internationale Standards haben müssen (womit dann alle Länder der Pharmaindustrie folgen müssen).

Die “Bösewichte”, die natürliche Heilmittel verkaufen, werden schlecht dargestellt. Als würden sie alle nur Schlangenöl verkaufen! Hier noch ein guter LINK zum Thema: http://www.youtube.com/watch?v=kZRrKi99mno

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Wohin schauen die bloß? Kurzer Spaziergang über die CEBIT!

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Am Donnerstagnachmittag bin ich kurz über die CEBIT geschlendert. Schließlich wohne ich ja momentan “fast um die Ecke”.

Nun ist es so, dass ich eigentlich ziemlich begeistert bin von Computertechnologien und den gesellschaftlichen Möglichkeiten und Veränderungen, die sich daraus ergeben. Da stellen sich nämlich viele spannende Fragen. Dadurch nämlich, dass sich virtuelle Welten immer perfekter darstellen, diese teilweise die Realität schon “übertreffen”, muss ich – als Konsequenz daraus-

– die Realität nicht mehr schützen und kann also mit Umweltzerstörungen fortfahren./

– kann Kosten sparen, da der virtuelle Golfkurs günstiger als der im Wohnzimmer ist und schädige auch die Landschaft nicht (was reale Golfanlagen ja tun!)./

– vereinsame ich langsam, weil ich mich nicht mehr  in den Außenbereich wagen muss. Das reale Leben wird immer ärmer, da die Kommunikationsstrukturen verflachen./

– muss ich nicht mehr ans andere Ende der Welt reisen, um einen Eindruck  – beispielsweise vom Amazonas – zu bekommen. Das wiederum ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern begrenzt auch die schädlichen Auswirkungen des  Tourismus./

– erhalte ich nur noch “vorgefertigte” Instantwelten, die keine Reibungspunkte mehr enthalten, die wiederum  Voraussetzung für persönliche Entwicklung sind./

– werde ich manipulierbarer von denjenigen, die die Machtzentralen besetzen.

All das – und diese Aufzählung lässt sich fortsetzen und gedanklich vertiefen – sind  mögliche Resultate, die sich aus der neuen Technik, die sich immer rasanter entwickelt, ergeben. Warum werden aber diese gesellschaftlichen Möglichkeiten, seien sie nun positiv oder negativ, auf der CEBIT nicht diskutiert?

Wäre es nicht angeraten, dass wir,  als Weltbürger/innen, uns  Gedanken darüber machen, wie die beste aller Welten aussehen sollte? Für mich zumindest wäre das Ziel klar. Es wäre eine positivere Welt, die an das – hier kommt die Germanistin in mir durch – idyllische Arkadien angelehnt wäre. Im zweiten Schritt würden wir dann gemeinsam  darüber in Diskurs gehen, wie sich – auch  (und gerade) mit Hilfe der neuen Technologien- dieses Ziel verwirklichen lässt, wie die Menschen (wir alle also)  zu ethisch-korrekteren MitbürgerInnen transformiert werden könnten.

Diese eigentlich soziologische Komponente ist bei der Messe ausgeklammert, wobei ich natürlich nicht weiß, ob sich nicht doch – in irgendeinem versteckten Winkel der Messe – ein Platz gefunden hätte, wo diese  Fragen diskutiert worden wären. Es fehlt (fast???) vollständig eine Auseinandersetzung darüber, wohin (sic!) uns diese Technologie führen soll. Und wenn dies dann kurz angerissen wird – wie etwa beim  Fraunhofer-Institut  – bleibt es bei einer Präsentation stehen, die auf Show-Effekte (z.B. den  3D – Fernseher) reduziert ist. Und zur Entspannung gibt es dann – auf dem Außengelände – Motorrennen, während Miss Blablabla – in Lack und Latex –  Männerphantasien bedient und dafür sorgt, dass auch in Bezug auf Gender-Gerechtigkeit alles beim Alten bleibt. Wo bleibt die Opensource-Bewegung (Linux-Tüten habe ich zumindest gesehen!), die – und da hätte die Messe-AG auch mal “kostenlose” Standflächen vergeben können – doch auf eine weltgrößte Computermesse gehört, zumal sie – meiner Meinung nach –  “die” basisdemokratische Innovationsmacht der Zukunft überhaupt darstellt?

Wie gesagt kann es sein, dass  sich mir –  bei meinem zweistündigen Spaziergang – Aspekte, die in eine “andere”, menschlichere (Humboldt lässt grüßen!) Richtung gezeigt hätten, nicht offenbart haben?  Ich wäre froh darum,  wenn sie irgendwo ihren Nischenplatz gefunden  hätten, sodass die  gesellschaftlich bestimmende Computertechnologie nicht  auch in Zukunft den “grauen Männern” überlassen bleibt, die allein Kapitalinteressen bedient und somit den “Markt” bestimmen lässt, was die Zukunft bringen soll. Dabei werden – wir wissen es alle – vornehmlich “niedere” Instinkte bedient.

Rein optisch gesehen waren dann auch leider die  grauen Männer in der Überzahl. Manchmal waren es auch Männer mit Kindergesichtern, die aber, ausgestattet mit den  gegenwärtigen (noch aus dem 19. Jh. stammenden)  Insignien der Macht (Anzug, Schlips, Krawatte, vorherrschende “Farbe” war grau-schwarz), sich ungeheuer wichtig vorkommen mussten. Nur in den zwei Gaming-Hallen begegneten mir – zumindest manchmal – kreativer aussehende  Menschen (Es waren wohl Blutelfen!), sodass es sein kann, dass da, wo sich Spiel und “Wirtschaft” begegnen, sich noch am ehesten “Visionen” finden lassen könnten  (Man beachte die gewählte grammatikalische Form!).

Leider bestimmten aber auch hier Shooter-Spiele das Bild. Biosensor-Games, die  beispielsweise “spirituelles Bewusstsein”  fördern, suchte ich – auch in der “Gesundheits”-Zone –  vergeblich.  Nun ja … Entspannung ist offensichtlich nicht gewollt!

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