“Mythos” Heimat

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Angesichts der Verwerfungen die unsere Heimat momentan erleben muss, erscheint die Ausstellung “Mythos Heimat“, die das Niedersächsische Landesmuseum aktuell zeigt, irgendwie passend und dennoch anachronistisch zu sein.

Da, wo eben kein Heimatgefühl in einer prekär-verschleierten Stadt wie Hannover mehr aufkommen kann, da, so wollen uns die Ausstellungs-Macher vielleicht anraten, haben wir immer noch die Freiheit, uns den Mythos einer Heimat selbst zu erschaffen und brauchen uns dann nicht mehr an einer Realität zu stoßen, die verstört und letztendlich erst schiere Verzweiflung und dann Protest hervorrufen müsste.

Doch diese zeitgenössischen Ausblicke, die ich eben geschildert habe und zu der mich der Ausstellungsbesuch inspiriert hat, ist im musealen Kontext – vermute ich mal – konzeptuell nicht vorgesehen. Stattdessen werden uns bildnerische Werke von Künstlern des 19. und 20. Jahrhundert gezeigt, die in ländlichen Künstlergemeinschaften eine Heimat abbildeten, die mit der Realität des ärmlichen Landlebens und der hereinbrechenden Industrialisierung in den Städten, vor der sie damals flohen, nicht viel gemein haben sollte. So erzählt es mir jedenfalls der Audio-Guide.

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Diese gesellschaftlich-soziologischen Umbrüche  der damaligen Zeit hielten meine Künstlerinnenkollegen nicht davon ab, moorige Birkenwäldchen und baltische Strandszenen mit Fischern darzustellen. Frauen in bizarren Trachten transportieren auf Gemälden das Heu über den Chiemsee, während sich – nur ein paar Bilder weiter – Ausdruckstänze auf den Monte Verità vollzogen haben. Ganz und gar nackt.

“Vielleicht sollte ich mir diese Künstlerkolonien zum Vorbild nehmen und aufhören, mich beständig darüber aufzuregen, was verloren geht?”, fragte ich mich einem kurzen Augenblick lang, bevor mich der zeitgenössische Film vom Ende des letzten Jahrhunderts (vielleicht 1980???), der in der Aussstellung präsentiert wird, in seinem Bann zog. Dort wird u.a. eine Kontinuität zwischen der Künstlerkolonie und der ökologischen Bewegung der Grünen aufgezeigt. Die bange Frage wird gestellt, wie sich ein Zusammenschluss von Menschen, die alle künstlerisch individualisiert waren, verändert, wenn eine solche Bewegung in der breiten Masse angekommen ist und ob eine solche Transformation überhaupt auszuhalten ist?

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Anscheinend NEIN: Angesichts all der merkwürdigen Entwicklungen der letzten Jahre in Deutschland, wo das, was einst idealistisch und “gut” war, zur Meinungsdiktatur verkommen ist, muss ich an dieser Stelle fast frustriert die Filmvorführung verlassen und mich – vor einem toten Fisch im Stillleben beschaulich versenken – leise seufzen:

“Ach, Heimat, wo bist du geblieben?”
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Die Reise in die Unterwelt: Helheim

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Helheim ist das Reich der Toten, die durch Altersschwäche und Krankheit gestorben sind. Die Überlieferung sagt, dass die Toten, die einmal in Helheim angekommen sind, diese Welt, die durch einen Zaun, genannt Helgrind, umschlossen ist, nicht mehr verlassen können.

Helheim entspricht unserem Unbewusstein im Sinne des noch Nicht-Manifestierten und Unbekannten.

Auf einer räumlich-menschliche Ebene bezogen kann dies bedeuten, dass das eigene Unbewusste, was durch Helheim repräsentiert ist, in diesem Zustand gefangen ist, es sei denn, es würde durch eine Reihe hilfreicher Methoden ins Bewusstsein transformiert werden. Diese Methoden stehen uns in Midgard, der Welt, die wir momentan bewohnen, offen. Hier können wir Asgard erreichen und so selbst zum Gott/zur Göttin werden. Voraussetzung dafür ist aber immer die Reise in die eigene Unterwelt, zur Göttin Hel, die die antagonistische Energie zu Odin darstellt.

Die Reise auf dem Helweg dauert neun Tage. Dabei muss der Fluss Gjöll, der von Modgunn und vom Hund Garm bewacht wird, überwunden werden. Die Zahl Neun entspricht auch den Monaten der Schwangerschaft oder aber auch den neun Tagen, die Odin am Baum hing, um Wissen zu erlangen und der auf diese Art und Weise eine weibliche Initiationserfahrung, die als mögliches Potential immer durch Schwangerschaft und Geburt gegeben ist, nacherlebte.

Der Heilige Gral, von dem uns u.a. in den Artus-Sagen berichtet wird, ist nichts anderes als die Gebärmutter, die wohlige Höhle, aus der wir gekommen sind und zu der wir zurückkehren werden,wenn unser menschliches Dasein beendet ist. Der Gral kann als ein ein mittelalterliches Symbol für Helheim verstanden werden, genauso wie die blutige Lanze oder das Schwert eines für Asgard sein kann.

Welche Methoden sind dies aber, die uns nach Helheim führen können? Zwei Ansätze der verstandesmäßigen Selbstreflexion möchte ich hier kurz vorstellen.

Voraussetzung für beide Methoden stellt dar, dass wir auf einer zeitlich-menschlichen Ebene Helheim als ein Synonym für das ansehen, was wir in unserem Leben (noch) nicht manifestiert haben oder aber – auch interessant – jenes, was wir während unserer Lebensgeschichte „verloren“ haben. Im schamanischen Kontext spricht man hier von Seelenanteilen. Es ist das, was wir nicht gelebt haben, weil vielleicht ein traumatisches Ereignis uns den Mut, das Vertrauen und die Lebenslust genommen hat. Allerdings – bevor man nun leichtfertig den Entschluss fasst, jenes, was man verloren hat, zurückholen zu wollen – muss man sich zuerst einmal die Frage stellen, ob man dies überhaupt will? Wenn man nämlich tief in sich selbst hinabtaucht, wird man eventuell feststellen, dass damit auch eine gewisse Naivität zurückholen würde, denn schließlich haben uns eben gerade die negativ-traumatischen Erfahrungen der Vergangenheit nicht nur geschädigt, sondern uns auch neue Erkenntnisse, die wir vielleicht nicht mehr missen wollen, ermöglicht. Deshalb stelle ich hier noch einmal eindringlich die Frage: Wollen wir also Seelenanteile, die im Grabesschoß Helheims verborgen sind, WIRKLICH ins aktive Leben zurückholen? Und wenn wir diese Frage jetzt immer noch mit Ja beantworten, dann – und erst dann – sollten wir uns überlegen, wie wir das, was wir zurückholen wollen, mit dem integrieren können, was seitdem in unserem Leben an Erfahrungsschatz, neuen Einsichten und daraus resultierenden Weisheiten hinzugekommen ist? Wenn ich den entsprechenden Seelenanteil nun zurückholen möchte, dann sollte ich mir vorab darüber Gedanken machen, welche neuen Energien mir damit zur Verfügung gestellt werden, die gegebenenfalls die Kraft haben, das gegenwärtig manifestierte Leben zu verändern. Welche Resultate sind zu erwarten? Will ich das überhaupt in dieser Form oder ist die Gefahr zu groß, sodass ich dies ablehnen muss?

Eine weitere Möglichkeit mit Helheim zu arbeiten, erschließt sich uns durch die Frage, ob die Vergangenheit, die wir vielleicht nicht aus traumatischen Gründen, sondern einfach aus einer inneren Entscheidung heraus, nicht gelebt haben, für uns bisher unerkannte Potentiale der Selbstwerdung enthält?

Die eigenen Lebensgeschichte spiegelt doch immer den Sieg einer Entscheidung über andere Potentiale wieder. Wenn du darüber nachdenken möchtest, gehe gedanklich zurück zu einer solchen Entscheidungssituation und spiele alternativ das Leben durch, dass dir wahrscheinlich gewesen wäre, wenn du dich an einem möglichen  Zäsur-Punkt, an dieser Wegkreuzung, anders entschieden hättest. Eine solche Meditation, wie ich sie eben beschrieben habe, kann uns zu Potentialen in uns führen, die darauf warten, manifestiert zu werden. Dieser Prozess, den ich hier vorschlage, ist durchaus anspruchsvoll und kann uns auch leicht an unsere Grenzen bringen. Wenn ich damals z.B. keine Kinder bekommen hätte/einen anderen Job angenommen/ein anderes Studienfach belegt hätte/… , wie wäre dann mein Leben verlaufen? Und wenn ich diese Möglichkeiten dann gedanklich-imaginär durchspiele, stellt sich mir als nächstes die Frage, ob hier Potentiale erkennbar sind, die in der Gegenwart verwirklicht werden können?  Möchte ich diese ungelebten Potentiale jetzt in mein Leben holen oder lieber nicht? Und wenn nein, warum nicht? Wenn ich hier jedoch positive Möglichkeiten sehe, bin ich dann überhaupt noch in der Lage diese in meine Gegenwart zu integrieren oder muss ich notwendige Abstriche machen? Was davon kann ich JETZT, in diesem Augenblick, verwirklichen und in welcher Form?

Die aufgezeigten Methoden entfalten ihre ganze Kraft wenn sie mit künstlerischen Dialogen, Traumarbeit, Orakel und Ritualen kombiniert werden. Die Reflexionen sind erst der Anfang! Zu der zeitlichen Dimension kommt so die notwendige räumliche dazu, die im eigenen Ich verwirklicht wird.

Diese Methoden führen dich und mich zu Hel, der Unterweltsgöttin, die als Tochter von Loki beschrieben ist, und die – davon bin ich tief, sehr tief überzeugt -, die Allmutter selbst ist, die sich hier in ihrem dunklen Aspekt zeigt. Sie erwartet uns im Untergrund. Hagalaz, die Rune der Verwandlung und Transformation, die in sich alle weiteren Runen enthält, führt uns dabei in diese Verborgenste aller Neun Welten. Dort spinnen auch die Nornen, die Schicksalsfrauen, ihre Fäden, die die Unterwelt mit dem Himmel verbindet, denn das, was unten ist, ist gleichbedeutend mit oben. Und so treibt der Faden der Nornen in einer zirkularen Endlosschleife unser Bewusstsein linear voran und verbindet so Helheim mit Asgard. Beständig. Auch für dich!

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Ausstellung “Hannoversche Backsteinarchitektur”

Backstein als Baumaterial ist für das Norddeutsche Tiefland und somit auch für Hannover typisch. Es findet immer dort Verwendung, wo natürliche Bausteine knapp sind und deshalb auf das Kunstmaterial “Ziegel” zurückgegriffen werden muss.

Maßgeblich für die heutige Backstein-Bebauung in Hannover   war u. a. die Hannoversche Architektenschule, die sich vom klassizistischen Stil, wie er von Laves vertreten wurde, abkehrte und neogotische Elemente favorisierte.  Der Begründer der Hannoverschen Architektenschule Conrad Wilhelm Hase schuf allein in Hannover 80 Kirchenneubauten und über 60 Profanbauten. Er bildete an der Polytechnischen Schule Architekten aus, die seinen Stil übernahmen und weiterführten.

Trotz der Kriegszerstörungen und der Umwandlung Hannovers zur “autogerechten Stadt”  unter Rudolf Hillebrecht in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich in Hannover  noch heute sehr viele Backsteinbauten, die die BSW-Fotogruppe Hannover zum Teil fotografiert  und jeweils dazu interessante Fototableaus erstellt hat, die eine Großansicht des Gebäudes mit Gebäudedetails verbindet. Die sehenswerte Ausstellung der netten und engagierten Fotografen  ist noch bis zum 4. April im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu sehen und macht Lust darauf, hannoversche Architektur fotografisch (neu) zu entdecken.

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Ich jedoch muss, wenn ich mir die gelbstichigen Aufnahmen der Ausstellungseröffnung anschaue, anscheinend erst einmal lernen, meinen neuen Fotoapparat technisch zu beherrschen. Bisher hatte ich ja immer nur mit dem Handy fotografiert und  muss  mich nun  in die vielen Einstellungsmöglichkeiten meiner Bridge-Kamera  einarbeiten.

Und so habe ich mich hier einmal versucht, das Anzeiger-Hochhauses in Szene zu setzen. Es wurde  nach Entwürfen von Fritz Höger, der ein prominenter Vertreter des Backsteinexpressionismus ist, gebaut und stellt so ein passendes Motiv zum Thema Backstein dar. Leider fing es an zu regnen, was zu nicht  wirklich von mir gewollten fotografischen Effekten führte.

Anzeiger-Hochhaus. Man beachte auch die historische Straßenlaterne im Vordergrund.

 

Versetzte Backsteine sind typisch für die expressionistische Bauweise.
Versetzte Backsteine sind typisch für die expressionistische Bauweise.
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Alte Quellen und Klöster: Entdeckungen in Lamspringe und Bad Gandersheim

Da, wo einst um Fruchtbarkeit gebeten wurde, wo sich also alte Quellen ihren Weg an die Erdoberfläche bahnten, an solchen heiligen Orten wurden gerne Klöster und Kirchen gebaut. Heidnische Kultplätze wurden auf diese Art und Weise christlich überspielt. Darüber hinaus – auf einer ganz und gar pragmatischen Ebene – stellten die Quellen auch die Wasserversorgung der christlichen Niederlassungen sicher.

Zwei solcher Orte besuchte ich mit einem Freund  letzten Sonntag, wobei der Fokus nicht nur auf den Quellen, sondern auch auf den Sakralbauten lag. Dies waren die Quelle in Lampspringe mit Kloster  und die Roswithaquelle in Bad Gandersheim. Diesmal wanderten wir nicht, stattdessen wurde alles mit dem Auto angefahren. Jedoch sind die  beiden  Orte durch den 12 km langen Skulpturenweg, der auf einer ehemaligen Bahntrasse angelegt ist, miteinander verbunden, sodass ich mir zumindest  vorgenommen habe, die Gegend noch einmal zu besuchen, um sie “zu Fuß” zu entdecken.

Das ist die Lamequelle in Lamspringe. Sie wird von vier Lindenbäumen, die der Göttin Freya zugeordnet werden, bewacht, Eine steinerne Treppe führt hinab zum Wasser.

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Gleich neben der Quelle befindet sich ein Kloster, was nach den Feldzügen Karls des Großen von Benediktinerinnen gegründet wurde. Dieses Kloster war eines der reichsten dotierten Klöstern in Niedersachsen, fand  dann aber durch Fehden ab dem späten 14. Jahrhundert, Brand, Reformation, Gegenreformation und Dreißigjährigem Kriegs seinen Niedergang. Der Bischof übergab das Kloster schließlich den sogenannten “Schwarzen Benediktinern”. Diese wurden – nachdem sich die anglikanische Kirche in England ausgebreitet hatte – von der Insel vertrieben. Diese führten  in der Zeit von 1670 bis 1731 einen neuen Kloster- und Kirchenbau durch.

Wir genossen dort eine ambitionierte Klosterführung, die bei der Touristikinformation Lamspringe angemeldet werden kann.

Beim Betreten der ehem Klosterkirche St. Hadrian und Dionysius fallen sofort die vielen Barockaltäre auf, was die Vermutung nahelegt, dass hier im Schnellverfahren Priester ausgebildet wurden, um sie dann “im geheimen Auftrag”  nach England zurückzuschicken. Sie sollten dann vermutlich die vom Katholizismus abgefallenen Schäfchen wieder in den Schoß der Kirche zurückholen.

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Im gelben Strahl, der auf dem Gemälde zu sehen ist, fliegen die Seelen gen Himmel.
Einer der Flecken des Hundes ist eine Fliege, sodass der Künstler hier vielleicht den "Herrn der Fliegen" (den Teufel also) einen Altar bereitet hat.
Einer der Flecken des Hundes auf diesem Altar-Bild ist eine Fliege, sodass der Künstler hier vielleicht den “Herrn der Fliegen” (den Teufel also) einen Altar bereitet hat.
Furtwängler-Orgel
Furtwängler-Orgel
In der Karwoche sind die Figuren/Kreuze in der Mitte der Altäre und Nebenaltäre verdeckt.
In der Karwoche sind die Figuren/Kreuze in der Mitte der Altäre und Nebenaltäre verdeckt.

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Der Heilige Dionysos von Paris,
Der Heilige Dionysos von Paris
Das ist die Krypta.
Das ist die Krypta.
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Die Krypta wurde In den Jahren 1926 und 1927 vom Künstler Alfred Ehrhardt ausgemalt. Sie zeigt Szenen aus der Lebensgeschichte des Klostergründers Graf von der Winzenburg und des Märtyrers Oliver Plunkett.
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Da seine Kunst als “entartet” galt wurde sie Ende 1938 weiß übermalt.
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Lange Zeit wusste man nichts von den Gemälden. Zwischen 2007 und 2010 wurden sie freigelegt und restauriert restauriert.
Der Klostereingang ist direkt dem Wirtschaftsgebäude zugewandt.
Der Klostereingang ist direkt dem Wirtschaftsgebäude zugewandt.

Klostertreppe

In der Eingangshalle stehen kriegerische Vertreter der Weltregionen. Hier wird die Wehrfähigkeit Europas dargestellt.
In der Eingangshalle stehen kriegerische Vertreter der Weltregionen. Hier wird die Wehrfähigkeit Europas dargestellt.
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Hier ist ein Türke und ein Afrikaner zu sehen. Unterhalb der Büste befinden sich jeweils Tiere aus der Region. Beim Afrikaner ist dies aber ein indischen Elefant und somit falsch zugeordnet.
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Die Tür führt zu einem Prachtsaal.
Das ist kein Teppich, sondern eine bemalte Leinwand.
Das ist kein Teppich, sondern eine bemalte Leinwand.
Diese zeigt weltliche Szenen.
Diese zeigt weltliche Szenen.
Heutzutage wird der Raum für Sitzungen verwendet.
Heutzutage wird der Raum für Sitzungen verwendet.
Die dargestellt ländlich-lebensfrohen Szenen veranschaulichen die weltliche Ausrichtung des Klosters. Christliche Symbolik, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, fehlt!
Die dargestellt ländlich-lebensfrohen Szenen veranschaulichen die weltliche Ausrichtung des Klosters. Christliche Symbolik, wie es eigentlich zu erwarten gewesen wäre, fehlt!
Im Nachbarraum befindet sich moderne Kunst, die eindrucksvoll in Szene gesetzt wird. Wer genau dargestellt ist, erinnere ich leider nicht mehr.
Im Nachbarraum befindet sich moderne Kunst, die eindrucksvoll in Szene gesetzt wird. Wer genau dargestellt ist, erinnere ich leider nicht mehr.
Dann folgt ein weiterer Raum mit weltlichen Malereien, die jeweils auf den Jahreslauf bezogen sind. Dies wurde von einem Künstler hergestellt, der herumreisend seine Dienste anbot, insofern passen die Motive nicht unbedingt zum landwirtschaftlichen Verlauf im Hildesheimer Land und sind auch nicht einmalig.
Dann folgt ein weiterer Raum mit weltlichen Malereien, die jeweils auf den Jahreslauf bezogen sind. Dies wurde von einem Künstler hergestellt, der herumreisend seine Dienste anbot, insofern passen die Motive nicht unbedingt zum landwirtschaftlichen Verlauf im Hildesheimer Land und sind auch nicht einmalig.
Dies ist der Blick auf das Kloster von den Grünanlagen aus gesehen. Ganz links im Bild ist die ehemalige Mühle/Backhaus zu sehen.
Dies ist der Blick auf das Kloster von den Grünanlagen aus gesehen. Ganz links im Bild ist die ehemalige Mühle/Backhaus zu sehen.
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Dionysos von Paris

Nach dieser umfangreichen Besichtigung ging es weiter zur Roswithaquelle in Bad Gandersheim.P1000063

Sie wurde benannt nach Roswitha  (eigentlich Hrtosvit) von Gandersheim und liegt unterhalb der Klosterkirche Brunshausen. Das ehemalige Benedektinerinnenkloster wird nicht mehr sakral genutzt und  beherbergt mittlerweile nicht nur ein Museum, sondern auch ein Café, ein Gästehaus und einen Kunstkreis. Kultur als Gesamt-Wohlfühlpaket sozusagen.

Gleich neben dem Quellbecken befindet sich eine skurrile Skulpturen Sitzgruppe, die zum Fotografieren einlädt.

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Das Kanonissenstift  wurde 852 von Liudolf, dem Stammvater und Namensgeber der Liudolfinger, und seiner Gemahlin Oda gegründet, nachdem sich die Liudolfinger schon am Ende des 8. Jahrhunderts Karl d. Großen und somit dem Christentum angeschlossen hatten. Die Stiftskirche ist eine Basilika in romanischer Bauweise.

Das barocke Grabdenkmal für die Äbtissinnen Christina († 1693) und Maria Elisabeth († 1713) von Mecklenburg zeugt vom barocken Totenkult und ließ mich ein wenig erschauern.
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Weitere Impressionen aus der Stiftskirche:

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Kirchenstifter

 

Fromme Wünsche für die Flüchtlinge dürfen nicht fehlen.
Fromme Wünsche für die Flüchtlinge dürfen – politisch korrekt – auch hier nicht fehlen.

 

Was einen dort so anschaut!
Was einen dort so anschaut!
Kirchenschiff, man beachte den Stützenwechsel.
Kirchenschiff, man beachte den sächsischen  Stützenwechsel.

 

Zum Abschluss gab es noch einen kleinen Rundgang durch Bad Gandersheim.

Rathaus. Im Hintergrund ist die Stiftskirche zu sehen.
Fachwerk-Detail
Fachwerk-Detail
Renaissance-Brunnen
Renaissance-Brunnen
So sehen Verlierer aus: Kriegerdenkmal
So sehen Verlierer aus: Kriegerdenkmal
Hier macht sich Wut Luft: Gegen die GEZ-Zwangsgebühren!
Hier macht sich Wut Luft: Gegen die GEZ-Zwangsgebühren!
Und hier zeigt sich Kreativität ...,
Und hier zeigt sich Kreativität …,
genauso wie hier!
genauso wie hier!
Keine Keine Satanisten wohnen hier. Das umgedrehte Pentagram wurde früher als Schutzsymbol genutzt und zeigt die fünf Wundmale Christi.
Keine Satanisten wohnen hier. Das umgedrehte Pentagram wurde als Schutzsymbol genutzt und zeigt die fünf Wundmale Christi.
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Auf dem Viadukt-Wanderweg

Unsere Wanderung führte uns diesmal nach Altenbeken. Zeitverzögert kamen wir dort an, nachdem wir – der morgendlichen Stunde war es wohl geschuldet – in die falsche S-Bahn gestiegen waren, die uns geradewegs auf das Abstellgleis befördert hatte. Eine Stunde später als  geplant erreichten wir dann Altenbeken, den Ausgangspunkt des  prämierten Viadukt-Wanderweges, für den im Internet vielfache Werbung gemacht wird und der selbst uns – als nicht sonderlich Eisenbahn-Interessierte – nun lockte.

Schließlich hofften wir so  auf eine gute Ausschilderung und wirklich fanden wir schon auf dem steil nach unten führenden Bahnhofsweg, der uns in den Ortskern führte, ein erstes Hinweisschild mit Prospektmaterial zum Wanderweg. Sogar mit einer Stempelkarte wurden wir ausgestattet, sodass wir nun hoffnungsvoll unsere Tour starteten.

Vor dem Egge-Museum, dem Ausgangspunkt der Tagestour, die mit 29 km eher als herausfordernd zu beschreiben ist, fand sich dann auch eine hübsch restaurierte Dampflokomotive  aus dem Jahre 1941 und weitere Hinweisschilder, die aber  so unübersichtlich angebracht waren, dass wir nicht erkennen konnten, welchen Weg wir zum imposanten Viadukt nun eigentlich, wenn wir denn dem ausgezeichnete Spuren folgen sollten, zu gehen hätten.  Die schriftliche Anweisung, die ich mir ausgedruckt hatte, half auch nicht weiter. Dort hieß es:

Das Museum im Rücken überqueren Sie die Hauptstraße, links am renaturierten Mühlenbach entlang,
über einen Treppenweg bis zur Bahnunterführung. Anschließend links zur Aussichtsplattform am Viadukt
(toller Fotostandort).

Wir folgten also den Bächlein direkt bei der Lokomotive (Das Museum befand sich in unserem Rücken, so wie es sein sollte), waren aber irritiert davon, dass dies die entgegengesetzte Richtung zum  1853 gebauten Viadukt  darstellt. Von Treppenweg und Unterführung war auch nichts zu sehen, sodass wir – das Viadukt ist glücklicherweise ja nicht zu übersehen – der Hauptstraße folgten und es so erreichten. Hier trafen wir dann auch wieder Viadukt-Wanderweg-Ausschilderungen an, sodass wir der steilen Treppe zur Aussichtsplattform folgten, wo ich  dann auch – wie angeraten – ein paar Fotos von Eisenbahnzügen, die die Brücke queren, schoss.

Viadukt, “von unten” gesehen
Wassermühle am Viadukt
Viadukt “von unten”, Detail

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Danach ging es auf den Sonnenberg hinauf.
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Die Beschilderung war dichtmaschig und so konnten wir uns der Unterhaltung und der Naturbeobachtung widmen, bis dann- kurz vor dem Rehbergtunnel – wahrscheinlich bei dem hübschen Pferde-Paar, das auf der Wiese stand – ,  sich  keinerlei Viadukt-Wanderweg-Schilder mehr vorfanden, sodass ich dann doch mein GPS-Gerät, mit dem ich noch nicht wirklich umgehen kann, anstellen musste, um uns auf diese Art und Weise  – durch bewohntes, aber menschenleeres Gebiet – zur Bollerbornquelle leiten zu lassen.

Kunst am Weg
Interessante drakonische Haus-Dekorationen beim Firmensitz für Schädlingsbekämpfung, der uns auf neue Geschäftsideen brachte.

Die Bollerbornquelle  quillt nur zeitweise. Es ist eine “rhythmisch intermittierende Quelle”, wie uns das Hinweisschild verrät.  Dort erfuhren wir auch, dass  ausgerechnet diese Quelle, das Heer Karls d. Großen vor dem Verdursten rettete, der gerade vorher die Irminsul, das höchste  Heiligtum der Sachsen, zerstört hatte.

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Der “Wilde Mann”, der die Quelle  jetzt bewacht, trägt offensichtlich Dreads.

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An der Quelle fanden sich glücklicherweise wieder Viadukt-Beschilderung an, sodass wir – ganz ohne GPS – den Waldlehrpfad zum Driburger Grund folgen konnten. Dort versäumten wir den Abstecher zur Max und Moritz-Quelle und fanden uns stattdessen auf einem Waldpfad des Bäder-Weges wieder, der an einer Hauptstraße mit Bushaltestelle endete. Offensichtlich hatte diese Streckenführung aber seine Richtigkeit, schließlich fanden wir auf der gegenüberliegende Seite der Verkehrsstraße wieder Viadukt-Wanderweg-Schilder vor. Diese inspizierten wir aber nur von Weitem,  da wir offensichtlich viel zu erschöpft waren, um weiter auf dem Viadukt-Weg zu mäandern. Alternativ entschieden wir uns für den GPS-geführten direkten Weg zur Mariengrotte,  die sich   bei der ältesten Waschstelle im Urdorf “To den Buken” (laut dortige Erklärung) befindet.

Landschaftsimpressionen, von der Mariengrotte aus gesehen!
Mariengrotte mit Bildstock

Von hier aus kehrten wir dann zum Hauptbahnhof in Altenbeken zurück,  wobei wir sehr viel Spaß dabei fanden, den teilweise neobarocken, bebraistischen oder einfach geschmacklosen Baustil der Mittelstands-Bunker im Neubau-Viertel Altenbekens zu kommentieren und zwei jungen Welpen bei der Erkundung des englischen Rasens zuzusehen.

Auf diese eben geschilderte Art und Weise hatten wir den Viadukt-Wanderung stark verkürzt und damit unseren Bedürfnissen angepasst.  Nichtsdestotrotz war der Muskelkater gewaltig.

Fazit: Tolle Wanderung, bei der man sich aber nicht alleine auf die Beschilderung verlassen, sondern stattdessen Wanderkarte und/oder GPS einstecken sollte. Unsere Stempelkarte wies zum Schluss  – was irgendwie deprimierend ist – ein (bzw. zwei/geschummelte) Stanzfelder aus. Stempel gab es auf der Wanderstrecke anscheinend nicht, stattdessen aber praktische Lochstanzer.

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KULTurWEGE … kunstWEGE … KUNSTmagie und KULTplatzentdeckungen

Risikomanagement, Detail
Risikomanagement, Detail, unfertig

Bildende Kunst ist quasi eine Landschaft auf Leinwand; eine Installation ist eine imaginäre Landschaft, die in dem objektiven Raum gesetzt wird; eine Performance bespielt die Landschaft und stellt dadurch eine Öffnung zu magischen Raumerfahrungen her.

Wandern kann eine Art von persönlicher Performance sein, in der wir unseren eigenen mythologischen Mustern folgen oder uns – auch das ist legitim – von den historisch-mythologischen Bedeutungen von Landschaften inspirieren lassen.

“Der Mensch bewegt sich, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Mit seiner Bewegung zielt er auf etwas hin, das für ihn von Bedeutung ist. Das Ziel seiner Bewegung ist leicht zu erkennen, wenn diese sich auf ein konkretes Objekt richtet; es können aber auch immaterielle Dinge sein, die eine Bewegung auslösen.” (Laban, Rudolf von: Die Kunst der Bewegung. Wilhelmshaven 2003, S. 9)

Ich werde Kultplatz-Finderin und greife als solche auf archäologisches und geschichtliches Wissen zu, bediene mich aber auch volkstümlich-literarischer Überlieferungen, historischen Wunschdenkens (z.B. das Matriarchat!) oder spiele gänzlich mit subjektiv-künstlerischen Systemen, die ich auf die Landschaft – zu deren und meiner Freude – projiziere. Dadurch erschaffe ich intuitiv ein Resonanzfeld, in das sich nicht nur der Geist des Ortes manifestieren kann, sondern das auch das magische Wachstum und Gewahrsein einzelner Individuen, die sich an dieser Arbeit beteiligen möchten, begünstigt. Die blaue Blume öffnet den Berg.

Wenn du dabei sein möchtest, nimm bitte Kontakt mit mir auf. Weitere Infos: hier.

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Die Seele erwandern und in den Wäldern baden …

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Meine Eltern hatten in den 70er Jahren eine Wald-Fototapete im Schlafzimmer, was ich sehr beruhigend fand. Da ich mich in meinen Teenager-Jahren aber mehr von exotischen Stränden angezogen fühlte, als von heimischen Wäldern, beschloss ich mir später zwar  auch das Wohnzimmer mit einer Fototapete zu dekorieren, jedoch sollte es nicht der deutsche Wald, sondern vielmehr der Meeresstrand unter tropischer Sonne sein: Es kam weder zum einen, noch zum anderen.  Die praktische Raufaser in weißer Farbe wurde von mir in den Folgejahren vorgezogen, derweil ich die Exotik der fernen Strände auch in der Realität kennen lernen und dabei feststellen durfte, dass die imaginären Vorstellungen meiner Jugend angenehmer waren, als die schnöden Realitäten. Und  so, um einige Erfahrungen reicher,  besann ich mich wieder auf das Eigene, nämlich dem deutschen Wald, der romantisch überhöht  in der deutschen Seele schlummert und beständig darauf wartet, wieder neu entdeckt zu werden. Ich zumindest begann nun regelmäßig die heimischen Wälder zu besuchen und entwickelte dabei mein Konzept des mythologischen Wanderns.

Das  Tarot als eine divinatorische Technik  diente mir u.a. dabei als Inspirationsquelle. Das Tarot  kann uns zeigen, was im objektiven Universum  gerade anliegt und  was bei den Gegebenheiten, die uns momentan umgeben, die  Wahrscheinlichste zukünftige Möglichkeit darstellt. Wenn die Tarot-Karten uns jedoch mit Vorhersagen konfrontieren, die uns nicht behagen,  liegt die  Entscheidung immer bei uns, diese anzunehmen oder uns dagegen zu entscheiden und das, was wir so erschaut  haben, magisch zu verwandeln oder gar zurückzuweisen.

Ähnlich verhält es sich bei den Wanderungen. Der Wald und überhaupt die Natur  wird  zum begehbaren Orakel, das uns mit Bildern zu unseren eigenen Fragen und Anliegen versorgt. Wir reflektieren uns – kraft unseres Willens – in der Landschaft und entdecken so das eigene Unbekannte. In dem wir uns willentlich in der Landschaft spiegeln, entdecken wir unser Unbewusstes, was nichts anderes als die Möglichkeiten beschreibt, die wir in unserem Leben noch nicht verwirklicht haben. Wir  werden auf diese Art und Weise  dem, was danach ruft, materialisiert zu werden. bewusst.  In den Wäldern  begegnen wir Frau Holle, die eine märchenhafte Inkarnation von der Unterwelts-Göttin Hel darstellt, die wiederum für das Unbewusste steht. Wir verbinden uns mit ihr und mit dem, was unsere eigene Kultur- und Geschichte ausmacht und stellen fest, dass wir hier, in den deutschen Wäldern,  alles  tiefgründiger und für uns angemessener vorfinden,  als dass, was in der neumodischen Schamanen-Instant-Szene  als  exotische Spielereien verkauft wird und was von uns erst mühsam – und mit zweifelhaften Resultaten – in die eigene  kulturelle Matrix übersetzt werden muss.

Doch nach “Medicine Walks” and “Walking in your Shoes” steht schon der nächste exotische Trend  vor der Tür. In Japan, das las ich vor einigen Tagen, ist das Waldbaden, was dort Shinrin-yoku heißt, modern. Waldbaden dient  in der streng getakteten japanischen Gesellschaft dazu, Stress abzubauen. Darüber hinaus wird beim lustvollen Eintauchen in den lebendigen Organismus des Waldes kein weiteres Ziel oder gar eine Aufgabe verfolgt. Es ist vielmehr ein absichtsloses Fallenlassen in das Blätterrauschen und  ein achtsames Zulassen von dem, was Gegenwart ist.  Das erscheint mir nachvollziehbar, denn  schließlich fühle auch ich mich ruhiger und entspannter, wenn ich mich in der Natur aufhalte. Ich erkläre es mir so, dass die Pflanzen ebenso unsere negativen Gefühle in Wohlgefallen transformieren, wie sie auch giftiges Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln können, weshalb das Umarmen der Bäume auch keine schlechte Idee darstellt.

Die japanische Vorliebe für den Wald fußt – so meine Vermutung – wohl auf den schamanisch orientierten Shintoismus, der davon ausgeht, dass die Natur beseelt ist.  

Waldbaden ist jedoch kein mythologisches Wandern, sondern eher ein  “Fallenlassen” und  ein “Sich-Selbst-Vergessen” in die Natur des Waldes, wohingegen die von mir favorisierte Form der Naturbegehung ein absichtsvoller Vorgang ist, der uns mit dem vertraut macht, was wir noch nicht kennen und dessen Voraussetzung auch das Bewusstsein der Trennung von Mensch und Natur darstellt. Der Wald wird zur Projektionsfläche des Individuums.

Franz Sternbald wird mir dabei  zum Vorbild. Ludwig Tieck erzählt uns in seinem Roman  “Franz Sternbalds Wanderungen” wie der Protagonist die Relevanz der Außenwelt, die er durchwandert,  nur insofern wahrnimmt, als dass sie ihm bisher unerschlossene Gebiete seines Ichs offenbart. : “Das Ich bildet in diesem Roman den wahren Schauplatz der Geschehnisse, auf dem die Phänomene der empirischen Welt in ästhetisch verwandelter Form erscheinen. So ist die stimmungserfüllte Naturszenerie vorwiegend Seelenlandschaft, Projektion von Sternbalds jeweiliger Gemütslage. Über seine zahllosen Reiseeindrücke bemerkt der Protagonist, dass sie ‘mit goldenem Schlüssel die Kammern unseres Geistes eröffnen, und uns die Schätze zeigen, die wir selbst noch nicht kannten. So entsteht ein (…) wohltuender Umgang mit uns selbst.” (Mayer, Gerhart: Der deutsche Bildungsroman. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Stuttgart 1992, S. 33)

Wenn ich also wandere, dann entdecke ich unbekannte Seiten meines Selbst. Ich nähere mich dem, was mich ausmacht, jenseits der vielen Gesellschafts-Masken, die ich trage. Das kann zutiefst beglückend sein, wobei ein eingeschobenes Waldbad dies noch verstärken kann. Insofern nehme ich den japanischen Trend gerne auf (zumal ich das sowieso schon immer getan habe) und wechsle bewusstseinsmäßig zwischen Selbst-Auflösung und Antinomismus bei meinen Wanderungen hin und her. Chaosmagie eben!

Weiterlesen: Mythologisch Wandern. 1. Teil und Mythologisch Wandern. 2. Teil

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