Toleranz

Ja … Toleranz ist prima, falsche Toleranz aber nicht. Intoleranz findet sich im Übrigen momentan am häufigsten bei den Linken und im Mainstream. Die merken es bloss leider selbst nicht, zu gutgläubig wird der Presse-Propaganda geglaubt und zu ekstatisch die “Vielfalt”-Religion zelebriert. Doch langsam holt sie die Realität ein. “Toleranz” weiterlesen

Gartenträume in Wörlitz

Gotisches Haus

Schon 1790, kurz nach seiner Vollendung, zählte der Landschaftsgarten in Wörlitz zu den wichtigsten  Sehenswürdigkeiten Europas.

Nicht jeden wird er bekannt sein. Er lohnt aber durchaus einen mehrtägigen Aufenthalt.

Ich war leider nur für vier Stunden dort. Gut die Hälfte davon verbrachte ich in der Gastronomie bei gehaltvollen Gesprächen. Danach nahm ich an einer kurzen Führung durch den Park, eine Schöpfung von Fürst Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und seines Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff,  teil. “Gartenträume in Wörlitz” weiterlesen

Finis Germania

Das kleine Bändchen “Finis Germania” vom Historiker Rolf Peter Sieferle, das post mortem erschienen ist, enthält eine Reihe von bemerkenswerten Gedankengängen, von denen jeder einzelne es verdienen würde, hier weiter reflektiert zu werden.

Er analysiert unser gesellschaftliches System als ein atomistisch-individualistisch-liberal-demokratisches gesellschaftliches und politisches.

Das preußische und auch das nationalsozialistische Programm nach 1914 hat dagegen darin bestanden eine Kombination von Gemeinwohlorientierung und technischer Progressivität anzusteuern.

Er ist als Ausdruck eines fatalen deutschen Sonderwünsche fundamental gescheitert und wegen der mit ihm (vielleicht nur kontingenterweise) verbundenen Ungeheuerlichkeiten vollständig stigmatisiert. (S. 45)

Nach dieser Feststellung blickt er nach Asien, wo er in Japan eine analoge Sonderregelung sieht, die “eine Kombination von technisch-industrieller Hypermoderne mit nationaler Gemeinwohlorientierung und anti-emanzipatorischen Kollektivismus” verfolgt. “Finis Germania” weiterlesen

Ein Matjestag in Glückstadt

 

Nun war ich ja letztes Jahr beim Matjesfest in Emden. Leider habe ich dieses 2017 verpasst, sodass ich mir,  quasi als Ersatz,  Glückstadt in Schleswig Holstein als adäquaten Ersatz wählte.

Los ging es also, zusammen mit der Wildfrauen-Wanderung, in Herzborn. Das ist ein kleines Dorf, was bequem mit der Bahn zu erreichen ist und was deshalb von mir als Ausgangspunkt ausgesucht worden war.

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Der Herkules feiert Geburtstag!

Der Herkules ist hier von hinten zu sehen. Er ist ein Symbol für die Stärke. Er stützt sich auf eine Keule, um die eine Löwenhaut gewickelt ist. Versteckt hält er in seiner anderen Hand drei Äpfel, die er aus dem Garten der Hesperiden entwendet hat.

Der Herkules in Kassel feiert dieses Jahr Geburtstag, ein Grund mehr für mich, den Bergpark Wilhelmshöhe  zu besuchen. Nun hätte mich die Bezeichnung “Bergpark” stutzig machen sollen, hatte ich letzten Sonntag nämlich eher einen gemütlichen Spaziergang durch Blumenbeete im Sinn, als eine Bergbesteigerung, zu der es dann aber gekommen ist.   Informationen im Vorfeld hätten mir sicherlich den Schock ersparen können, der sich mir beim Austritt aus dem Bahnhofsgebäude erwartete.  Die Wilhelmshöher Allee führte nämlich beständig bergauf und meine um etliche Jahre jüngere (und sportlichere ) Reisebegleiterin ließ mich nicht den Mut fassen, mir die Blöße zu geben,  auf  eventuell andere Möglichkeiten der weiteren Anreise zu bestehen. Die hätte es in der Tat gegeben (Straßenbahn, Busverkehr).  So aber begann nun sofort der Aufstieg. Beim Besucherzentrum Wilhelmshöhe betraten wir endlich den Park und waren erfreut über die Vielfalt von landschaftlichen Szenarien, die sich uns auftaten. Die Blumen dufteten, als ob es kein morgen mehr geben würde, allein, ich will es nicht verschweigen, ging es  auch weiterhin BERGAUF!!!

Das Schloss ließen wir links liegen, obwohl es dort nicht nur eine sehenswerte Gemäldesammlung, sondern auch eine Ausstellung zum Herkules (bis zum 8. Oktober 2017) gegeben hätte.

Wir jedoch wollten erst einmal “hinauf”, nicht beachtend, dass später zumindest meine Erschöpfung so groß gewesen sein würde, dass wir uns diesen Park-Höhepunkt entgehen lassen mussten.

Vorbei am Grabmal des Vergils mäanderten wir weiterhin aufwärts, um irgendwann vor der großen barocken Kaskade zu stehen, neben der sich beidseitig eine mir  mörderisch anmutende Treppe nach oben schlängelte. “Der Herkules feiert Geburtstag!” weiterlesen

Wilde Tiere, nackte Frauen und die Seele Afrikas. Essen, Teil 2

Eine Reise nach Essen lohnt sich, darin war ich mir auch am zweiten Tag meines kleinen Aufenthaltes im Ruhrgebiet sicher.  Über die Erlebnisse des ersten Tages könnt ihr hier mehr erfahren.

Der Sonntag begann für mich mit einen opulenten Frühstücksbüffet im Hotel Atlantic . Danach ging es  in den benachbarten Grugapark.

Diese städtische Grünanlage ging aus der ersten Gartenausstellung Deutschlands hervor und wurde 1929 als Volkspark gegründet. 1938 fand hier die Reichsgartenausstellung statt. Nachdem der Park während des Bombenkrieges zerstört wurde, fand hier 1952 eine zweite Gartenausstellung und 1965 eine weitere Bundesgartenschau statt. “Wilde Tiere, nackte Frauen und die Seele Afrikas. Essen, Teil 2” weiterlesen

Komm zur Ruhr! Essen, Teil 1

Letzten Samstag ging es ins Ruhrgebiet zum Bloggertreffen #RBRUHR, organisiert von Travel on Toast und Teilzeitreisender.  Normalerweise bin ich es gewohnt, mir vor einer Reise ein Programm zusammenzustellen, diesmal aber ließ ich mich von dem überraschen, was die Organisatorinnen in Zusammenarbeit mit den Sponsoren (s. Offenlegung) zusammengestellt hatten.

Erst einmal  ging es für mich ganz  unspektakulär von der  Essener U-Bahnhaltestelle Hauptbahnhof, die in ein auf mich surreal wirkendes blaues Lichtspektakel getaucht war, mit der Linie 11 zur Haltestelle Messe Ost/Grugapark. Dort checkte ich  in das Atlantic Congress Hotel ein und inspizierte mein Zimmer für die kommende Nacht.

Das sah schon einmal luxuriös aus. Insbesondere freute ich mich über die Klimaanlage, denn das Thermometer zeigte bereits eine Außentemperatur von 29 Grad. Nach einer kleinen Abkühlung in der Dusche begab ich mich in den Konferenzraum, wo ich die anderen Blogger und Bloggerinnen kennenlernen durfte und wo wir eine kleine Einführung darüber erhielten, was wir am Wochenende zu erwarten hatten.

Nach dem Mittagessen auf der fantastischen Dachterrasse des Hotels, startete ein Teil der Gruppe zu einer Entdeckungsreise zum Thema “Grüne Hauptstadt Europas”.

Grüne Hauptstadt Europas? Allgemeinhin verbindet man als Auswärtige/r  den Ruhrpott  wohl eher mit rauchenden Schloten und Kohlestaub. Allerdings gehört dies schon längst Vergangenheit an. In den vergangenen Jahren hat die Stadt, auch gerade im Vorfeld der Bewerbung um die Auszeichnung, große Anstrengungen unternommen, alte Industriestandorte zu renaturieren und eine “grüne Infrastruktur” zu implantieren, was der Erkenntnis vorausgeht, dass für den Erfolg eines Stadtraums nicht nur technische und soziale Komponenten eine Rolle spielen, sondern auch eine Umwelt mit vielen Grünflächen eine zentrale Bedeutung einnimmt.  Das Grün in der Stadt stärkt  nicht nur die  “Resilienz”  (was für ein furchtbares Modewort!)) ihrer Bewohner/innen, sondern führt auch zu einer Identifizierung  mit ihrer Heimat, die im Neusprech der Politiker/innen allerdings eher als “Identifizierung” bezeichnet wird.

Da Essen hohe Umweltstandards erreicht hat und auch weiterhin ehrgeizige Ziele in Hinblick auf eine grüne Stadtumgebung, Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt, führt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“, was umso erfreulicher ist, als dass hier erstmalig eine ehemalige Stadt der Montanindustrie, die sich selbst zur “grünen” Stadt transformiert hat, ausgezeichnet wurde.

Dieser Verwandlungsprozess ließ sich dann auch eindrucksvoll bei der Industriekultur-Tour erleben. Mit dem Reisebus fuhren wir zuerst zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Viele weitere Zwischenstopps folgten. “Komm zur Ruhr! Essen, Teil 1” weiterlesen