Wilde Männer, Glasbläser und Häusermaler in Venedig. Teil 3

Dies ist der letzte Teil des Berichtes über meine Venedigreise. Hier sind Teil 1 und Teil 2.

Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Zug zur Altstadt. Vom Bahnhof Santa Lucia schlenderte ich gemächlich in Richtung Markusplatz, offen für das, was ich dabei eventuell  noch entdecken könnte. Insofern ließ ich mich treiben. Irgendwann fand ich mich auf eine  der selten Bänke Venedigs wieder, wo ich dem Treiben der Touristen und Einheimischen kontemplativ zuschauen konnte. Solchermaßen eingestimmt  begegnete ich danach dem “Wilden Mann”.  Seht ihr ihn?

An der Vorderfront des Palazzo Bemba-Boldù im Stadtteil Cannaregio ziert er die Häuserfront.   “Wilde Männer, Glasbläser und Häusermaler in Venedig. Teil 3” weiterlesen

Der zweite Tag in Venedig und meine Gedanken zur aktuellen Kunst-Biennale. Teil 2

Der Samstag begann mit einer zweistündigen Stadtführung durch Venedig.

Wir bekamen dabei ein Audiogerät und Kopfhörer ausgehändigt, sodass wir die Führung, trotz der Besuchermassen in Venedig, gut verfolgen konnten.

Wir hielten uns dabei lange Zeit auf dem Marktplatz auf und bekamen nähere Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten präsentiert. Danach schlenderten wir durch das Gewirr der kleinen Straßen von Venedig, begleitet von  durchaus unterhaltsamen Erklärungen unserer Führerin Elisabeth.

Die Figur auf der Säule soll den Sieg über das Heidentum darstellen.

Mir hat die Stadtführung sehr viel Freude bereitet  und ich kann sie unumschränkt empfehlen. Man sieht schließlich nur, was man weiß und eine professionelle Führung kann den  ersten Zugang  erleichtern. Danach sollte man sich dann die Zeit nehmen, um seinen eigenen Vorlieben nachzugehen oder sich einfach treiben zu lassen, um sich von dem überraschen zu lassen, was einen begegnet.  So ähnlich halte ich es auf all meinen Reisen. “Der zweite Tag in Venedig und meine Gedanken zur aktuellen Kunst-Biennale. Teil 2” weiterlesen

O Isis und Osiris!

Bis zum 25. Februar wird im Hannoverschen Kestnermuseum die Ausstellung “O Isis und Osiris” gezeigt.  Der Titel der Ausstellung  ist  einer Arie des Freimaurers Mozart entnommen. In der Zauberflöte singt  nämlich der Priester Sarasto: „O Isis und Osiris, schenket der Weisheit Geist dem neuen Paar“.

Inhaltlich behandelt die Ausstellungen den Einfluss eines imaginären Ägyptens auf die Mysterienkulte, die die Freimaurer-Logen seit dem 18. Jahrhundert zelebrier(t)en.

Beispielsweise wird vom Gott Set(h) berichtet. Dieser ist vor allem durch den Osiris-Mythos bekannt.  Er tötete seinen Bruder Osiris und zerstückelte ihn.  Nach dessen Tod beansprucht Set(h) den Thron über ganz Ägypten. In ihrer Eigenschaft als liebende Gemahlin und Schwester fügte Isis, mit Hilfe von Magie,  die zerstreuten Glieder Osiris wieder zusammen und erweckte Osiris so wieder zu neuem Leben. In der Gestalt eines Milans empfing sie so Horus, der später zum Himmelsgott aufstieg und sich an Set für den Mord an seinen Vater rächte.

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Ankunft in Venedig. Teil 1

Jetzt ist mein Bericht über meine Rumänien-Reise noch nicht vollständig geschrieben und schon war ich wieder unterwegs. Es gab schließlich, aufgrund des Reformations-Feiertages, ein verlängertes Wochenende zu genießen, was ich nutzen wollte, um mir einen Eindruck von Venedig zu verschaffen.

Die Anreise:

Für meine Venedigreise musste ich früh aufstehen. Schon um 6.25 Uhr startete mein Flugzeug von Hannover aus nach München. Da man wegen der Sicherheitskontrollen ja schon sehr viel früher dort sein musste und in Hannover die Bahnen in der Nacht auch nicht ständig fahren, war es mit dem Schlaf für mich um 3 Uhr vorbei. Das sind dann die Momente, wo ich mich frage, warum ich mir diesen Freizeitstress eigentlich antue und warum ich nicht einfach ein ruhiges und entspanntes Wochenende zu Hause verbringen kann?

Der Flug mit Lufthansa war sehr viel entspannter als meine Ryanair-Erfahrung in Richtung Rumänien. Pünktlich – mit sanften Start und Landung – und einer Innenausstattung, die einen nicht gleich an der Sicherheit des Flugzeuges zweifeln ließ.

Von München ging es dann mit Air Dolomiti problemlos weiter, sodass ich dann bereits um 9.45 am Flughafen Marco Polo war. Dort hatte ich die Wahl, ob ich mit dem Shuttle-Bus in Richtung Markusplatz aufbrechen wollte oder lieber den “Wassertransport” wählen sollte. Ich entschied mich für die letztere Variante, die zwar mit 15 Euro nicht ganz billig war, aber eine ruhige Annäherung an den Zauber von Venedig bot, zumal zu dieser frühen Zeit kaum Besucher an Bord waren.

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