Warum es hier keinen offensichtlichen Mehrwert für dich gibt! Reflexionen über das Bloggen

Meine knappe Antwort lautet: … Weil ich gegen ökonomische Kategorien verwehre und ich eher das Konzept des inspirierenden Müßiggangs verfolge. Da wird dann Tagebuch geschrieben, um sich selbst weiterzuentwickeln.

Dazu passt ganz schön das folgende Zitat von Rudolf von Laban.

“Der Mensch bewegt sich, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Mit seiner Bewegung zielt er auf etwas hin, das für ihn von Bedeutung ist. Das Ziel seiner Bewegung ist leicht zu erkennen, wenn diese sich auf ein konkretes Objekt richtet; es können aber auch immaterielle Dinge sein, die eine Bewegung auslösen.” (Laban, Rudolf von: Die Kunst der Bewegung. Wilhelmshaven 2003, S. 9)

Blogs, nicht nur Reiseblogs, sind ja ebenfalls Bewegungen, die irgendwohin führen. Vor dem virtuellen Zeitalter haben wir beim Schreiben die Feder geschwungen und sie über ein Blatt Papier tanzen lassen. “Warum es hier keinen offensichtlichen Mehrwert für dich gibt! Reflexionen über das Bloggen” weiterlesen

Die aktuelle Inszenierung der Zauberflöte in Hannover

Zwei Wochen im Dauerstress liegen hinter mir. Die Zeugnisse stehen kurz bevor und als Lehrerin ist man so, neben seinen regulären Unterrichtsverpflichtungen, ständig dabei, irgendwelche Listen auszufüllen und auszuwerten.

Der einzige Lichtblick innerhalb dieses stressigen Einerleis war dann für mich der Besuch der Zauberflöte vergangenen Dienstag. Das Opernhaus Hannover hat dieses Stück neu inszeniert. Premiere war am 13.01.2018. Herausgekommen ist mal wieder das von mir ungeliebte Regietheater, allerdings nicht gar so unerträglich, wie ich es 2015 bei der unsäglichen Hannoverschen “Freischütz“-Inszenierung erleben durfte.

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Eine hochexplosive Wanderung

Das Wetter war trüb und nasskalt, als sich die Wildfrauenhaus-Wandergruppe zur monatlichen Wanderung aufmachte. Diesmal sollte es nach Walsrode gehen. Das Heidestädtchen ist von Hannover aus in ca. 45 Minuten erreichbar, was uns für eine Winterwanderung gelegen kam, die ja immer zeitlich durch die frühe Dunkelheit begrenzt ist.

Bei der Planung hatte ich, recht unkreativ, auf die Informationen der Touristinformation in Walsrode zurückgegriffen. Auf der dortigen Online-Seite findet sich eine Rundwanderung, deren gpx-Daten ich herunterlud, um sie dann auf die Komoot-App aufzuspielen.

Der Start in Walsrode gestaltete sich schwierig und als wir dann endlich auf der Strecke der Rundwanderung angekommen waren, begeisterte uns der Weg, der viel zu lange an Häusern und Verkehrsstraßen entlang führte, wenig. Immerhin stellten wir fest, dass die Eigentümer der Walsroder Einfamilienhäuser einen Hang für liebevoll-kitschige Dekorationen ihrer Häuser haben, was auf ein ruhig-entspanntes Leben hindeuten mag. “Eine hochexplosive Wanderung” weiterlesen

Alles erledigt und offen für das Neue! 

EH, Mischmaterialien, 29 x 39.5 cm, Rauhnächt 2017/18

Die Weihnachtstage habe ich im Kreis meiner Familie verbracht. Endlich war Zeit, um die Serie meiner Blogbeiträge über meine Rumänien-Rundreise fertigzustellen. Die Zeit der Dunkelheit gab auch genug Gelegenheiten, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. Bücher konnten gesichtet werden und ich stellte fest, dass, selbst wenn für ein halbes Jahr der Kontakt zur Außenwelt abreißen würde, ich genug zu lesen und zu bedenken hätte.

Die Neujahrskartenlegung bestätigte mir das, was ich ohnehin schon wusste, führte es mir aber noch einmal eindringlich vor Augen. Diesmal nutzte ich das an das Crowley-Tarot  angelehnte “Black Flame Tarot“.

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In Draculas Reich. Teil 10

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Am letzten Tag meiner Rumänien-Rundreise zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite.

Ceausescus einstiger “Palast des Volkes” und heutiger Sitz des Parlaments  zeigte sich mir also im Dauerregen. Architektonisch hat sich der einstige Diktatur von den visuellen Erlebnissen einer Nordkorea-Reise beeinflussen lassen. Er selbst hat die Fertigstellung eines flächenmäßig größten Gebäudes der Welt  nicht mehr erlebt.

So ähnlich muss auch der Plan der Nationalsozialisten für die Welthauptstadt “Germania” ausgesehen haben.  Die Achse führt genau auf den “Palast des Volkes” zu. Um hier Freiraum zu schaffen wurden die Häuser von rund 40.000 Bukarestern zerstört und durch Neubauten ersetzt.  Vom einstigen “Klein-Paris” des 19. Jahrhunderts ist kaum noch etwas zu sehen. “In Draculas Reich. Teil 10” weiterlesen