Afrodite

Jetzt ist es schon eine Woche her, dass ich meine Ausstellung „Mami Watas Traumkunst“  im Café Lohengrin eröffnet habe. Sie stand ganz im Zeichen von Mami Wata, was ja letztendlich nur ein anderer Name für Eurynome-Aphrodite ist. Wer Genaueres über die Hintergründe  wissen möchte , kann dazu in meinem Buch nachlesen.

Die afrikanische Mami Wata wurde von Dirk Grothe dann in „Afrodite“ umgetauft und  gab  ihm  die kreative Inspiration für eine kleine Minigeschichte, die ich nachfolgend zitiere:

Afrodite

Sie hatte sich die schwarze Göttin auf dem Basar von Casablanca gekauft, weil diese ihre eigene Schönheit widerspiegelte in allen Formen und Zügen wie ein verkleinertes Spiegelbild. Seitdem war sie bestrebt, sich auf ewig die göttliche Schönheit zu erhalten, indem sie sich täglich mit der Göttin verglich.

Die schwarze Göttin hatte allerdings einen Heidenspaß daran, sich den Veränderungen ihrer Besitzerin im Laufe der Jahre haargenau, aber kaum wahrnehmbar anzupassen, wodurch diese in dem Glauben bestärkt wurde, sich stets im „status quo“ ihrer Schönheit zu befinden.

Raus kam die Sache, als die Besitzerin ihre Göttin stolz ihrer Freundin zeigte, diese jedoch verunsichert bemerkte: Aphrodite hatte ich mir aber ganz anders vorgestellt, nicht so dick!

Wie Dirk mir erzählt hat, schreibt er tagtäglich solche kleinen Geschichten, die er u.a. auch auf  www.typeer.de veröffentlicht.  Außerdem schreibt er selbst Theaterstücke und macht  im „ensemble kamusa“  (schau hier: www.kamusa.de ) Theater.

Ich selbst bin immer wieder erstaunt und auch erfreut darüber, wie viele Menschen in meiner Umgebung kreativ-künstlerisch tätig sind. Ich wünsche mir nämlich eine Gesellschaft, in der jedermann und jedefrau – jenseits von pervertierten Castingshows – kreativ  ist, und dies einfach so! Einfach zur gegenseitigen Freude.

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