Daemonic Transmission

(30.12) Über Nacht haben wir in Assuan angelegt und vom Schiff aus blicken wir direkt auf das legendäre Old Cataract Hotel, in dem einst Agathe Christi „Tod auf dem Nil“ geschrieben haben soll.

Der Philae-Tempel

Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus entstand der ganz aus Sandstein erbaute Haupttempel, der dem nubischen Gott Mandulis (der sich in seiner Falkengestalt mit Horus vergleichen lässt) und der Göttin Isis von Philae gewidmet ist. Isis soll hier das Herz vom zerstückelten Osiris gefunden haben. Allerdings, dies muss man wissen, ist der jetzige Standort des Tempels nicht identisch mit dem einstigen. Der Philae-Tempel wurde nämlich von seinem einstigen Standort auf der Insel Philae, die im Zuge des Baues des Assuan Staudammes überschwemmt wurde, in den Jahren von 1977 bis 1980 auf das höhere Gelände der 600 Meter entfernten Insel Agilkia versetzt.

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Edfu-Tempel und Kom Ombo

Horusgrüße im Edfu-Tempel

(29.12) Das „Anubis Oracle“ beinhaltet eine Karte, die „Sobek and Horus“ betitelt ist. Sobek ist der Krokodilsgott, der mir in Kom Omba u.a. in Gestalt von Krokodilsmumien begegnen wird. Horus ist der Sohn von Isis und Osiris und in einer älteren Variante der Gott Unterägyptens.

Nicki Scully and Linda Star Wolf: The Anubis Oracle, Vermont 2008

Doch bevor ich euch über ägyptische Mythologie erzähle, fahren wir erst einmal mit einer Kutsche, vor der ein recht bemitleidenswerten Pferdchen gespannt ist, vom Schiffsanleger der Nilschiffe, zur Tempelanlage von Edfu.

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Das Tal der Könige, Hatschepsut und Ramses III.

Wenn es eine Seite gibt, in der sich das ägyptische Volk von anderen unterscheidet, so ist es die Fürsorge, die es seinen Toten zuwendet.

Erman, Adolf: Die Religion der Ägypter, Berlin 2001, S. 207)

(28. 12) Nachdem ich also die Memnon Kolosse passiert hatte, begab sich unsere Reisegruppe nach Theben West und zwar in das Tal der Könige.

Das Tal der Könige

Zu Beginn unserer Tour war der Besucherandrang noch maßvoll, später ….
… sah es dann so aus!

Im Eintrittsgeld war die Besichtigung von drei Gräbern inkludiert. Um sie vor den Besuchermassen (und ihren Ausdünstungen) zu schonen, sind nie gleichzeitig alle Gräber, die zu besuchen sind, geöffnet. Auch die Reiseleiter dürfen nur außerhalb der Gräber Erklärungen abgeben, nicht innerhalb.

Über Letzteres war ich froh, geht es mir beim Besuch solcher Orte schließlich eher um die innere Durchdringung und eine erste Annäherung an den Ortsgeist, weniger um die Beschallung mit Zahlen und Fakten, die ich mir im Nachgang lieber still und leise mit Lektüre aneigne.

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„Lucifer Rising“ von Kenneth Anger als Einstieg für eine „magische“ Nilkreuzfahrt!

Kennt ihr den Kurzfilm von Kenneth Anger „Lucifer Rising“? Bei Minute 27.09 (also fast zum Ende des Films hin) sind die Memnon Kolosse zu sehen, davor u.a. auch die Externsteine, über die u.a. ja hier auch schon geschrieben habe.

Die Memnon Kolosse habe ich im Zuge meiner Nilkreuzfahrt am ersten Tag nach meiner Ankunft besucht. Sie bewachen das Tal der Könige, zu dem ich noch bloggen werde.

Der Film ist ein wunderbarer Beginn für eine „magische“ Ägyptenreise, nur sollte man beim Schauen erst einmal davon Abstand nehmen, all die Schnitte und Assoziationsketten verstehen zu wollen, die Kenneth Anger hier eingefügt hat. Ganz entspannt, kann man den Film einfach auf sich wirken lassen und die hypnotische Wirkung, die sich dabei entfaltet, genießen.

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Annäherung an YouTube

Zu dem Thema „Mythologisches Wandern“ habe ich ja schon des öfteren geschrieben, z. B. hier und hier und hier. Auch im Kessel, Ausgabe 3 habe ich einen einführenden Artikel zum Thema veröffentlicht: hier.

Jetzt habe ich mich erstmalig darin versucht, einen älteren Blogbeitrag über das „Mythologische Wandern“ zum Youtube-Vlog umzuarbeiten und ich muss sagen, dass das gar nicht so einfach ist und zumindest für mich eine Herausforderung darstellt.

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Eine Nilkreuzfahrt

Eine Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan und zurück!

Vom 27.12 bis zum 03.01 war ich in Ägypten. Eine Nilkreuzfahrt sollte es sein, die, ganz klassisch, von Luxor nach Assuan und zurück gehen sollte. Ich hatte die Reise pauschal über TUI gebucht und, bis auf einige wenige Kritikpunkte, verlief sie auch zu meiner Zufriedenheit.

Ist Ägypten gefährlich?

Meine Bedenken und wie ich sie aus dem Wind geschlagen habe!

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Mein zweiter Tag in Jaipur!

Wer meine Indienreise von Anfang an verfolgen möchte, klicke bitte hier.

Das Amber Fort

(6.10) Mit Elefanten kann man das Amber Fort erreichen. Spätestens seit militante Tierschützer hier Tierleid erkannt zu haben glaubten, sehen die meisten deutschen Reiseanbieter davon ab, einen Elefantentransport zu inkludieren.  Wir fuhren also mit einem schnöden Jeeps hinauf.

Der Name des Amber (gesprochen Amer) Forts begründet sich auf die Göttin Amba Mata, auch genannt Ambe Maa,  Durga Maa,  … Kali!   Sie verleiht uns Energie und unterstützt uns darin, Hindernisse in der realen Welt zu zerstören. Sie ist die Kriegsgöttin, die vernichtet, was uns bedrängt.  Lies auch hier!

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Von der blauen zur rosaroten Stadt: Jaipur

Wir erinnern uns: Jodhpur heißt auch „die blaue Stadt“, weil die Brahmanen-Familien ihre Häuser blau angestrichen haben. Heutzutage wählen auch Nicht-Brahmanen diese Farbe, sodass die Stadt, vom Fort Mehrangarh betrachtet, blau erscheint.  Über meine Erlebnisse in Jodhpur habe ich hier geschrieben. 

Den ganzen Tag bin ich über holprige Straßen gefahren: von Jodhpur nach Jaipur. Langsam bringe ich die ganzen…

Gepostet von Marina Sosseh am Freitag, 5. Oktober 2018

Jainismus

Heute (05. 10) fahren wir also nach Jaipur. Unterwegs kommen wir an einem Jain-Kloster vorbei, deren Anhänger jeglichen Besitz abgeschworen haben, was soweit gehen kann, dass man auch keine Kleidung besitzen mag und als „Lichtgewandeten“, also nackt, durch die Welt geht. Im Widerspruch dazu steht, dass viele Anhänger in der indischen Gesellschaft einen hohen Rang einnehmen, was ja bekanntermaßen mit materiellen Gewinnen einhergehen soll. Nun ja, wie heißt es so schön: Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird und nicht jeder Jainist wird sich an die strengen Regeln halten.

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