Ayutthaya (Thailand-Rundreise, Teil 3)

Am nächsten Tag verließen wir die „Stadt der Engel“, was ein weiterer Name Bangkoks ist, und machten uns nordwärts, in Richtung Ayutthaya, auf. Die Landschaft war etwas eintönig. Das Zwischenziel unserer Reise bestach mit den Ruinen von prächtigen Bauwerken von 33 Königen, die im Dschungelgrün versinken würden, wenn denn die Anlage nicht hervorragend gepflegt worden wäre. 

Wir hatten dort viel zu wenig Zeit. Gerne wäre ich hier auf eigene Faust losgezogen. Dazu bietet es sich an, ein Fahrrad zu leihen.

Wenn ich das nächste Mal in Bangkok sein sollte, werde ich Ayutthaya wohl noch einmal besuchen, schließlich benötigt der Zug nur zwei Stunden bis hierher. Danach ist man in der ehemaligen Hauptstadt des Königreiches von Siam. Von 1350 bis zur Zerstörung durch die Burmesen war Ayutthaya ein internationalen Handelshafen und die vielen Ruinen in der Altstadt geben ein eindringliches Zeugnis vom einstigen Reichtum ab. Fantastisch!

Wat Yai Chaimongkon

Pagode im Wat Yai Chaimongkol, Aufnahme von oben!

Prinz  Damrong Rajanubhab, einer der führenden Geschichtsforscher Thailands, spekuliert, geht davon aus, dass im Jahr 1592 König Naresuan der Große  auf dem Gelände des Tempels einen etwa 80 Meter hohen Chedi  errichten ließ. Dies soll zur Erinnerung an sein erfolgreiches Elefantenduell mit dem birmanischen Kronprinzen geschehen sein.

Das folgende Bild wird so verständlich:

Diese Theorie ist jedoch umstritten. Piriya Krairiksh kommt zu dem Schluss, dass das Bauwerk erst von König Narai  im Zuge einer Renovierung des Tempels zwischen 1656 und 1666 erbaut wurde.

Nun ja … Mir sagen all diese Namen aus der thailändischen Geschichte nichts. Die Treppen jedoch sind eine sportliche Herausforderung für mich.

Wat Phra Si Sanphet

Ein Chedi (thailändisch เจดีย์, Aussprache: [t͡ɕeːdiː]) ist Teil eines Wat, einer buddhistischen Tempelanlage in Thailand. Er entspricht dem Stupa in der Sakralarchitektur anderer buddhistischer Länder.
Das Wort Chedi ist die thailändische Adaption des Wortes Cetiya aus dem Pali, der Sprache des Buddha bzw. Chaitya aus dem Sanskrit. Dieses Wort kommt aus der Wurzel ci „aufhäufen“, „in einer bestimmten Ordnung anordnen“. Man kann damit nicht nur eine Cetiya, sondern auch einen Altar oder allgemein einen Platz der Anbetung bezeichnen. Es hat aber auch eine Nebenbedeutung von cit: „geistig fixieren“, „erinnern“, „instruieren“. Daher kann es – wie das Wort „Monument“ (lateinisch monere: erinnern) – nicht nur ein Stück Architektur bedeuten, sondern auch (Er-)Mahnung im weitesten Sinne. (Wikipedia, Stichwort Chedi, besucht am 04.07.2019)

Unsere Reisegruppe schaute sich erst einmal den Wat Phra Si Sanphet an. Die drei restaurierten Chedi, in dessen Innern sich die Asche von Königen befinden soll, sind ein Wahrzeichen von Ayutthaya. Der Wat Phra Si Sanphet befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Königspalastes.

Wat Phra Mongkhon Bophit

Phra Nakhon Si Ayuthaya

Unmittelbar daneben befindet sich der Wat Phra Mongkhon Tophit. Dieser restaurierte Tempel stammt aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt eine der größten Buddha-Statuen-Thailands, die auch für die Gläubigen eine der bedeutendsten des Landes darstellt Wahrscheinlich wurde sie im 16. Jahrhundert hergestellt. Ursprünglich zeigte die Figur eine schwarze Farbe und trug Perlmuttaugen. Nachträglich wurde sie vergoldet.

Dekoration zu Songkran. Der schwarze Buddha wird mit Goldpapier von den Gläubigen beklebt.
Durch die Beklebung mit Papier gerät manches Gesicht „aus der Form“.

Mittagessen im Siam Rose Restaurant

(Adresse: 85/1 Moo 4, U Taphao, Tambon U Taphao, Amphoe Manorom, Chang Wat Chai Nat 17170, Thailand)

Auf einem größeren Grundstück wurde ein kleiner Dschungel angelegt mit vielen kleinen separaten „Freiluftzimmern“, wo die Reisegruppen, die eindeutig die Hauptzielgruppe sind, in Form eines Buffets verpflegt werden. Uns hat es gefallen.

Das Hotel Treasure Resort in Sukkothai

Am Abend erreichten wir Sukkothai. Das Hotel Treasure Resort ist eine großzügige Anlage, hat sicherlich aber schon einmal bessere Tage gesehen. Der Swimmingpool zeigte changierende Grüntöne und wirkte daher nicht wirklich einladend, zumal das Wasser keine wirkliche Abkühlung versprach. 

Ich lernte also, dass immer dann, wenn Hochglanz-Prospekte wunderschöne Poolanlagen in den Tropen sieht, diese unsere Vorstellung von „Erfrischung“ meist nicht erfüllen können, es sei denn, sie würden abgekühlt werden. 

Geckos schlichen durch die Räume und die Außenterasse unseres Zimmers, auf der ein Vogelkadaver lag, ließ uns auf eine abgeerntete Teeplantage blicken. 

Da das Hotel nicht zentral liegt, mussten wir das Abendessen im Hotel einnehmen. Nach all den vielen Reisgerichten, ließen wir uns einen Burger schmecken.

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Thea
Gast

Hallo Marina!

Was für eine ungewöhnliche Architektur! Ich war noch nie in Asien, deshalb träume ich davon, diese Schönheit mit meinen eigenen Augen zu sehen. Übrigens, du hast großartige Fotos im Blog. Mit welchen Programmen bearbeitest du Bilder? Ich rate dir, dir den Fotoblog http://fixthephoto.com/blog irgendwie anzuschauen.

Viel Erfolg!
LG Thea