Die Ordensburg Vogelsang

(27. und 28.07.2018)  Meine Wanderung  am 27.07 führte mich heute direkt vom Ferienpark Gemünden zur Ordensburg Vogelsang.

Der Weg durch die Eifel, im stetigen Auf und Ab, war landschaftlich ansprechend und – was das beste ist – auf dem gesamten Weg traf ich keinen anderen Wanderer. Wer also die Einsamkeit liebt, der ist hier richtig. 

Um ca. 13.30 Uhr erreichte ich Vogelsang. “Die Ordensburg Vogelsang” weiterlesen

Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!

Burschenschaftsdenkmal

Über die Wartburg und das intuitiv von mir als lohnenswerte erachtete Reuter-Wagner-Museum hatte ich ja schon hier geschrieben.

Am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Eisenach (24.07.2018)  ließ ich mich einfach treiben und schaute, wohin mein Weg mich führen würde. Als festen Programmpunkt hatte ich nur die Stadtführung eingeplant, bei allem Weiterem folgte ich meiner inneren Stimme.

Die Stadtführung in Eisenach

Der Mythos einer jeweiligen Kultur stellt (…) den Prägestock dar, der für das Heimatempfinden maßgebend ist. Diesem Prägestock entspringen erst jene Elemente, die wir gemeinhin als heimatstiftend bezeichnen: der räumliche, der zeitliche, der soziale und der kulturelle Aspekt. In den alten Dorf- und Stadtkernen schlummert noch der Geist des Mythischen. Zumindest erkennt man, dass ohne ihn nicht wäre, was heute bewundert wird. Dieses Mythisches ist aber nicht anderes, als die zum Bild gewordene Rückbindung.  (Mohr, Volker: Der Verlust des Ortes. Schnellroda 2011, S.57)

So suchte ich also das Alte und Gewachsene, was mich mit dem Ort verbinden würde, nicht das Neue. Stadtführer wissen darum, dass der Tourist gemeinhin nicht die austauschbaren Glas- und Konsumpaläste favorisiert, genauso wenig wie die modernen Wohnbaracken,  und tragen dem Rechnung.  In Eisenach fällt das nicht schwer, schließlich hat man, nach dem Zusammenbruch der DDR,  die Kernstadt wieder neu renoviert. “Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!” weiterlesen

Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen

(Samstag, 7. Juli) Mit dem Bus fahren wir zur Marinestadt Pillau/Baltijsk. Es riecht nach verbrannten Laub und überall kehren Kadetten das Laub weg. Noch bis vor Kurzem war diese Stadt für ausländische Gäste gesperrt und nur mit Sondergenehmigung besuchbar.

Pillau

Pillau liegt direkt am Frischen Haff und liegt an dessen einziger Öffnung zur Ostsee gegenüber Fischhausen/Samland, weshalb der Ort schon immer eine strategische Bedeutung innehatte. 

Es gibt eine alte fünfstrahlige  Festung aus dem Dreißigjährigen Krieg, die aber, laut Reiseleiterin, nur nach Voranmeldung besucht werden könnte. Mein Reiseführer sagt indes etwas anderes: Zeit, um es zu überprüfen, wer Recht hat, habe ich jedoch nicht, da ich mich den Vorgaben der Reisegesellschaft anpassen muss.  

Ein russischer Reisebus hat ebenfalls In Pillau angehalten und hört sich Erklärungen zur Festung an. 

Wir schauen in die ehemalige Reformierte Kirche (Baujahr 1866) , die jetzt der orthodoxen Kirche untersteht, hinein. Dort findet gerade ein Gottesdienst statt und Frauen mit Kopftüchern verneigen devot ihr Haupt vor einem Priester.  “Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen” weiterlesen

Die heilige Geometrie

 

Das rätselhafte Castel del Monte

Mit dem Thema würde ich ja letztens sehr augenscheinlich in Apulien konfrontiert, als ich das Castel del Monte besuchte, dieses eindrucksvolle Monument der Stauferzeit, das keine Funktion zu haben scheint, außer der, die vollkommene Symetrie der Zahl Acht verwirklicht zu haben.

Die Zahl Acht ist im Castel der Monte durch seinen Grundriss mit seinen achteckigen oktogonalen Türmen wiederholt manifestiert. Der Goldene Schnitt, der ebenfalls auf Pythagoras zurückgeht,  wurde ebenfalls  in seiner Konstruktion verwirklicht. “Die heilige Geometrie” weiterlesen

Trani und Castel del Monte (5. Tag)

Trani

In Trani tauchte die Sonne die Fischerboote in ein helles Licht. Am Hafenbecken entlang, vorbei an Verkaufsständen mit Fisch und anderen Meeresfrüchten ging es zur Kathedrale San Nicola Pellegrino.

Unter den Normannen und Staufen wurde Trani zu einer wichtigen Seehandelsstadt. Hier sammelten sich die Kreuzritter, um die heilige Stadt Jerusalem zu befreien.

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Altamura und Matera (3. Tag)

Matera

Der Höhepunkt des Tages stellte für mich heute Matera, das nicht mehr zu Apulien, sondern zur Basilikata gehört, dar. Sie ist eine der ältesten Städte der Welt.

Auf den Fotografien der Reiseführer kommt das Panorama der Felsenwohnungen lange nicht so beeindruckend herüber, wie in der direkten Schau. Sicherlich waren die Wohnverhältnisse hier in der Vergangenheit desolat, besonders wenn man dabei an die hygienischen Umstände denkt, heute aber geben die Felsenwohnungen ein seltsam pittoreskes und gleichsam bezauberndes  Bild ab.

In Matera gibt es eine Reihe von Felsenkirchen. Ich besichtigte eine mit dem Namen Santa Lucia alle Mala, die ins 9. bis 10. Jahrhundert datiert und ca. 1960 noch als Wohnung benutzt wurde.

Ein kleines Museum ermöglichte mir, das Innenleben einer solchen Felsenwohnung kennenzulernen.

Zuvor war ich in Altamura gewesen.

Altamura

Die Kathedrale Santa Maria Assunta wurde im Auftrag von Friedrich II. errichtet.

Dieser bevölkerten die Stadt, nachdem sie von den Sarazenen vernichtet worden war, mit Griechen und Juden an, weswegen man in der Altstadt griechisch inspirierte Vorhöfe bewundern kann.

Altamura ist bekannt für sein Brot, was ich auch probieren durfte.

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Von Lecce nach Otranto (2. Tag)

Papierkunst in Lecce

Nach dem Frühstück ging es  nach Lecce: eine wunderschöne Barockstadt, die streng genommen keine  ist, sondern aufgrund der spanischen Einflüsse einen eigenen Stil herausgebildet hat,  den man Leccer Barock nennt und der an grotesken Zuckerguss erinnert.

In Lecce  gibt es eine Handwerkskunst, genannt cartapesta, die darin besteht,  kunstvolle Figuren aus Pappmachee herzustellen.

Ursprünglich war diese Fertigkeit entwickelt worden, um das Problem von  viel zu schweren Heiligenfiguren bei Prozessionen zu lösen. Pappmachee dagegen ist leicht und erschien so das ideale Material für Heiligenbilder zu sein. “Von Lecce nach Otranto (2. Tag)” weiterlesen

Das nationalsozialistische Weimar (4. Tag)

Am Montag haben die meisten Museen in Weimar geschlossen, so nutzte ich die verbliebene Zeit hauptsächlich dazu, das nationalsozialistische Weimar zu entdecken.

Da ich mich dabei vor allem dafür interessiere, wie zur Zeit des Nationalsozialismus Mythos kreiert  bzw. wie  bestehende  religiöse Rituale und Symbole umgedeutet werden, um sie für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen und ich in diesem Zusammenspiel durchaus eine Erklärung für den zeitweisen Erfolg dieser Ideologie sehe, machte ich mich auf dem Weg zur Nietzsche-Gedächtnishalle.

Die Nietzsche-Gedächtnishalle

(Humboldtstr. 38) Diese liegt genau neben dem Nietzsche-Archiv, dessen Namen irreführend ist, handelt es sich dabei schließlich nicht um ein Archiv, sondern um ein Museum, was – Überraschung – am Montag geschlossen war.  Immerhin lässt sich der Audioguide online auf der Webseite der Klassik-Stiftung nachhören.

Hier, in der “Villa Silberblick, starb Nietzsche und seine Schwester richtete hier ein Archiv ein, was der Edition des Nachlasses ihres Bruders dienen sollte.

Schon 1910 plante sie, die Einrichtung einer Gedächtnishalle. Diese Idee wurde von den Nationalsozialisten wieder aufgegriffen, was nicht verwunderlich ist, sah Hitler schließlich als eine Bezugsgröße des Dritten Reiches an. Im Jahre 1934 erhielt der Publizist und Architekt Paul Schultze-Naumburg den Auftrag zum Entwurf einer Gedächtnishalle. Eine Fertigstellung wurde jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert und so kamen auch die von Benito Mussolini gestifteten Dionysos- und Apollo-Statuen nicht mehr zur Aufstellung.

Ab 1946 wurde die Halle vom Radio DDR 2  und nachfolgenden MDR genutzt und steht seit der Jahrhundertwende leer.

Das hier ist die tempelähnliche Eingangshalle, die natürlich verschlossen war.

Die durch einen Gitterzaun versperrte Zufahrt zwischen Nietzsche-Archiv und Gedächtnishalle lässt die Größe der sich nach hinten erstreckenden Gebäude erkennen. “Das nationalsozialistische Weimar (4. Tag)” weiterlesen

Alles erledigt und offen für das Neue! 

EH, Mischmaterialien, 29 x 39.5 cm, Rauhnächt 2017/18

Die Weihnachtstage habe ich im Kreis meiner Familie verbracht. Endlich war Zeit, um die Serie meiner Blogbeiträge über meine Rumänien-Rundreise fertigzustellen. Die Zeit der Dunkelheit gab auch genug Gelegenheiten, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. Bücher konnten gesichtet werden und ich stellte fest, dass, selbst wenn für ein halbes Jahr der Kontakt zur Außenwelt abreißen würde, ich genug zu lesen und zu bedenken hätte.

Die Neujahrskartenlegung bestätigte mir das, was ich ohnehin schon wusste, führte es mir aber noch einmal eindringlich vor Augen. Diesmal nutzte ich das an das Crowley-Tarot  angelehnte “Black Flame Tarot“.

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