Zwei kleine Flusskreuzfahrten auf Main und Rhein

Nachdem meine eigentlichen ReiseplĂ€ne, bedingt durch Covid-19, dieses Jahr nur mit einer gewissen Unvernunft hĂ€tten verwirklicht werden konnten, entschied ich mich dafĂŒr, in Deutschland zu bleiben.

Kurzentschlossen buchte ich zwei Flusskreuzfahrten bei VIVA Cruises ĂŒber die Plattform ehoi (unbezahlte Werbung),

Die erste Flusskreuzfahrt folgt den Verlauf des Mains von Frankfurt nach WĂŒrzburg; die zweite, direkt am Anschluss an die erste, startet in DĂŒsseldorf und mĂ€anderte den Rhein entlang

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Ein Wochenende in Mailand

In dem Buch von Peter Dawkins „Wahrheiten aus dem Urgrund ewiger Freude“ (*) veranschlagt der Autor die europĂ€ische Herzlinie, lĂ€ngs des 9. LĂ€ngengrades, von Tunis als Wurzelchakra bis nach Jotunheimen als Krone. Man kann es glauben, muss es aber nicht. Mich zumindest inspirieren Peter Dawkins Gedanken immer wieder.

Mailand als Machtzentrum

Nach Peter Dawkins bildet Konstanz jedenfalls das Herz- und die Externsteine das Kehlchakra. Mailand ist dem Solarplexus zugeordnet, dem Machtzentrum, und genau dahin reiste ich am ersten Adventswochenende des letzten Jahres.

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Sakrale Topographie und ein Ausflug nach Abu Simbel

(31.12.2018) FĂŒr den Ausflug mussten wir um 4 Uhr in der Nacht aufstehen. Die Busse mit all den Touristen wurden auf einem Parkplatz bei Assuan gesammelt, bevor es dann durch die WĂŒste nach Abu Simbel ging.

Ein wenig ließ sich noch im Bus schlafen, sodass wir halbwegs ausgeruht um 8.00 Uhr dort ankamen.

Abu Simbel befindet sich am Westufer des Nassasees. Auch diese imposante Tempelanlage wurde in einer aufwendigen Rettungsaktion vor dem Bau des Assuan -Staudammes in den 60er Jahren versetzt, genauso wie dies ja auch schon in Philae und in Kalabscha der Fall gewesen war.

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Das Land des Todes

(02.10) „Das Land des Todes“ wurde das WĂŒstendreieck genannt, das bis in das Grenzgebiet zu Pakistan fĂŒhrt. Bikaner begrenzt es im Norden, Jaipur im Osten.

Ganz so öde und unwegsam wie der Name suggeriert, kam mir die Landschaft dann doch nicht vor. Dies soll u.a. daran liegen, dass die indische Regierung nach dem Monsumregen, laut Auskunft unseres Reiseleiters, immer wieder Akaziensamen auf die  WĂŒste Thar  streuen lĂ€sst, was diese, zumindest ein wenig, begrĂŒnt. „Das Land des Todes“ weiterlesen

Auf nach Mandawa!

(01.10) Durch die VorstĂ€dte Dehlis mit ihren HochhĂ€usern fuhren wir mit dem Reisebus durch das lĂ€ndliche Indien. Ich sitze vorne und habe deshalb beste Sicht auf das Verkehrsaufkommen und die mehr als riskanten Verkehrsmanöver unseres Fahrers. Nein, in Indien möchte ich  kein Auto fahren, schließlich scheint sich absolut niemand an irgendwelche Regeln zu halten, dafĂŒr wird dann aber im  Zweifelsfall ausgiebig gehupt.

Wir fahren in die Region Shekhavati. Diese bestand, seit dem Niedergang der Mogul-Kaiser  im 17. Jahrhundert, aus mehreren kleinen FĂŒrstentĂŒrmen. Mandawa  gilt mit seinen vielen bemalten Havelis als hĂŒbschester Ort der Region. „Auf nach Mandawa!“ weiterlesen

Erste EindrĂŒcke von Dehli

(30.09) Das FrĂŒhstĂŒck im Double Tree by Hilton ließ uns, nach einer kurzen Nacht,  erste Bekanntschaft mit indischen Essensgewohnheiten schließen. Neben klassisch englischen Omelett und einen eher mageren Angebot an kontinentalen Wurst- und KĂ€seaufschnitten bot es nĂ€mlich vegetarische warme Speisen, die mit dem indischen Grundnahrungsmittel,  den Naan-Brot, kombiniert werden.

Solchermaßen gestĂ€rkt fuhren wir durch das quirlige Dehli mit seinen erhöhten Verkehrsaufkommen.  Irgendwie mĂŒssen wir dabei auch am Roten Fort vorbeigekommen sein, doch erschließt sich mir das im Nachgang nicht mehr. Am letzten Tag unserer Rundreise besichtigten wir es, dazu aber spĂ€ter.

Die EindrĂŒcke waren verwirrend fĂŒr mich und – laut meines durchaus empfehlenswerten Rajasthan-ReisefĂŒhrers von Rainer Waterkamp, der auch Dehli und Agra inkludiert, lĂ€sst sich sehr viel mehr in der indischen Hauptstadt entdecken als wir, im Zuge unserer schnellen Marco-Polo-Sonderreise, gesehen haben. „Erste EindrĂŒcke von Dehli“ weiterlesen

Die Ordensburg Vogelsang

(27. und 28.07.2018)  Meine Wanderung  am 27.07 fĂŒhrte mich heute direkt vom Ferienpark GemĂŒnden zur Ordensburg Vogelsang.

Der Weg durch die Eifel, im stetigen Auf und Ab, war landschaftlich ansprechend und – was das beste ist – auf dem gesamten Weg traf ich keinen anderen Wanderer. Wer also die Einsamkeit liebt, der ist hier richtig. 

Um ca. 13.30 Uhr erreichte ich Vogelsang. „Die Ordensburg Vogelsang“ weiterlesen

Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!

Burschenschaftsdenkmal

Über die Wartburg und das intuitiv von mir als lohnenswerte erachtete Reuter-Wagner-Museum hatte ich ja schon hier geschrieben.

Am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Eisenach (24.07.2018)  ließ ich mich einfach treiben und schaute, wohin mein Weg mich fĂŒhren wĂŒrde. Als festen Programmpunkt hatte ich nur die StadtfĂŒhrung eingeplant, bei allem Weiterem folgte ich meiner inneren Stimme.

Die StadtfĂŒhrung in Eisenach

Der Mythos einer jeweiligen Kultur stellt (…) den PrĂ€gestock dar, der fĂŒr das Heimatempfinden maßgebend ist. Diesem PrĂ€gestock entspringen erst jene Elemente, die wir gemeinhin als heimatstiftend bezeichnen: der rĂ€umliche, der zeitliche, der soziale und der kulturelle Aspekt. In den alten Dorf- und Stadtkernen schlummert noch der Geist des Mythischen. Zumindest erkennt man, dass ohne ihn nicht wĂ€re, was heute bewundert wird. Dieses Mythisches ist aber nicht anderes, als die zum Bild gewordene RĂŒckbindung.  (Mohr, Volker: Der Verlust des Ortes. Schnellroda 2011, S.57)

So suchte ich also das Alte und Gewachsene, was mich mit dem Ort verbinden wĂŒrde, nicht das Neue. StadtfĂŒhrer wissen darum, dass der Tourist gemeinhin nicht die austauschbaren Glas- und KonsumpalĂ€ste favorisiert, genauso wenig wie die modernen Wohnbaracken,  und tragen dem Rechnung.  In Eisenach fĂ€llt das nicht schwer, schließlich hat man, nach dem Zusammenbruch der DDR,  die Kernstadt wieder neu renoviert. „Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!“ weiterlesen

Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen

(Samstag, 7. Juli) Mit dem Bus fahren wir zur Marinestadt Pillau/Baltijsk. Es riecht nach verbrannten Laub und ĂŒberall kehren Kadetten das Laub weg. Noch bis vor Kurzem war diese Stadt fĂŒr auslĂ€ndische GĂ€ste gesperrt und nur mit Sondergenehmigung besuchbar.

Pillau

Pillau liegt direkt am Frischen Haff und liegt an dessen einziger Öffnung zur Ostsee gegenĂŒber Fischhausen/Samland, weshalb der Ort schon immer eine strategische Bedeutung innehatte. 

Es gibt eine alte fĂŒnfstrahlige  Festung aus dem DreißigjĂ€hrigen Krieg, die aber, laut Reiseleiterin, nur nach Voranmeldung besucht werden könnte. Mein ReisefĂŒhrer sagt indes etwas anderes: Zeit, um es zu ĂŒberprĂŒfen, wer Recht hat, habe ich jedoch nicht, da ich mich den Vorgaben der Reisegesellschaft anpassen muss.  

Ein russischer Reisebus hat ebenfalls In Pillau angehalten und hört sich ErklÀrungen zur Festung an. 

Wir schauen in die ehemalige Reformierte Kirche (Baujahr 1866) , die jetzt der orthodoxen Kirche untersteht, hinein. Dort findet gerade ein Gottesdienst statt und Frauen mit KopftĂŒchern verneigen devot ihr Haupt vor einem Priester.  „Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen“ weiterlesen