Das Land des Todes

(02.10) “Das Land des Todes” wurde das Wüstendreieck genannt, das bis in das Grenzgebiet zu Pakistan führt. Bikaner begrenzt es im Norden, Jaipur im Osten.

Ganz so öde und unwegsam wie der Name suggeriert, kam mir die Landschaft dann doch nicht vor. Dies soll u.a. daran liegen, dass die indische Regierung nach dem Monsumregen, laut Auskunft unseres Reiseleiters, immer wieder Akaziensamen auf die  Wüste Thar  streuen lässt, was diese, zumindest ein wenig, begrünt. “Das Land des Todes” weiterlesen

Auf nach Mandawa!

(01.10) Durch die Vorstädte Dehlis mit ihren Hochhäusern fuhren wir mit dem Reisebus durch das ländliche Indien. Ich sitze vorne und habe deshalb beste Sicht auf das Verkehrsaufkommen und die mehr als riskanten Verkehrsmanöver unseres Fahrers. Nein, in Indien möchte ich  kein Auto fahren, schließlich scheint sich absolut niemand an irgendwelche Regeln zu halten, dafür wird dann aber im  Zweifelsfall ausgiebig gehupt.

Wir fahren in die Region Shekhavati. Diese bestand, seit dem Niedergang der Mogul-Kaiser  im 17. Jahrhundert, aus mehreren kleinen Fürstentürmen. Mandawa  gilt mit seinen vielen bemalten Havelis als hübschester Ort der Region. “Auf nach Mandawa!” weiterlesen

Erste Eindrücke von Dehli

(30.09) Das Frühstück im Double Tree by Hilton ließ uns, nach einer kurzen Nacht,  erste Bekanntschaft mit indischen Essensgewohnheiten schließen. Neben klassisch englischen Omelett und einen eher mageren Angebot an kontinentalen Wurst- und Käseaufschnitten bot es nämlich vegetarische warme Speisen, die mit dem indischen Grundnahrungsmittel,  den Naan-Brot, kombiniert werden.

Solchermaßen gestärkt fuhren wir durch das quirlige Dehli mit seinen erhöhten Verkehrsaufkommen.  Irgendwie müssen wir dabei auch am Roten Fort vorbeigekommen sein, doch erschließt sich mir das im Nachgang nicht mehr. Am letzten Tag unserer Rundreise besichtigten wir es, dazu aber später.

Die Eindrücke waren verwirrend für mich und – laut meines durchaus empfehlenswerten Rajasthan-Reiseführers von Rainer Waterkamp, der auch Dehli und Agra inkludiert, lässt sich sehr viel mehr in der indischen Hauptstadt entdecken als wir, im Zuge unserer schnellen Marco-Polo-Sonderreise, gesehen haben. “Erste Eindrücke von Dehli” weiterlesen

Die Ordensburg Vogelsang

(27. und 28.07.2018)  Meine Wanderung  am 27.07 führte mich heute direkt vom Ferienpark Gemünden zur Ordensburg Vogelsang.

Der Weg durch die Eifel, im stetigen Auf und Ab, war landschaftlich ansprechend und – was das beste ist – auf dem gesamten Weg traf ich keinen anderen Wanderer. Wer also die Einsamkeit liebt, der ist hier richtig. 

Um ca. 13.30 Uhr erreichte ich Vogelsang. “Die Ordensburg Vogelsang” weiterlesen

Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!

Burschenschaftsdenkmal

Über die Wartburg und das intuitiv von mir als lohnenswerte erachtete Reuter-Wagner-Museum hatte ich ja schon hier geschrieben.

Am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Eisenach (24.07.2018)  ließ ich mich einfach treiben und schaute, wohin mein Weg mich führen würde. Als festen Programmpunkt hatte ich nur die Stadtführung eingeplant, bei allem Weiterem folgte ich meiner inneren Stimme.

Die Stadtführung in Eisenach

Der Mythos einer jeweiligen Kultur stellt (…) den Prägestock dar, der für das Heimatempfinden maßgebend ist. Diesem Prägestock entspringen erst jene Elemente, die wir gemeinhin als heimatstiftend bezeichnen: der räumliche, der zeitliche, der soziale und der kulturelle Aspekt. In den alten Dorf- und Stadtkernen schlummert noch der Geist des Mythischen. Zumindest erkennt man, dass ohne ihn nicht wäre, was heute bewundert wird. Dieses Mythisches ist aber nicht anderes, als die zum Bild gewordene Rückbindung.  (Mohr, Volker: Der Verlust des Ortes. Schnellroda 2011, S.57)

So suchte ich also das Alte und Gewachsene, was mich mit dem Ort verbinden würde, nicht das Neue. Stadtführer wissen darum, dass der Tourist gemeinhin nicht die austauschbaren Glas- und Konsumpaläste favorisiert, genauso wenig wie die modernen Wohnbaracken,  und tragen dem Rechnung.  In Eisenach fällt das nicht schwer, schließlich hat man, nach dem Zusammenbruch der DDR,  die Kernstadt wieder neu renoviert. “Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!” weiterlesen

Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen

(Samstag, 7. Juli) Mit dem Bus fahren wir zur Marinestadt Pillau/Baltijsk. Es riecht nach verbrannten Laub und überall kehren Kadetten das Laub weg. Noch bis vor Kurzem war diese Stadt für ausländische Gäste gesperrt und nur mit Sondergenehmigung besuchbar.

Pillau

Pillau liegt direkt am Frischen Haff und liegt an dessen einziger Öffnung zur Ostsee gegenüber Fischhausen/Samland, weshalb der Ort schon immer eine strategische Bedeutung innehatte. 

Es gibt eine alte fünfstrahlige  Festung aus dem Dreißigjährigen Krieg, die aber, laut Reiseleiterin, nur nach Voranmeldung besucht werden könnte. Mein Reiseführer sagt indes etwas anderes: Zeit, um es zu überprüfen, wer Recht hat, habe ich jedoch nicht, da ich mich den Vorgaben der Reisegesellschaft anpassen muss.  

Ein russischer Reisebus hat ebenfalls In Pillau angehalten und hört sich Erklärungen zur Festung an. 

Wir schauen in die ehemalige Reformierte Kirche (Baujahr 1866) , die jetzt der orthodoxen Kirche untersteht, hinein. Dort findet gerade ein Gottesdienst statt und Frauen mit Kopftüchern verneigen devot ihr Haupt vor einem Priester.  “Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen” weiterlesen

Die heilige Geometrie

 

Das rätselhafte Castel del Monte

Mit dem Thema würde ich ja letztens sehr augenscheinlich in Apulien konfrontiert, als ich das Castel del Monte besuchte, dieses eindrucksvolle Monument der Stauferzeit, das keine Funktion zu haben scheint, außer der, die vollkommene Symetrie der Zahl Acht verwirklicht zu haben.

Die Zahl Acht ist im Castel der Monte durch seinen Grundriss mit seinen achteckigen oktogonalen Türmen wiederholt manifestiert. Der Goldene Schnitt, der ebenfalls auf Pythagoras zurückgeht,  wurde ebenfalls  in seiner Konstruktion verwirklicht. “Die heilige Geometrie” weiterlesen

Trani und Castel del Monte (5. Tag)

Trani

In Trani tauchte die Sonne die Fischerboote in ein helles Licht. Am Hafenbecken entlang, vorbei an Verkaufsständen mit Fisch und anderen Meeresfrüchten ging es zur Kathedrale San Nicola Pellegrino.

Unter den Normannen und Staufen wurde Trani zu einer wichtigen Seehandelsstadt. Hier sammelten sich die Kreuzritter, um die heilige Stadt Jerusalem zu befreien.

“Trani und Castel del Monte (5. Tag)” weiterlesen

Altamura und Matera (3. Tag)

Matera

Der Höhepunkt des Tages stellte für mich heute Matera, das nicht mehr zu Apulien, sondern zur Basilikata gehört, dar. Sie ist eine der ältesten Städte der Welt.

Auf den Fotografien der Reiseführer kommt das Panorama der Felsenwohnungen lange nicht so beeindruckend herüber, wie in der direkten Schau. Sicherlich waren die Wohnverhältnisse hier in der Vergangenheit desolat, besonders wenn man dabei an die hygienischen Umstände denkt, heute aber geben die Felsenwohnungen ein seltsam pittoreskes und gleichsam bezauberndes  Bild ab.

In Matera gibt es eine Reihe von Felsenkirchen. Ich besichtigte eine mit dem Namen Santa Lucia alle Mala, die ins 9. bis 10. Jahrhundert datiert und ca. 1960 noch als Wohnung benutzt wurde.

Ein kleines Museum ermöglichte mir, das Innenleben einer solchen Felsenwohnung kennenzulernen.

Zuvor war ich in Altamura gewesen.

Altamura

Die Kathedrale Santa Maria Assunta wurde im Auftrag von Friedrich II. errichtet.

Dieser bevölkerten die Stadt, nachdem sie von den Sarazenen vernichtet worden war, mit Griechen und Juden an, weswegen man in der Altstadt griechisch inspirierte Vorhöfe bewundern kann.

Altamura ist bekannt für sein Brot, was ich auch probieren durfte.

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