Das kĂŒnstlerische Stelldichein

Allen meinen interessierten und freundlichen Lesern wĂŒnsche ich, wenn auch etwas spĂ€t, einen guten und bekömmlichen Start in das neue Jahrzehnt. Die Zeit der RauhnĂ€chte und der Rekapitulation liegt jetzt auch schon wieder hinter uns, sodass wir uns sicherlich bereit fĂŒr neue Erfahrungen und Erlebnisse, unabhĂ€ngig davon, ob diese nun eher esoterischer oder exoterischer Natur sein werden, fĂŒhlen.

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Thailand-Rundreise: Tempelland und Tropenstrand (Teil 1)

Im FrĂŒhling hatte ich eine Rundreise durch den Norden von Thailand unternommen (14.04 – 23.04), die ich bei Marco Polo gebucht hatte: „Tempelland und Tropenstrand“ hieß sie.

Der Flug nach Bangkok mit Lufthansa gestaltete sich aufgrund von Turbulenzen strapaziös und verlÀngerte sich auch ein klein wenig, weil der Pilot die Flugroute Àndern musste.

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Innere und Ă€ußere Reisen

oder: Warum das Reisen zu meinem kĂŒnstlerischen SelbstverstĂ€ndnis gehört!

Und die Sonne machte den weiten Ritt

Und die Sonne machte den weiten Ritt
um die Welt
Und die Sternlein sprachen: "Wir reisen mit
um die Welt!"
Und die Sonne, sie schalt sie: "Ihr bleibt zu Haus!
Denn ich brenn' euch die goldnen Äuglein aus
bei dem feurigen Ritt um die Welt."
Und die Sternlein gingen zum lieben Mond
in der Nacht,
und sprachen: "Du, der auf Wolken thront
in der Nacht,
laß uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein,
er verbrennet uns nimmer die Äugelein!"
Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.
Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond,
In der Nacht!
Ihr verstehet, was still in den Herzen wohnt
In der Nacht.
Kommt und zĂŒndet die himmlischen Lichter an,
Daß ich lustig mitschwĂ€rmen und spielen kann
In den freundlichen Spielen der Nacht.
(Ernst Moritz Arndt)

Reisen ist nichts anderes als „mythologisch Wandern“ im großen. Ausgangspunkt ist, zumindest bei mir, immer die Neugier auf das Fremde und Andere. Der eigene Referenzraum soll erweitert werden, ein Spielraum geöffnet, um neue Erfahrungen und auch Menschen, in unser Leben treten zu lassen.

Innere Reisen

Es gibt innere und Ă€ußere Reisen. FĂŒr die inneren Reisen muss der Ort nicht unbedingt körperlich verlassen werden. Ausgangsbuch kann ein Buch, was man liest, eine neue Erfahrung, die eingegangen wird oder ein Tanz, der mit der eigenen Seele korrespondiert, sein. Auch das Lesen meiner Blogartikel kann dir innere Reisen ermöglichen, ganz besonders dann, wenn sie dich animieren, selbst aktiv-kreativ zu werden.

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Daemonic Transmission

(30.12) Über Nacht haben wir in Assuan angelegt und haben dabei das legendĂ€re Old Cataract Hotel, in dem einst Agathe Christie residiert hat, passiert. Agathe Christie schrieb „Tod auf dem Nil“. In Vorbereitung auf die Reise habe ich selbstverstĂ€ndlich das Buch ein weiteres Mal gelesen und ich nehme an, dass die meisten anderen GĂ€ste der Nilkreuzfahrt dies auch getan haben, ich damit also nicht besonders originell bin. 🙂

Der Philae-Tempel

Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus entstand der ganz aus Sandstein erbaute Haupttempel, der dem nubischen Gott Mandulis (der sich in seiner Falkengestalt mit Horus vergleichen lĂ€sst) und der Göttin Isis von Philae gewidmet ist. Isis soll hier das Herz vom zerstĂŒckelten Osiris gefunden haben. Allerdings, dies muss man wissen, ist der jetzige Standort des Tempels nicht identisch mit dem einstigen. Der Philae-Tempel wurde nĂ€mlich von seinem einstigen Standort auf der Insel Philae, die im Zuge des Baues des Assuan Staudammes ĂŒberschwemmt wurde, in den Jahren von 1977 bis 1980 auf das höhere GelĂ€nde der 600 Meter entfernten Insel Agilkia versetzt.

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Edfu-Tempel und Kom Ombo

HorusgrĂŒĂŸe im Edfu-Tempel

(29.12) Das „Anubis Oracle“ beinhaltet eine Karte, die „Sobek and Horus“ betitelt ist. Sobek ist der Krokodilsgott, der mir in Kom Omba u.a. in Gestalt von Krokodilsmumien begegnen wird. Horus ist der Sohn von Isis und Osiris und in einer Ă€lteren Variante der Gott UnterĂ€gyptens.

Nicki Scully and Linda Star Wolf: The Anubis Oracle, Vermont 2008

Doch bevor ich euch ĂŒber Ă€gyptische Mythologie erzĂ€hle, fahren wir erst einmal mit einer Kutsche, vor der ein recht bemitleidenswerten Pferdchen gespannt ist, vom Schiffsanleger der Nilschiffe, zur Tempelanlage von Edfu.

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„Lucifer Rising“ von Kenneth Anger als Einstieg fĂŒr eine „magische“ Nilkreuzfahrt!

Kennt ihr den Kurzfilm von Kenneth Anger „Lucifer Rising“? Bei Minute 27.09 (also fast zum Ende des Films hin) sind die Memnon Kolosse zu sehen, davor u.a. auch die Externsteine, ĂŒber die u.a. ja hier auch schon geschrieben habe.

Die Memnon Kolosse habe ich im Zuge meiner Nilkreuzfahrt am ersten Tag nach meiner Ankunft besucht. Sie bewachen das Tal der Könige, zu dem ich noch bloggen werde.

Der Film ist ein wunderbarer Beginn fĂŒr eine „magische“ Ägyptenreise, nur sollte man beim Schauen erst einmal davon Abstand nehmen, all die Schnitte und Assoziationsketten verstehen zu wollen, die Kenneth Anger hier eingefĂŒgt hat. Ganz entspannt, kann man den Film einfach auf sich wirken lassen und die hypnotische Wirkung, die sich dabei entfaltet, genießen.

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Hagal – Hagel – Rad des Schicksals

My engagement with the Runes is usually done with an artistic implementation. I open up the energy of the runes and play with it. It is a kind of dialogue. I never know what comes out in the end. Also I forgot the owner of the used quote, maybe it is my favorite Rune-researcher: Adolf Kummer. Werden Walten Sein Vergehe/N Zu Neuem Sein

Gerade fertiggestellt: Rad des Schicksals – Hagal. Mischtechniken, 40 x 29,5 cm. Das Bild hat mich ĂŒber Wochen beschĂ€ftigt, meist nebenbei, wĂ€hrend ich auf einem Download gewartet, mir MusikstĂŒcke angehört oder einen Vortrag gehört habe. Alles begann mit einer kleinen Bleistiftskizze. Danach experimentierte ich mit Aquarellfarben, um dann mit Filzstiften, Kugelschreiber und auch Acrylfarbe alles zu vervollstĂ€ndigen. Selbst Tipp-Ex kam zum Einsatz. „Hagal – Hagel – Rad des Schicksals“ weiterlesen

Matronen in der Eifel und die Wiederkehr der Göttin!

Matronen in der Eifel

In der Eifel gibt es die Matronen. Es handelt sich meist um eine Dreiergruppe von Frauen , die auf einem Votivstein platziert ist. An Schriftquellen sind nur die Inschriften auf den Steinen erhalten, weitere Informationen zu der Matronen-Verehrung, die sich in der römischen Provinz Nieder-Germanien auf das Rheinland fokussiert hat, sind uns leider nicht erhalten.

Aufgrund der römischen, keltischen und germanischen Namen der Stifter handelte es sich bei der Matronenanbetung um eine gallo-römisch-germanischen Kult, der den Göttinnen opferte, um sich fĂŒr die Überwindung einer schweren Krankheit oder einer Gefahr zu bedanken oder auch um Schutz fĂŒr die Familie, Fruchtbarkeit oder beruflichen Erfolg zu erwirken.

Dass die Matronen eng mit der Vorstellung von Fruchtbarkeit verknĂŒpft sind, zeigt sich auch dadurch, dass sie sitzend dargestellt werden und auf ihren Schoß Schalen mit FrĂŒchten platziert sind. Sie verweisen so auf den jahreszeitlichen Rhythmus und das Werden und Vergehen im Laufe des Jahres, genauso wie auch im menschlichen Leben.

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Waldbaden, KrÀuterwandern und Transformationserfahrungen bietet der Feensteig!

[Werbung, da Pressereise]  Die Welterbereregion WartburgHainich hatte mich (und auch noch andere Blogger und Pressevertreter) vom 21. bis zum 22. Juli  zu einer kleinen Reise eingeladen, siehe hier.

Dies ist der zweite Teil meiner Vorstellung der Region. Der erste Teil lÀsst sich hier nachlesen.

Waldbaden  

Nun ja …Ich muss es nicht ShinrinYoku  nennen, nur weil vor ungefĂ€hr zwei Jahren erste Zeitschriften in Deutschland angefangen haben Â ĂŒber den japanischen Trend des Waldbadens zu berichten, mit der Absicht diesen auch in Deutschland Fuß fassen zu lassen.

In Deutschlang gibt es ja eine lange Wandertradition, die von den Romantikern begrĂŒndet wurde. Diese sahen in der Landschaft eine Wiederspiegelung ihrer seelischen ZustĂ€nde und suchten in der Schönheit der Natur eine Vereinigung mit dem Göttlichen. So verließ man die engen StĂ€dte und begab sich auf Wanderreise, was auch entfernt an die Bildungsreise des Adels erinnern mag.

SpĂ€testens in der Wandervogel-Bewegung wurden Bewegungen in der freien Natur, bestenfalls auch noch nackt, als energetisierend angesehen und entsprachen der damaligen Vorliebe, die industrialisierten StĂ€dte zu verlassen und sein Heil in einer natĂŒrlicheren Umgebung zu suchen und zu finden. 

„Waldbaden“ ist also tief beheimatet in der deutschen Seelenlandschaft, nur haben viele den Zugang zur eigenen Tradition eben verloren und  können sich  das, was eigentlich schon da ist, eher durch den Umweg ĂŒber exotische Moden, wie beispielsweise das japanische ShinrinYoku, erschließen. „Waldbaden, KrĂ€uterwandern und Transformationserfahrungen bietet der Feensteig!“ weiterlesen