Faszinierendes Rajasthan

Jetzt liegt meine von Marco Polo Reisen organisierte Sonderreise Indien “Faszinierendes Rajasthan”  hinter mir und ich bin wieder zurück im (glücklicherweise) sonnigen Deutschland. Nachdem der fehlende Schlaf vom Rückflug in der Nacht nachgeholt wurde,  muss ich nun erst einmal die vielen, vielen Eindrücke, die während auf der Reise auf mich einprasselten, sortieren und rekapitulieren.

Ich schaue mir die fast 1000 Fotografien an, die ich während der Rundreise geknipst habe, und kann kaum noch den einen märchenhaften Maharadscha-Palast von den anderen unterscheiden.

Die Anreise

Am 29. September  ging es los. Ich flog von Hannover nach Frankfurt, wo ich umstieg. Die Transferzeit von einer Stunde und zwanzig Minuten war viel zu knapp bemessen, zumal der Zubringerbus, der mich vom City-Hopper-Flugzeug zum Terminal brachte,  gefühlt endlos lange über das Flughafengelände mäanderte, sodass ich dann nur noch eine Stunde Zeit hatte, um den Flieger nach Delhi zu erreichen.  Stress breitete sich aus und vom gemütlichen Schlendern durch den Frankfurter Flughafen war ich weit entfernt.   Die Sicherheitskontrollen taten ihr übriges, um meinen Adrenalinspiegel ansteigen zu lassen. Vollkommen durchgeschwitzt wurde ich dann, zehn Minuten vor Abflug, von  einer Stewardess mit den Worten: “Wollen Sie auch noch mitfliegen?”, begrüßt. “Faszinierendes Rajasthan” weiterlesen

Matronen in der Eifel und die Wiederkehr der Göttin!

Matronen in der Eifel

In der Eifel gibt es die Matronen. Es handelt sich meist um eine Dreiergruppe von Frauen , die auf einem Votivstein platziert ist. An Schriftquellen sind nur die Inschriften auf den Steinen erhalten, weitere Informationen zu der Matronen-Verehrung, die sich in der römischen Provinz Nieder-Germanien auf das Rheinland fokussiert hat, sind uns leider nicht erhalten.

Aufgrund der römischen, keltischen und germanischen Namen der Stifter handelte es sich bei der Matronenanbetung um eine gallo-römisch-germanischen Kult, der den Göttinnen opferte, um sich für die Überwindung einer schweren Krankheit oder einer Gefahr zu bedanken oder auch um Schutz für die Familie, Fruchtbarkeit oder beruflichen Erfolg zu erwirken.

Dass die Matronen eng mit der Vorstellung von Fruchtbarkeit verknüpft sind, zeigt sich auch dadurch, dass sie sitzend dargestellt werden und auf ihren Schoß Schalen mit Früchten platziert sind. Sie verweisen so auf den jahreszeitlichen Rhythmus und das Werden und Vergehen im Laufe des Jahres, genauso wie auch im menschlichen Leben.

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Naturschönheiten und historische Entdeckungen in Gerolstein

Was sich in Gerolstein alles erleben lässt!

Erst einmal Wasser trinken!

In Gerolstein gibt es viele Quellen. Direkt am Wasserspielplatz beim Rathaus  befindet sich  eine Abfüllstelle, wo sich das Wasser der Helenenquelle  in mitgebrachte Trinkgefäße oder Flaschen füllen lässt.  Das ist überaus lecker und schmeckte mir besser als das Wasser des Gerolsteiner  Mineralwasseranbieters, der netterweise öffentliche Führungen,  jeweils um 15 Uhr auf seinen Betriebsgelände,  anbietet.

Im  Sidinger Drees, direkt am Ufer des Flüsschen Kyll, und im Gerolsteiner Zentrum sprudelt keine Quelle mehr.  Seit der Zeit der Kelten war dies aber ein Heil-, Bade- und Trinkheiligtum, worüber eine Informationstafel berichtet. Im Brunnen fand man römische Münzen, die überwiegend aus der Zeit des Kaisers Maximinius (3. Jahrhundert nach Christus) stammten.  Ein solches Opfer sollte wohl Glück bringen. “Naturschönheiten und historische Entdeckungen in Gerolstein” weiterlesen

Unfreundliche Eifel!

Selfie am Ankunftstag: noch zufrieden!

Das Hotel in Gerolstein ist  mir einen ganzen Blogbeitrag wert! So merkwürdig fand ich es dort.

Seehotel am Stausee

(29.07) In Gerolstein esse ich erst einmal beim freundlichen Chinesen zu Mittag, um mich dann zum Hotel zu begeben. Dieses liegt mal wieder auf dem Berg, der jedoch nicht so schrecklich steil daherkommt, wie der in Gemünden. Oben angekommen wird mir von einer Mitarbeiterin oder gar der Eigentümerin (ist ja familiengeführt) unwirsch gesagt, dass das Zimmer erst um 15 Uhr zur Verfügung steht und ich warten soll. Ich drücke mein Unverständis über die späte Ankunftszeit und die Unflexibilität aus und werde, nachdem ich darauf hinwies, dass  ich, wenn ich schon warten müsse, ja jetzt wenigstens ein Freigetränk hätte erwarten könnte, auf die im Internet ausgeschriebene (und in Stein gemeißelte) Ankunftszeit verwiesen. Sind die Menschen in der Eifel nicht auf Hotelgäste angewiesen?, fragte ich mich. “Unfreundliche Eifel!” weiterlesen

Die Ordensburg Vogelsang

(27. und 28.07.2018)  Meine Wanderung  am 27.07 führte mich heute direkt vom Ferienpark Gemünden zur Ordensburg Vogelsang.

Der Weg durch die Eifel, im stetigen Auf und Ab, war landschaftlich ansprechend und – was das beste ist – auf dem gesamten Weg traf ich keinen anderen Wanderer. Wer also die Einsamkeit liebt, der ist hier richtig. 

Um ca. 13.30 Uhr erreichte ich Vogelsang. “Die Ordensburg Vogelsang” weiterlesen

Einmal quer durch Deutschland: Von Thüringen in die Eifel

Rhein

Abenteuer mit der Deutschen Bahn erleben!

(26.07.2018) Der Tag gestaltete sich anstrengend. Mit der Bahn wollte ich von Eisenach nach Gemünden. Die Bahnauskunft zeigte mir ein dreimaliges Umsteigen an und ich ahnte schon Schlimmes, weiß ich als routinierte Nutzerin öffentlicher Verkehrsmittel doch, dass jeder Wechsel der Verkehrsmittel mit  unvorhersehbaren Risiken verbunden ist. Diese sind mit den Stichworten  “Verspätungen” und “Suche nach der richtigen Abfahrtsstelle” treffend umschrieben.

Meine schlechten Vorahnungen wurden übertroffen. Schon der erste Zug kam mit Verspätung in Wiesbaden an, sodass der Folgezug nach Köln für mich nicht mehr erreichbar war.  Sämtliche anderen regulär fahrenden schnellen  Züge fielen,  wie mich  die Anzeigetafel erbarmungslos informierte,  “wegen einer Baustelle”  aus, sodass ich mit dem Bummelzug nach Köln fahren musste.

Immerhin war die Landschaft pittoresk. Das Bähnchen zuckelte  am Rheinufer entlang und ich war von der Schönheit der Landschaft entzückt.

Rhein

Ich hatte ja einmal im Westerwald, in Hachenburg und in Montabaur gewohnt, war in dieser Zeit aber merkwürdigerweise nie bis nach Bingen und Rüdesheim a. Rhein gekommen, obwohl dies ja nicht allzu weit vom Westerwald entfernt gelegen ist. “Einmal quer durch Deutschland: Von Thüringen in die Eifel” weiterlesen

Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!

Burschenschaftsdenkmal

Über die Wartburg und das intuitiv von mir als lohnenswerte erachtete Reuter-Wagner-Museum hatte ich ja schon hier geschrieben.

Am zweiten Tag meines Aufenthaltes in Eisenach (24.07.2018)  ließ ich mich einfach treiben und schaute, wohin mein Weg mich führen würde. Als festen Programmpunkt hatte ich nur die Stadtführung eingeplant, bei allem Weiterem folgte ich meiner inneren Stimme.

Die Stadtführung in Eisenach

Der Mythos einer jeweiligen Kultur stellt (…) den Prägestock dar, der für das Heimatempfinden maßgebend ist. Diesem Prägestock entspringen erst jene Elemente, die wir gemeinhin als heimatstiftend bezeichnen: der räumliche, der zeitliche, der soziale und der kulturelle Aspekt. In den alten Dorf- und Stadtkernen schlummert noch der Geist des Mythischen. Zumindest erkennt man, dass ohne ihn nicht wäre, was heute bewundert wird. Dieses Mythisches ist aber nicht anderes, als die zum Bild gewordene Rückbindung.  (Mohr, Volker: Der Verlust des Ortes. Schnellroda 2011, S.57)

So suchte ich also das Alte und Gewachsene, was mich mit dem Ort verbinden würde, nicht das Neue. Stadtführer wissen darum, dass der Tourist gemeinhin nicht die austauschbaren Glas- und Konsumpaläste favorisiert, genauso wenig wie die modernen Wohnbaracken,  und tragen dem Rechnung.  In Eisenach fällt das nicht schwer, schließlich hat man, nach dem Zusammenbruch der DDR,  die Kernstadt wieder neu renoviert. “Eisenach: Meine persönlichen Höhepunkte!” weiterlesen

Waldbaden, Kräuterwandern und Transformationserfahrungen bietet der Feensteig!

[Werbung, da Pressereise]  Die Welterbereregion WartburgHainich hatte mich (und auch noch andere Blogger und Pressevertreter) vom 21. bis zum 22. Juli  zu einer kleinen Reise eingeladen, siehe hier.

Dies ist der zweite Teil meiner Vorstellung der Region. Der erste Teil lässt sich hier nachlesen.

Waldbaden  

Nun ja …Ich muss es nicht ShinrinYoku  nennen, nur weil vor ungefähr zwei Jahren erste Zeitschriften in Deutschland angefangen haben  über den japanischen Trend des Waldbadens zu berichten, mit der Absicht diesen auch in Deutschland Fuß fassen zu lassen.

In Deutschlang gibt es ja eine lange Wandertradition, die von den Romantikern begründet wurde. Diese sahen in der Landschaft eine Wiederspiegelung ihrer seelischen Zustände und suchten in der Schönheit der Natur eine Vereinigung mit dem Göttlichen. So verließ man die engen Städte und begab sich auf Wanderreise, was auch entfernt an die Bildungsreise des Adels erinnern mag.

Spätestens in der Wandervogel-Bewegung wurden Bewegungen in der freien Natur, bestenfalls auch noch nackt, als energetisierend angesehen und entsprachen der damaligen Vorliebe, die industrialisierten Städte zu verlassen und sein Heil in einer natürlicheren Umgebung zu suchen und zu finden. 

“Waldbaden” ist also tief beheimatet in der deutschen Seelenlandschaft, nur haben viele den Zugang zur eigenen Tradition eben verloren und  können sich  das, was eigentlich schon da ist, eher durch den Umweg über exotische Moden, wie beispielsweise das japanische ShinrinYoku, erschließen. “Waldbaden, Kräuterwandern und Transformationserfahrungen bietet der Feensteig!” weiterlesen

Die Wolfsschanze

(Donnerstag, 12. Juli) Das Hotel  in Kaunas ist leider so mit Reisegruppen überfüllt, dass das Frühstück zur Nahkampfzone verkommt. Ich koche mir dann lieber im Hotelzimmer noch einen ruhigen Tee (Wasserkocher vorhanden!), bevor wir uns dann per Bus in Richtung Polen aufmachen.  Auch der  Weg dorthin ist eine einzige Baustelle, ähnlich wie es auch die Strecke von Danzig zur russischen Grenze ist.  

Eine zufällige Begegnung im Fahrstuhl sagt zu mir, dass man bei solchen Reisen ständig auf der Flucht ist. Da muss ich zustimmen. Solche Rundreisen liefern viele erste Eindrücke, für ein tieferes Durchdringen und Einlassen auf die verschiedenen Orte und Menschen ist aber keine Muße vorhanden.  “Die Wolfsschanze” weiterlesen

Memel und Kaunas

Kaunas, Skulpturen

Ein Wort zuvor:

Da ich als Bloggerin immer auch möchte, dass die eigenen Texte gelesen (und kommentiert) werden, beschäftige ich mich, wie wohl auch die meisten meiner Kolleginnen, auch mit dem drögen Thema Suchmaschinenoptimierungen. Das Netz wimmelt von selbsternannten Experten, die einen mit dem nötigen Wissen versorgen.  Mich langweiligen diese Texte. . Immerhin habe ich mir ein entsprechendes Hilfsprogramm (neudeutsch Plugin) installiert. Das erfreut mich jetzt regelmäßig mit solchen Nachrichten: „Der Text erzielt 50.9 in dem Flesch Reading Ease-Test, was als ziemlich schwer zum Lesen betrachtet wird. Versuche, kürzere Sätze zu formulieren, um die Lesbarkeit zu erhöhen.“

Ich möchte mich von solchen Aussagen nicht beirren lassen und standhaft meinen Sprachstil beibehalten, auch wenn der ein oder andere Leser  so von meinen Texten  abgeschreckt sein mag.  Sprache hat auch immer etwas mit Denken zu tun und „leichte Sprache“, die ja auch allüberall politisch gefordert und auch  umgesetzt wird, ermöglicht nur ein oberflächige Erfassen von Inhalten. Dies suggeriert zwar ein Verstehen, in Wirklichkeit aber wird nur eine Konsumhaltung, die immer neuen Nachschub benötigt, weil die Menschen nicht mehr in die Tiefe vordringen können, unterstützt. Ich lehne das ab, auch wenn ich so die ständig wachsende Zahl der Bildungsfernen nicht an meinen Gedanken teilhaben lassen kann 🙂 . “Memel und Kaunas” weiterlesen