Zwei kleine Flusskreuzfahrten auf Main und Rhein

Nachdem meine eigentlichen ReiseplĂ€ne, bedingt durch Covid-19, dieses Jahr nur mit einer gewissen Unvernunft hĂ€tten verwirklicht werden konnten, entschied ich mich dafĂŒr, in Deutschland zu bleiben.

Kurzentschlossen buchte ich zwei Flusskreuzfahrten bei VIVA Cruises ĂŒber die Plattform ehoi (unbezahlte Werbung),

Die erste Flusskreuzfahrt folgt den Verlauf des Mains von Frankfurt nach WĂŒrzburg; die zweite, direkt am Anschluss an die erste, startet in DĂŒsseldorf und mĂ€anderte den Rhein entlang

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So viele Chinesen: Ein Ausflug nach Hallstatt im Salzkammergut

Jetzt – in den Zeiten der Pandemie und des beschrĂ€nkten Tourismus – wird es auch in Hallstatt ruhiger geworden sein, letzten Herbst, am 12.10.2019, als ich dort war, schien mir der Ort der materialisierte Alptraum eines Tourismuskritikers zu sein.

Massentourismus

Seit nÀmlich der gesamte Ort im Jahre 2012 als Kopie in China neu errichtet worden ist, treibt es die chinesischen Touristen auf Europaerkundung in Massen dazu, sich das pittoreske Original anzuschauen und es per Kamera abzulichten.

Die freie Wirtschaft reagiert auf die erhöhte Nachfrage und so werden in Salzburg eine Reihe von organisierten Touren angeboten, die das schnelle Abhaken der wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten garantiert.

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Zu Besuch bei Ernst Fuchs in Wien

Letztes Jahr (am 31.07) besuchte ich das Ernst-Fuchs-Museum in Wien.

Man erinnere sich, dass ich im letzten Sommer 2019 Wien besucht hatte, vorrangig um Tanzkurse bei Germaine Acogny zu besuchen (siehe auch hier!). Es kam dann doch etwas anders, als von mir geplant, weshalb ich dann u.a. Zeit fĂŒr einen Museumsbesuch fand.

Das Ernst-Fuchs Museum

Das Ernst-Fuchs Museum befindet sich in der Otto-Wagner-Villa.

Otto Wagner war ein bekannter Architekt, der das Wien des Jugendstils maßgeblich geprĂ€gt hat und es kann sicherlich viel Freude bereiten, Wien auf seinen Spuren zu durchstreifen und dabei seine Entwicklung vom Jugendstil hin zu einer funktionalen Sachlichkeit zu verfolgen.

Die Otto-Wagner-Villa wurde von ihm als Sommerresidenz in den Jahren 1886- 88 erbaut und wurde ab 1895 von ihm und seiner Familie ganzjÀhrig bewohnt. Sie ist in einem klassizistischen Stil gehalten.

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Salzburger Entdeckungen: Von Zwergen und Giganten

Letztes Jahr besuchte ich nicht nur Wien, sondern auch Salzburg, wovon auch noch einiges zu berichten ist. Da es mir fern liegt, Sie hier mit der Auflistung von irgendwelchen SehenswĂŒrdigkeiten zu langweilen, berichte ich hier, wie eigentlich immer im Blog, von den Dingen, die mir aufgefallen sind und die ich auf irgendeine Art und Weise fĂŒr „interessant“ befunden habe.

Ich mache hier einmal den Anfang mit allerlei Zwergen und Giganten :

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Die Reichserntedankfeste auf dem BĂŒckeberge

Es ist schon sechs Jahre her, seit ich von meinem Besuch auf dem GelĂ€nde des ehemaligen Reichserntedankfestes bei Emmerthal berichtetet habe, siehe hier meinen ausfĂŒhrlichen Bericht mit Fotos.

Die groß angelegten Feste fanden zur Zeit des Nationalsozialismus auf dem BĂŒckeberg (Hagenohsen), in den Jahren von 1933 bis 1937 statt. statt, Jeweils am ersten Sonntag nach dem Michaelistag (29.09) sollten die Feste dazu beitragen, den Bauernstand zu stĂ€rken, vergleichbar mit den 1. Mai Veranstaltungen, die die Arbeiterschaft honorierten.

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Ayutthaya (Thailand-Rundreise, Teil 3)

Am nĂ€chsten Tag verließen wir die „Stadt der Engel“, was ein weiterer Name Bangkoks ist, und machten uns nordwĂ€rts, in Richtung Ayutthaya, auf. Die Landschaft war etwas eintönig. Das Zwischenziel unserer Reise bestach mit den Ruinen von prĂ€chtigen Bauwerken von 33 Königen, die im DschungelgrĂŒn versinken wĂŒrden, wenn denn die Anlage nicht hervorragend gepflegt worden wĂ€re. 

Wir hatten dort viel zu wenig Zeit. Gerne wÀre ich hier auf eigene Faust losgezogen. Dazu bietet es sich an, ein Fahrrad zu leihen.

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Ist die Romantik konservativ?

Ich schaute mir letztens die Aufzeichnung der Diskussion zu der Frage, ob die Romantik eine konservative Option wĂ€re, auf YouTube an. UrsprĂŒnglich hat die Veranstaltung am 15.03.2019 in der Bibliothek des Konservatismus in Berlin stattgefunden.

Genau genommen ist es zu Beginn kein GesprĂ€ch, sondern die beiden Kontrahenten, die ich mal so nenne, weil sie diametral entgegengesetzte Positionen vertreten, nicht aber, weil sie unfreundlich gegeneinander sprechen (wie ich es in der Politik immer erlebe) halten jeweils einen Vortrag. Im zweiten Tal stellt dann der Moderator einige Fragen und die GesprĂ€chspartner, die vorher so eloquent ĂŒber ihre Sicht auf die Romantik referierten, wirken auf mich  dabei  seltsam unbeholfen. Das direkte GesprĂ€ch ist nicht so ihres.  Wahrscheinlich liegt es daran, dass es sich bei beiden um keine Muttersprachler handelt, denke ich mir, und habe VerstĂ€ndnis.

Der niederlĂ€ndische Philosoph Prof. Dr. Andreas Kinneging hĂ€lt es jedenfalls mit Goethe, der die Klassik als das Gesunde und die Romantik als das Kranke bezeichnete. 

Wie die geneigten Leser und Leserinnen  meines Blogs  wissen, habe ich  schon mehrfach die Forderung nach einer neuen Romantik positioniert, schließlich ist unser zeitgenössischer Weltzusammenhang von der Dominanz der Vorliebe fĂŒr das objektiv Evaluierbare gekennzeichnet, was die subjektive Innenschau in der Regel nicht ernst nimmt und  sie merkwĂŒrdigsten Außenseitern ĂŒberlĂ€sst, die dann bestĂ€ndig  ermahnt werden, die ökonomische Nutzbarkeit ihres Handelns nicht außer Acht zu lassen, obwohl doch gerade die Nische, die ihnen zugestanden wird, besagt, dass sie sich genau darum nicht zu scheren haben. 

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Diesdorf, Salzwedel und der Arendsee

Als ich letztes Jahr mit einem Freund in HankensbĂŒttel war (hier!), entstand die Idee, beim nĂ€chsten gemeinsamen Ausflug ĂŒber die ehemalige deutsche Zonengrenze bis nach Salzwedel zu fahren.

Jetzt ist ja die SĂŒdheide bei HankensbĂŒttel schon eine recht verlassene Gegend, wo sich durch etliche Straßendörfer fahren lĂ€sst, ohne dabei ĂŒberhaupt einen einzigen Menschen auf der Straße zu begegnen; der Altmarkkreis steigert diese Erfahrung jedoch noch.

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Das Tal der Könige, Hatschepsut und Ramses III.

Wenn es eine Seite gibt, in der sich das Ă€gyptische Volk von anderen unterscheidet, so ist es die FĂŒrsorge, die es seinen Toten zuwendet.

Erman, Adolf: Die Religion der Ägypter, Berlin 2001, S. 207)

(28. 12) Nachdem ich also die Memnon Kolosse passiert hatte, begab sich unsere Reisegruppe nach Theben West und zwar in das Tal der Könige.

Das Tal der Könige

Zu Beginn unserer Tour war der Besucherandrang noch maßvoll, spĂ€ter ….
… sah es dann so aus!

Im Eintrittsgeld war die Besichtigung von drei GrĂ€bern inkludiert. Um sie vor den Besuchermassen (und ihren AusdĂŒnstungen) zu schonen, sind nie gleichzeitig alle GrĂ€ber, die zu besuchen sind, geöffnet. Auch die Reiseleiter dĂŒrfen nur außerhalb der GrĂ€ber ErklĂ€rungen abgeben, nicht innerhalb.

Über Letzteres war ich froh, geht es mir beim Besuch solcher Orte schließlich eher um die innere Durchdringung und eine erste AnnĂ€herung an den Ortsgeist, weniger um die Beschallung mit Zahlen und Fakten, die ich mir im Nachgang lieber still und leise mit LektĂŒre aneigne.

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