Diesdorf, Salzwedel und der Arendsee

Als ich letztes Jahr mit einem Freund in Hankensbüttel war (hier!), entstand die Idee, beim nächsten gemeinsamen Ausflug über die ehemalige deutsche Zonengrenze bis nach Salzwedel zu fahren.

Jetzt ist ja die Südheide bei Hankensbüttel schon eine recht verlassene Gegend, wo sich durch etliche Straßendörfer fahren lässt, ohne dabei überhaupt einen einzigen Menschen auf der Straße zu begegnen; der Altmarkkreis steigert diese Erfahrung jedoch noch.

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Sakrale Topographie und ein Ausflug nach Abu Simbel

(31.12.2018) Für den Ausflug mussten wir um 4 Uhr in der Nacht aufstehen. Die Busse mit all den Touristen wurden auf einem Parkplatz bei Assuan gesammelt, bevor es dann durch die Wüste nach Abu Simbel ging.

Ein wenig ließ sich noch im Bus schlafen, sodass wir halbwegs ausgeruht um 8.00 Uhr dort ankamen.

Abu Simbel befindet sich am Westufer des Nassasees. Auch diese imposante Tempelanlage wurde in einer aufwendigen Rettungsaktion vor dem Bau des Assuan -Staudammes in den 60er Jahren versetzt, genauso wie dies ja auch schon in Philae und in Kalabscha der Fall gewesen war.

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Das Tal der Könige, Hatschepsut und Ramses III.

Wenn es eine Seite gibt, in der sich das ägyptische Volk von anderen unterscheidet, so ist es die Fürsorge, die es seinen Toten zuwendet.

Erman, Adolf: Die Religion der Ägypter, Berlin 2001, S. 207)

(28. 12) Nachdem ich also die Memnon Kolosse passiert hatte, begab sich unsere Reisegruppe nach Theben West und zwar in das Tal der Könige.

Das Tal der Könige

Zu Beginn unserer Tour war der Besucherandrang noch maßvoll, später ….
… sah es dann so aus!

Im Eintrittsgeld war die Besichtigung von drei Gräbern inkludiert. Um sie vor den Besuchermassen (und ihren Ausdünstungen) zu schonen, sind nie gleichzeitig alle Gräber, die zu besuchen sind, geöffnet. Auch die Reiseleiter dürfen nur außerhalb der Gräber Erklärungen abgeben, nicht innerhalb.

Über Letzteres war ich froh, geht es mir beim Besuch solcher Orte schließlich eher um die innere Durchdringung und eine erste Annäherung an den Ortsgeist, weniger um die Beschallung mit Zahlen und Fakten, die ich mir im Nachgang lieber still und leise mit Lektüre aneigne.

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Mein zweiter Tag in Jaipur!

Wer meine Indienreise von Anfang an verfolgen möchte, klicke bitte hier.

Das Amber Fort

(6.10) Mit Elefanten kann man das Amber Fort erreichen. Spätestens seit militante Tierschützer hier Tierleid erkannt zu haben glaubten, sehen die meisten deutschen Reiseanbieter davon ab, einen Elefantentransport zu inkludieren.  Wir fuhren also mit einem schnöden Jeeps hinauf.

Der Name des Amber (gesprochen Amer) Forts begründet sich auf die Göttin Amba Mata, auch genannt Ambe Maa,  Durga Maa,  … Kali!   Sie verleiht uns Energie und unterstützt uns darin, Hindernisse in der realen Welt zu zerstören. Sie ist die Kriegsgöttin, die vernichtet, was uns bedrängt.  Lies auch hier!

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Jodhpur: die blaue Stadt

Über Jodhpur, dem "Tor zur Wüste Thar" thront das imposante Fort Mehrangarh. Im Innern der gewaltigen Festung entfaltet…

Gepostet von Marina Sosseh am Donnerstag, 4. Oktober 2018

Unser Hotel in Jodhpur: Indana Palace

Übernachtet haben wir für zwei Nächte im Indiana Palace. Das Hotel hat mir, trotz eines Stromausfalls, insgesamt sehr gut gefallen. Störend fand ich aber die vielen Tauben, die mich auch davon abgehalten haben, den Swimmingpool zu nutzten.

Das Essen war fantastisch (wie eigentlich in allen Hotels während der Reise) und am Abend gab es im Garten ein Unterhaltungsprogramm mit traditioneller Musik aus Rajasthan.

Mit einer kleinen Gruppe Mitreisender besuchten wir jedoch in einer im Lokal gelegenen Lokalität eine Bar, in der zu wirklich ohrenbetäubender Musik hübsche Tänzerinnen im Bollywood-Stil Animationen betrieben.  Einer der Herren, wohl der Geschäftsführer der Lokalität, steckte den Damen immer wieder Geldscheine zu,  wohl um die Gäste dazu aufzufordern, es ihnen gleichzutun. „Jodhpur: die blaue Stadt“ weiterlesen

Das Land des Todes

(02.10) „Das Land des Todes“ wurde das Wüstendreieck genannt, das bis in das Grenzgebiet zu Pakistan führt. Bikaner begrenzt es im Norden, Jaipur im Osten.

Ganz so öde und unwegsam wie der Name suggeriert, kam mir die Landschaft dann doch nicht vor. Dies soll u.a. daran liegen, dass die indische Regierung nach dem Monsumregen, laut Auskunft unseres Reiseleiters, immer wieder Akaziensamen auf die  Wüste Thar  streuen lässt, was diese, zumindest ein wenig, begrünt. „Das Land des Todes“ weiterlesen

Auf nach Mandawa! Der Vlog

Jetzt habe ich mich mal als Vloggerin versucht, was eine ungewohnte Erfahrung für mich war. Ich habe so meine Schwierigkeiten vor der Kamera zu agieren, bin nämlich per se keine Selbstdarstellerin.

Während der Reisen lenkt mich schon  das Fotografieren vom unmittelbaren Erleben ab, weshalb auch das direkte Videofilmen  so seine Tücken für mich hat.

Aus all diesen Gründen  habe ich mich entschlossen, den Video-Blog  wie einen  altmodischen Diaabend anzulegen, mit dem Unterschied jedoch, dass man ungestraft die Vorführung verlassen kann,  also nicht gezwungen ist, sich die ganzen 20 Minuten anzuschauen.

Allerdings, so meine Idee,  kann so ein virtueller Diaabend sicherlich zur Entschleunigung in dieser schnelllebigen Zeit beitragen, weswegen mir eine diesbezügliche Renaissance  durchaus angeraten zu sein scheint.

Ich kommentiere also ausgewählte Bilder.  Dies habe ich weitgehend „ohne Schnitt“ praktiziert, weshalb  es sicherlich „authentisch“ ist,  jedoch auch das ein oder andere Füllwort bei der Aufnahme  begünstigte. Wahrscheinlich muss ich in Zukunft  auch noch Mut zu Pausen aufbringen.  Fehler habe ich mit Sprechblasen korrigiert.

Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber ein erster Schritt in eine Richtung, die mich interessiert und Übung macht sicherlich die Meisterin.

Mein  schriftlicher Reisebericht zum Aufenthalt in Mandawa findet sich hier.

Auf nach Mandawa!

(01.10) Durch die Vorstädte Dehlis mit ihren Hochhäusern fuhren wir mit dem Reisebus durch das ländliche Indien. Ich sitze vorne und habe deshalb beste Sicht auf das Verkehrsaufkommen und die mehr als riskanten Verkehrsmanöver unseres Fahrers. Nein, in Indien möchte ich  kein Auto fahren, schließlich scheint sich absolut niemand an irgendwelche Regeln zu halten, dafür wird dann aber im  Zweifelsfall ausgiebig gehupt.

Wir fahren in die Region Shekhavati. Diese bestand, seit dem Niedergang der Mogul-Kaiser  im 17. Jahrhundert, aus mehreren kleinen Fürstentürmen. Mandawa  gilt mit seinen vielen bemalten Havelis als hübschester Ort der Region. „Auf nach Mandawa!“ weiterlesen

Auf der Rückreise

Heiligelinde

(Freitag, 13. Juli) Den Tag verbringe ich im Bus. Endlos geht es dabei über masurische Dörfer mit schlechten Straßen, dafür aber sehe ich sehr viele Storchennestern. 

Niemals hätte ich im Vorfeld gedacht, dass sich die Strecke so unerhört lange hinzieht.

 

Heiligelinde/Swieta Lipka

Den einzigen Lichtblick des Tages stellt der Stopp in Heiligelinde/Swieta Lipka dar. Ursprünglich soll hier einmal  in Kultplatz der Pruzzen, eines baltischen Volkes, gewesen sein. Die Linde war das Symbol von kleinen Erdmännchen (genannt Puschkait), die mit den uns bekannten Heinzelmännchen vergleichbar sind. Ich vermute jedoch, dass es sich hier vorrangig  um  einen rituellen Ort für eine Göttin gehandelt haben muss, schließlich wird hier immer noch Maria gehuldigt.

Heute ist Heiligelinde ein bekannter Marienwallfahrtsort. Die barocke Basilika wurde von Jesuiten gebaut. Sie ist reich verziert, u.a. ist dort eine Holzfiguren zu sehen, die Maria zusammen mit einem Lindenstab zeigt und damit auf eine Legende des 14. Jahrhunderts anspielt, in der ein geschnitztes Marienkind in dem Baum gehängt wurde, wonach sich in Folge viele Wunder zutrugen.   „Auf der Rückreise“ weiterlesen