Die Wasserspiele in Hellbrunn

Der Besuch von Hellbrunn gehört mehr oder weniger zum Pflichtprogramm jedes Salzburg-Besuchers. Mehr ĂŒber meine Salzburgreise, findet sich hier.

Der FĂŒrstenerzbischof Markus Sittikus Graf von Hohenems ließ Hellbrunn als Ort der Erholung und Einkehr errichten.

Die Wasserspiele von Hellbrunn

Markus Sittikus war von einer Schwermut geplagt, die wir heute wohl als Depression bezeichnen wĂŒrden. Sein „sakraler Park“ der Einkehr und Buße ist leider nicht mehr erhalten, sein Konterpart, die lustvollen Wasserspiele, lassen sich in einer empfehlenswerten FĂŒhrung erleben.

Die Salzburger langweilt es vielleicht, kennen sie doch schon jeden nassen Überraschungseffekt, der einen bei einem solchen Besuch erwartet. Neulinge aber, die auf den Spuren des Markus Sittikuss wandeln, kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Zu Besuch bei Ernst Fuchs in Wien

Letztes Jahr (am 31.07) besuchte ich das Ernst-Fuchs-Museum in Wien.

Man erinnere sich, dass ich im letzten Sommer 2019 Wien besucht hatte, vorrangig um Tanzkurse bei Germaine Acogny zu besuchen (siehe auch hier!). Es kam dann doch etwas anders, als von mir geplant, weshalb ich dann u.a. Zeit fĂŒr einen Museumsbesuch fand.

Das Ernst-Fuchs Museum

Das Ernst-Fuchs Museum befindet sich in der Otto-Wagner-Villa.

Otto Wagner war ein bekannter Architekt, der das Wien des Jugendstils maßgeblich geprĂ€gt hat und es kann sicherlich viel Freude bereiten, Wien auf seinen Spuren zu durchstreifen und dabei seine Entwicklung vom Jugendstil hin zu einer funktionalen Sachlichkeit zu verfolgen.

Die Otto-Wagner-Villa wurde von ihm als Sommerresidenz in den Jahren 1886- 88 erbaut und wurde ab 1895 von ihm und seiner Familie ganzjÀhrig bewohnt. Sie ist in einem klassizistischen Stil gehalten.

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Begegnung mit Giorgio de Chirico in Mailand

„De Chirico glaubte an Vorbestimmen, an Vorahnungen und Zeichen, an die Magie von Orten und an die Bedeutung bestimmter Konstellationen.“ (Schmied, Wieland: Die sieben StĂ€dte Giorgio de Chiricos. In: Rubin, William/Schmied, Wieland/Clair, Jean: Giorgio de Chirico. MĂŒnchen 1982, S. 9)

Nun, am letzten Tag meines Wochenend-Mailandaufenthaltes (siehe auch hier) besuchte ich die Giorgio de Chirico-Ausstellung, bevor ich, nach einem kurzen und regnerischen Spaziergang durch das Modeviertel von Mailand, wieder nach Hamburg zurĂŒckflog.

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Innere und Ă€ußere Reisen

oder: Warum das Reisen zu meinem kĂŒnstlerischen SelbstverstĂ€ndnis gehört!

Und die Sonne machte den weiten Ritt

Und die Sonne machte den weiten Ritt
um die Welt
Und die Sternlein sprachen: "Wir reisen mit
um die Welt!"
Und die Sonne, sie schalt sie: "Ihr bleibt zu Haus!
Denn ich brenn' euch die goldnen Äuglein aus
bei dem feurigen Ritt um die Welt."
Und die Sternlein gingen zum lieben Mond
in der Nacht,
und sprachen: "Du, der auf Wolken thront
in der Nacht,
laß uns wandeln mit dir, denn dein milder Schein,
er verbrennet uns nimmer die Äugelein!"
Und er nahm sie, Gesellen der Nacht.
Nun willkommen, Sternlein und lieber Mond,
In der Nacht!
Ihr verstehet, was still in den Herzen wohnt
In der Nacht.
Kommt und zĂŒndet die himmlischen Lichter an,
Daß ich lustig mitschwĂ€rmen und spielen kann
In den freundlichen Spielen der Nacht.
(Ernst Moritz Arndt)

Reisen ist nichts anderes als „mythologisch Wandern“ im großen. Ausgangspunkt ist, zumindest bei mir, immer die Neugier auf das Fremde und Andere. Der eigene Referenzraum soll erweitert werden, ein Spielraum geöffnet, um neue Erfahrungen und auch Menschen, in unser Leben treten zu lassen.

Innere Reisen

Es gibt innere und Ă€ußere Reisen. FĂŒr die inneren Reisen muss der Ort nicht unbedingt körperlich verlassen werden. Ausgangsbuch kann ein Buch, was man liest, eine neue Erfahrung, die eingegangen wird oder ein Tanz, der mit der eigenen Seele korrespondiert, sein. Auch das Lesen meiner Blogartikel kann dir innere Reisen ermöglichen, ganz besonders dann, wenn sie dich animieren, selbst aktiv-kreativ zu werden.

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Sakrale Topographie und ein Ausflug nach Abu Simbel

(31.12.2018) FĂŒr den Ausflug mussten wir um 4 Uhr in der Nacht aufstehen. Die Busse mit all den Touristen wurden auf einem Parkplatz bei Assuan gesammelt, bevor es dann durch die WĂŒste nach Abu Simbel ging.

Ein wenig ließ sich noch im Bus schlafen, sodass wir halbwegs ausgeruht um 8.00 Uhr dort ankamen.

Abu Simbel befindet sich am Westufer des Nassasees. Auch diese imposante Tempelanlage wurde in einer aufwendigen Rettungsaktion vor dem Bau des Assuan -Staudammes in den 60er Jahren versetzt, genauso wie dies ja auch schon in Philae und in Kalabscha der Fall gewesen war.

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Daemonic Transmission

(30.12) Über Nacht haben wir in Assuan angelegt und haben dabei das legendĂ€re Old Cataract Hotel, in dem einst Agathe Christie residiert hat, passiert. Agathe Christie schrieb „Tod auf dem Nil“. In Vorbereitung auf die Reise habe ich selbstverstĂ€ndlich das Buch ein weiteres Mal gelesen und ich nehme an, dass die meisten anderen GĂ€ste der Nilkreuzfahrt dies auch getan haben, ich damit also nicht besonders originell bin. 🙂

Der Philae-Tempel

Unter der Herrschaft des römischen Kaisers Augustus entstand der ganz aus Sandstein erbaute Haupttempel, der dem nubischen Gott Mandulis (der sich in seiner Falkengestalt mit Horus vergleichen lĂ€sst) und der Göttin Isis von Philae gewidmet ist. Isis soll hier das Herz vom zerstĂŒckelten Osiris gefunden haben. Allerdings, dies muss man wissen, ist der jetzige Standort des Tempels nicht identisch mit dem einstigen. Der Philae-Tempel wurde nĂ€mlich von seinem einstigen Standort auf der Insel Philae, die im Zuge des Baues des Assuan Staudammes ĂŒberschwemmt wurde, in den Jahren von 1977 bis 1980 auf das höhere GelĂ€nde der 600 Meter entfernten Insel Agilkia versetzt.

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Edfu-Tempel und Kom Ombo

HorusgrĂŒĂŸe im Edfu-Tempel

(29.12) Das „Anubis Oracle“ beinhaltet eine Karte, die „Sobek and Horus“ betitelt ist. Sobek ist der Krokodilsgott, der mir in Kom Omba u.a. in Gestalt von Krokodilsmumien begegnen wird. Horus ist der Sohn von Isis und Osiris und in einer Ă€lteren Variante der Gott UnterĂ€gyptens.

Nicki Scully and Linda Star Wolf: The Anubis Oracle, Vermont 2008

Doch bevor ich euch ĂŒber Ă€gyptische Mythologie erzĂ€hle, fahren wir erst einmal mit einer Kutsche, vor der ein recht bemitleidenswerten Pferdchen gespannt ist, vom Schiffsanleger der Nilschiffe, zur Tempelanlage von Edfu.

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Das Tal der Könige, Hatschepsut und Ramses III.

Wenn es eine Seite gibt, in der sich das Ă€gyptische Volk von anderen unterscheidet, so ist es die FĂŒrsorge, die es seinen Toten zuwendet.

Erman, Adolf: Die Religion der Ägypter, Berlin 2001, S. 207)

(28. 12) Nachdem ich also die Memnon Kolosse passiert hatte, begab sich unsere Reisegruppe nach Theben West und zwar in das Tal der Könige.

Das Tal der Könige

Zu Beginn unserer Tour war der Besucherandrang noch maßvoll, spĂ€ter ….
… sah es dann so aus!

Im Eintrittsgeld war die Besichtigung von drei GrĂ€bern inkludiert. Um sie vor den Besuchermassen (und ihren AusdĂŒnstungen) zu schonen, sind nie gleichzeitig alle GrĂ€ber, die zu besuchen sind, geöffnet. Auch die Reiseleiter dĂŒrfen nur außerhalb der GrĂ€ber ErklĂ€rungen abgeben, nicht innerhalb.

Über Letzteres war ich froh, geht es mir beim Besuch solcher Orte schließlich eher um die innere Durchdringung und eine erste AnnĂ€herung an den Ortsgeist, weniger um die Beschallung mit Zahlen und Fakten, die ich mir im Nachgang lieber still und leise mit LektĂŒre aneigne.

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Mein zweiter Tag in Jaipur!

Wer meine Indienreise von Anfang an verfolgen möchte, klicke bitte hier.

Das Amber Fort

(6.10) Mit Elefanten kann man das Amber Fort erreichen. SpĂ€testens seit militante TierschĂŒtzer hier Tierleid erkannt zu haben glaubten, sehen die meisten deutschen Reiseanbieter davon ab, einen Elefantentransport zu inkludieren.  Wir fuhren also mit einem schnöden Jeeps hinauf.

Der Name des Amber (gesprochen Amer) Forts begrĂŒndet sich auf die Göttin Amba Mata, auch genannt Ambe Maa,  Durga Maa,  … Kali!   Sie verleiht uns Energie und unterstĂŒtzt uns darin, Hindernisse in der realen Welt zu zerstören. Sie ist die Kriegsgöttin, die vernichtet, was uns bedrĂ€ngt.  Lies auch hier!

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Jodhpur: die blaue Stadt

Über Jodhpur, dem "Tor zur WĂŒste Thar" thront das imposante Fort Mehrangarh. Im Innern der gewaltigen Festung entfaltet…

Gepostet von Marina Sosseh am Donnerstag, 4. Oktober 2018

Unser Hotel in Jodhpur: Indana Palace

Übernachtet haben wir fĂŒr zwei NĂ€chte im Indiana Palace. Das Hotel hat mir, trotz eines Stromausfalls, insgesamt sehr gut gefallen. Störend fand ich aber die vielen Tauben, die mich auch davon abgehalten haben, den Swimmingpool zu nutzten.

Das Essen war fantastisch (wie eigentlich in allen Hotels wÀhrend der Reise) und am Abend gab es im Garten ein Unterhaltungsprogramm mit traditioneller Musik aus Rajasthan.

Mit einer kleinen Gruppe Mitreisender besuchten wir jedoch in einer im Lokal gelegenen LokalitĂ€t eine Bar, in der zu wirklich ohrenbetĂ€ubender Musik hĂŒbsche TĂ€nzerinnen im Bollywood-Stil Animationen betrieben.  Einer der Herren, wohl der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der LokalitĂ€t, steckte den Damen immer wieder Geldscheine zu,  wohl um die GĂ€ste dazu aufzufordern, es ihnen gleichzutun. „Jodhpur: die blaue Stadt“ weiterlesen