Jodhpur: die blaue Stadt

Über Jodhpur, dem "Tor zur Wüste Thar" thront das imposante Fort Mehrangarh. Im Innern der gewaltigen Festung entfaltet…

Gepostet von Marina Sosseh am Donnerstag, 4. Oktober 2018

Unser Hotel in Jodhpur: Indana Palace

Übernachtet haben wir für zwei Nächte im Indiana Palace. Das Hotel hat mir, trotz eines Stromausfalls, insgesamt sehr gut gefallen. Störend fand ich aber die vielen Tauben, die mich auch davon abgehalten haben, den Swimmingpool zu nutzten.

Das Essen war fantastisch (wie eigentlich in allen Hotels während der Reise) und am Abend gab es im Garten ein Unterhaltungsprogramm mit traditioneller Musik aus Rajasthan.

Mit einer kleinen Gruppe Mitreisender besuchten wir jedoch in einer im Lokal gelegenen Lokalität eine Bar, in der zu wirklich ohrenbetäubender Musik hübsche Tänzerinnen im Bollywood-Stil Animationen betrieben.  Einer der Herren, wohl der Geschäftsführer der Lokalität, steckte den Damen immer wieder Geldscheine zu,  wohl um die Gäste dazu aufzufordern, es ihnen gleichzutun. “Jodhpur: die blaue Stadt” weiterlesen

“Kultur verbindet Welten” oder auch nicht!

Bevor es mit meinen Indien-Bericht weitergeht, berichte ich euch von der Regionalkonferenz  des Nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur, die ich gestern in Peine besuchen durfte.

Es ging um Kulturförderung, Kulturvermittlung und Kulturentwicklung im ländlichen Bereich.  Die wurde von Jugendlichen durch brasilianische Percussionmusik 🙂  und  an Frida Kahlo angelehnte Bilder demonstriert. 🙂

Herr Thümler, der nds. Minister für Wissenschaft und Kultur, ließ sich wegen einer Erkältung entschuldigen. Herr Henning Heiß hielt einen Impulsvortrag, der mich hoffen ließ, dass es hier wirklich vorrangig um Kulturförderung im ländlichen Bereich gehen würde, nicht um das, was momentan ideologisch verbreitet wird. ““Kultur verbindet Welten” oder auch nicht!” weiterlesen

Das Land des Todes

(02.10) “Das Land des Todes” wurde das Wüstendreieck genannt, das bis in das Grenzgebiet zu Pakistan führt. Bikaner begrenzt es im Norden, Jaipur im Osten.

Ganz so öde und unwegsam wie der Name suggeriert, kam mir die Landschaft dann doch nicht vor. Dies soll u.a. daran liegen, dass die indische Regierung nach dem Monsumregen, laut Auskunft unseres Reiseleiters, immer wieder Akaziensamen auf die  Wüste Thar  streuen lässt, was diese, zumindest ein wenig, begrünt. “Das Land des Todes” weiterlesen

Naturschönheiten und historische Entdeckungen in Gerolstein

Was sich in Gerolstein alles erleben lässt!

Erst einmal Wasser trinken!

In Gerolstein gibt es viele Quellen. Direkt am Wasserspielplatz beim Rathaus  befindet sich  eine Abfüllstelle, wo sich das Wasser der Helenenquelle  in mitgebrachte Trinkgefäße oder Flaschen füllen lässt.  Das ist überaus lecker und schmeckte mir besser als das Wasser des Gerolsteiner  Mineralwasseranbieters, der netterweise öffentliche Führungen,  jeweils um 15 Uhr auf seinen Betriebsgelände,  anbietet.

Im  Sidinger Drees, direkt am Ufer des Flüsschen Kyll, und im Gerolsteiner Zentrum sprudelt keine Quelle mehr.  Seit der Zeit der Kelten war dies aber ein Heil-, Bade- und Trinkheiligtum, worüber eine Informationstafel berichtet. Im Brunnen fand man römische Münzen, die überwiegend aus der Zeit des Kaisers Maximinius (3. Jahrhundert nach Christus) stammten.  Ein solches Opfer sollte wohl Glück bringen. “Naturschönheiten und historische Entdeckungen in Gerolstein” weiterlesen

Im Opfermoor Vogtei

[Werbung, da Pressereise]  Die Welterbereregion WartburgHainich hatte mich (und auch noch andere Blogger und Pressevertreter) vom 21. bis zum 22. Juli  zu einer kleinen Reise eingeladen, siehe hier.

Dies ist der dritte Teil meiner Vorstellung der Region. Der erste Teil lässt sich hier nachlesen und den zweiten Teil gibt es hier.

Der Mittelpunkt Deutschlands

Auf dem Grund eines  Sees, der das einstige Opfermoor überflutet, befindet sich der geographische Mittelpunkt Deutschlands. Auf einer energetischen Ebene stellt sich mir die Frage, was das mit einem Land macht, wenn seine vermessene Mitte auf einer uralten Opferstätte liegt?

Niederdorla-Seeheiligtum

Doch bevor ich hier in das Esoterische abgleite,  kehren wir geschwind wieder zu den profanen Fakten zurück: 1990, also direkt nach der Wiedervereinigung, wurde Deutschland  vermessen und  seine Mitte, die immer auch abhängig von der verwendeten Bemessungsmethode ist,  neu  bestimmt. Da der so errechnete Mittelpunkt  “im See”  für etwaige Besucher nicht attraktiv ist, wurde  – so meine Vermutung – in unmittelbarer Nähe, jedoch am Ufer,  1991 eine Kaiserlinde gepflanzt und ein entsprechender Platz  mit einem hinweisenden Mittelpunkts-Stein gestaltet. Dieser lädt jetzt zum müßigen Verweilen ein.

“Im Opfermoor Vogtei” weiterlesen

Die Kurische Nehrung

Der russische Teil der Nehrung

(Montag, 9. Juli) Von Königsberg  fahren wir zum russischen Teil der Nehrung und passieren dabei Kranz/Selenogradsk.  Für den Eintritt in den Nationalpark, der als ein solcher schon in der deutschen Zeit bestand, muss Eintritt bezahlt werden. Die Straße führt dann schnurgerade  und monoton durch Wälder, mit Bäumen, die sich zur Seite lehnen. In den Dörfern stehen noch viele Häuser aus deutscher Zeit,die allerdings nich immer im guten Zustand sind.  Alles wirkt wie aus der Zeit gefallen.  Da wir keine Zwischenstopps einlegen, bekomme ich kein Gefühl für die besondere Qualität der Nehrung, die ja als Landzunge zwischen Kurisches Haff und Ostsee liegt. Wasser werde ich erst sehen, als wir unser erstes Zwischenziel, die Vogelwarte Rositten, erreicht haben. 

Vogelwarte  Rossitten/Rybatschi

Vogelwarte Rossitten

Mit zwei riesigen Fangnetzen werden  Vögel gefangen und mit Ringen versehen.  Auf diese Art und Weise folgt auch die heutige Station  immer noch der Tradition des Ornithologen Johannes Thienemann, der  die Methode der Vogelberingung entwickelte und hier die erste große deutsche  Vogelwarte  schon 1901 gründete. Durch die Vogelberingung kann die  Flugroute von Zugvögeln verfolgt werden. “Die Kurische Nehrung” weiterlesen

Die größte gotische Backsteinburg der Welt

Auf Wiedersehen, Kolberg!

(Dienstag, 3. Juli) Angesichts der mir bevorstehenden Bahnfahrt habe ich schlechte Laune. Nachdem ich am Bahnhof Kohlberg mich dann ungefähr drei Mal habe versichern lassen, dass ich am richtigen Bahnsteig (Peron) und am richtigen Gleis (Tor) stehe und auch der dort haltende Zug in Richtung Marienburg der richtige sei, sitze ich dann wirklich relativ gemütlich im korrekten Zug. Ein deutschsprechender Herr möchte mir kurz vor der Abfahrt ein christliches Buch verkaufen, ist mir aber auch dabei behilflich mein wirklich schweres Gepäckstück auf die erhöhte Ablage zu verfrachten. Ich fühle mich ihm gegenüber zwar nun verpflichtet, kaufe das Buch aber dennoch nicht. “Die größte gotische Backsteinburg der Welt” weiterlesen

Warum wir es gestern nicht bis nach Wienhausen geschafft haben!

Ich besuchte  am Museums-Sonntag die Ausstellung „Schatzhüterin. 200 Jahre Klosterkammer Hannover“ im Landesmuseum Hannover. Letztens hatte ich davon gehört, als ich das Kloster Isenhagen (hier!) besucht hatte und die Dame, die mich durch das alte Gemäuer führte, darauf aufmerksam machte, dass einige der Repliken momentan nach Hannover ausgeliehen sind.

Vor dem Museum sind große Stellwände zu den einzelnen Klöstern, die von der Klosterkammer verwaltet werden,  aufgebaut, u.a. ist auch das Kloster Wienhausen zu sehen.

Das wollte ich gestern, im Zuge der allmonatlichen Wildfrauenhauswanderung besuchen, was aber leider nicht möglich gewesen war, da schon der Zug von Hannover nach Celle Verspätung hatte, sodass wir leider sämtliche Folgebusse, inkl. Rufbus, verpassten. Die nächste Möglichkeit der Anbindung  hätte es erst in weiteren zwei Stunden gegeben. Wir hätten dann die Führung im Kloster um 11 Uhr verpasst und hätten dort bis 14 Uhr warten müssen. Eine Rückreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wäre auch nicht möglich gewesen, sodass ich eine Wanderung von Wienhausen nach Celle geplant hatte.  Wenn wir diese nun, aufgrund der Zugverspätung, erst  um ca. 16 Uhr angetreten hätten, wären wir am Celler Hauptbahnhof wahrscheinlich erst gegen 20 Uhr gewesen, was ich für zu spät hielt. Man sieht: Ein Ausflug in die norddeutsche Provinz, ohne Auto, kann abenteuerlich sein. Wir entschieden uns dagegen und machten stattdessen eine Rundwanderung bis nach Osterloh und zurück. Landschaftlich war dies, immer an der Aller entlang, eine schöne Wanderung, allein die Mücken und die schwüle Wetterlage machten den Weg sehr beschwerlich.

Insgesamt noch ziemlich erschöpft schaute ich mir am nächsten Morgen also die Ausstellung der Klosterkammer an, musste aber feststellen, dass die Kunstwerke nicht mit mir in Resonanz gingen, allein ein Teppich aus Wienhausen zum Tristan-Epos zog meine ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich.  Ansonsten sprachen mich die christlichen Devotionalien nicht sonderlich an, obwohl ich ja dazu neige, in der Christus-Verehrung durchaus eine Wiederauflebung des Baldur Mythos zu sehen.

Mich zog es hinaus –  zum Vater von Baldur-Christus: Wotan. Der steht, als Denkmal von Friedrich Wilhelm Engelhard,  hinter dem Museum und blickt dabei streng auf die Niedersächsische Staatskanzlei.

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Was sich in Hankensbüttel alles erleben lässt!

Zum Beispiel …. das

Otterzentrum Hankensbüttel

Pünktlich um 9.30 Uhr waren ein Freund und ich dort, gerade rechtzeitig, um an der geführten Tour durch das Otterzentrum teilzunehmen.

Eine solche geführte Tour ist auch zu empfehlen, da die meisten Tiere im Otterzentrum nachtaktiv sind und am Tage schlafen, sodass sie normalerweise nicht zu sehen sind, es sei denn, dass gerade Fütterungszeit ist. Die Tour ist mit den jeweiligen Fütterungszeiten der Tiere verknüpft und stellt so sicher, dass man als Besucher, die Tiere auch zu sehen bekommt.

Wenn man zu einem späteren Tageszeitpunkt  (als 9.30 Uhr) das Otterzentrum besucht, kann man einfach zu den Fütterungen, die ganztägig angeboten werden, dazu stoßen. Ein Flyer informiert über die jeweiligen Zeiten.  Die Tiere bekommen bei jeder Fütterung jeweils nur eine kleine Portion zugeteilt, sodass diese Praxis einer artgerechten Haltung nicht widerspricht, die Besucher aber glücklich macht. “Was sich in Hankensbüttel alles erleben lässt!” weiterlesen

Grottaglie und Tarent (7. Tag)

Am letzten Tag der Rundreise fuhren wir vom Hotel Una Regina in Bari aus, bis hin zum Golf von Tarent. Dabei ging es erneut durch das Trulli-Land und ich sah, dass in der Umgebung von Alberobello viele Häuser stehen, die eine hübsche Synthese von Trulli-Bauweise und Modernität aufweisen.

Grottaglie

Der Ortsname, der soviel wie Grottenstädtchen meint, verweist auf die Höhlen, die schon in der Altsteinzeit bewohnt worden waren. Grottaglie blickt also auf eine wirklich lange Geschichte zurück.

Als die Sarazenen im 10. Jahrhundert Taranto überfielen, suchten viele Menschen Schutz im Inland, u. a. auch in den Gravinen von Grottaglie.

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