Matronen in der Eifel und die Wiederkehr der Göttin!

Matronen in der Eifel

In der Eifel gibt es die Matronen. Es handelt sich meist um eine Dreiergruppe von Frauen , die auf einem Votivstein platziert ist. An Schriftquellen sind nur die Inschriften auf den Steinen erhalten, weitere Informationen zu der Matronen-Verehrung, die sich in der römischen Provinz Nieder-Germanien auf das Rheinland fokussiert hat, sind uns leider nicht erhalten.

Aufgrund der römischen, keltischen und germanischen Namen der Stifter handelte es sich bei der Matronenanbetung um eine gallo-römisch-germanischen Kult, der den Göttinnen opferte, um sich für die Überwindung einer schweren Krankheit oder einer Gefahr zu bedanken oder auch um Schutz für die Familie, Fruchtbarkeit oder beruflichen Erfolg zu erwirken.

Dass die Matronen eng mit der Vorstellung von Fruchtbarkeit verknüpft sind, zeigt sich auch dadurch, dass sie sitzend dargestellt werden und auf ihren Schoß Schalen mit Früchten platziert sind. Sie verweisen so auf den jahreszeitlichen Rhythmus und das Werden und Vergehen im Laufe des Jahres, genauso wie auch im menschlichen Leben.

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Die Göttin feiern: Eine Süntelwanderung

Vom Parkplatz Kreuzsteinquelle ging es am vorletzten Samstag  hinauf zum Hohenstein.

Der Blutbach

Wir starteten am Blutbach.

Der soll so heißen, weil bei einer Schlacht zwischen den heidnischen Sachsen und den schon christianisierten Franken im Jahr 782 das Wasser des Baches vom Blut der Gefallenen rot gefärbt sein soll.

Der Aufstieg

Leider war der Weg hernach furchtbar steil und stellte alle Mitwanderer vor großen körperlichen Herausforderungen.  Beim nächsten Mal würde ich hier nach einer gemütlicheren Alternative Ausschau halten, zumal man hier, bedingt durch den Gewitterregen, auch leicht auf dem glitschigen Laub ins Rutschen kam. “Die Göttin feiern: Eine Süntelwanderung” weiterlesen

Wilde Männer, Glasbläser und Häusermaler in Venedig. Teil 3

Dies ist der letzte Teil des Berichtes über meine Venedigreise. Hier sind Teil 1 und Teil 2.

Nach dem Frühstück fuhr ich mit dem Zug zur Altstadt. Vom Bahnhof Santa Lucia schlenderte ich gemächlich in Richtung Markusplatz, offen für das, was ich dabei eventuell  noch entdecken könnte. Insofern ließ ich mich treiben. Irgendwann fand ich mich auf eine  der selten Bänke Venedigs wieder, wo ich dem Treiben der Touristen und Einheimischen kontemplativ zuschauen konnte. Solchermaßen eingestimmt  begegnete ich danach dem “Wilden Mann”.  Seht ihr ihn?

An der Vorderfront des Palazzo Bemba-Boldù im Stadtteil Cannaregio ziert er die Häuserfront.   “Wilde Männer, Glasbläser und Häusermaler in Venedig. Teil 3” weiterlesen

Eine Herbstwanderung zur Wewelsburg

Das schöne Herbstwetter nutzte die Wildfrauenhaus-Wandergruppe für einen Ausflug nach Büren zur Wewelsburg.

Mit der S-Bahn fuhren wir  vom Hauptbahnhof Hannover nach Paderborn und dann weiter mit dem Bus S61 ich Niedernturdorf, Abzweigung Bahnhof Salzkotten. 

Sind das noch Sturmschäden vom Orkan Xavier?

Im Dorf gibt es schon einmal eine Kirche und einen Findling zu bestaunen. Über das Flüsschen Alme hinweg ging es durch eine liebliche Wald-Wiesen- und Hügellandschaft bis hin nach Büren.

Vor dem Ortseingang  in Büren kamen wir an einem ehemaligen Schießstand der SS vorbei. Ein Schild informiert über das historische Geschehen. “Eine Herbstwanderung zur Wewelsburg” weiterlesen

In Rübezahls Reich. 1. Teil

Die Anreise nach Schlesien gestaltete sich zwar lang, aber ging relativ entspannt vonstatten. In Görlitz war ich vom schönen Jugendstil-Bahnhof überrascht, hatte aber leider keine Zeit, um mir die  Stadt in Ruhe anzuschauen.

Ich kaufte mir dort ein Oder-Neiße-Ticket für 13€ mit dem ich den polnischen Zug nach Hirschberg benutzen durfte. Wahrscheinlich wäre es billiger geworden, in der Mini-Eisenbahn ein Ticket zu kaufen, jedoch war ich mir nicht sicher, ob mein polnisches Kleingeld gereicht hätte. Euros werden nämlich nicht angenommen.

Das letzte Teilstück der Reise, insgesamt 1:34 Stunden, war dann etwas unbequem, waren die Sitze nämlich hart und der Zug rumpelte so dermaßen über die Schiene, dass mein ganzer Körper vibrierte.

In Hirschberg angekommen regnete es dermaßen heftig, sodass ich erst einmal im Bahnhofsgebäude Platz nehmen musste. Einen Geldautomaten gab es dort nicht ( zumindest fand ich ihn nicht), sodass ich mir kein polnisches Geld ziehen konnte. Die Dame im Kiosk verstand weder Deutsch noch Englisch, sodass ich mir auch keine polnische Internet-Karte für mein Handy besorgen konnte. Auf diese Art und Weise war dann auch mir klar geworden, dass ich erst einmal nur Abwarten musste.

Irgendwann ließ der Regen ein klein wenig nach, sodass ich mich auf dem Weg zum Hotel machte. In einem Internetladen konnte ich mir eine Prepaid-Karte, die dort auch gleich registriert wurde, kaufen. Danach ging alles ganz einfach. Google Maps leitete mich zielführende zum Hotel, das sehr verkehrsgünstig direkt in der malerischen Altstadt von Hirschberg lag.

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Branitzer Park, Teil 3

Der Tag begann mit einem fantastischen Frühstück im Radisson Blue Hotel. Hier blieben in der Tat keine Wünsche offen. Selbst an Spreewaldgurken war gedacht worden.

Das Hotel liegt sehr verkehrsgünstig am Hauptbahnhof, sodass nicht nur die Bahnverbindungen, sondern auch die öffentlichen Verkehrsmittel leicht zu erreichen sind. Vom Hotel war ich mit einer Fahrkarte für die Zonen A und B ausgestattet worden, die für die Dauer meines Aufenthalts Gültigkeit hatten.

So fuhr ich dann mit der Straßenbahn zur Endhaltestelle Sandow, wo es Anschluss zur Parkeisenbahn gab. Mit dieser wollte ich, eine Empfehlung eines anderen Reisebloggers folgend (siehe hier), den Branitzer Park erreichen, für den ich einen ganzen Tag eingeplant hatte.

Leider war die ehemalige Pionierbahn gerade weggefahren, doch die nette Dame am kleinen Bahnhof, versorgte mich mit Kaffee. Die Sonne schien und so verging die Wartezeit wie im Fluge.

Vorbei am Stadion und dem ehemaligen Gelände der Bundesgartenschau sowie dem Zoo ging es zum Park. Ich fuhr bis zur Endhaltestelle, dann aber wieder bis zum Zoo zurück, hatte mir die nette Dame  doch noch zum Schluss den Rat mitgegeben, meine Begehung des Branitzer Parks am Zoo zu starten. Das wäre schöner, lautete der Tipp.

Dieser war goldrichtig, stand ich so nämlich innerhalb kürzester Zeit zwei Graspyramiden gegenüber. Im sogenannten Tumulus, das ist die größere Pyramide,  hat sich Fürst Pückler beerdigen lassen. Die kleinere Pyramide war vermutlich als  Grabmal seiner Ex-Frau Lucie, die sich von ihm trennte, damit er mit Hilfe einer guten Partie seine Schulden begleichen konnte,  angedacht.  Als sie aber 1854 starb, war die Pyramide noch in Planung gewesen,  weshalb sich Lucie, auf ihren eigenen Wunsch hin, auf dem  alten Friedhof im Vorpark beerdigen ließ. Im Jahre 1884 wurde sie  allerdings umgebettet. So  fand sie schließlich ihre letzte Ruhe im Tumulus.

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Gartenträume in Wörlitz

Gotisches Haus

Schon 1790, kurz nach seiner Vollendung, zählte der Landschaftsgarten in Wörlitz zu den wichtigsten  Sehenswürdigkeiten Europas.

Nicht jeden wird er bekannt sein. Er lohnt aber durchaus einen mehrtägigen Aufenthalt.

Ich war leider nur für vier Stunden dort. Gut die Hälfte davon verbrachte ich in der Gastronomie bei gehaltvollen Gesprächen. Danach nahm ich an einer kurzen Führung durch den Park, eine Schöpfung von Fürst Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und seines Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff,  teil. “Gartenträume in Wörlitz” weiterlesen

Ein Matjestag in Glückstadt

 

Nun war ich ja letztes Jahr beim Matjesfest in Emden. Leider habe ich dieses 2017 verpasst, sodass ich mir,  quasi als Ersatz,  Glückstadt in Schleswig Holstein als adäquaten Ersatz wählte.

Los ging es also, zusammen mit der Wildfrauen-Wanderung, in Herzborn. Das ist ein kleines Dorf, was bequem mit der Bahn zu erreichen ist und was deshalb von mir als Ausgangspunkt ausgesucht worden war.

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Der Herkules feiert Geburtstag!

Der Herkules ist hier von hinten zu sehen. Er ist ein Symbol für die Stärke. Er stützt sich auf eine Keule, um die eine Löwenhaut gewickelt ist. Versteckt hält er in seiner anderen Hand drei Äpfel, die er aus dem Garten der Hesperiden entwendet hat.

Der Herkules in Kassel feiert dieses Jahr Geburtstag, ein Grund mehr für mich, den Bergpark Wilhelmshöhe  zu besuchen. Nun hätte mich die Bezeichnung “Bergpark” stutzig machen sollen, hatte ich letzten Sonntag nämlich eher einen gemütlichen Spaziergang durch Blumenbeete im Sinn, als eine Bergbesteigerung, zu der es dann aber gekommen ist.   Informationen im Vorfeld hätten mir sicherlich den Schock ersparen können, der sich mir beim Austritt aus dem Bahnhofsgebäude erwartete.  Die Wilhelmshöher Allee führte nämlich beständig bergauf und meine um etliche Jahre jüngere (und sportlichere ) Reisebegleiterin ließ mich nicht den Mut fassen, mir die Blöße zu geben,  auf  eventuell andere Möglichkeiten der weiteren Anreise zu bestehen. Die hätte es in der Tat gegeben (Straßenbahn, Busverkehr).  So aber begann nun sofort der Aufstieg. Beim Besucherzentrum Wilhelmshöhe betraten wir endlich den Park und waren erfreut über die Vielfalt von landschaftlichen Szenarien, die sich uns auftaten. Die Blumen dufteten, als ob es kein morgen mehr geben würde, allein, ich will es nicht verschweigen, ging es  auch weiterhin BERGAUF!!!

Das Schloss ließen wir links liegen, obwohl es dort nicht nur eine sehenswerte Gemäldesammlung, sondern auch eine Ausstellung zum Herkules (bis zum 8. Oktober 2017) gegeben hätte.

Wir jedoch wollten erst einmal “hinauf”, nicht beachtend, dass später zumindest meine Erschöpfung so groß gewesen sein würde, dass wir uns diesen Park-Höhepunkt entgehen lassen mussten.

Vorbei am Grabmal des Vergils mäanderten wir weiterhin aufwärts, um irgendwann vor der großen barocken Kaskade zu stehen, neben der sich beidseitig eine mir  mörderisch anmutende Treppe nach oben schlängelte. “Der Herkules feiert Geburtstag!” weiterlesen

Wilde Tiere, nackte Frauen und die Seele Afrikas. Essen, Teil 2

Eine Reise nach Essen lohnt sich, darin war ich mir auch am zweiten Tag meines kleinen Aufenthaltes im Ruhrgebiet sicher.  Über die Erlebnisse des ersten Tages könnt ihr hier mehr erfahren.

Der Sonntag begann für mich mit einen opulenten Frühstücksbüffet im Hotel Atlantic . Danach ging es  in den benachbarten Grugapark.

Diese städtische Grünanlage ging aus der ersten Gartenausstellung Deutschlands hervor und wurde 1929 als Volkspark gegründet. 1938 fand hier die Reichsgartenausstellung statt. Nachdem der Park während des Bombenkrieges zerstört wurde, fand hier 1952 eine zweite Gartenausstellung und 1965 eine weitere Bundesgartenschau statt. “Wilde Tiere, nackte Frauen und die Seele Afrikas. Essen, Teil 2” weiterlesen