Ein Tag in Chiang Mai (Teil 5)

Am nächsten Tag (18.04) stand ein fakultativer Ausflug auf dem Programm: Die meisten Teilnehmer hatten sich, wie wir, zum Besuch der Teeplantage in der Nähe von Chiang Mai, entschlossen. Eine kleine Gruppe hatte über eine Internetplattform eine Tour zu den Bergvölkern gebucht und war damit auch recht zufrieden gewesen.

Die Bergvölker sind diejenigen, die den Schlafmohn, aus dem das Heroin hergestellt wird, angebaut haben. Ihr Siedlungsgebiet nennt man seit dem Siebziger Jahren das berühmt-berüchtigt Goldene Dreieck, was eben nicht nur Thailand, sondern auch die angrenzenden Länder umfasst. Der Schlafmohnanbau ist jetzt natürlich verboten und die ehemaligen Mohnfelder werden für den Anbau von Nahrungsmitteln genutzt. Chiang Mai profiliert sich mittlerweile sogar mit Entzugsklinik-Tourismus, lies hier.

Mädchen in der Tracht der Bergvölker

Die Teeplantage: Araksa Tea Garden

Mich hingegen zog es auf eine Teeplantage (siehe hier), während mein Sohn sich in Chiang Mai auf die Suche nach einem Schneider begab, um sich einen Anzug maßanfertigen zu lassen.

Uns wurde erklärt, wie man Teeblätter richtig pflückt und was dabei  alles zu beachten ist.

Hier versuche ich mich als Teepflückerin mit mäßigem Erfolg.

Tröstlich, dass auch die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich nicht wirklich erfolgreicher zeigten.

Die von uns gepflückten Teeblätter wurden dann auch gleich geröstet, um danach verköstigt zu werden.

Der Marktbesuch

Beim anschließenden Marktbesuch in Chiang Mai erklärte uns unser Reiseführer tropische Früchte und ich probierte erstmalig die Durian-Frucht, die nicht ganz zu Unrecht auch Stinkefrucht genannt wird. Auf der Reisplantage hatte ich schon ein Eis aus der Durian-Frucht probieren dürfen. Kann man essen!

In den Hotels in Thailand  sieht man immer die Hinweise, dass es verboten ist, die Durian-Früchte mit in das Hotel zu nehmen, weil vermutlich die von den Früchten verursachte Geruchsbelästigung zu hoch ist. 

Um die Frucht einmal zu probieren, muss man allerdings nicht bis nach Thailand reisen. Auch im Asia Markt in Hannover habe ich sie schon gesehen (und gerochen!). 

Orchideen gab es, genauso wie andere prächtige Blumen, auch zu kaufen.

Die gegrillten „Kakerlaken“ (oder was immer es ist, mein Reiseführer spricht von Wasserwanzen) waren wohl eher ein Touristenschreck, kann ich mir doch wirklich nicht vorstellen, dass diese regulär gegessen werden. Mein schriftlicher Reiseführer sagt erstaunlicherweise ja, unser Gruppen-Reiseführer verneint dies jedoch, vielleicht weil er westlich orientiert ist.

Obwohl ich ja in Essensangelegenheiten relativ experimentierfreudig hin, habe ich von diesen Tierchen Abstand genommen und sie nicht probiert.

Die Mehlwürmer, die es dort auch zu kaufen gab, habe ich indes probiert und ich kann mir vorstellen, dass sie, wenn sie denn pulverisiert und in eine fleischähnliche Form transformiert werden würden, eine Alternative für dieMassentierhaltung darstellen könnten. Hier habe ich schon einmal über die Insektenküche geschrieben.

Bai Orchid-Butterfly Farm

Zum Mittagessen besuchten wir ein Restaurant mit landestypischer Küche, was anscheinend auf Rundreise-Touristen spezialisiert war. . Das Essen wurde in Buffetform gereicht. Es gab einen wunderschönen Orchideengarten zu sehen und ein Haus mit vielen bunten Schmetterlingen. Mir hat es gefallen.

Bootsfahrt auf dem Mai-Ping Fluss

Mit dem Langschwanzboot fuhren wir über den Mai-Ping-Fluss zum Hotel  (Holiday Inn) zurück.

Der Nachtmarkt

Am Abend besuchte ich noch den Nachtmarkt, der in Chiang Mai einer der größten in  Thailand ist.  Dort habe ich ganz hervorragend gegrillten Salzfisch gegessen. Fisch nämlich, der in den Küsenregionen nicht verkauft werden kann, wird mit Salz haltbar gemacht und findet so seine Weg bis in den Norden von Thailand. Neben viele Essensstände werden an unendlich vielen Verkaufsplätzen,  die immer gleichen Waren, die sich bevorzugt an westliche Touristenrichten, feilgeboten. Mich selbst spricht solch ein Markttreiben nicht sonderlich an, schließlich bin ich keine große Freundin von Menschenmengen und versuche diese immer möglichst zu vermeiden.

Mehr von meiner Thailandrundreise: Tempelland und Tropenstrand

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