Eine Bahnfahrt in Corona-Zeiten

Bahnerlebnisse

Einmal quer durch Deutschland mit der Bahn gefahren, diesmal sogar in der 1. Klasse. Nur die Dame mit der an den Ohren hĂ€ngenden Plexiglasscheibe in SchrĂ€glage irritierte mich, schließlich gibt es in den ZĂŒgen Maskenpflicht. Das Zugpersonal tolerierte aber offensichtlich die laxe Auslegung der Bestimmung.

Ganz zu Beginn meiner Reise war auch der Besuch der öffentlichen Toilette am Bahnhof in Hannover bemerkenswert. Trotz einer GebĂŒhr von einem Euro war diese total verdreckt. Das Reinigungspersonal erklĂ€rte mir auf Ansprache entnervt, dass die Mehrheit der Damen, angesichts von Corona, keine ToilettenspĂŒlungen mehr betĂ€tigen. Ich frage mich nun, ob die Lage bei den MĂ€nnern Ă€hnlich widerlich ist?

Jetzt jedenfalls bin ich in Passau angekommen. Das Hotel König beherbergt mich. Ich habe GlĂŒck gehabt. Meine Heimatstadt Hannover wurde noch nicht zum Risikogebiet erklĂ€rt. Dann nĂ€mlich hĂ€tte das bayerische Beherberungsverbot meine ReiseplĂ€ne zunichte gemacht.

Reisen, selbst solche innerhalb von Deutschland, sind in diesen Zeiten schwierig geworden.

Ankunft in Passau

Das Hotel König

Das Hotelzimmer ist gerĂ€umig und der Ausblick auf die Anlegestelle der Donau-Schiffe ist fantastisch. Bei offenen Fenster hört man zwar den LĂ€rm einer Autostraße, aber im Herbst fĂ€llt die Entscheidung leicht, die Fenster geschlossen zu halten.

Im Sommer gibt es eine Klimaanlage, sodass sich der Blick ohne LĂ€rm genießen lĂ€sst.

Das Hotel liegt zentral in der Altstadt, durch die ich noch am Abend schlendere.

Erste EindrĂŒcke von Passau

Die Altstadt empfÀngt mich mit barocker Pracht. LÀdchen, die in englischer Sprache, weltweit Kuckucksuhr zu versenden, lassen mich ahnen, dass hier in Vor-Corona-Zeiten touristischer Andrang herrschte. Jetzt aber ist alles beschaulich.

Das Wirtshaus „Bayerischer Löwe“

Bis zum Wirtshaus „Bayerischer Löwe“ ist es nicht weit. Dort nehme ich ein fulimantes Mahl ein . Ich empfinde die AtmosphĂ€re dort fast als exotisch, so ungewohnt ist mir, aufgrund der „Vielfalt“ der hannoverschen Innenstadt, mittlerweile das originĂ€r Deutsche geworden.

2 Gedanken zu „Eine Bahnfahrt in Corona-Zeiten“

  1. Hallo Bernd,

    mein Beitrag ist als Fortsetzung geplant (gewesen) und sollte also mit mehreren Blognotizen meine kleine Donaukreuzfahrt begleiten. Leider ist mir dann eine Infektion mit Covid dazwischengekommen. Da ich bis dato mit Langzeitfolgen zu kĂ€mpfen habe, gab es bis jetzt keine WeiterfĂŒhrung, sodass dir meine EindrĂŒcke zu Recht „abrupt abgebrochen“ vorkommen mĂŒssen. Es lag also nicht am Bier und auch nicht am Essen. Dieses war auch nicht „furchtbar“, sondern hat mir gut geschmeckt.
    Marina Sosseh kĂŒrzlich veröffentlicht…Das Schiff ist nicht da! Eine Donau-Kreuzfahrt unter besonderen UmstĂ€nden

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