Faszinierendes Rajasthan

Jetzt liegt meine von Marco Polo Reisen organisierte Sonderreise Indien “Faszinierendes Rajasthan”  hinter mir und ich bin wieder zurück im (glücklicherweise) sonnigen Deutschland. Nachdem der fehlende Schlaf vom Rückflug in der Nacht nachgeholt wurde,  muss ich nun erst einmal die vielen, vielen Eindrücke, die während auf der Reise auf mich einprasselten, sortieren und rekapitulieren.

Ich schaue mir die fast 1000 Fotografien an, die ich während der Rundreise geknipst habe, und kann kaum noch den einen märchenhaften Maharadscha-Palast von den anderen unterscheiden.

Die Anreise

Am 29. September  ging es los. Ich flog von Hannover nach Frankfurt, wo ich umstieg. Die Transferzeit von einer Stunde und zwanzig Minuten war viel zu knapp bemessen, zumal der Zubringerbus, der mich vom City-Hopper-Flugzeug zum Terminal brachte,  gefühlt endlos lange über das Flughafengelände mäanderte, sodass ich dann nur noch eine Stunde Zeit hatte, um den Flieger nach Delhi zu erreichen.  Stress breitete sich aus und vom gemütlichen Schlendern durch den Frankfurter Flughafen war ich weit entfernt.   Die Sicherheitskontrollen taten ihr übriges, um meinen Adrenalinspiegel ansteigen zu lassen. Vollkommen durchgeschwitzt wurde ich dann, zehn Minuten vor Abflug, von  einer Stewardess mit den Worten: “Wollen Sie auch noch mitfliegen?”, begrüßt.

Beim anschließenden Flug mit dem Airbus 388, der leider ausgebucht war, saß ich wie die Ölsardine zwischen den anderen Gäste und bereute meine Entscheidung, kein Upgrade dazu gebucht zu haben.

Filmgenuss im Flugzeug

Lufthansa verwöhnte die Passagiere mit indisch angehauchten Essen und ich stimmte mich mit einem Bollywood-Streifen  “102 Not Out” auf meinem Indienaufenthalt ein.

Glücklicherweise war der Film im Flugzeug mit englischen Untertitel versehen, sodass ich mich nicht auf mein intuitives Verstehen der Hindi-Sprache verlassen musste. 🙂

Danach sehe ich mir noch das Melodrama “Am Strand” an, was  mich mit seiner bildgewaltig-atmosphärischen Dichte  an “Wellen” von Keyserling erinnert, in Wirklichkeit aber eine Verfilmung einer Novelle des englischen Bestseller-Autors Ian McEwa ist. Sehenswert!

Mit dem Schauen der Filme, dem Essen und Dösen sind dann die 7,5 Stunden Flugzeit  “wie im Fluge” vergangen.

Erste Indien-Eindrücke

Am “Internationaler Flughafen Indira Gandhi”  angekommen, wird mein elektronisches Visum  ähnlich streng geprüft, wie ich es schon letztens bei der Einreise nach Russland erleben durfte.  Der Flughafen wirbt damit ein “silent airport” zu sein und wirklich halten sich die Lautsprecheransagen in Grenzen und die Räumlichkeiten sind mit Teppich ausgelegt. Namaste! Mein Koffer ist auch angekommen und glücklich begebe ich mich in den Bereich jenseits der Absperrungen. Dort wartet schon der indische Reiseleiter,  der mit seinem “Marco Polo”-Schildchen winkt, auf mich. Nun bin ich gespannt, wer die anderen Gruppenteilnehmer sind und sehe mich bald einer bunt gemischten Gruppe aus Paaren und Alleinreisenden gegenüber, die mich schon erahnen lassen, dass die Gruppendynamik auf meiner bevorstehenden Reise stimmig sein wird.

Nachdem sich auch die letzten Reiseteilnehmer eingefunden haben,  trotten wir den Reiseleiter hinterher. Obwohl es  ein Uhr in der Nacht ist, empfängt uns, für meinen nordeuropäischen Geschmack,  eine Wand aus viel zu heißer tropischen Luft.  Auf dem Busparkplatz steht unser Bus, der uns, mit einer halben Stunde Fahrtzeit, in das Hotel “Double Tree by Hilton (Gurgaon)” befördert. Delhi riecht nach faulen Eiern, der Bus dagegen leicht nach Räucherstäbchen. Die Klimaanlage kühlt, doch einige der Reiseteilnehmer (und auch ich) haben Angst, sich eine Erkältung einzufangen, sodass der Fahrer, auf unsere Bitte hin,  die Düsen leicht zurückschaltet. Staunend blicken wir in das indische Chaos hinein. Ich bin an Westafrika erinnert, allein die Hochhäuser lassen erahnen, dass Indien ein aufstrebendes Schwellenland ist.

Das Hotelzimmer entspricht internationalen Standard und so schlief ich dann, gespannt auf die nächsten Tage,  erschöpft ein.

 

 

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