Mami Wata – international!

mami-wataDiese Woche  erhielt ich von einer Leserin meines Buches einen Link auf ein anscheinend ebenfalls interessantes Buch, das aber – die astronomischen Preise auf „amazon.de“ lassen darauf schließen – vergriffen zu sein scheint: Cronenburg, Petra van: Schwarze Madonnen. Das Mysterium einer Kultfigur. Basel 1999, S. 210)

Hier ist Izabelas Zitat aus dem o.g. Buch:

Omnifunke erzählt, 1994 hätte der Rat der Ifa durch sein Divinationssystem die Botschaft erhalten, mit den drei Göttinnen Yemoja, Oshun und Oya, den ‚dunklen Müttern‘, werde ein Prozess weiblicher Ermächtigung beginnen:
die ganze Menschheit wird ihr gegenüberstehen, sie ehren, empfangen und erinnern. Was 1993/94 in den Industrieländern mit einer neuen Hinwendung zur Schwarzen Madonna und der Wiederentdeckung der dunklen Göttinnen begann, sieht die Yoruba-Priesterin in einem weltweiten Zusammenhang: ‚Wir sind gezwungen, den Menschen zu bestätigen, dass die dunklen Mütter hier sind, dass sie Integration symbolisieren, Gleichgewicht und Frieden als die notwendigen Bestandteile, um das Gleichgewicht der Erde wiederherzustellen.‘ Der weltweite Prozess in der weiblichen Spiritualität, der durch die Wiederentdeckung des Geschichtenerzählens und die Beschäftigung mit den Schattenseiten der Psyche in Gang gesetzt wurde, bedeutet für die Priesterin den Beginn einer Befreiung, die weibliche und männliche Kräfte in ein spirituelles Gleichgewicht bringt und dadurch Menschen befähigen könnte, zu ‚Mitschöpfern‘ statt Zerstörern zu werden. Frauen begannen, ihre Gewohnheiten, ihre Ethik und ihre Politik miteinander zu teilen, (denn) unsere Leidenschaften zu verleugnen und uns in Angst zu verstecken würde unsere Visionskraft beschränken und die Fähigkeit, aktiv am kreativen Prozess teilzunehmen.

Diese kulturübergreifende „Integration“, die ich immer in  der Göttin Mami Wata, was ja nur ein anderer Name für Yemaja/Yemoya (wie im o.g. Zitat verwendet), mit ihren afrikanischen, afro-amerikanischen, asiatischen und europäischen Wurzeln,  erblickt habe, finde ich im Zitat nicht nur bestätigt, sondern es entspricht auch meiner eigenen Vision, die die verschiedenen spirituellen Kulturen miteinander verbunden wissen möchte, ohne aber ihre jeweiligen Besonderheiten zu negieren.

Meine Zeichnung zeigt deshalb folgerichtig auch eine Mami Wata mit Rune und entsprechender Affirmation von Karl Spiesberger (Runenmagie. Handbuch der Runenkunde. Ulm 1954, S. 51)

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