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MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Morbider Charme in Verona

Written By: Marina Sosseh - Apr• 19•18

Den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir in Verona.

Natürlich statteten wir der römischen Arena und dem
Balkon von Romeo und Julia einen Besuch aus.

Spannender als die schnöde pseudoromantische Aussichtsplattform waren die Touristenmassen davor.

Ich scheine nicht mehr an die große Liebe zu glauben und so hatte ich auch kein Interesse daran, die rechte Brust der Julia-Statue anzufassen, um diesbezügliches Glück herbeizuzaubern.  Einen der wenigen Momente, wo kein Tourist an der Statue klebte, nutzte ich für ein schnelles Foto.

In Verona gibt es Interessanteres zu erleben, als diesen Touristen-Nepp.

In die Tiefe geschaut!

Ein Überraschungserlebnis bietet zum Beispiel die archäologische Ausgrabungsstätte im Untergeschoss eines Benetton-Geschäftes. Zwischen all den bunten T-Shirts lassen sich hier die Überreste einer römischen Villa bestaunen.

Adresse:  Via Giuseppe Mazzini, 41, 37121 Verona VR, Italien

Erhebende Ausblicke

Die Aussichtsplattform des Colle San Pietro, die bequem mit einer Schienenbahn zu erreichen ist, bietet fantastische Aussichten auf Verona.

 

Dantes Inferno

Die Göttliche Komödie hat der durch die Tempelritter beeinflusste Dichter zwar nicht während seines Aufenthalts 1312 – 1318 in Verona geschrieben, sondern erst später, hier aber verlas er nachweislich , vor der Chiesa di Sant’Elena,  1320 seine wissenschaftliche Abhandlung “Quaestio de  aqua et terre”.

Morbider Charme

Morbiden Charme boten nicht nur die Grabmäler der Skaliker. Auch der Monumentalfriedhof beeindruckte mich.

Am Ufer der Etsch entlang ging es zurück zum zentralen Omnibusbahnhof, wo der Bus starten sollte, der unsere Schüler/innen und uns zurück nach Hannover bringen sollte. Etwas Zeit blieb aber noch und so weckte der sich in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz befindliche   Monumentalfriedhof meine Neugierde. Leider war ich kurz vor der Schließzeit um 18.30 Uhr dort und meine Kamera befand sich auch schon im Koffer, sodass ich nur noch Smartphone-Fotos schießen konnte. Gerne hätte ich mich hier länger aufgehalten, um die wunderbaren Gräber zu fotografieren, von denen viele mit Fotografien der Toten dekoriert sind. Der Ort strahlt eine ganz besondere Kraft und Ruhe aus und ist sicherlich auch unter einer geomantischen Perspektive interessant. Ich möchte ihn jeden Verona-Besucher ans Herz legen.

Fünfzehn Stunden Busfahrt lagen nun vor uns, die aber alle Mitreisenden “irgendwie” überlebten.  Rückblickend hat uns die Klassenfahrt gut gefallen und alle Mitreisenden haben sicherlich Eindrücke gewonnen, an die jeder gerne zurückdenken mag.

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