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MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Der Park an der Ilm in Weimar (4. Tag)

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 23•18

Die mir in Weimar verbleibende Zeit nutzte ich, nachdem ich mir einige Gebäude des nationalsozialistischen Weimars angeschaut hatte, noch für eine kurze Begehung des Parks an der Ilm, der zwischen 1778 und 1828 entstand.

Der Park  zeigte sich mir, obwohl wir doch schon den März datieren, im winterlichen Kleid.

Immer wieder taten sich dabei Sichtachsen auf. Hier wandert der Blick zu Goethes Gartenhaus, was einst der Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach den Dichter geschenkt hatte und was von Goethe 1776 bezogen wurde.

Sichtachsen als gestalterisches Moment der Gartengestaltung sind mir u.a. schon vom Wörlitzer Landschaftspark bekannt und wirklich war dieser das Vorbild für den Park an der Ilm. Herzog Karl August und Goethe  hatten Wörlitz nämlich, im Zuge einer Informationsreise besucht, bevor sie unter Einbeziehung älterer Anlagen, mit der Planung in Weimar begannen. In der Anfangszeit leitete Goethe die gestalterische Arbeit, später wurde dies vom Herzog übernommen.

Leider ließ es meine Zeit nicht zu, alles zu entdecken. So schlenderte ich von der Parkhöhle kommend zur künstlichen Ruine und dann zum römischen Haus, um dann im kleinen Bogen umzukehren und vorbei an Goethes Haus zurück zur Altstadt zu laufen. (mehr …)

Das nationalsozialistische Weimar (4. Tag)

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 22•18

Am Montag haben die meisten Museen in Weimar geschlossen, so nutzte ich die verbliebene Zeit hauptsächlich dazu, das nationalsozialistische Weimar zu entdecken.

Da ich mich dabei vor allem dafür interessiere, wie zur Zeit des Nationalsozialismus Mythos kreiert  bzw. wie  bestehende  religiöse Rituale und Symbole umgedeutet werden, um sie für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen und ich in diesem Zusammenspiel durchaus eine Erklärung für den zeitweisen Erfolg dieser Ideologie sehe, machte ich mich auf dem Weg zur Nietzsche-Gedächtnishalle.

Die Nietzsche-Gedächtnishalle

(Humboldtstr. 38) Diese liegt genau neben dem Nietzsche-Archiv, dessen Namen irreführend ist, handelt es sich dabei schließlich nicht um ein Archiv, sondern um ein Museum, was – Überraschung – am Montag geschlossen war.  Immerhin lässt sich der Audioguide online auf der Webseite der Klassik-Stiftung nachhören.

Hier, in der “Villa Silberblick, starb Nietzsche und seine Schwester richtete hier ein Archiv ein, was der Edition des Nachlasses ihres Bruders dienen sollte.

Schon 1910 plante sie, die Einrichtung einer Gedächtnishalle. Diese Idee wurde von den Nationalsozialisten wieder aufgegriffen, was nicht verwunderlich ist, sah Hitler schließlich als eine Bezugsgröße des Dritten Reiches an. Im Jahre 1934 erhielt der Publizist und Architekt Paul Schultze-Naumburg den Auftrag zum Entwurf einer Gedächtnishalle. Eine Fertigstellung wurde jedoch durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert und so kamen auch die von Benito Mussolini gestifteten Dionysos- und Apollo-Statuen nicht mehr zur Aufstellung.

Ab 1946 wurde die Halle vom Radio DDR 2  und nachfolgenden MDR genutzt und steht seit der Jahrhundertwende leer.

Das hier ist die tempelähnliche Eingangshalle, die natürlich verschlossen war.

Die durch einen Gitterzaun versperrte Zufahrt zwischen Nietzsche-Archiv und Gedächtnishalle lässt die Größe der sich nach hinten erstreckenden Gebäude erkennen. (mehr …)

Dichterhäuser in Weimar: Schiller- und Goethehaus (3. Tag)

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 21•18

Das Schillerhaus

Am dritten Tag besuchten wir das Schillerhaus, wo Herr Dr. Paul Kahl einen Vortrag  über “Wilhelm Tell und die Weimarer Klassik” hielt.

Das Konzept der Weimar-Jena-Akademie literarische Betrachtungen  mit Ortsbegehungen zu verknüpfen, spricht mich ausgesprochen an, schließlich korrespondiert es mit meinem Ansatz des mythologischen Wandern, spart jedoch, das ist wohl dem herrschenden Zeitgeist geschuldet, eine sinnlich-empfindsame Durchdringung aus und  kapriziert sich stattdessen ganz auf eine verstandesmäßige Herangehensweise.

Im Schiller-Wohnhaus schrieb der Dichter seinen “Wilhelm Tell” und verbrachte hier auch die letzten drei Jahre seines Lebens. 1847 gelangte das ehemalige Wohnhaus in städtischen Besitz, woraufhin  die Räume in Kulträume umfunktioniert wurden. Den Ist-Zustand beschreibt Dr. Kahl wie folgt:

Was man hier sieht ist eine “bildungsbürlich-biedermeierliche Innenrauminszenierung des 19. Jahrhunderts in der Mansarde, erweitert um eine stilgeleitete Innenrauminszenierung der späten DDR im ersten Stockwerk. (Kahl, P.: Der Geschichtsort Schillerhaus in Weimar)

Schon vor Goethe wurde Schiller als eine bürgerliche Identifkationsfigur angesehen, an dessen Person sich eine Verehrung inszenierte. Auf dem Original-Bett des Dichters häuften die Besucher im 19. Jahrhunderts Rosen an und auch A. Hitler soll dies bei seinem Besuch im Schiller-Haus getan haben, was ihn später jedoch nicht davon abhielt, den “Wilhelm Tell” verbieten zu lassen.

Da das Seminar nun beendet war, zog ich, samt Gepäck vom  Wielandsgut Oßmannstedt und seiner doch recht einfachen Übernachtungsmöglichkeit, in Form eines Bettgestelles, was auf dem Boden lag,  in das Hotel Best Western Premier Hotel Russischer Hof um. Das luxuriöse Zimmer, was mich nun willkommen hieß, war schon eher nach meinem Geschmack und meine Laune stieg bei der Aussicht auf eine entspannte  Nacht, die dann allerdings ein wenig durch die Geräusche der Lüftungsanlage (oder was auch immer?) gestört wurden. Vielleicht hätte ich diese aber auch einfach abstellen können. (mehr …)

Politische Korrektheit in Weimar

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 20•18

Nachdem am Samstag hinter der bildungsbürgerlich Struktur der Seminar-Gesellschaft, dank der offen geäußerten “Politischen Korrektheit” der Mitarbeiterin des Deutschen Nationaltheaters (auch DNT genannt 🙂 )und meines Widerspruchs dagegen,  die anscheinend doch recht dünne zivilisatorische Maske bei einigen Teilnehmern (wohlgemerkt nicht allen) Risse  bekam und das Monster, was sich dahinter verbarg, chimärenhaft sichtbar wurde, beispielsweise, indem mir nicht mehr die Hand gegeben wurde oder die Antwort am Frühstückstisch auf eine banale Frage sehr knapp ausfiel,  war ich dann doch recht froh darüber, dass die Veranstaltung am Sonntag ihr Ende fand.

Schade, denn auch hier zeigte sich für mich wieder,  dass der ideologische Zwist, der mittlerweile alle gesellschaftlichen Themen in Deutschland erreicht hat, nicht zum Diskurs, sondern zur Ausgrenzung und Stigmatisierung führt.

Meine Absicht war es gewesen, mich während der Veranstaltung nicht politisch zu äußern. Dieser Entschluss von mir  wurde schon am ersten Abend auf die Probe gestellt, wo eine Teilnehmerin von ihren Erfahrungen in Dresden  berichtete, wo sie in eine Pegida-Demonstration geraten war. Der Polizeischutz, den Pegida aufgrund von linksextremistischen Bedrohungen erdulden musste, wurde dabei von ihr als besonderer Gruselfaktor geschildert und unterschwellig Pegida zu Lasten gelegt.  Ich blieb standhaft und wechselte das Thema, schließlich wollte ich genau das vermeiden, was mir am darauffolgenden  Tag  passieren sollte, als nämlich  die Mitarbeiterin des Nationaltheaters, was nicht mehr so heißen darf, mir viel zu euphorisch auf AFD-kritische bzw. -feindliche Inszenierungen hinwies und ich mich daraufhin  als AFD-Sympathisantin zu erkennen geben musste.

Theater kann zwar  immer auch politisch sein, keine Frage, sollte aber niemals durchgängig nur eine Sichtweise vermitteln, sondern gerade zur Diskussion einladen. Da dies gegenwärtig anscheinend nicht möglich ist,  bevorzuge ich Inszenierungen, die sich am Werk und seinen zeitgenössischen Rahmen orientieren.

Was ist los in diesem Land, in dem die freie Meinungsäußerung nur noch denen möglich ist, die bereit sind, negative Konsequenzen zu erdulden? Ist dies der Grund, warum so viele schweigen?

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Der zweite Tag in Weimar: Das Stadtschloss mit seinen Dichteräumen und das Deutsche Nationaltheater

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 17•18

Am zweiten Tag meines Aufenthaltes im Weimarer Land hörten wir am Vormittag einen weiteren  inspirierenden Vortrag von Dr. Paul Kahl über Goethes Iphigenie und diskutierten anschießend, inwieweit de Tyrann erziehbar ist. Wohingegen sich Goethe hier für eine humanistisch geprägte Konfliktlösung ausspricht, zeigt Schiller im Wilhelm Tell auf, dass Aufklärung und Empfindsamkeit angesichts eines ungezügelten Despotismus scheitern muss. In der anschließenden Diskussion wurde dann von einigen Teilnehmern der Tyrann mit H. Trump gleichgesetzt, was mir dann  doch reichlich vereinfachend vorkam.

Das Stadtschloss mit seinen Dichterräumen

Danach fuhren wir mit Fahrgemeinschaften nach Weimar.  Im Stadtschloss, der einstmaligen Residenz der Herzöge von Weimar und Eisenach, besuchten wir die Dichterzimmer von Goethe und Schiller. Insgesamt gibt es vier solcher Memioralräume, die jeweils den literarischen Motiven von Goethe, Schiller, Wieland und Herder gewidmet sind.  Eingerichtet wurden sie im Auftrag von Maria Pawlowna, verheiratet mit Carl Friedrich, Erbprinz von Sachsen-Weimar. Sie wollte damit die Wichtigkeit der Dichter für ihre Politik unterstreichen und sich dadurch natürlich selbst aufwerten.

Ein antikes Sarkophagrelief, das Szenen von Euripides “Iphigenie bei den Tauren” zeigt, was wiederum als Vorlage für Goethes Iphigenie gedient hat,  gab Anlass für die Herrichtung der Dichterzimmer. Im Goethe-Raum befinden sich dann auch mehrere Bilder, die Goethes Iphigenie illustrieren, gleichwie sich im Schiller-Raum ein Gemälde zum “Wilhelm Tell” befindet. Obwohl in diesem Zimmern die Literatur im Vordergrund stehen sollte, sind in beiden altarähnlich inszenierte Dichter-Büsten in Szene gesetzt.

 

Zum weißen Schwan

Aufgrund des dichten Terminplans hatten wir nur eine kleine Mittagspause zur Verfügung, die ich zum Besuch des Gasthauses “Zum weißen Schwan” nutzte. Ich entschied mich für das Mittagsmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Espresso, was mit insgesamt 14 € preislich moderat war und auch vorzüglich mundete.

Das Deutsche Nationaltheater

Danach ließen wir uns durch das Deutsche Nationaltheater führen und ich hatte die Gelegenheit endlich einmal den Bühnenbereich und die Werkstätten eines Theaters zu besuchen. Leider plauderte unsere junge Führerin  nach meinem Geschmack etwas zu begeistert über das  anscheinend überaus “politisch korrekte” Regietheater in Weimar, sodass ich, entgegen meiner Absicht mich zurückzuhalten, zum Widerspruch animiert wurde.

Wetterkapriolen

Damit aber nicht genug! Bei der Rückfahrt gerieten wir in heftigste Schneeverwehungen,  sodass  unsere Fahrerin uns nicht bis zum Wielandsgut bringen könnte und wir die letzten Kilometer im eisigen Wind zu Fuß zurücklegen mussten.

Der nachfolgende Vortrag über “Weimar und die deutsche Geschichte” verschob sich, da auch andere Teilnehmer mit ähnlichen Transportproblemen zu kämpfen hatten, leicht nach hinten. Die  nachfolgende Diskussion verlief angeregt, wenngleich einige der Seminarkollegen mir zwar immer noch freundlich, aber doch deutlich distanziert entgegentraten.  Woran das wohl lag? 🙂

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Zu Besuch bei Wieland: Der 1. Tag im Weimarer Land

Written By: Marina Sosseh - Mrz• 16•18

Von Hannover ging es heute über Göttingen und Erfurt nach Oßmannstedt. Jetzt bin ich im ehemaligen Wohnhaus von Christoph Martin Wieland, der 1797 dem Gutshof nördöstlich von Weimar erwarb, um dort mit seiner Familie nach Art eines römischen Landjunkers zu leben.

Das ruhige Landleben inspirierte ihm zum Scheiben und Dichten. Auch heute noch ist es ganz still im ehemaligen “Osmantium”,  das jetzt zur Klassik Stiftung Weimar gehört und in desen Bildungsstätte (Weimar-Jena-Akademie) ich mich gerade aufhalte.

Für mich ist es ganz ungewohnt, einmal nicht ein ständiges urbanes Rauschen, wie ich es aus Hannover gewohnt bin, zu hören. Das Gästezimmer ist spartanisch und das Wieland-Museum lässt sich leider nicht besuchen, da noch  bis zum  25.03 Winterpause ist

Dafür kann ich mich an das Fenster setzen und auf dem barocken Delphin-Brunnen im Schnee-Ambiente schauen und ganz langsam all die Hektik hinter mir lassen, die in den letzten Monaten mein ständiger Begleiter war. Durchatmen – zu sich kommen …. Das Leben kann so schön sein, wenn es denn nicht das ewige Ticktack des Existenzkampfes im Fokus hat.

Ich horche einem Vortrag über die Beziehung von Goethe zu Schiller und der Referent jongliert so wortgewaltig mit der Sprache, dass es mir, die ständig dem einfallslosen Verwaltungs-Journalisten-Wirtschaftsdeutsch in den politischen Ausschüssen ausgesetzt ist, eine kontrastierende Freude ist.

Umrahmt wird das Gut von einem kleinen Landschaftspark, der vom Reichsgrafen von Bünau angelegt wurde. Irgendwo hier, an der Ilm, sind Anna Dorothea Wieland, Christopf Martin Wieland und Sophie Brentano begraben. Ein Obelisk kennzeichnet diesem Platz. Morgen werde ich mich auf die Suche nach ihm begeben.

Liebe und Freundschaft / umschlang die verwandten / Seelen im Leben, / und ihr Sterbliches deckt dieser gemeinsame Stein. (Grabspruch)

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Die Teufelskuhle, das Mausoleum Graf Carl von Alten und die Döhrener Wolle: Eine hannoversche Winterwanderung

Written By: Marina Sosseh - Feb• 11•18

Gestern unternahmen eine Freundin und ich eine kleine Winterwanderung im Nahbereich.

Wir starteten am Freizeitheim Ricklingen und gingen von dort zum Ricklinger Holz. Von dort wanderten wir weiter in Richtung Hemmingen. Dabei hatte ich die Hoffnung, dass wir an der sogenannten Teufelskuhle vorbeikommen würden, hatte ich nämlich unlängst gebraucht ein Buch mit niedersächsischen Sagen erstanden, wo genau dieser geheimnisvolle Ort Erwähnung fand. Ein Einsiedler soll dort einmal gelebt haben, der nachdem er einen jungen Mann für den christlichen Glauben missioniert hatte, von dessen Bruder ermordet worden sein soll. Danach versank die Kirche mitsamt dem Mörder im Boden und die Erdspalte füllte sich mit Wasser.

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Warum es hier keinen offensichtlichen Mehrwert für dich gibt! Reflexionen über das Bloggen

Written By: Marina Sosseh - Jan• 26•18

Meine knappe Antwort lautet: … Weil ich gegen ökonomische Kategorien verwehre und ich eher das Konzept des inspirierenden Müßiggangs verfolge. Da wird dann Tagebuch geschrieben, um sich selbst weiterzuentwickeln.

Dazu passt ganz schön das folgende Zitat von Rudolf von Laban.

“Der Mensch bewegt sich, um ein Bedürfnis zu befriedigen. Mit seiner Bewegung zielt er auf etwas hin, das für ihn von Bedeutung ist. Das Ziel seiner Bewegung ist leicht zu erkennen, wenn diese sich auf ein konkretes Objekt richtet; es können aber auch immaterielle Dinge sein, die eine Bewegung auslösen.” (Laban, Rudolf von: Die Kunst der Bewegung. Wilhelmshaven 2003, S. 9)

Blogs, nicht nur Reiseblogs, sind ja ebenfalls Bewegungen, die irgendwohin führen. Vor dem virtuellen Zeitalter haben wir beim Schreiben die Feder geschwungen und sie über ein Blatt Papier tanzen lassen. (mehr …)

Die aktuelle Inszenierung der Zauberflöte in Hannover

Written By: Marina Sosseh - Jan• 20•18

Zwei Wochen im Dauerstress liegen hinter mir. Die Zeugnisse stehen kurz bevor und als Lehrerin ist man so, neben seinen regulären Unterrichtsverpflichtungen, ständig dabei, irgendwelche Listen auszufüllen und auszuwerten.

Der einzige Lichtblick innerhalb dieses stressigen Einerleis war dann für mich der Besuch der Zauberflöte vergangenen Dienstag. Das Opernhaus Hannover hat dieses Stück neu inszeniert. Premiere war am 13.01.2018. Herausgekommen ist mal wieder das von mir ungeliebte Regietheater, allerdings nicht gar so unerträglich, wie ich es 2015 bei der unsäglichen Hannoverschen “Freischütz“-Inszenierung erleben durfte.

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Eine hochexplosive Wanderung

Written By: Marina Sosseh - Jan• 14•18

Das Wetter war trüb und nasskalt, als sich die Wildfrauenhaus-Wandergruppe zur monatlichen Wanderung aufmachte. Diesmal sollte es nach Walsrode gehen. Das Heidestädtchen ist von Hannover aus in ca. 45 Minuten erreichbar, was uns für eine Winterwanderung gelegen kam, die ja immer zeitlich durch die frühe Dunkelheit begrenzt ist.

Bei der Planung hatte ich, recht unkreativ, auf die Informationen der Touristinformation in Walsrode zurückgegriffen. Auf der dortigen Online-Seite findet sich eine Rundwanderung, deren gpx-Daten ich herunterlud, um sie dann auf die Komoot-App aufzuspielen.

Der Start in Walsrode gestaltete sich schwierig und als wir dann endlich auf der Strecke der Rundwanderung angekommen waren, begeisterte uns der Weg, der viel zu lange an Häusern und Verkehrsstraßen entlang führte, wenig. Immerhin stellten wir fest, dass die Eigentümer der Walsroder Einfamilienhäuser einen Hang für liebevoll-kitschige Dekorationen ihrer Häuser haben, was auf ein ruhig-entspanntes Leben hindeuten mag. (mehr …)

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