mamiwata

MAGISCH REISEN, KUNST und KULTUR: In die Tiefe geschaut!

Alles erledigt und offen für das Neue! 

Written By: Marina Sosseh - Jan• 05•18

EH, Mischmaterialien, 29 x 39.5 cm, Rauhnächt 2017/18

Die Weihnachtstage habe ich im Kreis meiner Familie verbracht. Endlich war Zeit, um die Serie meiner Blogbeiträge über meine Rumänien-Rundreise fertigzustellen. Die Zeit der Dunkelheit gab auch genug Gelegenheiten, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen. Bücher konnten gesichtet werden und ich stellte fest, dass, selbst wenn für ein halbes Jahr der Kontakt zur Außenwelt abreißen würde, ich genug zu lesen und zu bedenken hätte.

Die Neujahrskartenlegung bestätigte mir das, was ich ohnehin schon wusste, führte es mir aber noch einmal eindringlich vor Augen. Diesmal nutzte ich das an das Crowley-Tarot  angelehnte “Black Flame Tarot“.

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In Draculas Reich. Teil 10

Written By: Marina Sosseh - Jan• 02•18

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8 Teil 9

Am letzten Tag meiner Rumänien-Rundreise zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite.

Ceausescus einstiger “Palast des Volkes” und heutiger Sitz des Parlaments  zeigte sich mir also im Dauerregen. Architektonisch hat sich der einstige Diktatur von den visuellen Erlebnissen einer Nordkorea-Reise beeinflussen lassen. Er selbst hat die Fertigstellung eines flächenmäßig größten Gebäudes der Welt  nicht mehr erlebt.

So ähnlich muss auch der Plan der Nationalsozialisten für die Welthauptstadt “Germania” ausgesehen haben.  Die Achse führt genau auf den “Palast des Volkes” zu. Um hier Freiraum zu schaffen wurden die Häuser von rund 40.000 Bukarestern zerstört und durch Neubauten ersetzt.  Vom einstigen “Klein-Paris” des 19. Jahrhunderts ist kaum noch etwas zu sehen. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 9

Written By: Marina Sosseh - Dez• 31•17

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6 Teil 7  Teil 8

Am vorletzten Tag meiner Rumänien-Rundreise besuchte ich dann Draculas Schloss (Törzburg)  in Bran.

Die Burg kontrollierte, auf einem 60 m hohen Felsen der Südkarpaten trutzig stehend, einst das enge Tal mit  einem wichtigen Handelsweg, der Siebenbürgen und die Walachei verband.

Die Burg wurde von Dietrich, einen Ritter des Deutschherrenordens erbaut, und bestand im Ursprung nur aus einem Pfahlbau. Seine Besitzer hat die Burg dann des Öfteren gewechselt. Beispielsweise ging das Besitztum auch an dem walisischen Fürsten Mircea cel Batran, der den Vater des historischen Draculas, der mit wirklichen Namen Vlad Tepes hieß,   als Dank für die Unterstützung gegen die Osmanen in den Fürstenstand (Woiwoden) der Walachei erhob.

Insofern mag es sein, dass Dracula hier wirklich einst  weilte und dass es sich beim  “Nest von Dracula” nicht nur um einen Gag der Touristenindustrie handelt. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 8

Written By: Marina Sosseh - Dez• 29•17

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Nach dem Besuch von Kronstadt fuhren wir nach Honigberg (rum. Harman). Dies ist eine weitere Kirchenburg, wie ich sie ja auch schon in Biertan erlebt hatte.

Der hübsche Name leitet sich wahrscheinlich von einem nahen Berg ab. Dort soll es viele Bienenschwärme gegeben habe. Es kann aber auch sein, dass der Name sozusagen aus der alten Heimat der Siebenbürger Sachsen importiert worden ist. “Bei Bingen am Rhein gibt es ein Dorf Honigberg und bei Koblenz wird ein ‘Honigberger’ gekeltert.” (Baedeker: Rumänien. Ostfildern 2017, S. 195)

Der überdachte Eingang zur Kirchenburg, der hier von der Innenansicht nach außen fotografiert ist, ersetzt seit 1791 eine Zugbrücke.

Die Kirche ist von einer hohen Mauer umgeben.  An der Südseite finden sich Wohnhäuser, die heute museal genutzt werden und Alltagsgegenstände der Sachsen zeigen.  Im Kapellenturm lassen sich Wandmalereien des Jüngsten Gerichts bestaunen.  Die Erklärungen sind vorbildlich in drei Sprachen verfasst. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 7

Written By: Marina Sosseh - Dez• 28•17

Ich setze meinen Bericht meiner Rumänien-Rundreise fort.  Die vorhergehenden Teile findet ihr hier: Teil 1  Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6

Nach dem Frühstück im Hotel Piemonte in Predeal fuhren wir heute (6.10) in das nahegelegene Kronstadt (rum. Brasov).

Einst hatte der ungarische König Andreas II dem Deutschen Ritterorden das Burgenland zur Sicherung der Karpatengrenze überlassen. Die Siebenbürger Sachsen entwickelten den königlichen Burgflecken hin zu einer Freistadt, die seit 1251 den Namen Kronstadt trägt. Im 16. Jahrhundert war Kronstadt religiöses und kulturelles Zentrum des Butzenlandes (südlicher Teil von Siebenbürgen), wozu die den Siebenbürger Sachsen ausgesprochenen Privilegien wie Gerichtsbarkeit und freies Marktrecht  u.a. wesentlich  beigetragen haben.

Auf dem Bild ist der Marktplatz zu sehen mit dem Berg Tampa und seiner Seilbahn im Hintergrund.  Der Berg scheint aus dem Marktplatz herauszuwachsen, weswegen auch schon der ein oder andere Bär auf Nahrungssuche in Kronstadt gesichtet worden sein soll.

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Wochenrückblick im Zeichen der Wintersonnenwende

Written By: Marina Sosseh - Dez• 22•17

Julkind. Mixed Media, 29,7 x 42

Was für eine merkwürdige Woche. Am Montag fühlte ich mich noch fit, jedoch im Vorfeld schon gestresst von den vielen bevorstehenden Terminen. Am späten Nachmittag überfiel mich dann ein Krankheitsgefühl mit Schüttelfrost und ich lag nur noch auf dem Sofa. Immerhin schaute ich mir noch eine  Reportage über Venedig an, die aktuell noch in der Arte-Mediathek zu finden ist (hier).

Am Dienstag stand die Regionsversammlung an, in der ich mich, trotz fortgesetzten Unwohlseins, quälte, schließlich war ich, innerhalb unserer Fraktion, diesmal diejenige, die die Haushaltsrede (hier) halten sollte. Wir sind ja nur zwei gewählte Vertreter unserer rein kommunal aufgestellten Wählergemeinschaft und wechseln uns  mit dieser Aufgabe ab.

Nun ja …  man darf ja durchaus andere politische Meinungen vertreten als ich, jedoch sollte man, das ist meine feste Überzeugung, gerade im öffentlichen Rahmen einen gewissen Anstand bewahren, wozu eben auch gehört, sich die Reden der anderen Fraktionen in Ruhe anzuhören und nicht durch laute Zwischenrufe, störende Privatgespräche oder durch das demonstrative Verlassen des Saals zu torpedieren. Das macht mich  traurig, zeigt es doch, dass in unserer sogenannten Demokratie mittlerweile eine faire Debattenkultur nicht mehr vorhanden ist und dass gerade diejenigen, die sich hier als moralisch überlegen ausgeben,  dringenden Lernbedarf aufweisen.  In der anschließenden “Diskussion” der Haushaltsreden zeigte sich, dass der Inhalt unserer Rede scheinbar überhaupt nicht verstanden wurde, warf man der AFD und uns, von Seiten einer SPD-“Kollegin” nämlich, “unerträgliche deutschtümelnde Arroganz” vor und ein anderer SPDler las daraufhin  Schlicht-Prosa (wohl aus den sozialen Netzwerken entnommen) vor, in der das multikulturelle Erbe der Weihnachtsgeschichte betont wurde. So ist das eben: Es reicht schon aus, die Probleme der Jetzt-Zeit nur zu benennen, um als “rassistisch”  gebrandmarkt zu werden. Der mediale Beifall ist den so Handelnden dabei auch noch sicher, die im Rausch der scheinbaren moralischen Überlegenheit  nicht bemerken, dass sie sich längst zu Steigbügelhaltern des Totalitarismus haben degradieren lassen. (mehr …)

In Draculas Reich. Teil 6

Written By: Marina Sosseh - Dez• 21•17

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5

Am nächsten Morgen besuchten wir ein weiteres Moldau-Kloster, das genauso, wie das Kloster Modovita, zum Unesco-Weltkulturerbe gehört: das Kloster Voronet.

Die Moldauklöster sind eine Gruppe von rumänisch-orthodoxen Klöstern in der südlichen Bukowina in Rumänien. Ihr Bau wurde im 15. und 16. Jahrhundert im damaligen Fürstentum Moldau von Stefan dem Großen und seinen Nachfolgern – insbesondere Petru Rareș – rund um den Amtssitz Suceava veranlasst.

Überlieferungen zufolge versprach Stefan der Große für jeden Sieg auf dem Schlachtfeld die Errichtung einer Kirche oder eines Klosters. Seine Erfolge über Ungarn, Polen und Türken führten zur Stiftung von insgesamt über 40 Gotteshäusern und zur größten Ausdehnung des Fürstentums Moldau im heutigen Rumänien, Moldawien und der Ukraine.

Ein Teil der Klöster zeichnet sich durch detaillierte Wandmalereien auf den Außenmauern aus. Diese sollten dem damals des Schreibens und Lesens unkundigen Volk Szenen und Gleichnisse aus der Bibel vermitteln. Sowohl die Architektur der oftmals von quadratischen Schutzmauern umgebenen Klosterkirchen als auch die Freskenmalereien selber lassen dabei starke byzantinische Einflüsse erkennen (Ikonenmalerei). Der Baustil ist zum Teil stark von der Gotik geprägt.

Die schönsten Beispiele dieser Außenmalereien finden sich in Sucevița, Moldovița, Arbore und Voroneț. Als Königin der Moldauklöster gilt jedoch das schlichtere, 1466-1469 in einem Karpatental errichtete Kloster Putna, in dem Stefan der Große seit 1504 auch begraben liegt. (Wikipedia zum Stichwort “Moldauklöster”, besucht am 21.12.2017)

Das Dach soll übrigens die Malereien schützen.

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In Draculas Reich. Teil 5

Written By: Marina Sosseh - Dez• 20•17

Nachdem mich jetzt, kurz vor Weihnachten, noch eine Virusinfektion gepackt hat, bleibt unerwartete Zeit, um den Blog-Bericht meiner herbstlichen Rumänien-Rundreise fortzusetzen.

Mittlerweile sind ja schon vier Teile online: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4

Am vierten Tag der Rundreise verließen wir Siebenbürgen und fuhren über den Tihuta Pass in die Bukowina.

Zuvor machten wir jedoch einen Halt  in Targu Mures. Die Stadt im siebenbürgischen Hochland ist Hauptstadt der Szekler, eine ungarisch sprechende Minderheit, die seit Jahrhunderten in Südost-Siebenbürgen lebt. (mehr …)

Auf dem Heiligenberg in Heidelberg

Written By: Marina Sosseh - Dez• 10•17

Ich hatte es mir so entspannt vorgestellt: Mit dem ICE um halb Acht  nach Frankfurt fahren, um dann um  11 Uhr meine Stadtbegehung zu starten. Leider kam es anders. Der ICE war schon vor Hannover liegen belieben und fiel ersatzlos aus. Der IC, der mir als Ersatz angeboten wurde, fuhr später, brauchte länger und hatte schon  in Hannover eine Verspätung von 10 Minuten. Es wurde nicht besser. Außerplanmäßig musste er nach Darmstadt fahren, weil irgendetwas umrangiert werden musste, um dann eine andere Strecke nach Heidelberg zu fahren. Dank all dieser Umstände hatte ich nun zwar ausreichend Zeit, um mein Buch zu lesen, meine Aufenthaltsdauer in Heidelberg reduzierte sich so aber so auf magere vier Stunden.

Nun  hatte ich leider keine Zeit mehr  für die hübsche Altstadt, die aufgrund der Vorweihnachtssaison sowieso überfüllt war: Ich wollte zumindest den Thingplatz sehen. So überquerte ich also die Altstadt-Brücke und ging eine steile Straße (genannt Schlangenweg), die aus vielen, vielen Treppen bestand, hinauf und erreichte so den Philosophenweg.

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Forget about Nick

Written By: Marina Sosseh - Dez• 08•17

Da hatte ich mich gefreut, zwei Kino-Gutscheine gewonnen zu haben, um dann feststellen zu müssen, dass der Betreiber des einzigen Programmkinos, das den Film in Hannover zeigt, sich aus fadenscheinigen Gründen weigert, diese einzulösen. Ärgerlich.  Ich hatte eine Freundin eingeladen, weswegen ich, trotz des Ungemaches,  die Tickets käuflich erwarb. Positiv gestimmt war ich dabei nicht, wollte nun aber wissen, ob der Film, den ich unter normalen Umständen nicht besucht hätte, irgendwelche Überraschungen für mich bereithalten würde.

Wenn in einem deutschen Film, der in New York spielen soll, in Wirklichkeit aber fast die gesamte Zeit in einem schicken Loft-Appartement platziert ist, auf der Tür des New Yorker Buchladens ein “Refugees Welcome” – Abziehbildchen klebt, dann handelt es sich um geförderte Staatspropaganda. Nicht immer muss sie im direkten Auftrag erfolgen.  Mittlerweile  reicht es bei den meisten Kulturschaffenden aus, an den staatlichen Fördertöpfen zu hängen, um im vorauseilendem Gehorsam “politisch korrekt” zu agieren.

Inhaltlich handelt Margarethe von Trottas Film von zwei abservierten Frauen, die vom gemeinsamen Ex die Wohnung überschrieben bekommen haben und diese sich nun, mehr oder wenig freiwillig, teilen müssen. Die Ältere von den beiden verkörpert den mütterlichen Typ. Diese hat die eigene Karriere  zugunsten der Familie zurückgestellt, um dann in den letzten fünf Jahren noch einen Doktor in Neuerer Deutscher Literatur nachgeschoben zu haben, der sich jedoch beruflich nicht mehr verwerten lässt. Sie ist eben zu alt und so bringt sie dann in New York im kleinen Kreis jungen Menschen die Gedichte von Ingeborg Bachmann nahe. “Magst du das dann mal vorlesen?”, sagt sie, derweil die andere, die einst ihren Mann übernommen hat, die nun gemeinsame Wohnung, mit Hilfe eines smarten Maklers, Kaufinteressenten präsentiert. Lustig ist das jedoch nicht.

Ihre Mitbewohnerin ist 40 Jahre alt, was anscheinend das Alter ist, wo Nick, so heißt der Ex, sich  jüngere Gespielinnen sucht. Immerhin hat er den einstigen Mannequin eine Modefirma finanziert, wo sie sich nun, auf der Suche nach altersgerechter Kleidung, im Life-Style-Business versucht. Vollständig darauf kann sie sich jedoch nicht konzentrieren, ist sie schließlich vom Liebeskummer zerfressen.

Und der Mann, um den sich alles dreht? Der hat sich ein junges Modell geangelt, ist aber von deren Lebensstil überfordert, sodass er reumütig zur Karrierefrau, die einst auch mal eine Modepuppe war, zurückkehrt. Die verzeiht,  macht aber zur Bedingung, dass er nun beide Exfrauen nehmen müsste und ich frage mich, ob das Spaß oder die Aufforderung zur Polygamie ist. In den ge”gender”ten Zeiten, in denen wir heutzutage  leben, ist doch alles Verhandlungsbasis, nur anscheinend die Rolle der Frau nicht, die nach wie vor auf den Mann fixiert zu sein scheinen muss.  Insgesamt fand ich den Film daher enttäuschend.

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