Schamanisches Coaching

Immer wieder wird gefragt, was schamanisches Coaching überhaupt ist und was es beispielsweise von systemischen Ansätzen im Coachingprozess unterscheidet.

Die Beantwortung ist nicht so einfach.

Erst einmal ist es mir wichtig festzustellen, dass Schamanismus zwar Glauben an eine spirituelle Realitätsdimension voraussetzt, ansonsten aber religionsübergreifend ist, was meint, dass sich unter dem Oberbegriff “Schamanismus” Techniken verbergen, die es ermöglichen, Kontakt mit der nicht-sichtbaren Realität aufzunehmen. Bekannte Beispiele für solche Methoden sind beispielsweise die bewusstseinsinduzierte Trommelreise, die Seelenrückholung oder die Extraktion von Fremdenergien.

Traditionelle Schamanen gibt es in unserer säkularisierten Gesellschaft nicht; es gibt aber schamanisch Praktizierende, die für sich selbst und auch für andere schamanische Techniken anwenden können und dabei bestenfalls über das reine Imitieren des Geheimwissens vom indigenen Medizinmann “Rauchende Feder” hinausgehen (man verzeihe mir meine Ironie!), letztendlich also den Sinn und Zweck der schamanischen Methoden begriffen haben und diese damit auch kreativ für unsere Gesellschaft und die darin lebenden Menschen verwandeln können.

Darüber hinaus sollte da, wo schamanische Techniken für andere angewendet werden, auch psychologisches Wissen vorhanden sein, zumal ich selbst schamanische Techniken als Mutter der Psychologie erkannt habe, was sich beispielsweise an der Nähe der Archetypenlehre von C. G. Jung zu den schamanisch erfahrbaren Begegnungen mit Hilfsgeistern in der Anderswelt aufzeigen lässt.

Wozu aber braucht es diese schamanischen Techniken? Welche tiefgreifende Sehnsucht steckt dahinter, wenn im Alltagsleben weitgehend rational agierende Menschen sich auf diesen Weg einlassen?

Das ist eine interessante Frage, die sich sicherlich nicht nur mit der Suche nach dem Exotischen, dem Anderen erklären lässt, die ja in der europäischen Kultur eine lange Tradition hat und die momentan im “Avatar” Film auch ihre 3D-aufbereitete Bildlichkeit erhalten hat.

Schamanische Techniken wollen die Realität verändern

und die scheint im Umkehrschluss genauso individuell wie auch auf einem gesellschaftlichen Feld reformbedürftig zu sein. Wir sind Bestandteil, ob wir es denn wollen oder nicht, von, um hier ein Bild von Vadim Zeland (”Transsurfing”) zu benutzen, gesellschaftlichen Pendeln, die uns in Richtungen drängen, die wir nicht unbedingt wollen. Wenn unser Widerstand aber für unsere Umgebung spürbar ist, wird er sanktioniert, mit Mobbing, Schicksalsschlägen, … etc., um uns letztendlich wieder auf die Spur unserer Väter zu bringen (wobei ich absichtlich nicht von Müttern spreche, meine ich doch hier insbesondere die 99% männlich dominierten Hierarchiegebilde, die für unsere momentane Realität dominant sind).

Viele Menschen haben in letzter Zeit auch feststellen müssen, dass die populär-amerikanischen Wunscherfüllungsbücher mit ihrem gnadenlosen Hang zum positiven Denken auch keine Erlösung von den starken “Pendeln” bieten, sondern vielmehr in die Hölle der beständigen Selbstzweifel, “nicht richtig gewünscht zu haben” und doch “noch viel zu vielen negativen Gedanken nachgehangen zu haben”, führen.

Dort, wo dieses positivistische Affirmieren zu nichts geführt hat, ist der Weg frei für eigendynamische Visionssuchen und Heilungen, die zu einer Auseinandersetzung mit der spirituellen Welt führen und natürlich eine diesbezügliche Offenheit voraussetzen.

Sehr viel mehr als die üblichen Coachingprozesse bezieht schamanisches Coaching über das lineare, zielgerichtete Denken auch ein zyklisch-kreatives DASEIN mit ein.

Kunst, als “Fachsprache des Schamanischen” (wie es Axel Brück in seinem Buch “Die Anderswelt-Reise” ausgedrückt hat), kann unser rational-wissenschaftliches Denkgebilde auflösen (was sich insbesondere auch für Männer als heilsam erweisen kann) und uns den Weg zur Realitäts-Kreation aufweisen. Schamanisches Coaching ermöglicht auf diese Art und Weise, in der nichtalltäglichen Realität jene Einsichten zu generieren, die für die Bewältigung des Alltagslebens erforderlich erscheinen und die letztendlich auch einen “weisen” Umgang mit den gesellschaftlichen “Pendeln” ermöglichen, und diese sanft zu einem Richtungswechsel umzuleiten, ohne dabei in den Widerstand zu geraten und so die Nivellierungskräfte anzuziehen. Dass man/frau während dieses Prozesses ganz und gar in der Gegenwart sein sollte, ist eine Weisheit, die sich während dieses Weges offenbart und die ich hier – im Vorgriff – benenne, im Wissen darum, dass es zur Verwirklichung mehr benötigt als das rationale Wissen darum.

Letzteres ist übrigens auch der Grund dafür, warum es Dutzende von spirituellen Lebensratgeberbüchern gibt, die allesamt sicherlich sehr hilfreich sind. Fatalerweise überfliegen die meisten Leser/innen die Bücher aber nur, ohne beispielsweise die darin vorgeschlagenen Übungen und Aufgaben auch zu “tun”, sodass sie keine Resultate erzielen. Anstatt sich nun wirklich an die “freudvolle” Arbeit zu machen, kaufen sie neue Bücher, denen das gleiche Schicksal widerfährt.

Auch hier kann ein ”schamanisches Coaching” angeraten sein, das uns quasi an die Hand nimmt und durch den aufgezeigten Prozess führt. Individuelle Angebote dazu gibt es auf meiner Homepage: www.no-mads.de

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