Die Teufelskuhle, das Mausoleum Graf Carl von Alten und die Döhrener Wolle: Eine hannoversche Winterwanderung

Gestern unternahmen eine Freundin und ich eine kleine Winterwanderung im Nahbereich.

Wir starteten am Freizeitheim Ricklingen und gingen von dort zum Ricklinger Holz. Von dort wanderten wir weiter in Richtung Hemmingen. Dabei hatte ich die Hoffnung, dass wir an der sogenannten Teufelskuhle vorbeikommen würden, hatte ich nämlich unlängst gebraucht ein Buch mit niedersächsischen Sagen erstanden, wo genau dieser geheimnisvolle Ort Erwähnung fand. Ein Einsiedler soll dort einmal gelebt haben, der nachdem er einen jungen Mann für den christlichen Glauben missioniert hatte, von dessen Bruder ermordet worden sein soll. Danach versank die Kirche mitsamt dem Mörder im Boden und die Erdspalte füllte sich mit Wasser.

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Ausstellung „Hannoversche Backsteinarchitektur“

Backstein als Baumaterial ist für das Norddeutsche Tiefland und somit auch für Hannover typisch. Es findet immer dort Verwendung, wo natürliche Bausteine knapp sind und deshalb auf das Kunstmaterial „Ziegel“ zurückgegriffen werden muss.

Maßgeblich für die heutige Backstein-Bebauung in Hannover   war u. a. die Hannoversche Architektenschule, die sich vom klassizistischen Stil, wie er von Laves vertreten wurde, abkehrte und neogotische Elemente favorisierte.  Der Begründer der Hannoverschen Architektenschule Conrad Wilhelm Hase schuf allein in Hannover 80 Kirchenneubauten und über 60 Profanbauten. Er bildete an der Polytechnischen Schule Architekten aus, die seinen Stil übernahmen und weiterführten.

Trotz der Kriegszerstörungen und der Umwandlung Hannovers zur „autogerechten Stadt“  unter Rudolf Hillebrecht in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts finden sich in Hannover  noch heute sehr viele Backsteinbauten, die die BSW-Fotogruppe Hannover zum Teil fotografiert  und jeweils dazu interessante Fototableaus erstellt hat, die eine Großansicht des Gebäudes mit Gebäudedetails verbindet. Die sehenswerte Ausstellung der netten und engagierten Fotografen  ist noch bis zum 4. April im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu sehen und macht Lust darauf, hannoversche Architektur fotografisch (neu) zu entdecken.

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Ich jedoch muss, wenn ich mir die gelbstichigen Aufnahmen der Ausstellungseröffnung anschaue, anscheinend erst einmal lernen, meinen neuen Fotoapparat technisch zu beherrschen. Bisher hatte ich ja immer nur mit dem Handy fotografiert und  muss  mich nun  in die vielen Einstellungsmöglichkeiten meiner Bridge-Kamera  einarbeiten.

Und so habe ich mich hier einmal versucht, das Anzeiger-Hochhauses in Szene zu setzen. Es wurde  nach Entwürfen von Fritz Höger, der ein prominenter Vertreter des Backsteinexpressionismus ist, gebaut und stellt so ein passendes Motiv zum Thema Backstein dar. Leider fing es an zu regnen, was zu nicht  wirklich von mir gewollten fotografischen Effekten führte.

Anzeiger-Hochhaus. Man beachte auch die historische Straßenlaterne im Vordergrund.

 

Versetzte Backsteine sind typisch für die expressionistische Bauweise.
Versetzte Backsteine sind typisch für die expressionistische Bauweise.