In Rübezahls Reich. 1. Teil

Die Anreise nach Schlesien gestaltete sich zwar lang, aber ging relativ entspannt vonstatten. In Görlitz war ich vom schönen Jugendstil-Bahnhof überrascht, hatte aber leider keine Zeit, um mir die  Stadt in Ruhe anzuschauen.

Ich kaufte mir dort ein Oder-Neiße-Ticket für 13€ mit dem ich den polnischen Zug nach Hirschberg benutzen durfte. Wahrscheinlich wäre es billiger geworden, in der Mini-Eisenbahn ein Ticket zu kaufen, jedoch war ich mir nicht sicher, ob mein polnisches Kleingeld gereicht hätte. Euros werden nämlich nicht angenommen.

Das letzte Teilstück der Reise, insgesamt 1:34 Stunden, war dann etwas unbequem, waren die Sitze nämlich hart und der Zug rumpelte so dermaßen über die Schiene, dass mein ganzer Körper vibrierte.

In Hirschberg angekommen regnete es dermaßen heftig, sodass ich erst einmal im Bahnhofsgebäude Platz nehmen musste. Einen Geldautomaten gab es dort nicht ( zumindest fand ich ihn nicht), sodass ich mir kein polnisches Geld ziehen konnte. Die Dame im Kiosk verstand weder Deutsch noch Englisch, sodass ich mir auch keine polnische Internet-Karte für mein Handy besorgen konnte. Auf diese Art und Weise war dann auch mir klar geworden, dass ich erst einmal nur Abwarten musste.

Irgendwann ließ der Regen ein klein wenig nach, sodass ich mich auf dem Weg zum Hotel machte. In einem Internetladen konnte ich mir eine Prepaid-Karte, die dort auch gleich registriert wurde, kaufen. Danach ging alles ganz einfach. Google Maps leitete mich zielführende zum Hotel, das sehr verkehrsgünstig direkt in der malerischen Altstadt von Hirschberg lag.

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Geomantische Entdeckungen in Bad Harzburg

Da, wo einst eine Thingstätte ein mysthisches Naturerlebnis vermitteln sollte, im Stadtpark von Bad Harzburg, erhebt sich jetzt ein Kletterpark und ein Baumwipfelpfad, dessen Konstruktionen so aussehen, als ob Aliens sie dort haben unachtsam fallen lassen. Nicht schön ist das und letztendlich auch  nichts weiter als eine Zerstörung der Landschaft zugunsten eines lauten Event-Tourismus.

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Oben auf dem Berg erwartet mich dann die Canossasäule und die Ruine der alten Burg. Dort steht: “Nach Canossa gehen wir nicht. Reichtagssitzung 14. Mai 1872”. “Kein schlechter Wahlspruch in unruhigen Zeiten”, denke ich mir.

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Die von Hans Bergmann 1932 geschaffene  Harzsagenhalle war  leider nicht geöffnet.

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Von dort machte ich mich auf zum Kreuz des Ostens und war auf dem Weg dorthin angenehm überrascht von einem recht unscheinbar wirkenden Ort, der jedoch starke Energien aufwies: Der Sachsenbrunnen.  Das Wasser, das da strömt, kommt aus der Endleitung einer historischen Leitung, die einst die Wasserversorgung der Burg sicher stellen sollte, die jetzt aber vollkommen modernisiert wurde.  Der Ort aber an sich weist immer noch hohe Lebens-Energien auf. Ich habe die Bovis-Einheiten dort  gemessen und kam hier auf ca. 16500, was einen spirituellen Ort beschreibt.

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Weiter ging es zum Kreuz des Ostens, eines Felsgebildes, das von einem gigantischen Kreuz gedeckelt wird und dass in Richtung der verloren gegangenen deutschen Ostgebiete ausgerichtet ist. Im Halbkreis dazu finden sich Steine mit den Wappen der jeweiligen Landesteile.

Die Energien an diesem Ort  kamen mir sehr schwer vor. Sie erzählen von Leid und Elend,  das in der aktuellen Zeitströmung nicht integriert, sondern negiert wird. Der Halbkreis verlangt immer noch  danach, geschlossen zu werden, was vielleicht u.a. auch  so verstanden werden kann, dass, wenn ich denn die Nation als einen Körper ansehe, dessen zwanghafte Amputation nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch Phantomschmerzen erzeugt, die geheilt werden müssen.  Wegsehen kann keine Lösung sein.

Das Kreuz selbst, was recht unachtsam auf den Felsen angebracht ist,  scheint mir  ein Empfänger für astronomische Energien zu sein, was von den Erbauern sicherlich nicht beabsichtigt wurde, nichtsdestotrotz aber diese Funktion übernommen hat.  Wer weiß, vielleicht ist es eine Art von  Akupunkturnadel, die  die nicht integrierten Themen erlösen will? Dafür spricht auch, dass die  Bovis-Einheiten 18000 betragen, was sehr hoch ist.

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Von hier aus wanderte ich zu den Rabenklippen. Zu der Ortsenergie erhielt ich  keinerlei Zugang: zu groß war der Andrang von Selfie-knipsenden Besuchern.

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Über das Molkenhaus, dass mit BE 11000 ein angenehm verspielter Ort ist, ging es dann wieder zurück nach Bad Harzburg.

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Während der gesamten Wanderung war immer wieder die Präsenz des Brockens für mich spürbar, der – da bin ich mir sicher – ein heiliger Berg ist, dessen Kraft die ganze Harz-Region zu einem einzigartigen Landschaftstempel hat werden lassen.

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Von Langelsheim nach Goslar

Der gestrige Tag fing nicht gut an. Erst einmal  vergaß ich,  dass das Niedersachsenticket erst nach 9 Uhr gültig ist. Als mich dann eine Durchsage  im noch stehenden Zug auf mein Missgeschick aufmerksam machte, hatte ich die Wahl “zwischen den Zug verpassen” oder aber – wie ich meinte – den Fehlbetrag gemütlich beim netten Schaffner nachzulösen. Ich entschied mich für letzteres, was – wie sich später herausstellen sollte –  eine falsche Entscheidung war, die mich  schließlich 65,60 € kostete. Ich musste auf diese Art und Weise lernen, dass ich einem Bild von einem Zugschaffner nachgehangen hatte,  der schon längst in einer historischen Vergangenheit versunken war. Die sentimentale  und anheimelnde Welt meiner Erinnerungen hatte ich irrtümlicherweise noch in Restbeständen als existent angesehen und vergaß dabei, dass im Jahre  2015  der Gott der Funktionalität  alleinig herrscht und somit auch jeder Regelverstoß erbarmungslos sanktioniert wird.  Ich hätte es wissen müssen.

Sichtlich geschockt von diesem Erlebnis, verpasste ich meinen Umsteigepunkt Kreiensen und bemerkte erst in Göttingen, dass ich viel zu weit gefahren war.

Mit über einer Stunde Verspätung kam ich dann endlich in Langelsheim an, wo die Wanderung erst einmal damit begann, dass mich eine Wespe recht schmerzhaft in den Fuß stach.

Von da ab,  ging es aufwärts.

Mit dem Spruch “Steig aus und wandere!” war schon die Wanderkarte ermutigend überschrieben.

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Zwischen Wolfshagen und Granestausee, so ungefähr nach 6.6 km der Wanderung, passierten meine Freundin und ich, nach einer heftigen Steigung,  einen unendlich kraftvollen und friedlichen Ort, der uns mit neuer Energie versah.

Weiter ging es zur Granetalsperre, die uns mit schönen Ausblicken belohnte.

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Eine Möwenfeder, die  in meinem Rucksack noch von der letzten Wanderung übrig geblieben war, wurde  hier “ausgesetzt” und verhedderte sich im Gras. Auf einer symbolischen Ebene wurden so die Orte Wilhelmshaven und Granetalsperre miteinander verbunden. Warum das so sein wollte, weiß ich jedoch nicht.

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Angenehm erschöpft erreichten wir  schließlich die tausendjährige Kaiserstadt Goslar.

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Wer die Wanderung auch erleben möchte, findet sie hier.

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Lost Places: Von Halberstadt nach Langenstein.

Wir starteten unsere Wildfrauenhaus-Wanderung in Halberstadt-Spiegelsberge: Dieser vom Halberstätter Domherr Ernst Ludwig Christoph Spiegel im 18. Jahrhundert angelegte Park ist  durchaus vergleichbar mit dem Hinüberschen Garten in Hannover-Marienwerder und den Parc Monceau in Paris, über die ich im Blog ja schon berichtet hatte. Alle diese Landschaftsgärten  haben gemein, dass sie starke freimaurerische Einflüsse aufweisen.

Der uns aus dem Hinüberschen Garten bekannte “Hexenturm” befindet sich hier in der Nähe des Jagdschlosses, was mich und meine Mitwanderinnen verwunderte, ist dieser Bereich traditionell doch eher mehr dem Lustwandel als der mysthischen Kontemplation vorbehalten. Mit Ausnahme des unteren Bereiches des Turmes empfanden wir die dort herrschende Energie jedenfalls als so leicht und beschwingt, dass wir uns animiert zu einer wirklich spaßige Unterhaltung fühlten. Schade nur, dass das im Jagdschloss lagernde wohl größte Weinfass der Welt, nicht gefüllt war, hätte dann nämlich hier unsere Wanderung, bevor sie im eigentlichen Sinne begonnen hätte, schon lustvoll enden können.

Weniger hedonistisch inspiriert fühlten wir uns in der abseits gelegene Eremitage, der Einsiedelei, die wohl in fernen Zeiten für magische Initiationsarbeiten genutzt wurde. Auch hier machten wir interessante geomantische Erfahrungen, bevor wir dann zum nahe gelegenen Bismarckturm, der – wie viele andere vergleichbare Gedenktürme   – auf Anregung der deutschen Studentenschaft zur Verehrung für den Gründer des zweiten deutschen Reiches  errichtet wurde, aufbrachen.

Zeitlich war unser Besuch beim Bismackturm passend gewählt, schließlich jährt sich der Geburtstag des Reichskanzlers am  1. April zum zweihundertsten Mal.

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Zurück ging es dann zur Eremitage.

“Wo bitte geht es zum KZ?”, fragte ich zwei Parkbankbesucher, die uns höflich  (und überhaupt nicht irritiert) den Weg vom Landschaftspark zum ehemaligen Konzentrationslager Langenstein/Zwieberge erklärten. Bevor wir dieses erreichten, gelangten wir noch zu diesem Denkmal:

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Die Beschriftung ist kaum entzifferbar, ein nettes Ehepaar klärte uns aber darüber auf, dass es sich hier um die Meding-Schanze  handelt. Dort wurde während des Ersten Weltkriegs 1916 ein von Hauptmann Werner von Meding und unter seiner Leitung bebautes  System aus Schützengräben angelegt, das der Zivilbevölkerung – gegen Eintritt – einen Einblick in das Kriegsgeschehen, insbesondere in dem damals neuartigen Stellungskampf,  geben sollteEin Verein ist gerade dabei die Schützengräben zu rekonstruieren, weswegen man sich auch heute noch hinter dem eigentlichen Denkmal, dass 1919  – sozusagen nachträglich – für  die Gefallenen der Halberstädter Garnison errichtet wurde,   hautnah in die Zeit des 1. Weltkriegs zurückversetzen lassen kann. Detaillierter Infos finden sich hier

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Nachdem wir die Schützengräben begangen hatten, verließen wir den Wald und passierten eine freie Acker- und Wiesenlandschaft. Dort überholte uns mit seinem Fahrrad ein älterer Mann, der uns zurief: “Das Landhaus hat heute Ruhetag.”

Durchaus ernsthaft antwortete ich darauf, dass wir nicht beabsichtigten, irgendwo einkehren zu wollen, standen nichtsdestotrotz aber wenig später vor den mehr als baufälligen Ruinen einer alten Ausflugsgaststätte, neumodisch ein verlorener Platz oder Lost Place genannt: Anscheinend war es das angekündigte Gasthaus!

Nachdem ich mich in Lost Place-Fotografie geübt hatte, entdeckte eine meiner Freundinnen  hinter der Ruine eine relativ neu angelegte Treppe, die uns, das war schon beim ersten Anblick klar,  in ihren schrecklichen Ausmaßen gleichermaßen sportlich abschreckte, wie auch herausforderte.  Doch die Neugierde trieb uns an.

Hier der Blick auf die Treppe: von unten und oben!
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Am Ende der Treppe erwartete uns der Gläserne Mönch, gleichwohl ein Naturdenkmal als auch ein germanischer Kultort, worauf sein alter Name Thorstein hinweist. Die Felsenformation soll der Waffe des Donnergottes – dem Mjölnir – ähneln. Schaut aber selbst:

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Nach einer kleinen Pause hatten wir die Idee, die Gedenkstätte des Konzentrationslagers auch “von oben” erreichen zu können, was uns zu einer längeren Rundwanderung auf dem Thekenberg bewegte, entlang an alten Stacheldrahtzäunen, die ein Privatgelände abzäunten, wo einst wohl die Häftlinge in Gruben und Stollen sich zu Tode schuften mussten. Wir erreichten dabei nicht – wie angedacht – die Gedenkstätte, sondern nur wieder die Treppe, die wir hinabstiegen, um den regulären Weg zur Gedenkstätte zu folgen.

Schon ziemlich erschöpft erreichten wir das eigentliche  Konzentrationslagers und ich fragte mich zum wiederholten Male, welche Kräfte in Gemeinschaften entstehen können, die im stillen Gehorsam und Duckmäusertum solche Entmenschlichungen zulassen? Inwieweit sind die Täter auch Opfer, die nicht wagten, in den Widerstand zu gehen, die einfach an ihr Wohl und das ihrer Familie gedacht haben, die deshalb den unbewussten Kräften ihr dämonisches Werk überließen, ohne sich dem Unrecht entgegenzustellen und inwieweit das alles auch heute noch passieren könnte und passiert?

Ein solcher Ort zwischen Leben und Tod kann das Tor zwischen beiden Zuständen in beide Richtungen öffnen.

Das ist die sogenannte Todeskiefer, an der unzählige Menschen gewaltsam den Tod fanden. Kann es einem schrecklicheren Ort geben?

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Wohl noch sozialistisch inszenierte Massengräber:

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Von  der Gedenkstätte ging es zum Ort Langenstein. Bevor wir den dortigen Bahnhof  erreichten, zeigte uns eine nette Frau eine Langensteiner Besonderheit: Höhlenwohnungen, in denen um 19oo Landarbeiter lebten.

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Vom Bahnhof Langenstein traten wir unsere Rückreise an.

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Diese war aufgrund von Zugausfällen eine Odyssee und zwang uns zu einem langen und beschwerlichen Umweg über Braunschweig. Er  führte aber noch zu einer weiteren obskur-angenehm-unterhaltsamen Begegnung mit einem  netten Zugschaffner, der uns mit den aufmunternden Worten begrüßte: “Ihr seht aber fertig aus!”

Und so freuen wir uns nun auf die nächste Wildfrauenhaus-Wanderung.

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Mythologische Wesen im Harz

Umso näher man dem Harz kommt, umso höher die Dichte der mythologischer Wesen.



Ob ihr den Baumgeist sehen könnt, vermag ich nicht zu sagen. Der Schatzgräber-Zwerg und die Hexen im Schaufenster benötigen jedoch keinen “magischen Blick” und sind auch ohne okkulte Vorbildung leicht zu erkennen.

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Der Klusfelsen in Goslar

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Der Klusfelsen in Goslar scheint mir ein Miniaturabbild der Externsteine bei Detmold zu sein.

Mein Fotoalbum ist hier zu sehen.

Allerdings liegt er reichlich versteckt und selbst das Hinweisschild, das in seine Richtung verweist, lässt einem im Umklaren darüber, wo man denn abbiegen muss, um zwischen Einfamilienhäusern und Altersheim endlich den Klusfelsen zu erreichen.

Insofern folgt hier eine kurze Wegbeschreibung, für all diejenigen, die diese vorchristliche Kultstätte besuchen möchten:

Wenn man per Fuß unterwegs ist, erreicht man über die Mauerstraße die Okerstraße, in die man links abbiegt. Kurz vor der Bahnstrecke biegt ein unscheinbarer Fußweg zwischen Graffiti verschmierten Gewerbehallen nach rechts ab.  An einer Weggabelung muss man erneut rechts abbiegen und erreicht dann die Kluskapelle.

Unterhalb des Klusfelsens kommt man heraus, wenn man die  Okerstraße schon an der Ampelanlage verlässt und den Reiseckenweg folgt. Die erste Abzweigung nach links – der Martin-Luther-Weg – bringt einem dann zum Felsen, der auf der Wiese hinter einem Altersheim steht.

Wir haben nun die erste Hürde genommen: Wir sind angekommen und können jetzt den Felsen entdecken.

Ähnlich wie die Externsteine gibt es eine Treppe, die zum Felsen hinaufführt und die vielleicht rituell begangen worden ist. Der Weg von unten nach oben führt an einem Opfer-Altar vorbei. Direkt vor dem Eingang des Klusfelsen, der durch eine Kapelle christlich überschrieben worden ist, befindet sich – mitten auf dem Weg – ein Grab, was zugemauert ist. Vielleicht musste sich der Initiant dort hineinlegen, um einen symbolischen Tod zu erfahren, bevor er in das Innere des Felsen geführt wurde, dessen Räumlichkeiten, bis auf die Kapelle, heute vermauert sind?

Der Felsen selbst wurde vielleicht – genauso wie die Externsteine – als Sonnenobservatorium genutzt. Eine Rufrinne weist ihn – über die bereits aufgezählten Merkmale hinaus – als bedeutende vorchristliche Kultstätte aus.

Doch all dies bleibt höchst spekulativ, schließlich gibt es aus dieser Zeit keine schriftlichen Zeugnisse. Auch wurde der Sandsteinfelsen während seiner wechselvollen Geschichte mehrfach umgebaut und umgestaltet, was bei einer intuitiven Annäherung an den Felsen berücksichtigt werden muss.

Bei meinen vielen Exkursionen zu “Kraftorten” habe ich  wiederholt die Nähe zwischen “weiblich” konnotierten Orten zu “männlichen” festgestellt. Diese Beobachtung lässt sich auch am Klusfelsen stützen:

Die Kapelle nämlich, die in den Klusfelsen gehauen wurde, ist Maria gewidmet, was eventuell auch auf einem in der Vorzeit weiblichen Gottheiten – wie beispielsweise Freya/Frigg – gewidmeten Ort hinweisen könnte. Überhaupt ähnelt eine Felsenaushöhlung immer auch einer natürlichen Höhle, also einen mütterlichen Schoß, der empfängt, um neu zu gebären. Und  – auch ohne jetzt C. G. Jung bemühen zu müssen – ist es sicherlich den LeserInnen einsichtig, dass es sich bei dieser Symbolik durchaus, um einen Initiationsweg handeln könnte, der vom mütterlichen Geborenwerden zum siegreichen Triumph der Sonne gegen die Finsternis des Winters führen könnte. Auch “umgekehrt” kann das Wegrituell beschritten werden. Wenn der Initiant vom Innern des Tempel-Felsens den Vorhof betritt, kann er damit auf einer magischen Ebene den Zeitaspekt nach der Sommersonnenwende nachvollziehen. Nachdem die Sonne im Jahreslauf ihren höchsten Stand erreicht hat, lässt die lichtvolle Zeit nach, genauso wie sich auch der Mensch mehr und mehr in die Geborgenheit seines Heimes zurückzieht. Er tut es der Natur gleich, die sich im Herbst und Winter in die Erde zurückzieht, um dann im Frühjahr ihre in der Dunkelheit gewonnene Kraft freudvoll explodieren zu lassen.

Den “männlichen” Gegenpart zum weiblich interpretierten Felsen finden wir oberhalb des Klusfelsen, wo sich die Ruine der Klosterkirche St. Peter befindet. Der Name Peter verweist eventuell auf den höchsten Gott der Germanen: Wotan.

Hier soll eine Kreuzigung stattgefunden haben.

Dies schreibt schon der Kultplatzforscher Siegfried Hermerding, der im Klusfelsen Überreste des legendären Atlantis nachwies und die im Sandstein zu sehenden Figuren und Zeichen aufwändig fotografiert und im Sinne seiner gewagten Theorie gedeutet hat.

Er wiederum ist sicherlich nicht nur von theosophischen Gedankengut beeinflusst, sondern bezieht sich zum Teil auch auf Karl Maria von Wiligut.

Wiligut verlegt zumindest Anklänge der christliche Heilsgeschichte in den Harz. Nach Wiligut gab es im 10. Jahrhundert v. Chr. kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Wotanisten und Irministen, die den lichtbringenden Gott Irmin verehrt haben sollen. Der Anführer der Irministen, genannt Baldur-Krestus, der wie Jesus in einer unbefleckten Empfängnis geboren sein soll, wurde – laut Williguts Theorie – auf dem Petersberg von den Wotanisten gekreuzigt, überlebte aber diese Tortur und floh in die Wüste Gobi, wo er eine Glaubensschule gründete.

Wer weiß, vielleicht haben all die Spekulationen zumindest einen wahren Kern. Balder ist uns  heute noch bekannt als germanischer Lichtgott, der von Wotan geopfert wurde, um dann in die Unterwelt abzusteigen. Irmin soll ein Beinahme des Gottes Tyr/Tiwaz/Tius/Saxnot gewesen sein und vom Irminglauben zeugt die Irminsul als größtes Heiligtum der Sachsen.

Bildet euch am besten selbst eine Meinung darüber und besucht den Klusfelsen.

Hier noch eine Nachbildung der Irminsul im fast gleich lautenden Ort Irmenseul im Landkreis Hildesheim.

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Der Hübichenstein und ein paar Gedanken zu den Zwergen!

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Unsere Pfingstwanderung führte uns in den Harz. Wir startete am Parkplatz Grunder Fall (an der B242, gleich nach der Iberger Tropfsteinhöhle) und wanderten  über den “Schweinebraten” zum Hübichstein und von dort wieder über den Albertturm zurück zum “Schweinebraten”. Dort nahmen wir die Route über den “Brandflecker Weg” und erreichten so den “Taternplatz”, der gleich an dem Parkplatz grenzt, von dem wir vor Stunden unsere Tour begonnen hatten.

Im Nachhinein empfehle ich die Wanderung jedoch  in umgekehrter Reihenfolge vorzunehmen, denn so gestaltet sich am Anfang der Aufstieg nicht ganz so beschwerlich, wie wir ihn erleben durften.

Ziemlich erschöpft erreichten wir nämlich den Hübichenstein, dessen Spitze ein Adler ziert, der wiederum von einem  mittlerweile zerstörten Denkmal zu Ehren Kaiser Wilhelm I. übrig geblieben ist..

Der Name der  eindrucksvollen Felsnadel bezieht sich auf dem Zwergenkönig Hübich.

Wie bekannt sein dürfte, bewohnen Zwerge üblicherweise  ja Svartalfheimr/Schwarzalfenheim.   Ob es sich indes bei den Zwergen und Alben um unterschiedliche Wesen handelt, vermag ich nicht zu sagen. Hier, bei Bad Grund, erhebt sich aber – quasi als Dépendance – ein Ausläufer des unterirdischen Zwergenreiches in die Menschenwelt hinein.

Nach Edr. Thorsson (Stephan Flowers)  sind Zwerge ja “Gestalter von Gestalten, die in Midhgardhr entstehen, besonders jener Gestalten, die den Willen eines großen Kriegers oder Magiers ausführen können.” (Runenkunde, Neuhausen 1992, S. 179)

An dieser Stelle macht dann eine Unterscheidung von Alben und Zwergen Sinn, die ich – ungeachtet dessen, dass es historisch eher “kompliziert” ist, hier einmal  mit Bezug auf Hávamál 143 und 160 vornehme. Und so sehe ich Alben eher als diejenigen  Wesen an, die den  heldenhaften Menschen, die  ihren Willen in die Welt tragen wollen und dadurch selbst  gottgleichen Status erringen möchten,   mit magischen Werkzeugen unterstützen können. Bei den    Zwergen  dagegen geht es nicht so heroisch zu. So soll der  Zwergenkönig Hübich vielmehr den Armen und Bedürftigen mit  vergoldeten Tannenzapfen geholfen haben und erinnert mich so an den launischen Berggeist Rübezahl, der ja auch durch diverse Geschenke an Wanderer von sich Reden gemacht hat. Von Hübich wird jedoch auch erzählt, dass er es den Menschen – unter Strafe –  verbot, sein Reich zu betreten.

Nachdem im Dreißigjährigen Krieg die Spitze des Hübichensteins, der als eine Art von Truppenübungsplatz diente, zerschossen wurde, zog sich Zwerg Hübich nach Svartalfheimr zurück und machte Platz für das Wilhelm I. Denkmal, das Enkelsohn Wilhelm II. errichten ließ, um so wohlmöglich von den magischen Kräften der Alben zu profitieren. Doch deren Gunst errang er offensichtlich nicht. Der 1. Weltkrieg ging verloren und auch das Denkmal wurde mutwillig zerstört.

Ich sehe da zumindest  Zusammenhänge!

 

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Der Zahn der Zeiten!

Blankenburg - Schloss
Blankenburg – Schloss

Endlich habe ich einmal etwas Ruhe, sodass ich über das vergangene Wochenende resümieren kann. Irgendwie stand es ja im Zeichen des Nicht-Perfekten, des Vorläufigen und des Fließenden.

– Erst stattete unsere allmonatliche Wildfrauenhaus-Wandergruppe Blankenburg im Harzvorland einen Besuch ab.

Dies scheint ein ungeheuer kraftvoller Ort zu sein, dessen Schloss – gerade durch seine nicht zu übersehenen Verfallserscheinungen – den unvergesslichen Charme des Niedergangs ausstrahlt. Ein großes Plakat verheißt aber eine beabsichtigte Renovierung, die eindeutig notwendig ist, andererseits aber auch eine durchaus ambivalent zu betrachtende “Schön-Verbesserung” zur Folge haben könnte.

Schließlich folgen zeitgenössische Renovierungsversuche eigentlich immer den “schön-kitschigen” Perfektionsbestrebungen der Neuzeit, deren Ergebnisse ansonsten überall im Lande zu bestaunen sind, die aber “irgendwie” auch seltsam falsch und “übertüncht” wirken. Insofern erfreute ich mich am unrenovierten Zustand des Blankenburger Schlosses und fragte mich, warum alte Gemäuer eigentlich nie so instandgesetzt werden, dass sie das Denkmal zwar “erhalten”, jedoch aber trotzdem den “Zahn der Zeit”, der ja offensichtlich sein Werk getan hat, wertschätzen können?

– Dann war letzten Sonntag Muttertag (und sicherlich haben die meisten Leserinnen dies in unserer schnelllebigen Zeit schon wieder vergessen!). Wir – was also die gesamte vitale Rest-Kernfamilie meint – besuchten, quasi als Muttertags-Ausflug, der dem unbeständigen Wetter trug, die Kestnergesellschaft, die sich langsam zum Event-Ausrichter entwickelt.

Dies ist allerdings ein anderes, durchaus auch ergiebiges Thema. Jedoch weist meine hier geäußerte Einschätzung durchaus Zusammenhänge zur aktuell dort gezeigten Ausstellung auf, die von irgendwelchen Gremien ausgewählte britische Künstlerinnen (männliche Künstler sind selbstverständlich mitgedacht!) zeigt, die wiederum repräsentativ für die dortige Kunstszene sein sollen.

Ein solches auf ein Land bezogene Thema reiht sich dann ein, in den derzeitig hochpromoteten hannoverschen Hype, anlässlich des 300jährigigen Jubiläums der Personalunion Hannovers mit Großbritanniens. (Man könnte meinen, dass wir in Hannover immer noch ein Monarchie hätten!).

“Kunst als Event!”, soll hier aber nicht Thema sein, stattdessen das Unperfekte.

Besagte GB-Künstlerinnen ließen sich davon inspirieren, dass die Kestner-Gesellschaft ihre Räume in einer ehemaligen Badeanstalt bezogen hat. (Auch hier sei mir eine Randbemerkung erlaubt: Die “Zerstörung” eines Jugendstil-Bades, auch wenn dieses geschickt zur Ausstellungsplattform umfunktioniert wurde, zeugt von der historisch-ästhetischen Ignoranz der mir unbekannten Entscheidungsträger. Frauen sind hier nicht mitgedacht!)

Wasser, das Fließende, die Metamorphose, die durch das reinigende Element Wasser vollzogen wird, die Transformation von einem Zustand in den anderen und eben auch die Zerstörung des anscheinend “Perfekten”, all dies sind Themen, die die Künstlerinnen bearbeitet haben.

Besonders beeindruckt haben mich die dilettantisch anmutenden Tonarbeiten, die auf provisorischen Holztischen platziert sind.

Und hier – an dieser Stelle – schließt sich dann für mich der Kreis zum Blankenburger Schloss mit der Aufforderung auch dort dem Unperfekten Raum zu geben und der marktkonformen, glatten Ästhetik eine Absage zu erteilen.

Das wäre dann wahre (sic!) KUNST!

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Türöffner

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Neujahrswanderung

Harzer Schmalspurbahn

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Eigentlich beabsichtigten meine Freundin und ich nur einen kleinen Harz-Rundweg. Was kann es  aber besseres geben als das neue Jahr mit der Besteigung eines Berges zu beginnen, besonders dann, wenn dieser so Mythologie-überladen ist wie der Brocken?

Der Weg hinauf kann dann leicht als eine symbolische Vorab-Inszenierung angesehen werden: Der Berg steht für das Ziel, das wir im Verlauf des Jahres erreichen wollen.   Beim Hinaufgehen übergehen wir dann leichten oder schweren Fußes alle Widrigkeiten, was uns  – quasi magisch-vorwegnehmend  – dafür stärkt, Herausforderungen im knallharten Lebenskampf mit ähnlicher Bravour  zu meistern. Man ist gewappnet für all die Ärgernissen, die auf einen warten, immer sein Ziel vor Augen, selbst wenn dieses sich als zugig erweisen sollte.  Sogar Glatteis und der damit verbundene Fall auf die festgefrorene hausdünne Schneedecke macht einer  wahren Heldin im Lebensabenteuer nichts aus.  Alsbald richtet sie sich wagemutig wieder auf und wandert – ganz Camphells Heldenreise folgend – weiter durch den Nebel, der beständig stärker wurde und der uns – ganz profan gesehen  – eine Aussicht auf die tief unter uns liegende  Landschaft oder – wieder ganz symbolisch gesehen – auf die  überwundene Profanität  ermöglichte. Weiter ging es: hurtig und geschwind, bis wir dann, es war wohl gegen 14.30 Uhr in der entmystifiziertenWelt,  – auf dem Hochplateau des Brocken ankamen. Ein  eisiger Wind fegte uns fast fort. Der Berggeist war uns nicht wohlgesonnen oder wollte uns – meine Annahme –  zumindest prüfen.  Wahrlich das  war kein Ort zum Verweilen.

Vielleicht war das Ziel  – wieder ganz symbolisch gesehen – dann doch nicht so gut gewählt? Aber wie heißt es so schön in den Kalendersprüchen, die ich  – schon wegen ihrer  dumpfen Plattheit – so  überhaupt nicht mag: Der Weg ist das Ziel. Und so ging es wieder hinab vom Berg, wo mir – kurz vor Einbruch der Dunkelheit – die Destination “Torfhaus” erreichten. Ein Bier zum Schluss verkürzte die Wartezeit auf den Bus – in einer Lokalität, die wohl an Amerika erinnern sollte, stattdessen aber nur den krampfhaften Versuch der Gastronomie-Wirtschaft illustrierte, auf eine hippe Lifestyle-Mode aufzuspringen, die irgendwie nur plebejisch-dümmlich wirkte. Nun ja …  wem es gefällt!

Einvernehmlich benannten wir die Wanderung zum leichten genussvollen Spaziergang um,  bei dem es ganz und gar unerheblich ist, ob überhaupt ein Ziel vorhanden ist. Ich  zumindest habe auch  im wirklichen Leben keine krampfhafte To-do-Liste für das beginnende Jahr aufgestellt, stattdessen pflege ich   – mein Vorsatz – eine gewisse genießerische Gelassenheit, was mich allerdings nicht davon abhalten wird, im nächsten Jahr erneut den Brocken zu besteigen.  Und dies selbstverständlich am Neujahrstag!

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Quedlinburg: Advent in den Höfen

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Allgemeinhin gestaltet sich die Zeit vor Weihnachten bei mir nicht besonders besinnlich. Zu dicht sind die beruflichen und privaten Verpflichtungen, um sich bei Kerzenschein und Spekulatius-Keksen entspannt in die Dunkelheit fallen zu lassen.

Eine willkommene Unterbrechung der Vorweihnachts-Hektik stellte die  “Wildfrauenhaus”-Wanderung dar, die letzten Sonntag stattfinden sollte und die wir – mangels sportlichen Ehrgeizes – zu einer Städtetour umfunktioniert hatten. Und so machten wir uns am Sonntag auf zu einer kleine Reise  in den Ostharz: Werningerode oder  Quedlinburg standen zur Auswahl.

Letztendlich entschieden wir uns für Quedlinburg. Die Aufnahme der Stadt in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes verhieß schließlich  kulturell-historische Entdeckungen.

Schon im Zug von Halberstadt nach Quedlinburg ahnten wir, dass es so entspannt-historisch erforschend nicht werden würde, wie von mir geplant. Der kleine HEXen-Express war rappelvoll mit Ausflüglern, die allesamt das gleiche Ziel vor Augen hatten,  nämlich Quedlinburg.
Die ganze Stadt, laut Wikipedia eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands, war zum Weihnachtswunderland umfunktioniert worden.  Das Projekt nennt sich “Advent in den Höfen”, was bedeutet das einige Höfe der  sage und schreibe 1327 Fachwerkhäuser für die Besucher geöffnet und mit allerlei Krämer- und Kunsthandwerker bestückt sind, aber auch – was ich wirklich sehr löblich  finde – von Vereinen, Schulen und Nachbarschaftszusammenschlüssen bespielt werden.

Sympathie für das Ehrenamt hin oder her: Ich hätte gerne an den Einnahmen der kapitalistisch organisierten  Glühweinstände partizipiert, die fleißig von den vielen Besuchern frequentiert wurden.

Bevor wir aber selbst uns mit Hilfe alkoholischer Getränke in einem beschwingten Zustand versetzen wollten,  stand Kultur auf  dem Programm. Immerhin wollten wir die Stiftskirche, der mein Kunst-Reiseführer ja immerhin fünf Seiten widmete, nicht ungesehen lassen. Doch die einheimische Bevölkerung, die wir fragten, wusste mit der Bezeichnung  “Stiftskirche” nicht wirklich etwas anzufangen.  Das Zauberwort “Schlossberg”  hätte uns wohl schneller zum Ziel geführt, so aber mäanderten wir noch eine längere Zeit durch das Weihnachtswunderland und fanden uns schließlich vor dem  Schlosshotel (oder Quedlinburger Stadtschloss) wieder, wo uns dieser Herr der Renaissance streng entgegenblickte:

 

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Neben dem Stadtschloss sahen wir die Ruine eines Benediktinerinnenkoster, was einst von der Äbtissin Matthilde, Gemahlin von Heinrich I und Vater von Otto d. Großen, 986 gegründet wurde, ließen dieses aber ohne nähere Begutachtung “rechts” liegen und gingen zurück zum Marktplatz, von dem wir dann – oh Wunder!  – wirklich den Schlossberg erreichten.

 

Quedlinburg

 


Um die  Stiftskirche St. Servati  zu betreten, mussten wir sage und schreibe 4 € Eintritt bezahlen (und dies ohne Krypta, dafür aber mit Domschatz, der 1945 von Amerikanern geraubt wurde und 1992 “zum Teil” zurückkehrte).  Eintritt, um eine Kirche zu besichtigen, war für mich ein gewisses Novum und ich fragte mich, wie schlecht es der Kirche in Deutschland gehen müsste, um  die neutestamentliche “Tempelreinigungs”-Geschichte auf diese gierige Art und Weise zu paraphrasieren?  

Wikipedia belehrte mich aber, dass die Stiftskirche  eben nur noch von den Religionsgemeinschaften “genutzt” wird,  was wahrscheinlich bedeutet, dass es “Staatseigentum” ist und dies nicht nur seit den Zeiten der DDR: Schon 1938 wurde die Kirche von der SS besetzt und  von Heinrich Himmler zur “Weihestätte” umfunktioniert.  Die Geschichte vom “ersten deutschen König”, der in Quedlinburg der Sage nach die Nachricht von seiner Königswahl erhalten haben soll,  wurde überhöht und für nationalsozialistische Zwecke fruchtbar gemacht.

 

Bundesarchiv Bild 183-H08447, Quedlinburg, Heinrichs-Feier, Heinrich Himmler



Wie wir alle  wissen: Geschichte wird gemacht, wobei heutzutage  eher touristisch-marktwirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen als nationale.

 

14122013108

 

cuba libre


Fazit: “Advent in den Höfen”  ist sicherlich ein tolles Event für alle Weihnachtsmarkt-Liebhaber;  wer aber die Stadt in Ruhe genießen möchte, der sollte anderen Tagen den Vorzug geben.

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