Jenseits des Spiegels: DísCall

Jenseits des Spiegels befindet sich die Welt unserer Imagination, was auch nur eine Beschreibung dessen ist, was in der momentanen Wirklichkeit noch nicht verwirklicht ist.

Die Spiegel-Welt ist der Resonanz-Raum unserer Möglichkeiten, unserer (noch) nicht-gelebten Träume, unserer Wünsche und unserer Verfluchungen.

Als Künstlerin halte ich mich nur zu gerne in dieser Welt auf, muss dabei jedoch den Drang bezwingen, ganz darin versinken zu wollen und letztendlich mir dabei SELBST verloren zu gehen. Die Zaubermärchen des irisch-keltischen Raumes berichten von dieser Gefahr: Immer dann nämlich, wenn Sterbliche in das Elfenreich gelangen, wo ein Tag plötzlich sieben Jahre im menschlichen Leben zählt, haben sie die Spiegelscheibe zwar durchbrochen, jedoch versäumt, zeitnah den Rücktritt in ihre irdische Existenz anzutreten. Sie sind dann “zu spät” zurückgekommen, um noch vorzufinden, was sie verlassen haben und sind so letztendlich für das Diesseits verloren.

In den deutschen Sagen von der Bergentrückung ist das Höhlenkönigreich, das unendliche Schätze birgt, für immer verschlossen. Die Trennung der beiden Welten ist unabweisbar vollzogen und sie kann nur dauerhaft durch die Kraft der Imagination, die sich jedoch nicht in den unendlichen Fluss des phantastischen Gaukelspiels verliert, überwunden werden.

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Die blaue Blume öffnet zwar den Berg und lässt uns hinter dem Spiegel blicken, doch dann, wenn die Kraft unserer inneren Schau erlischt, stehen wir vor geschlossenen Felsenwänden und sind dazu verdammt, dumpf auf eine utopische Zukunft zu vertrauen, in der ein Retter-Kaiser sein Berg-Grab verlassen wird, um ein wunderbares Friedensreich zu errichten. Uns bleiben vorerst nur die Geschichten aus fernen Vergangenheiten. Verzweifelt suchen wir die blaue Blume.

Doch selbst wenn wir sie gefunden haben, benötigen wir die Kraft der Dísen, die uns helfen werden, die Trennung zwischen den Welten dauerhaft aufzuheben. Sie sind – vergleichbar den Walküren – kriegerische Schlachthelferinnen und Sturmreiterinnen. Als solche unterstützen sie uns in den zahlreichen Kämpfen mit den Zumutungen der objektiven Welt und können uns die Manifestation dessen ermöglichen, was sich noch verschlossen in unserem Traum-Bewusstsein befindet und was sich dennoch beständig seinen Weg in das Diesseits bahnen will.

Die Dísen sind auch die Verkünderinnen des nahenden Todes, der auch nur eine Umschreibung für den Zustand ist, der uns erwartet, wenn sich unser Bewusstsein vom Diesseits ins Jenseits verschiebt. Sich SELBST gesegnet ist derjenige, der die Nabelschnur zwischen den Welten niemals hat abreißen lassen und auch diejenige, die im jetzigen Leben ihr Bewusstsein schon mit dem des Jenseits-Bewusstseins verbunden hat und sich gerade deshalb dabei SELBST-bewusst bleibt.

Und so manifestiere ich mein Werk in der objektiven Welt, indem ich Zwiesprache halte zwischen den Welten “vor” und “hinter” dem Spiegel. Die Dísen werden so zur Geburtshelferinnen des kreativen Traumes. Die Rahmentrommel kann die Reise begleiten, während die Leinwand zum Ort der Synthese zwischen “hier” und “dort” wird und so begebe ich mich auf meine schamanisch-magische Reise. Immer wieder. Zweifelsfrei. Willst du mich begleiten?

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Filmempfehlung:

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Virtueller Kunstworkshop

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Die Idee:

Spielerisch-kreativ-anarchisch: Am Freitag gebe ich einen zufälligen Begriff aus dem Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm  bekannt. Ihr lasst euch davon inspirieren (ich natürlich auch!), werdet kreativ-schöpferisch (musiziert, tanzt, malt, zeichnet, dichtet, … was auch immer), postet euer Ergebnis, sprecht darüber, lernt euch kennen …. Es gibt nur zwei Regeln: 1. Keine Obszönitäten, Gewaltverherrlichungen, Beschimpfungen… (will sagen: Seid anständig!) und 2. Jeder Teilnehmer darf nur maximal 3 Werke bis zum nächsten Freitag hier veröffentlichen.

Das heute ausgeloste Wort:

KÄFACH

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Käfach … und da es sich dabei, um eine Pluralform zu Kaff handelt, habe ich euch den betreffenden Wörterbucheintrag hier auch noch gepostet. (Und nein – das Kaff, also das langweilige Dorf, ist anscheinend nicht gemeint, aber es gibt ja die künstlerische Freiheit?!? … Es gilt: Im Laufe der Woche irgendetwas Kreatives zum Thema zu posten. Ich bin erst einmal ratlos.

Doch … es gibt – laut Wörterbuch –  einen Zusammenhang zum langweiligen Dorf …. 

(Das ist ein Screenshot, weswegen die Schrift so furchtbar klein ist. Alles lässt sich aber im Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm nachlesen.)

screen1Wer noch mitmachen will, findet uns bei Facebook und zwar hier.

Es wartet ja noch: 

die Umsetzung!

Nachtrag vom 4.April:  Hier findet sich mein Ergebnis.

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Im Tanz die Unendlichkeit berühren

Dieser Text ist in meinem Buch “Mami Watas Tanz” 2008 erschienen. Mittlerweile ist es nur noch in Restbeständen käuflich zu erwerben.

Tanz ist eine wichtige Form der religiösen Äußerung, machtvoll und wild. Bauchtanz ist der Weiblichste aller Tänze, was liegt also näher, als den Bauchtanz als ein Tor zu erkennen, durch das wir treten können, um uns eine weibliche Spiritualität zurückzugewinnen, die längst verloren geglaubt schien.

Nicht länger wollen wir mit unseren stinkenden Autos der dicht befahrenen, breiten Straße folgen, die uns direkt zur Hölle des Plagiats führen würde. Ein Unfall wirft uns aus der Bahn und lässt uns einen kleinen steinigen Pfad entdecken, der unscheinbar von der großen Straße abzweigt.

“Da müsst’ ich ein Narr sein, wenn ich den engen und rauen Weg gehen sollte”, verkündet Bruder Lustig im alten Märchen. Doch wir, wagemutig geworden, werden zur Närrin und verlassen unser sicheres Auto.

Unser eigenes Lebensprofil wollen wir entwickeln, sei es nun im Tanz oder in anderen Lebens-Künsten. Und so folgen wir unserer eigenen Bestimmung, unserem ureigensten Talent, das wir einst von einer gutmütigen Fee in die Wiege gelegt bekommen und danach – in der Phase der Imitation – vervollkommend haben.

Wir wandern den kleinen Pfad entlang. Bald schon finden wir uns in einem dunklen unüberschaubaren Tannenwald wieder. Die Bäume stehen eng beieinander. Immer dichter drängelt sich ein Baumstamm an den nächsten, schließlich sickert das Tageslicht nur noch als ein spärlicher Schimmer von oben herein. Die ungewohnten Geräusche des Waldes, das Knacken und Rascheln im Unterholz, mahnen uns zur Umkehr. Doch wir lassen uns nicht beirren und singen ein fröhliches Lied gegen die Angst: “Ich wandere meinen Weg, über Brücke und Steg.” Und während wir noch selbstvergessen “bald da, bald dort, immer fort und fort” summen, haben wir längst den kleinen Pfad im wild wuchernden Gestrüpp verloren.

Nur Kleingeister versinken nun im Selbstmitleid und trauern der stinkenden Schnellstraße hinterher, die Sicherheit versprach und doch nur Tod meinte. Voller Panik irren sie, auf der Suche nach ihren leicht demolierten, dennoch startklaren Autos, durch den Wald. Wir dagegen verlassen uns lieber auf unsere Intuition. Unabwendbar wird sie uns zurück zum kleinen Pfad führen, der uns schließlich zu unserer wahren Bestimmung, dem Himmel, bringen wird.

Schon auf unserer Wanderschaft werden wir belohnt durch ungeahnte Perspektiven, die sich uns auftun. Und langsam, ganz langsam, werden wir dabei selbst zu dieser starken Tänzerin, deren Arme – ganz ohne orientalische Choreografien – in den Himmel weisen. Die Füße stehen dabei fest auf der Erde. Ihre Hüften zeichnen unsichtbare Achten. Achten nach vorne und nach hinten, nach oben und nach unten. Sie versinkt selbst in ihren Achten, wird eins mit der Figur, dem Symbol für die Unendlichkeit.

Auch der Kreis des Jahres wiederholt sich unendlich. Anschaulich führt uns der Jahreskreis vor Augen, dass auf die Dunkelheit das Licht folgt. Nach einem langen  kalten Winter, wenn sich die ersten Frühlingsblumen noch mühsam durch den Schnee kämpfen, trägt unsere Hoffnung farbenfrohe Knospen. Und wir feiern ein fröhliches Frühlingsfest, feiern uns und die wiedererwachende Natur.

Unentwegt zelebriert die Frau weiterhin Achterschleifen, die wie Räder hinweg rollen auf der Straße des Lebens. Es wird Sommer, Herbst und Winter. Im Frühling kehrt sie zurück, zum Ausgangspunkt, an dem alles begann. Acht mal Acht ergibt dann auch 64 und schon im I-Ging, dem chinesischen Orakelspiel, folgt dieser Zahl nur noch die Vollkommenheit.

Wer ist die Frau, die da unermüdlich tanzt? Du bist es; ich bin es; wir sind es. Es ist die Allmutter, die Göttin selbst, die alles Leben aus ihrem großen dicken Bauch hinaus presst, immer wieder.

Und so tanzen wir mit ihr zusammen im Reigen der alten Jahreskreisfeste. Acht Feste gibt es. Acht Feste zum Tanzen, Singen und Fröhlichsein.

Die Jahreskreisfeste geben uns einen Rahmen vor, eine Struktur, die wir jeweils mit zauberhaften Festen füllen können. In deren schützendem Rahmen können wir uns rückbesinnen auf längst vergessen geglaubte weibliche Lebenskraft. Weibliche Kreativität, die sich bisher nicht in gesellschaftlich anerkannte Bahnen lenken ließ, die schließlich negiert, dann vergessen wurde, bahnt sich wieder einen Platz: frei, wild, entschlossen, vielleicht auch beunruhigend hässlich! Wir dürfen es wieder sein. Hysterisch! Warum eigentlich nicht? Kreischend! Das sind wir. Ein Haufen von fettwanstigen Weibern mit Hängebusen, die den “Arsch” wackeln lassen und dabei die Wünsche und Träume, die vor Jahren die Mutter in die Spielzeugkiste gepackt hat, wieder Gestalt werden lassen.

Tanzende Frauen treffen auf Geschichten erzählende, schreibende, malende und musizierende, acht Mal im Jahr. Es gibt keine starre Trennung mehr zwischen den Kunstgattungen. Und was wird daraus?

Magie. Zauberei. Die I-Magie-nation der eigenen Wünsche und Träume mit Hilfe von Symbolen bewirkt Wundersames: erst bei dir und dann auch in der Außenwelt. Du beginnst vielleicht  zu fordern, was dir zusteht, mehr Raum, nicht nur Frauenraum. Du machst dich auf, beginnst die Expedition, folgst der eigenen inneren Landkarte, beginnst das Territorium für dich abzustecken, zu erobern. Leichtfüßig tanzt du durch die Stadt, durch das Land. Du bist das Mädchen mit den tanzenden Schuhen, kannst gar nicht mehr aufhören. Aber was ist daran noch schlimm? Im Märchen von Andersen ist das alles vom Teufel, aber wenn doch die ganze Welt mittanzt, eine tanzende, feiernde Welt von fröhlichen Frauen und Kindern, sogar die Männer lassen schließlich Schlips und Aktentasche fallen, tanzen mit dir, gleichberechtigt, dann gerät alles in einen beschwingten Fluss. Und plötzlich findet ihr euch wieder in der märchenhaften Zeit, wo das Wünschen noch geholfen hat. Doch es ist Gegenwart: wo das Wünschen noch hilft. Und ehe ihr euch verseht, ist der Teufel längst ein für allemal in die Hölle gefahren und mit ihm all die hässlichen Fabriken und öden Büro-Kasernen.

Dahin kann es führen, wenn du der tanzenden Urmutter, Athene, Frau Holle, Maria oder wie du sie auch nennen magst, in dir Raum gibst. Die Göttin hat die Kraft zur Veränderung. Sie verspricht keinen Fortschritt mehr, der immer nur ein Mehr an Lebensfeindlichkeit bedeutet. Sie schenkt Lebensqualität und ist in  dem, was sie bewirkt, genauso real wie der Gott, der grüne Mann, der immer wieder am Ende eines Jahres geopfert werden muss, um ein neues Wachstum der Natur zu ermöglichen.

Und so kehrt die Göttin langsam, auch mit deiner Hilfe – zum Beginn eines neuen Zeitalters – zurück, um die Menschen auszusöhnen mit ihrem Planeten: der Mutter Erde.

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Freiheit für den Gartenzwerg! Schon wieder.

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Ein künstlerischer Reibungsversuch. 2. Teil

Kunst die Klischees bedient ist kitschig. Hundertwassers Kunst ist kitschig, was nach meiner Definition nichts anderes meint, als dass es sich um eingängige Bilder handelt, die letztendlich nur bekannte Sehgewohnheiten bedienen, anstatt aufzurütteln.

Letzteres ist mein eigener Anspruch an Kunst, wobei ich jedoch von der gegenwärtigen Konzeptkunst, die eben dies verwirklichen will,  genervt bin, wird hier nämlich – zumindest in vielen Fällen- das eigene künstlerische Schaffen einer vorher ausschließlich verstandesmäßig erzeugten Idee untergeordnet.

Was dabei herauskommt wirkt auf irgendeine Art und Weise auf mich “seelenlos” und Hundertwasser hätte mir in meiner Einschätzung sicherlich beigepflichtet, schließlich wandte er sich zeit seines Lebens wiederholt gegen eine “verintellektualisierte” Kunst.

So lese ich mich also durch seine vielen (!!!) Texte und stelle überrascht fest, dass er durchaus einem ernstzunehmenden politisch-ökologischen Anspruch vertrat.

Insofern kann seine Kunst also doch kein Kitsch sein, resümiere ich.

Woher kam dann aber mein erster Eindruck?

Meine Vermutung ist diese: Vielleicht liegt dieses “Kitsch”-Gefühl in Bezug auf Hundertwasser, das ja nicht nur mich, sondern auch andere befällt, an einer gewissen Überreizung mit Hundertwasser-Motiven. Jeder Kindergarten führt schließlich unbarmherzig sein Hundertwasser-Mosaik-Projekt durch, wobei ich die gutgemeinte-pädagogische Legitimation dafür niemanden absprechen möchte; jedoch solltet Ihr wissen: Irgendwann reicht es!

Mit dem Überangebot an Hundertwasser-Spiralen ist diese Kunst “profan” und zum Tassen- und Kalender-Aufdruck vorkommen. Wenn ich mich von diesem Vermarktungs-Müll befreien kann, der von Hundertwasser als Marketing-Profi in seiner Spätphase legitimiert worden ist (der Kapitalismus siegt anscheinend immer!), kann ich seine bunte Kunst  durchaus genießen. Manchmal braucht der Mensch eben auch Kitsch, womit ich hiermit den Gartenzwerg erneut hochleben lasse, um sich heimisch in einer Welt zu fühlen, die manchmal eben nur “schöngefärbt” erträglich ist.

Doch ich verhake mich in Ambivalenzen. Immer wenn ich mich mit der Kunst von Hundertwasser konfrontiere, gewinnt ein Gefühl an Dominanz, was ich mit  dem Adjektiv “überzuckert” beschreiben möchte und was einen unangenehmen Zustand meint, der bei Kindern auftritt, die zu viele Bonbons gegessen und danach über Magenschmerzen klagen müssen.

Was zuviel ist, ist zuviel: Bitte baut keine Hundertwasser-Epigonen-Häuser mehr. Nutzt doch eure eigene Kreativität, die durchaus kitschig sein darf. Lockert die Bauvorschriften und ihr werdet überrascht sein, wie bunt und vielfältig dieses Land sein kann. Kreiert eure eigenen Symbole und besprüht sie mit Glitzerpulver. Malt Gartenzwerge an die Wände!

Hundertwasser hat  selbst gesagt:  “So lange die Lebenswelt des Menschen und die Harmonie mit der Natur in erster Linie funktional unvollständig und ihrem Charakter nach prekär sind, dienen auch Romantik, Schönheit und Kitsch als stetige oder als vorläufige Ersatzmittel.” (Hundertwasser: Schöne Wege. Gedanken über Kunst und Leben. Schriften 1943 – 1999. München 2004. S. xx)

So stimme ich Hundertwasser hiermit zu.

Mein “künstlerischer Reibungsversuch”  könnte für heute versöhnlich schließen, wenn nicht “Die Zeit” über Kitsch in der gegenwärtigen Kunst folgendes geschrieben hätte:

  • Selbst ein angesehener Philosoph wie Konrad Paul Liessmann lässt keinen Zweifel mehr daran, dass die einstige Abscheu in allgemeines Wohlwollen umgeschlagen ist. »Nicht länger gilt mehr, dass Kitsch keine avancierte Kunst sein kann. Im Gegenteil: Spätestens seit Jeff Koons wissen wir: der Kitsch selbst ist nun die Avantgarde.” // Gemeint ist damit, dass Künstler wie Jeff Koons oder auch der popbunte Comicmaler Takashi Murakami keinen naiven Gartenzwerg-Kitsch machen, auch wenn ihre Werke gelegentlich so aussehen. Nein, sie unterhalten ein hoch reflektiertes Verhältnis zu ihren massenkompatiblen Gegenständen. Und tun, was die Avantgarde immer schon tat: Sie erweitern den allgemeinen Kunstbegriff, sie hinterfragen die üblichen Geschmacksvorstellungen und im Zweifel auch das Bewusstsein. Anders gesagt: Ihr Kitsch ist eine Form von Kritik. So jedenfalls wird es von zahlreichen Galeristen, Museumskuratoren und auch Theoretikern gesehen. (http://www.zeit.de/2012/43/Koons-Richter-Hundertwasser-Kunst-Kitsch, besucht am 31.05.2013)

Das wiederum geht mir in der Tat zu weit, vermute ich hier einmal, dass die angeblich veranschlagte “Erweiterung des Kunstbegriffes” eventuell nichts anderes sein kann, als das Hirngespinst eines hektischen Kunstmarktes und dessen eilfertigen Lakaien.

So bin ich hier an das bekannte Märchen “Des Kaisers neue Kleider” erinnert , in dem niemand genug Verstand aufweist, den nackten Kaiser als “nackt” zu bezeichnen, was er in der Tat ist. Nur ein Kind traut sich auszurufen: “Aber er hat ja gar nichts an.”

Insofern plädiere ich dafür, den Kitsch ehrlich als solchen zu benennen und sich dabei in keinerlei  intellektuellen Ausflüchte zu ergehen. Habt einfach Spaß damit. Fertig.

Freiheit für den Gartenzwerg! Schon wieder!

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