Park Bad Muskau, Teil 4

Das ist die Fortsetzung meines Reiseberichts der hier beginnt.

Wie verkehrsgünstig mein Hotel lag, merkte ich an diesem Tag. Der Bus Nr. 10 (Pücklerlinie) hält direkt am Hotel und brachte mich zur Haltestelle Vorpark. Von dort ging es mit zweimal Umsteigen, was sich vollkommen problemlos gestaltete, nach Bad Muskau, Haltestelle Kirchplatz.

Erstaunt war ich darüber, dass die Busfahrerin den Park, der seit 2004 zum Weltkulturerbe gehört, noch niemals besucht hatte, wo ich hingegen  extra wegen der Gartenträume des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau  angereist gekommen war.

Im alten Schloss besuchte ich erst einmal die Touristinformation und kaufte mir einen Plan des Parks. Ich entschied mich für die “braune Tour”, ließ mich dann aber auch von meinen inneren Impulsen steuern. Die landschaftliche Weite, die der Muskauer Park, den Besuchern präsentiert, ist beeindruckend.

Bebauungen, die von Fürst Pückler geplant wurden,  sind entweder zerstört oder wurden nicht verwirklicht, schließlich war H. Pückler ständig in Geldnöten und gab aus diesem Grund auch sein Anwesen in Muskau auf und zog nach Branitz. Über den Branitzer Park habe ich hier berichtet. “Park Bad Muskau, Teil 4” weiterlesen

Komm zur Ruhr! Essen, Teil 1

Letzten Samstag ging es ins Ruhrgebiet zum Bloggertreffen #RBRUHR, organisiert von Travel on Toast und Teilzeitreisender.  Normalerweise bin ich es gewohnt, mir vor einer Reise ein Programm zusammenzustellen, diesmal aber ließ ich mich von dem überraschen, was die Organisatorinnen in Zusammenarbeit mit den Sponsoren (s. Offenlegung) zusammengestellt hatten.

Erst einmal  ging es für mich ganz  unspektakulär von der  Essener U-Bahnhaltestelle Hauptbahnhof, die in ein auf mich surreal wirkendes blaues Lichtspektakel getaucht war, mit der Linie 11 zur Haltestelle Messe Ost/Grugapark. Dort checkte ich  in das Atlantic Congress Hotel ein und inspizierte mein Zimmer für die kommende Nacht.

Das sah schon einmal luxuriös aus. Insbesondere freute ich mich über die Klimaanlage, denn das Thermometer zeigte bereits eine Außentemperatur von 29 Grad. Nach einer kleinen Abkühlung in der Dusche begab ich mich in den Konferenzraum, wo ich die anderen Blogger und Bloggerinnen kennenlernen durfte und wo wir eine kleine Einführung darüber erhielten, was wir am Wochenende zu erwarten hatten.

Nach dem Mittagessen auf der fantastischen Dachterrasse des Hotels, startete ein Teil der Gruppe zu einer Entdeckungsreise zum Thema “Grüne Hauptstadt Europas”.

Grüne Hauptstadt Europas? Allgemeinhin verbindet man als Auswärtige/r  den Ruhrpott  wohl eher mit rauchenden Schloten und Kohlestaub. Allerdings gehört dies schon längst Vergangenheit an. In den vergangenen Jahren hat die Stadt, auch gerade im Vorfeld der Bewerbung um die Auszeichnung, große Anstrengungen unternommen, alte Industriestandorte zu renaturieren und eine “grüne Infrastruktur” zu implantieren, was der Erkenntnis vorausgeht, dass für den Erfolg eines Stadtraums nicht nur technische und soziale Komponenten eine Rolle spielen, sondern auch eine Umwelt mit vielen Grünflächen eine zentrale Bedeutung einnimmt.  Das Grün in der Stadt stärkt  nicht nur die  “Resilienz”  (was für ein furchtbares Modewort!)) ihrer Bewohner/innen, sondern führt auch zu einer Identifizierung  mit ihrer Heimat, die im Neusprech der Politiker/innen allerdings eher als “Identifizierung” bezeichnet wird.

Da Essen hohe Umweltstandards erreicht hat und auch weiterhin ehrgeizige Ziele in Hinblick auf eine grüne Stadtumgebung, Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt, führt Essen den Titel „Grüne Hauptstadt Europas“, was umso erfreulicher ist, als dass hier erstmalig eine ehemalige Stadt der Montanindustrie, die sich selbst zur “grünen” Stadt transformiert hat, ausgezeichnet wurde.

Dieser Verwandlungsprozess ließ sich dann auch eindrucksvoll bei der Industriekultur-Tour erleben. Mit dem Reisebus fuhren wir zuerst zum Landschaftspark Duisburg-Nord. Viele weitere Zwischenstopps folgten. “Komm zur Ruhr! Essen, Teil 1” weiterlesen

Der Hinübersche Garten in Hannover-Marienwerder

Im laufenden Jahr habe ich ja u.a. Paris besucht, um mir den Freimaurergarten Monceau anzuschauen. Jetzt musste ich aber feststellen, dass sich ein solches Kleinod quasi im eigenen Wohnumfeld befindet, und so machte ich mich auf den Hinüberschen Garten in Marienwerder zu entdecken.

Er wurde  von Anton v. Hinüber nach einer Englandreise 1767, die ihm wohl als Inspiration diente, als “ornamented farm” konzipiert.

Beim Hinüberschen Garten  handelte es  sich also um einen  kunstvoll gestalteter Park, der  landwirtschaftlich genutzte Areale  integrierte. Vieles ist leider nicht mehr erhalten,  doch nach einer umfangreichen Restauration in den Jahren 1998 – 2000 lässt sich  die Intention und Wirkung des ursprünglichen Gartens zumindest erahnen.

Der Garten weist eine klassische Dreistufigkeit auf, bestehend aus dem Vergnügungsareal (“pleasure ground”), gleich am  ehemaligen Wohngebäude gelegen, den gestaltetetem Landschaftsgarten und einen dritten Teil, der die Öffnung des Gartens in die Landschaft vollzieht.

Als Freimaurer-Garten ist die Anlage durch den Druidenaltar, drei Gedenkurnen, die allerdings nicht mehr am ursprünglichen Standort stehen, und eine Turmruine (der sogenannte “Hexenturm”) erkennbar.  Nicht mehr vorhanden sind der chinesische Pavillon und  die chinesische Brücke,  die Einsiedelei, der künstliche Friedhof, die Statue des Pans, der Gedenkstein und die freimaurerischen Sinnsprüche.

Der wirklich gelungene Hörspaziergang  begleitet, so man denn ein Smartphone oder eine ähnliche technische Errungenschaft zur Verfügung hat, die Park-Besichtigung und lässt einen den Weg einer freimaurerischen Initiation gedanklich und visuell nachvollziehen. So erfahre ich beispielsweise, dass die  rauen Steine  des Druidenaltars für die menschliche Unvollkommenheit stehen. Rechtwinklig muss er vom Freimaurer-Lehrling mit dem Spitzhammer behauen werden, sodass sich sein so bearbeitetes und vervollkommendes Selbst in die menschliche Gesellschaft (den “Tempel der Humanität”) einreihen kann.

Im Meistergrad soll sich der Mensch seiner Endlichkeit bewusst werden, was im Garten durch die Einsiedelei und vielfältige Todeshinweise verdeutlicht wird.

Auch der  rechteckige Turm, der sogenannte Hexenturm,  der sich auf einer Düne des Gartens befindet,  soll  auf die Vergänglichkeit des menschlichen Seins hinweisen, weswegen er auch als Ruine konzipiert ist. Gestürzte Säulen sind im Turm eingebaut, die vielleicht – vermute ich mal – die Aufforderung an den Freimaurer enthalten, trotz des eigenen unabwendbaren Todes am Wiederaufbau des Salomonischen Tempels mitzuwirken, also die Säulen der Weisheit, Schönheit und Stärke  wieder aufzurichten und so Teil einer größeren Utopie zu sein, die das Ewige im Diesseits manifestiert.

Die Freimaurerei sieht sich selbst als “lichtvoll” an und so erinnert der Obelisk auf dem Glockenturm nicht nur an den ägyptischen Sonnengott Ra, der das Leben auf der Erde ermöglicht, sondern stellt auch eine architektonische Verbindung zwischen Erde und Himmel, zwischen Mensch und göttlichen Baumeister dar. Um allerdings zu den Obelisken auf dem Glockenturm aufzusteigen, muss der Initiant sich des Dualismus von Licht und Schatten bewusst werden und diese Aspekte, die auch Teil seines Selbst sind, zu einer  vollkommenen Synthese vereinigen.

Ich selbst erreichte den Obelisken in tiefster Dunkelheit, was daran liegen könnte

-, dass die von Anton v. Hinüber forcierte Sichtachse zwischen Haus, Obelisk und Turmruine nicht mehr existiert, womit ich sagen will, dass das Gelände zugewachsen ist.

-, dass der Obelisk aktuell leider außerhalb des eigentlichen Gartengeländes  liegt und deswegen – trotz toller neuer Beschilderung – irgendwie  “vergessen” wirkt, was – wenn man denn die freimaurerische Lesart des Gartens beachtet, ganz und gar das forcierte Ideal kontrapunktiert.

-, dass – ich verlasse jetzt die profane Ebene –  , vielleicht nicht das Licht, sondern die Dunkelheit die wahre initiatorische Erkenntnis enthält.

Wer sich selbst darüber Gedanken machen möchte, wie denn die eigene Sicht der Dinge  lautet, oder wer gar den Lichteinfall beim Obelisken in den frühen Morgenstunden erwarten möchte, um so Erleuchtung zu erfahren,  dem sei ein Besuch des Gartens empfohlen.

Informationen  finden sich u.a. in der Broschüre von Hartmut v. Hinüber/Peter Krüger/Siegfried Schildmacher: Der Hinübersche Garten in Hannover-Marienwerder. Eine freimaurerische Gartenlage. Hrsg. von der Freimauerloge “Friedrich zum weißen Pferd”. Hannover 2011.

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Was ist ein Kraftort?

Da  ich ja im letzten  Artikel von Kraftorten gesprochen habe, stellt sich die Frage, woran ich  solche erkenne.  Nicht alle haben ja so bezeichnende Namen wie “Hexentanzplatz” und verweisen so schon, allein durch den Namen, auf ihre energetischen Qualitäten.

Leichter, als diese Frage zu beantworten, ist zu bestimmen, was kein Kraftort ist.  Für mich ist ein starkes Beispiel für einen solchen  “Un-Ort” die U-Bahn.  Hier ist ein Haufen Menschen auf kleinstem Raum in einer unästhetischen Umgebung zusammengepfercht. Die meisten  stehen unter Spannung, sind im Stress und jenseits von innerer Ausgeglichenheit. Parallel dazu läuft eine Beschallung durch das Fahrgastfernsehen mit Werbung, nur unterbrochen von vereinzelt auftretenden, militant aussehenden Kontrolleuren. Wahrlich …. das ist  ein Ort, wo Energie verlorengeht.

Wenn ich jetzt  die aufgezählten Merkmale umkehre, dann können wir meine Ausgangsfrage schon verkürzt beantworten. Aus “unästhetisch” wird  dann “schön”, aus “Begrenztheit” wird “Weite”, aus “Stress” und “Bewegung” wird Ruhe, aus “Militanz” wird Frieden.  Ein Kraftort muss also ein schöner und  weiter Ort sein, der Ruhe und Frieden ausstrahlt.

Wenn ich einen Kraftort auf diese Art und Weise definiere, dann lässt  sich ein solcher  auch von Menschenhand erschaffen. Landschaftsarchitekten und solche, die es werden wollen, können Orte kreieren, in denen die Erdenergien frei fließen und die Menschen, Tiere und Pflanzen erreichen können.  Auch in der eigenen Wohnung,  im Haus oder am Arbeitsplatz lassen sich solche Orte erschaffen.  Feng Shui gibt dazu Anregungen, sollte aber – meiner Meinung nach – nicht wie ein Dogma behandelt werden. Was einst in China seine Gültigkeit hatte, muss für uns, im westlichen Europa, nicht stimmig sein.  Gestaltungsanregungen kann diese Lehre aber sicherlich geben!

Im Gegensatz zum selbst erschaffenen Kraftort weist ein natürlicher, ein vergleichsweise sehr viel höheres Energiepotential auf.  Erkennen lässt er sich durch bestimmte Landschaftsmerkmale, wie beispielsweise Felsformationen mit Höhlen, starken und prägnanten Pflanzenbewuchs und/oder eine Quelle oder einem Wasserfall. Häufig liegen solche Orte am Fuße eines Berges oder auf der Erhebung selbst.  Diese Orte sind teilweise mit Sagen verbunden und  mit Steinwällen, Kapellen, Kirchen etc. gekennzeichnet.

Sicherlich gibt es auch bei dir in der Nähe einen solchen Ort. Du musst dich nur auf die Suche machen! Informationen über Kraftorte finden sich hier: http://www.kraftort.org/

Baum

Bäume können, auch ohne dazugehörigen Kraftort,  unsere negativen Energien aufnehmen und sie  positiv verwandeln.  Du musst dich nur auf ein “Gespräch” einlassen.

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