Meine Reise nach Tilsit (u.a.)

Tilsit, Luisenbrücke

Es gibt einen bekannten deutschen Spielfilm von Veit Harlan aus dem Jahre 1939, in dem das Städtchen  Tilsit eine entscheidende Rolle spielt. Er heißt “Die Reise nach Tilsit” (nach einer Vorlage von Hermann Sudermann) und hat mich zu der Überschrift meines heutigen Blogartikels inspiriert. 

Die Reise nach Tilsit
Das Bild habe ich in Aida aufgenommen, wo es im ehemaligen Gasthaus Blode einen kleinen Ausstellungsraum über die Region und insbesondere über die Künstlerkolonie auf der Nehrung gibt. Dazu schreibe ich später …

Tilsit/Sovetsk

(Sonntag, 8. Juli) Nachdem wir gestern im Samland und an die Bernsteinküste waren, fahre wir heute erst einmal nach Tilsit.  Der Weg dorthin führt an brachliegenden Feldern vorbei und kleinen Dörfern mit manchmal bis zu vier gut besetzten Storchennestern.

Vor Tilsit  stehen riesige Antennenmasken, die vor dem Verfall der Sowjetunion, laut Reiseleiterin, als Störsender genutzt worden sind, jetzt aber die Sendesignale des Auslands verstärken. Nun ja … weniger euphemistisch gebrochen können wir sie wohl auch Abhöranlagen nennen. “Meine Reise nach Tilsit (u.a.)” weiterlesen

Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen

(Samstag, 7. Juli) Mit dem Bus fahren wir zur Marinestadt Pillau/Baltijsk. Es riecht nach verbrannten Laub und überall kehren Kadetten das Laub weg. Noch bis vor Kurzem war diese Stadt für ausländische Gäste gesperrt und nur mit Sondergenehmigung besuchbar.

Pillau

Pillau liegt direkt am Frischen Haff und liegt an dessen einziger Öffnung zur Ostsee gegenüber Fischhausen/Samland, weshalb der Ort schon immer eine strategische Bedeutung innehatte. 

Es gibt eine alte fünfstrahlige  Festung aus dem Dreißigjährigen Krieg, die aber, laut Reiseleiterin, nur nach Voranmeldung besucht werden könnte. Mein Reiseführer sagt indes etwas anderes: Zeit, um es zu überprüfen, wer Recht hat, habe ich jedoch nicht, da ich mich den Vorgaben der Reisegesellschaft anpassen muss.  

Ein russischer Reisebus hat ebenfalls In Pillau angehalten und hört sich Erklärungen zur Festung an. 

Wir schauen in die ehemalige Reformierte Kirche (Baujahr 1866) , die jetzt der orthodoxen Kirche untersteht, hinein. Dort findet gerade ein Gottesdienst statt und Frauen mit Kopftüchern verneigen devot ihr Haupt vor einem Priester.  “Von Pillau nach Palmnicken und Rauschen” weiterlesen

Von Danzig nach Königsberg

(Freitag, 6. Juli) Die Stadtführerin Anna zeigt uns innerhalb von zwei Stunden die Höhepunkte des wiederaufgebauten Danzigs.

Die Bernstein-Verkaufsshow

Zwischendurch besuchen wir noch ein hochpreisiges Juweliergeschäft, wo uns erklärt wird, wie sich echer Bernstein von gefälschten unterscheiden lässt. Dieser schwimmt  angeblich im Wasserbecken  mit Salz oben, Plastikimitate jedoch sinken auf dem Boden.

Nichtsdestotrotz kann ich mir nicht vorstellen, dass an den vielen Straßenständen nun ausschließlich Plastik verkauft wird, vermute eher, dass die kleine Vorführung ein abschreckender Trick ist, um die Reisegruppe von den hochpreisigen Angeboten des eigenen Ladens zu überzeugen. “Von Danzig nach Königsberg” weiterlesen