In Draculas Reich. Teil 8

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Nach dem Besuch von Kronstadt fuhren wir nach Honigberg (rum. Harman). Dies ist eine weitere Kirchenburg, wie ich sie ja auch schon in Biertan erlebt hatte.

Der hübsche Name leitet sich wahrscheinlich von einem nahen Berg ab. Dort soll es viele Bienenschwärme gegeben habe. Es kann aber auch sein, dass der Name sozusagen aus der alten Heimat der Siebenbürger Sachsen importiert worden ist. “Bei Bingen am Rhein gibt es ein Dorf Honigberg und bei Koblenz wird ein ‘Honigberger’ gekeltert.” (Baedeker: Rumänien. Ostfildern 2017, S. 195)

Der überdachte Eingang zur Kirchenburg, der hier von der Innenansicht nach außen fotografiert ist, ersetzt seit 1791 eine Zugbrücke.

Die Kirche ist von einer hohen Mauer umgeben.  An der Südseite finden sich Wohnhäuser, die heute museal genutzt werden und Alltagsgegenstände der Sachsen zeigen.  Im Kapellenturm lassen sich Wandmalereien des Jüngsten Gerichts bestaunen.  Die Erklärungen sind vorbildlich in drei Sprachen verfasst. “In Draculas Reich. Teil 8” weiterlesen

In Draculas Reich. Teil 5

Nachdem mich jetzt, kurz vor Weihnachten, noch eine Virusinfektion gepackt hat, bleibt unerwartete Zeit, um den Blog-Bericht meiner herbstlichen Rumänien-Rundreise fortzusetzen.

Mittlerweile sind ja schon vier Teile online: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4

Am vierten Tag der Rundreise verließen wir Siebenbürgen und fuhren über den Tihuta Pass in die Bukowina.

Zuvor machten wir jedoch einen Halt  in Targu Mures. Die Stadt im siebenbürgischen Hochland ist Hauptstadt der Szekler, eine ungarisch sprechende Minderheit, die seit Jahrhunderten in Südost-Siebenbürgen lebt. “In Draculas Reich. Teil 5” weiterlesen

In Draculas Reich. Teil 4

Jetzt ist ja schon reichlich viel Zeit seit meiner kleinen Rumänien-Reise vergangen, noch immer aber ist mein Bericht von meiner Pauschal-Rundfahrt nach Siebenbürgen und den Moldau-Klöstern nicht abgeschlossen Vergessen habe ich das Weiterschreiben nicht, nur leider droht solch müßige Tätigkeiten, wie eben das Bloggen,  im leider allzu hektischen Alltagsgeschäft unterzugehen. Traurig, dass dies selbst in der Vorweihnachtszeit, die eigentlich ruhig sein sollte, nicht anders ist.

Wie dem auch sei: Ich nehme mir die Zeit und setzte meinen Bericht fort.  Hier findest du die vorangegangenen Teile: Teil 1, Teil 2, Teil 3

Der Weg führte mich von Biertan aus, noch am selben Tag, weiter nach Schäßburg (Sighisoara). Die mittelalterliche Altstadt hat sich hier fast vollständig erhalten und wenn man durch die Gassen mit ihren bunten Häusern schlendert, hat man das Gefühl, dass die Zeit stehen geblieben ist. “In Draculas Reich. Teil 4” weiterlesen

In Draculas Reich. Teil 3

Dies ist der dritte Teil meines Berichts zu meiner Reise durch Siebenbürgen und zu den Moldauklöstern. Den ersten Teil findet ihr hier.

Nach dem Frühstück fuhren wir  nach Biertan/Bierthälm. Von dem, was mich dort erwartete, war ich überrascht, hatte ich mich im Vorfeld nicht explizit auf die einzelnen Rundreise-Punkte vorbereitet und war jetzt mit einer Kirchenburg, noch dazu der größten in Siebenbürgen, konfrontiert.

Bisher hatte ich zwar schon viele Kirchen besichtigt, eine Kirche aber, die nicht nur ein Sakralbau, sondern  gleichzeitig eine Burg darstellt, hatte ich zuvor noch nicht erlebt. “In Draculas Reich. Teil 3” weiterlesen

In Draculas Reich. Teil 1

Nachdem ich ja im Sommer Rübezahl in Schlesien besucht hatte, machte ich im Oktober Dracula meine Aufwartung.

Rumänien interessierte mich, stammte nämlich meine beste Schulfreundin aus Grundschultagen aus Rumänien und war ich so schon früh mit rumänischen Mitbringseln, wie volkstümlichen Blusen oder bunten Trinkflaschen mit Lederbezügen in Berührung gekommen. Allerdings hatte ich mich in späteren Jahren nie zu einer Reise nach Rumänien durchringen können, zu gefährlich und seltsam erschien mir das Land, was bis 1989 noch in den Händen der Ceausescu-Diktatur war und was ich mir auch danach vorrangig als arm, korrupt und unsicher vorstellte, womit ich (so mein jetziger Eindruck) so falsch nicht lag.

Darüber hinaus fasziniert mich die dunkle Ästhetik der Vampirromane sowie die Schauerromantik  und so sprach mich eine Reise nach Transsylvanien, zu den Schauplätzen von Bram Strokers Dracula, durchaus an.  Auf dem oberen Foto seht ihr einige Dracula-Devovtionalien, die im angeblichen Schässburger Geburtshaus von  Dracula käuflich zu erwerben sind.

Transsylvanien heißt in deutscher Sprache Siebenbürgen und dieser rumänische Landesteil war fest in der Hand der Siebenbürger Sachsen, einer deutschsprachigen Minderheit, die nach der Öffnung Rumäniens  mehrheitlich nach Deutschland und Österreich  übersiedelte.   Insofern versprach ich mir von meiner Rumänien-Reise durchaus deutsche Architektur und deutsche Geschichte. Meine Erwartung wurde hier nicht enttäuscht: Die pittoresken Altstädte in Siebenbürgen ermöglichten  mir einen Zeitsprung in ein Deutschland von Gestern, den ich durchaus zur Nachahmung empfehlen kann.

Da ich nicht sehr viel freie Zeit zur Verfügung hatte, entschied ich mich für eine organisierte Rundreise und wählte als Anbieter Studientours aus. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln hätte ich die meisten Orte nur schwerlich besuchen können und selbst wenn ich mich hier beschränkt hätte, wäre die Anreise zu dem ein oder anderen Höhepunkt der Reise zu einer logistischen Herausforderung für mich geworden. “In Draculas Reich. Teil 1” weiterlesen