Unfreundliche Eifel!

Selfie am Ankunftstag: noch zufrieden!

Das Hotel in Gerolstein ist  mir einen ganzen Blogbeitrag wert! So merkwürdig fand ich es dort.

Seehotel am Stausee

(29.07) In Gerolstein esse ich erst einmal beim freundlichen Chinesen zu Mittag, um mich dann zum Hotel zu begeben. Dieses liegt mal wieder auf dem Berg, der jedoch nicht so schrecklich steil daherkommt, wie der in Gemünden. Oben angekommen wird mir von einer Mitarbeiterin oder gar der Eigentümerin (ist ja familiengeführt) unwirsch gesagt, dass das Zimmer erst um 15 Uhr zur Verfügung steht und ich warten soll. Ich drücke mein Unverständis über die späte Ankunftszeit und die Unflexibilität aus und werde, nachdem ich darauf hinwies, dass  ich, wenn ich schon warten müsse, ja jetzt wenigstens ein Freigetränk hätte erwarten könnte, auf die im Internet ausgeschriebene (und in Stein gemeißelte) Ankunftszeit verwiesen. Sind die Menschen in der Eifel nicht auf Hotelgäste angewiesen?, fragte ich mich.

Später wurde mir gesagt, dass ich dadurch, dass ich über ein Internet-Portal gebucht hätte,  leider nicht davon profitieren würde, dass man bei Direktbuchung bei fünf Übernachtungen eine Übernachtung kostenlos erhält. Danke, für den Hinweis. Da fühlt man sich doch gleich “über den Tisch gezogen”.

Wie dem auch sei:  Das Zimmer im Untergeschoss (Achtung Treppe!) war großzügig bemessen und bestach mit einer fantastischen Aussicht (Doppelzimmer mit Panoramablick). Leider ließ sich aber nur ein kleines oberes Fenster “auf Kippe” stellen, sodass ich in der Nacht nur die Option hatte, bei offener Balkontür zu schlafen oder die  sommerliche Hitze aushalten zu müssen. Ersteres kam nicht in Frage, da ich mich ansonsten an sämtlichen nachbarlichen Gesprächen hätte beteiligen können. Wieso man aber schicke Fenster einbaut, die nicht für Frischluft sorgen können, zumal ja keine Klimaanlage vorhanden war, kann ich mir nur mit ökonomischen Gesichtspunkten erklären.  Kühlschrank und Wasserkochen waren nicht vorhanden, dafür gab es aber eine Wellnessausstattung, bestehend aus Bademantel, Latschen und Handtüchern für den Saunabereich. 

Der Swimmingpool mit der Dampfsauna entschädigte mich für die kleinen Kritikpunkte und ich war während meines Aufenthalts schon drauf und dran über die Unfreundlichkeit beim Empfang hinwegzusehen, wenn sich die misslichen Erfahrungen nicht während meines Aufenthaltes stetig gesteigert hätten.

Beim Frühstück wurde mir der Tisch zugeteilt, wodurch ich während der gesamten Woche nicht einmal  in den Genuss eines Fensterplatzes gekommen bin. Da fühlt man sich doch leicht als Gast zweiter Klasse. 

Tee gab  es nur im Beutel und dies obwohl – in Selbstüberschätzung – mit einer “Teekarte” geworben wird. Glücklicherweise hatte ich losen Tee dabei , sodass ich mir “vernünftigen” Tee zubereiten konnte. Eine Nachfrage bezüglich der Angestellten (???) dort gab es nicht. Die agierten vielmehr wie Roboter. Das Angebot war für mich ausreichend. Verwundert hat mich, dass die angebotenen Gurken- und Tomatenscheiben in einer Schüssel mit Gabel (sic!) auf dem Buffet standen?  Ein Löffel wäre sinnvoller gewesen und so fragte ich mich, ob so der Verbrauch minimiert werden soll? Geiz scheint hier ja ein Thema zu sein. 

Am Donnerstagmorgen wurde ich dann von  morgendlichen Besprechungen unter meinem Balkon geweckt.  Bald schon stand der erste Bagger vor dem Zimmer und buddelte ein großes Loch in die Erde, was wiederum mit ohrenbetäubendem Lärm verbunden war. Von der Staubentwicklung mag ich gar nicht reden. An einem geruhsamen Aufenthalt im Hotel war jetzt überhaupt nicht mehr zu denken. Die Hauspostille beim Frühstück informierte, dass hier für mich (sic!) eine Hotelerweiterung umgesetzt werden sollte.  Spätestens jetzt war ich erbost. Meiner Meinung nach dürfen Umbaumaßnahmen niemals in der Hochsaison erfolgen und direkt davon betroffene Zimmer sollten fairerweise  nicht belegt, bzw. nur mit Sonderpreisen, angeboten werden.

… und dann kam der Bagger!

Ich beschwerte mich und stieß auf eine Mauer von Basalt (wir sind ja in der Eifel!). Ich wurde sogar mit der Frage konfrontiert, wann ich denn normalerweise aufstehen würde? Außerdem wurde erneut  auf die Homepage verwiesen, wo das “irgendwo” vermerkt sein sollte. Auf dem Internetportal gab es zum Zeitpunkt meiner Buchung jedenfalls keinen Hinweis auf Bauarbeiten. Was ich denn wolle, wurde ich gefragt, und ob man  mir jetzt 5 Euro für die beiden Tage mit der Baustelle vor der Tür, abziehen solle? Selbstverständlich könnte ich umziehen, hätte dann aber Aussicht  auf dem Parkplatz.

Da ich mittlerweile Reszensionen im Internet gelesen hatte, befürchtete ich hier gänzlich unrenovierte Zimmer vorzufinden und ging nicht darauf ein.  Beim Ausschecken einen Abend vor der eigentlichen Abreise (weil am Morgen die Rezeption nicht besetzt war), wollte mir die Dame, die mich auch schon bei der Anreise begrüßt hatte, den vollen Preis berechnen. Nachdem der Geschäftsführer gerufen wurde, erließ man mir jeweils 11 Euro für die beiden  Baustellentage, was ich für unangemessen lächerlich hielt, zumal der Aufenthalt nicht gerade billig war.

Einige abendliche Biere beim benachbarten Ferienpark ließen mich meinen Frust dann zeitweilig vergessen.

#dienstleistungswüste #Gerolstein #hotelkritik #eifel

 

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