Was sind die Götter?

Dark Goddesses

Dark Goddesses, mixed media, 49 x 42 cm

Das sind meine Gedanken zu den Göttern:

Die Götter bestehen im objektiven wie auch im subjektiven Universum. Sie sind also gleichfalls von mir (oder dir) kreiert, wie sie auch im Außen, also unabhängig vom Individuum bestehen. Vielleicht sind alle Götter ursprünglich vom Menschen erschaffen worden, haben dann aber ihre Autonomie errungen. Die Riesen sind die Götter der Götter.

Die meisten Götter pflegen eine Wechselwirkung von unabhängiger Existenz und „sich von der Glaubensenergie der Menschen nähren“.

Die Götter werden also durch den Glauben der Menschen größer, wobei verschiedene Menschen immer auch verschiedenen Vorstellungen von den Göttern folgen. Der Gott nimmt diese Energien auf und gibt ihnen Form. Götter können auch in Vergessenheit geraten. Ihre Energieformen werden  dann kleiner, was aber nicht meint, dass sie nicht mehr existent wären.

Die herrschenden Glaubenssysteme üben ein Dogma aus, was die Glaubensausübung ihrer Anhänger jeweils in eine vorgeschriebene Richtung kanalisieren soll. Es wird den Menschen also vorgeschrieben, wie ihre Sicht auf einem beliebigen Gott zu sein hat, dessen Energiekörper dann im Objektiven sich immer mehr in genau diese Richtung verfestigen wird.

Zu Göttern unseres eigenen Kulturkreises finden wir leichter Zugang als zu denen anderer Völker, einfach deshalb, weil uns zu ersteren schon durch die Geburt und eine lange Ahnenreihe ein intuitiver Zugang vererbt ist. Nichtsdestotrotz ist es uns möglich auch zu Göttern anderer Völker eine Verbindung aufzubauen.

Als kulturübergreifender „Archetyp“ existieren Götter, die in verschiedenen Ausprägungen, allen Kulturen gemein sind. Als Beispiele wären hier die große Muttergöttin oder der Trickster-Gott zu nennen.

Es gibt jedoch auch Götter, die von der Menschheit unabhängig sind.

Als Magier kann ich mich, um meinem Willen zu wirken, auf die Energien der Götter beziehen.

Als Künstler kann ich individuelle Mythologien erschaffen. Eine solche Kunst hat ihren Ursprung im Subjektiven, erschafft gänzlich neue Gott-Energien oder bezieht sich – was meistens der Fall ist – auf schon bestehende.  Nicht nur das Leben des Künstlers wird so verwandelt, sondern auch die Götter werden durch das künstlerische Tun bewegt, schließlich sind deren Energien amorph.  Kunst ist also ein Dialog zwischen subjektiver und objektiver Realität und schafft so für alle Beteiligten neue Möglichkeits-Räume.

Was ist ein Künstler also anderes als ein Magier und Schamane?

Wir sollten danach trachten, selbst zum Gott zu werden, was meint unser Selbst zu perfektionieren. Dazu muss man erst ein Monster töten. Manchmal sind es auch mehrere. Ich bin gerade dabei.

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