Zwei kleine Flusskreuzfahrten auf Main und Rhein

Nachdem meine eigentlichen Reisepläne, bedingt durch Covid-19, dieses Jahr nur mit einer gewissen Unvernunft hätten verwirklicht werden konnten, entschied ich mich dafür, in Deutschland zu bleiben.

Kurzentschlossen buchte ich zwei Flusskreuzfahrten bei VIVA Cruises über die Plattform ehoi (unbezahlte Werbung),

Die erste Flusskreuzfahrt folgt den Verlauf des Mains von Frankfurt nach Würzburg; die zweite, direkt am Anschluss an die erste, startet in Düsseldorf und mäanderte den Rhein entlang

Meine Erfahrungen mit Flusskreuzfahrten halten sich in Grenzen. Nur die klassische Nilkreuzfahrt habe ich im Winter 2018/19 mit durchaus positiven Erfahrungen kennenlernen dürfen (siehe hier!).

Jetzt also sollte es durch die schöne deutsche Heimat gehen und ich war voller Vorfreude. Diesmal reiste ich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten, mit einer kleinen Gruppe von Freunden, was sich so ergeben hatte, nachdem ich Ihnen  von meinen Plänen für den Sommer erzählt hatte. 

Probleme mit der Deutschen Bahn

(18.07.2020) Am Morgen wollte unsere kleine Gruppe eigentlich von Hannover recht früh starten, doch nachdem die deutsche Bundesbahn eine Verspätung von einer Stunde für den ausgewählten Zug veranschlagt hatte, nahmen wir eine Alternative. Diese brachte uns  etwas später als geplant nach Frankfurt. Am Hauptbahnhof schlossen wir unser Gepäck in die Aufbewahrung und machten uns auf dem Weg zum Römerberg, dem historischen Marktplatz von Frankfurt.

Die Frankfurter Altstadt

Es war Christopher Street Day und so nutzte die LGBTCommunity den Tag, um auf sich aufmerksam zu machen. Die  Linkspartei hatte dazu aufgerufen. Bei “Handkäse mit Musik”, Elsässer Flammkuchen und Apfelwein beobachteten wir das Treiben. 

Besonders gespannt war ich auf die neue Frankfurter Altstadt, eine Mischung aus historisch erhaltenen  und rekonstruierten Gebäuden, was ein städtebauliches Unterfangen ist, das im Vorfeld sehr strittig diskutiert worden ist.

Die  Saalgasse gilt als Musterbeispiel der Postmoderne in Frankfurt. Hier wurde versucht, die Architektur der schmalen Bürgerhäuser des Markplatzes aufzunehmen und mit modernen Architekturelementen der 80er Jahre zu kombinieren. 

Nach unserer kleinen Entdeckungstour holen wir unser Gepäck im Hauptbahnhof ab, um uns dann zur MS Treasures zu begeben, die zentral in Frankfurt am Nizza Kai, gleich hinter der Europäischen Zentralbank, vor Anker lag. Nachdem das Schiff abgelegt und langsam, sehr langsam den Großraum Frankfurt mit seinen industriellen Hinterlassenschaften verlassen hatte, fanden wir die Zeit auf dem Oberdeck bei einem Gläschen Sekt zu entspannen.

Eine Flusskreuzfahrt in Corona-Zeiten

Leider war das Sonnendeck  geschlossen, sodass uns hier nur ein kleiner Bereich, ohne Liegestühle, zur Verfügung stand. Das Schiff war auch nur mit knapp “über 50”  Gästen belegt.

Jeden Tag gab es einen anderen Cocktail zum Probieren und Genießen.

In Zeiten der Pandemie sind Kreuzfahrten nicht beliebt, obwohl die Hygiene- und Abstandsregeln streng eingehalten werden und es somit wohl wenig  Grund für Ängste gibt.

Es geht elegant auf dem Schiff zu und ich frage mich, wie sich die Kleiderordnung auf dem Schiff wohl zu den Mahlzeiten darstellt? Soll ich mich zum Kapitänsempfang und zum Abendessen etwas eleganter als üblich anziehen?

Ich stelle fest, dass die elegantere Kleidung eine gute Entscheidung war. Es geht zwar leger auf dem Schiffchen zu, zumindest beim Essen ist aber eine etwas förmlichere, jedoch nicht übertriebene, Garderobe angeraten.

Meine Kabine ist zwar sehr klein, bietet mir aber ein großes Panoramafenstern, sodass ich, bequem auf dem Bett liegend, den Blick auf den Uferbereich mit seinen Anglern, Campern und den pittoresken Stadtansichten oder den dystopischen Industrieanlagen in Leverkusen  genießen kann.

Was will man denn mehrIch ahne, dass ein solche Reise zur Entschleunigung  meines doch viel zu hektischen Alltags beitragen kann. 

Wertheim

Wertheimer Burg

(19.07) Der Tag beginnt mit einem Frühstück, das – recht stilvollendend – am Platz serviert wird. Mittlerweile sind wir in Wertheim angekommen, wo wir eine Stadtführung gebucht haben. Die Führerin erfreut uns mit Anekdoten zu stadtgeschichtlichen Besonderheiten, an denen wir – ohne Führung – wohl achtlos vorbeigelaufen werden. Sie weist uns u.a.  auf die Steinmetzzeichen an den Häusern hin und zeigt uns auf dem Marktplatz ein kleines Fensterchen, aus dem die Frau des Bäckermeisters in früheren Zeiten den Marktplatz inspiziert haben soll. 

Am Nachmittag fahren wir mit dem Bimmelbähnchen hinauf zur Burg, in der einst schon Wolfram von Eschenbach, der Verfasser des “Parzivals”, residiert hat. 

Kulinarisches

Es gibt zwei Restaurants im Schiff. Im Bistro wird nach Voranmeldung ein viergängiges Menü serviert, was wir zum Abschluss des Abends genießen. Überhaupt ist das Essen auf dem Schiff insgesamt hervorragend! Viele verschiedene Gänge in übersichtlichen Portionen dargereicht und mit einer geschmacklichen Finesse zubereitet, die seinesgleichen sucht. Ich bin begeistert!

Unterhaltung

Ein der Pandemie geschuldetes abgespecktes  Unterhaltungsprogramm in Form von zwei kleinen Quiz-Veranstaltungen sorgt für Kurzweil; die Abstandsregeln auf dem Schiff lassen aber nur wenig bis keinen Kontakt zu anderen Mitreisenden zu, was schade ist. 

Auf dem Schiff muss man, immer dann, wenn man herumläuft, eine Maske tragen. Gut, dass man bei einer solchen Flusskreuzfahrt zumeist in der Lounge oder auf dem Oberdeck sitzt, sodass diese Regel leicht einzuhalten ist. Auch das Desinfizieren der Hände beim Eintritt in die Lounge und in die Restaurants wird schnell zur Gewohnheit. Die mit Pfeilen gekennzeichnete Wegführung durch das Schiff ist zwar immer dann, wenn man dadurch Umwege laufen muss, ärgerlich, sorgt aber für ein wenig zusätzliche Bewegung, was bei den kulinarischen Festessen, die uns täglich kredenzt werden, durchaus auch Vorteile haben kann.

Um 16 Uhr verlässt unser Schiff das kleine Städtchen Wertheim, das gleich an zwei Flüssen gelegen ist, nämlich der Tauber und dem Main. 

Am Abend speisen wir noch im Bistro, was einen weiteren Höhepunkt dieser Reise darstellte. Dies war im Preis inkludiert; man musste sich dafür jedoch gleich zu Beginn der Reise anmelden. Gut, dass wir das auch sofort in die Tat umgesetzt hatten. Später hätte sich,  aufgrund der Platzbeschränkung, hierfür keine Möglichkeit mehr geboten.

Würzburg

Aquarellskizze vom Würzburger Schloss

(20.07) Wir sind in Würzburg und eine zweieinhalbstündige Stadtführung, die wir gebucht haben, halte ich im Vorfeld schon für sportlich, bemerke ich doch jetzt schon erste Erschöpfungserscheinungen. Da wir zentral in Würzburg anlegen können, fällt die Führung dann doch etwas kürzer aus, als ausgeschrieben war. Im Kiliansdom begeistern mich die vielen Steinmetzarbeiten aus Sandstein im Altarbereich.

Nach dem Mittagsessen besuchten wir noch die Residenz. Leider bestand hier eine Maskenpflicht, sodass ich meinen dortigen Aufenthalt nicht genießen konnte. “Ohne Maske” hätte sich sicherlich noch länger vor den großen Brüsseler Wandteppichen verweilt und mir das riesige Deckengemälde von Giovanni Battista Tiepolo, was die vier Erdteile zeigt, länger angeschaut. 

Die Residenz von außen betrachtet

Nachtfahrt nach Miltenberg

In der Nacht fuhr unser Schiff dann zurück nach  Miltenberg, was es gegen Mittag des nächsten Tages erreichen würde. Eine Reise mit einem Flusskreuzfahrtsschiff ist eben gemächlich.Die Bordunterhaltung war coronabedingt eingeschränkt, sodass es nur ein Bingospiel gab. Da ich auf Bespaßungsprogramme keinen gesteigerten Wert lege, hat mich dies nicht gestört. 

(21.07) Ich freute mich auf einen entspannten Flusstag und wirklich war die Fahrt über den Rhein bei bestem Wetter eine Wohltat für gestresste Gemüter. Ich würde mir wünschen, dass bei solchen Kreuzfahrten weniger in der Nacht und mehr am Tage gefahren würde, schließlich ist das entspannte Genießen auf dem Deck ja genau das, was sich einen für eine Flusskreuzfahrt entscheiden lässt.  Was kann es Schöneres geben, als auf die gemächlich am Ufer vorbeileitende Landschaft zu schauen, zumal sich diese, vom Fluss aus betrachtet,  meist idyllischer präsentiert, als sie in Wirklichkeit ist, schließlich sind häßliche Straßen oder seelenlose Industrieansiedlungen meist von Uferbeflanzungen verdeckt.

Ein Selbstportrait vom Kabinenfester herausgeschossen

Miltenberg ist eine Fachwerkstatt, wie sie einem Bilderbuch entnommen werden konnte. Auch hier stand für uns eine Stadtführung auf dem Programm, bei der wir die  Hauptstraße entlangschlenderten und uns dabei die ein oder andere Information über die Häuser und ihre früheren Bewohner erhielten.. Eine Dame ließ uns netterweise ihren etagenförmig angelegten Garten, der sich zwischen der Rückseite ihres Fachwerkhauses und dem Berg befand, anschauen. Am Abend gab es noch ein mehrgängiges Kapitäns-Dinner zum Abschluss der ersten Flusskreuzfahrt

Von der Main- zur Rheinkreuzfahrt!

(22.07) Am Morgen erreichten wir Frankfurt und unser kleine Flussfahrt war schon zu Ende. Gut nur, dass wir gleich an Anschluss an die kleine Main-Erkundung die Rheinflussfahrt beim gleichen Anbieter gebucht hatten. Nun mussten wir nur noch den Fluss wechseln, weshalb uns nach dem Frühstück eine Bahnfahrt von Frankfurt nach Düsseldorf zum nächsten Schiff bevorstand. So wechselten wir dann relativ nahtlos vom Abschluss- zum Wllkommenscockteil, denn, wie heißt es so schön, jeden Anfang wohnt ein Zauber inne.

Detailaufnahme vom Museum Kunstpalast in Düsseldorf

Die “Inspire“, wie das neue Schiff heißt, ist etwas größer als die “Treasures” und wo ich bei ersterem Schiff, wohl auch bedingt durch die kleinere Anzahl von Gästen, einen Hauch von Exklusivität spürte, so ist dieser bei der “Treasure” leider nicht mehr vorhanden.

Beide Schiffe sind baulich annähernd identisch. Meine neue Kabine liegt im Untergeschoss, ermöglicht aber durch ein Treppenpodest einen Blick über das Wasser. Leider sehen die davor stehenden Cocktailsessel zwar stilvollendend aus, sind aber ansonsten unbequem. Ich freue mich, im Vergleich zur Kabine auf der “Inspire” jetzt jedoch über mehr Geräumigkeit. 

Nach den üblichen Begüßungszeremonien ließen wir es uns auf dem Sonnendeck gut gehen.

Leverkusen
Kölner Dom
Kölner Ansichten: “Zu viel mit Lego gespielt?”, möchte ich hier das zu verantwortende Architekturbüro fragen.

An den bizarr aussehenden Betriebsanlagen von Leverkusen ging es am Abend noch am Kölner Dom vorbei, bevor wir dann am nächsten Morgen Andernach erreichten.

Andernach

(23.07)  Nach dem Frühstück  unternahmen wir eine kurze Stadtbegehung.

Auf dem folgenden Bild ist eine Detailaufnahme des im Renaissancestil gebauten Haus von der Leyen, indem sich jetzt das örtliche Heimatmuseum befindet.

 Ein altes Bollwerk, was zum Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges umgewandelt wurde, ermöglicht eine pittoreske Perspektive auf unser Flusskreuzfahrtsschiff, die “Inspire”. 

Blick auf unser Flusskreuzfahrtschiff

Der Kaltwassergeysir in Andernach

Hernach setzen wir mit der Fähre über, um den Kaltwassergeysir in Andernach zu besuchen.  Nach einer Anbohrung im Jahre 2006 schießt jetzt alle zwei Stunden mineralisiertes Wasser in die Höhe, was ich gerne probiert hätte. Leider gab es dazu keine Möglichkeit. Corona war es wohl geschuldet, dass auch das Besucherzentrum geschlossen war. 

Boppard

Zurück an Bord wartete schon wieder ein opulentes  Mittagsmahl auf uns, bevor wir dann gemütlich den Rhein weiter gen Boppard fuhren.

In Boppard hatten wir nach dem Abendessen die “Funzeltour” als Zusatzleistung gebucht. Zusammen mit den beiden Veranstaltern zogen wir mit Leiterwagen und zwei seitwärts angebrachten “Funzeln” durch das Städtchen. Dabei wurden uns nicht nur Informationen zu historischen Begebenheiten und Kuriositäten gegeben, sondern auch sechs verschiedene Wein- und Sektspezialitäten aus der Region zur Probe kredenzt.  Weitere Informationen gibt es hier.

Ausklingen ließ ich den Abend  dann in der Bar des Schiffes, jetzt jedoch mit einem kühlen Bierchen. Vom Wein hatte ich erst einmal genug. 

(24.07)  In der gesamten Nacht war das Schiff in Boppard geblieben, was ich persönlich als angenehm empfand, da ich bei einer Flussfahrt die “faule” Zeit am Sonnendeck eigentlich am meisten genieße.  Ich hänge dann meinen Gedanken nach, während eine wechselnde Landschaft an mir vorbeizieht. Leider hatte die “Inspirire” schon die Loreley passiert, als ich die Vorhänge meiner Kabine aufzog. Noch vor dem Frühstück, das auch aufgrund von Corona – am Tisch serviert wurde, was ich im Übrigen nicht negativ fand, zog es mich erneut an Deck. Der Mittelrhein zeigte sich nun von seiner wildromantischen Seite. Burgen und Klöster zogen an mir auf, während sich unterhalb von ihnen kleine Häuschen pittoresk an die Höhenzüge andruckten, bevor sich der Rhein, jenseits von Rüdesheim, wieder verbreiterte. Dann war es schon wieder Zeit zum Mittagessen aufzubrechen. Gefühlt besteht eine solche Kreuzfahrt ja aus einer Aneinanderreihung von Mahlzeiten, die sich auf meiner Waage im Nachgang wohl negativ bemerkbar machen würden.

Mainzer Stadtrundgang

Mittlerweile waren wir in Mainz angekommen. Um 14 Uhr brachen wir zur Mainzer Stadtführung aus. Leider wies uns unsere Stadtführerin nicht darauf hin, dass der Dom schon um 15 Uhr schließt, sodass wir – trotz Stadtführung – den Höhepunkt von Mainz verpassten.

Detailaufnahme der Nagelsäule in Mainz
Detailaufnahme vom Fastnachtsbrunnen in Mainz

Rüdesheim

In Mainz kehrte unser Schiff um und fuhr zurück nach Rüdesheim, wo wir in der Nacht vor Anker lagen. Leider war  es schon spät, sodass die Seilbahn nicht mehr hoch zum Denkmal fuhr und die hereinbrechende Dunkelheit hielt mich auch davon ab, den Aufstieg zu Fuß zu bewältigen. Gerne hätte ich die  Germania geschaut, so nahm ich mit der Drosselgasse vorlieb. Diese gefiel mir nicht sonderlich,  erinnerte sie mich doch zu sehr an  den Budenzauber von Schützenfesten  und Kirmesveranstaltungen,  nur dass die Kulissen hier eben echt und nicht aus Pappe waren.

Drosselgasse in Rüdesheim

(25.07) Leider startete unser Schiff schon um 6 Uhr, um die Rückfahrt nach Düsseldorf anzutreten. So musste ich mir den Wecker stellen, um den Höhepunkt der Burgenromantik im wachen Zustand erleben zu können. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn das Schiff später gestartet wäre und auch der Aufenthalt in Koblenz etwas großzügiger bemessen worden wäre.

In den frühen Morgenstunden gleitet das Schiff durch das Mittelrheintal
Vom Wasser aus sieht man die Zelte der Camper vor der kleinen Wasserburg. Ob das wohl genehmigt war?
Die Loreley darf natürlich nicht fehlen!

Koblenz

Zweieinhalb Stunden Aufenthaltsdauer erlauben keine Besichtigung der Festung Ehrenbreitstein, die ich aber glücklicherweise aus der Vergangenheit schon kannte. Die 20xx zur Gartenausstellung errichtete Seilbahn war mir jedoch nicht bekannt, sodass unsere kleine Gruppe einmal in Richtung Festung hinauf und einmal hinabfuhr, was zumindest fotografisch recht interessant war. Am Nachmittag bezog sich leider der Himmel, sodass nach Königswinter sogar ein kleiner Regen einsetzte, der mich in die Lounge flüchten ließ.  Dort wurde, wie auf der gesamten Reise, einmal Temperatur gemessen, womit dann den Coranaauflagen Rechnung getragen wurde. 

Detailaufnahme vom Kaiser Wilhelm I Denkmal, Deutsches Eck, Koblenz
Seilbahnausblicke auf den Zusammenfluss von Rhein und Mose.

Mit dem Kapitänsdinner am Abend fand unsere Reise einen schönen Abschluss.

(26.07) Eine weitere Übernachtung in Düsseldorf,  das wir am Samstag kurz vor 21 Uhr erreicht hatten, stand uns noch bevor. Etwas erschrocken war ich über das dort am Mainufer herumlungernde Partyvolk, was dicht gedrängt abfeierte, als ob es keine Pandemie geben würde.

Mein Fazit

Beide Kreuzfahrten hatte ich beim selben Anbieter gebucht und beide haben mir insgesamt gut gefallen. Wohingegen die letzte mit der Mittelrhein-Strecke romantische Landschaftsansichten bot, erstaunte die Main-Fahrt mit ihren 38 (!!!) Schleusungen. 

Die erste Flusskreuzfahrt hat uns jedoch allen einen kleinen Tick besser gefallen. Dies ist wohl der etwas exklusiveren Atmosphäre, den spürbar guten Zusammenspiel des Personals, den überaus charmanten Reiseleiter, der bemüht war, trotz Corona, für Unterhaltung zu sorgen und einer besonders wohlschmeckenden Küche, die mich zumindest an Sterne-Gastronomie erinnert hat, geschuldet.  Jedoch war auch die zweite Kreuzfahrt fantastisch und ich möchte sie keinesfalls in Abrede stellen. Auch hier war jeder bemüht, uns ein wunderbares Erlebnis zu ermöglichen.

Das zweite Schiff hatte vergleichsweise schon mehr Gäste an Bord, wodurch die familiär-exklusive Atmospäre der Main-Kreuzfahrt nicht mehr erreicht werden konnte.

Es scheint sich herumzusprechen, dass in diesen Zeiten Flusskreuzfahrten eine so schlechte Idee nicht sind.

Kritikpunkte sind die Nachtfahrten bei der Main-Kreuzfahrt und  bei der Rhein-Kreuzfahrt die ungünstigen Zeiten, in der die wunderschöne Mittelrhein-Strecke sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg befahren wurde. Auch hätten wir uns ausreichend Zeit gewünscht, um uns die Festung anzuschauen. Allerdings, dies sei betont, ich kritisiere hier auf einem hohen Niveau und kann beide Fahrten unumschränkt empfehlen!

Ich freue mich deshalb schon auf meine nächste Flusskreuzfahrt: Die Donau soll es dann sein!

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