Waldbaden, Kräuterwandern und Transformationserfahrungen bietet der Feensteig!

[Werbung, da Pressereise]  Die Welterbereregion WartburgHainich hatte mich (und auch noch andere Blogger und Pressevertreter) vom 21. bis zum 22. Juli  zu einer kleinen Reise eingeladen, siehe hier.

Dies ist der zweite Teil meiner Vorstellung der Region. Der erste Teil lässt sich hier nachlesen.

Waldbaden  

Nun ja …Ich muss es nicht ShinrinYoku  nennen, nur weil vor ungefähr zwei Jahren erste Zeitschriften in Deutschland angefangen haben  über den japanischen Trend des Waldbadens zu berichten, mit der Absicht diesen auch in Deutschland Fuß fassen zu lassen.

In Deutschlang gibt es ja eine lange Wandertradition, die von den Romantikern begründet wurde. Diese sahen in der Landschaft eine Wiederspiegelung ihrer seelischen Zustände und suchten in der Schönheit der Natur eine Vereinigung mit dem Göttlichen. So verließ man die engen Städte und begab sich auf Wanderreise, was auch entfernt an die Bildungsreise des Adels erinnern mag.

Spätestens in der Wandervogel-Bewegung wurden Bewegungen in der freien Natur, bestenfalls auch noch nackt, als energetisierend angesehen und entsprachen der damaligen Vorliebe, die industrialisierten Städte zu verlassen und sein Heil in einer natürlicheren Umgebung zu suchen und zu finden. 

“Waldbaden” ist also tief beheimatet in der deutschen Seelenlandschaft, nur haben viele den Zugang zur eigenen Tradition eben verloren und  können sich  das, was eigentlich schon da ist, eher durch den Umweg über exotische Moden, wie beispielsweise das japanische ShinrinYoku, erschließen.

Verkehrt ist das nicht und vielleicht hilft dann auch eine begleitete Einführung und Waldbegehung,  um sich auf die Natur und dessen Wahrnehmung überhaupt wieder einlassen zu können und so zu einer tiefen Ruhe zu finden, die vielen im immer hektischer werdenden Berufsalltag zunehmend verwehrt ist. Unzweifelhaft öffnen energetisierende Übungen (ShinrinYoku, Tai-Chi, Runen-Yoga oder was auch immer), wenn wir denn mal die pragmatische Ebene verlassen, spirituelle Grenzerfahrungen.

Der Feensteig

Der Feensteig, den wir mit der Mitarbeiterin des WaldResorts am Nationalpark Hainich  Frau May begangen haben, eignet sich hervorragend dazu, um neue Kraft in einem immer schnellleberigeren Alltag zu generieren.  Selbstverständlich lässt  sich der Feensteig auch individuell entdecken. 

Transformationserfahrungen

Während des Rundwegs wird mit Hilfe von Märchenbildern, eine Transformationserfahrung angeleitet, der den ein oder anderen Bloggerkollegen “zu esoterisch” war, in einer Runde aber von Menschen, die sich auf die spielerischen Rituale, die das Potential haben, tiefer zu durchdringen, als dass das die Anleitungstafeln vermuten lassen, mag der Feensteig zu einem  Initiationserlebnis werden. Und es steht ja jedem frei,  hier so weit zu gehen, wie er/sie selbst es möchte. 

Ich würde alllerdings empfehlen, Muße mitzubringen.

(Anm./off topic: Wer sich für die Arbeit mit Märchen interessiert, dem sei auch folgender Artikel empfohlen, wo ich meine Erfahrung mit einem Psycho-Drama-Seminar schildere: hier!)

Die Helden- und Heldinnenreise des Feensteigs kommt meinem Konzept des mythologischen Wanderns (hier, hier und hier!) jedenfalls schon sehr nahe, nur eben, dass hier angeleitet wird, wo ich hingegen die individuelle Herangehensweise bevorzuge,  schließlich möchte ich mir eine Struktur selbst schaffen und nicht auf diejenige zurückgreifen müssen, die andere für mich erdacht haben.  Diesen Einwand einmal außen vor gelassen, eignet sich der Feensteig für alle, die am Thema Selbsttransformation “in und mit der Landschaft” interessiert sind, weshalb ich hier auch eine klare Empfehlung ausspreche.

Der Feensteig kann in verschiedene Stationen unterteilt werden, die – laut einer kleinen Anzeigetafel am Beginn des Weges – sich wie folgt gliedern:

Feensteig

  • Öffnung: Hier gehen wir rückwärts in den Wald hinein und ich werde dabei von einer Wespe gestochen. Was mir das wohl sagen soll?
  • Verborgener Schatz

 

  • Lauschen
  • Furchtlosigkeit
  • Wurzeln
  • Imagination
  • Jungbrunnen

  • Hexenkräfte
  • Dienen
  • Vertrauen
  • Wunschbaum

  • Zauberspiegel: Diesen öffnet jeder für sich und sieht sein Spiegelbild, was für das Erkennen des eigenen Selbst stehen mag.  Ich mache erst einmal – ganz pragmatisch – ein Selfie. Spielerisch eben!

 

Zum Schluss der Wanderung muss man noch einen Wald-Irrgarten meistern, also  eine liminale Erfahrung machen, bevor der Feensteig einen wieder in sein alltägliches Leben entlässt.

Kräuterwanderung

Frau May wies uns bei der Begehung des Feensteigs immer wieder auf einzelne Kräuter am Wegesrand hin. Im WaldResort  lassen sich auch Kräuter- und Kochkurse belegen, die nicht unbedingt an einem dortigen Aufenthalt gebunden sind. Ich bringe bei den Pflanzen aber immer alle durcheinander und eigne mich erst einmal nicht zur Kräuterhexe. Das kleine Picknick im Wald mit selbst gemachten Kräuterquarks mundete mir dafür umso besser und ist nach der angeleiteten Transformationserfahrung  gleichzeitig eine Erdung, die uns hilft wieder im Hier und Jetzt anzukommen. 

Danke!

 

 

 

 

 

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